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Schalom (Hebräisch)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Shalom.svg
Schalom in hebräischen Buchstaben
Datei:Blackboard with Hebrew letters.JPG
Tafel mit den Bestandteilen von שלום
Datei:2013-03-30 Ostermarsch Hannover vom Kröpcke aus, Regenbogenfahne Frieden Peace hebräisch Schalom arabisch Salam.jpg
Regenbogenfahne auf einem Ostermarsch mit der hebräischen Schreibweise für Schalom und der arabischen für Salām

Der hebräische Begriff <phonos file="He-Shalom.ogg">Schalom</phonos>/? ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), in aschkenasischer Aussprache auch Schulem oder Scholem) bedeutet Frieden, Wohlergehen bzw. Heil. In der jüdischen Kultur wird er als Grußformel verwendet.

Das Wort „Schalom“ basiert auf der im semitischen Sprachraum bedeutungstragenden Wurzel š-l-m<ref>Die Vokale werden in semitischen Sprachen meist nicht geschrieben.</ref> und ist mit dem arabischen Salām auf das Engste verwandt.

Schalom bedeutet im Tanach zunächst Unversehrtheit und Heil. Doch mit dem Begriff ist nicht nur Befreiung von jedem Unheil gemeint, sondern auch Gesundheit, Wohlfahrt, Frieden, Ruhe und Glück. Versucht man, diese semantische Breite auf bestimmte Grundbedeutungen zurückzuführen, so lässt sich Schalom als „Ganzheit“, „Genugtuung“, „Wohlbefinden“, „kollektives Wohlergehen“, „lebensfördernde Geordnetheit der Welt“<ref>Rüdiger Liwak: Friede / Schalom. In: Michaela Bauks, Michael Pietsch, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff.Vorlage:Abrufdatum</ref> oder als „Zustand, der keine unerfüllten Wünsche offen lässt“<ref>Wilhelm Gesenius: Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S. 1358.</ref> begreifen. Je nach Kontext können ihm eine Fülle konkreter Bedeutungen zugeordnet werden:

Eine enge Beziehung besteht zwischen Schalom und Gerechtigkeit (Vorlage:Bibel/Link; Vorlage:Bibel/Link). Schalom wird als Frucht der Gerechtigkeit (Vorlage:Bibel/Link) bzw. als Folge des Vertrauens auf JHWH (Vorlage:Bibel/Link) betrachtet.

Außerdem ist Schalom eine der verbreitetsten Grußformeln in Israel. Am Schabbat wünschen Juden sich einen friedvollen Schabbat mit der Grußformel {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).

„... der Friede, der allein versöhnt und stärkt, der uns beruhigt und unser Gesichtsbild aufhellt, uns von Unrast und von der Knechtung durch unbefriedigte Gelüste frei macht, uns das Bewusstsein des Erreichten gibt, das Bewusstsein der Dauer, inmitten unserer eigenen Vergänglichkeit und der aller Äußerlichkeiten.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Claude J. G. Montefiore: 1858–1938, jüdischer Gelehrter und Gründer der „World Union for Progressive Judaism

Schalom ist bereits im Tanach ein zentrales Wort und demzufolge der übliche Gruß unter Juden. Es wird auch als Abschiedsgruß gebraucht.

Der Name des Königs Salomo geht auf š-l-m zurück. Jesaja verheißt einen „Fürsten des Friedens“ (śar šālôm), dessen Herrschaft Schalom ohne Ende bringt (Vorlage:Bibel/Link).

Weblinks

Anmerkungen

<references />