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Stabat mater

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

{{#if: behandelt das lateinische Reimgebet Stabat mater; zu anderen Bedeutungen siehe Stabat Mater.

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Datei:Titian - Mater Dolorosa with her Hands apart (Museo del Prado).jpg
Darstellung der Schmerzensmutter auf einem Bild des Malers Tizian, 1554.

Das {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (nach dem Gedichtanfang {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, lat. für ‚Es stand die Mutter schmerzerfüllt‘) ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Mutter Jesu in ihrem Schmerz um den gekreuzigten Jesus als zentralen Inhalt hat. Die Verfasserschaft ist ungeklärt. Das Gedicht wurde in der Vergangenheit unter anderem Papst Innozenz III. († 1216) sowie den Franziskanern Iacopone da Todi († 1306) und Johannes Bonaventura († 1274) zugeschrieben.

Das {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} fand 1521 Eingang in das {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, wurde aber wie fast alle Sequenzen durch das Konzil von Trient aus dem Gottesdienst verbannt. 1727 wurde es bei der Einführung des Festes {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (Gedächtnis der sieben Schmerzen Mariens) als Sequenz in den Messtext und als Hymnus in das Brevier der katholischen Kirche aufgenommen und gehört seither wieder zur katholischen Liturgie. Allerdings wurde das 1727 auf den Freitag nach dem Passionssonntag gelegte Fest durch die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils abgeschafft, so dass das Stabat Mater als liturgisches Stück nur noch am 15. September, dem heutigen Termin Gedächtnis der Schmerzen Mariä, ad libitum (nach Belieben) gesungen oder gebetet werden kann.

Die bekannteste deutsche Übertragung des Stabat mater stammt von Heinrich Bone (1847).<ref name=":0" /><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Originaltext, liturgischer Text und Übertragungen ins Deutsche

Wie bei vielen berühmten Lied-Texten gibt es zum Stabat mater mehrere verschiedene Versionen. Der kritische Text der Sequenz wurde von Clemens Blume und Henry M. Bannister aufgrund der 86 Handschriften (die ältesten sind aus dem 13. Jh.) in Analecta Hymnica herausgegeben.<ref name="AH">Clemens Blume, Henry M. Bannister (Hrsg.): Die Sequenzen des Thesaurus Hymnologicus H. A. Daniels und anderer Sequenzenausgaben. 2. Teil, 1. Band: Liturgische Prosen des Übergangsstils und der zweiten Epoche (= Analecta Hymnica. Band 54). O.R. Reisland, Leipzig 1915, S. 312–318 ({{#if: |{{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}|{{#if: hymniineditilitu54drev|{{#if:312|[https://www.archive.org/details/hymniineditilitu54drev}} {{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}|{{#if: |{{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}|[{{{1}}} {{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}]}}}}}}Vorlage:WartungsURL).</ref> Dieser „Original-Text“ wird in der ersten Spalte wiedergegeben.

Nicht minder wichtig ist die seitens der katholischen Kirche approbierte aktuelle liturgische Version. Sie steht im Graduale Romanum von 1973/1979. Im Vergleich zu manchen früheren liturgischen Versionen weicht sie nur noch wenig vom Urtext ab. Aus chronologischen Gründen ist sie in der vierten und letzten Spalte niedergeschrieben, wobei die Abweichungen vom Urtext fett gedruckt sind.

In der zweiten Spalte, also unmittelbar neben dem Original, steht die deutsche Fassung von Christoph Martin Wieland aus dem Jahr 1779, erschienen in dessen Zeitschrift Der Teutsche Merkur.<ref name="Wieland">Der Teutsche Merkur 1781, 1. Quartal, S. 101–106 uni-bielefeld.de.</ref> Etwa 24 weitere spätmittelalterliche Nachbildungen im deutschen Sprachraum edierte und untersuchte Andreas Kraß,<ref>Stabat mater dolorosa. Lateinische Überlieferung und volkssprachliche Übertragungen im deutschen Mittelalter. Fink, München 1998, ISBN 3-7705-3240-6 (Dissertation, Universität München, 1994; online).</ref> eine eingehende Untersuchung und Edition mittelniederländischer Übertragungen der gleichen Epoche bietet P. Maximilianus van Dun.<ref>P. Maximilianus van Dun: De Middelnederlandse Vertalingen van het Stabat mater.</ref>

In der dritten Spalte, also links neben der aktuellen Fassung im Graduale Romanum, steht eine Übertragung von Heinrich Bone (1847). Das Gotteslob enthält unter der Nummer 532 (GLalt 584): Christi Mutter stand mit Schmerzen (Melodie: Köln 1638) fünf der zehn Strophen. Dabei entsprechen die ersten vier der ersten, zweiten, vierten und sechsten (leicht verändert) Strophe des Textes von Heinrich Bone, während die letzte Strophe eine eigenständige Übertragung der zehnten Strophe des lateinischen Originaltextes bietet; Bone und Wieland richten nämlich ihre zehnte Strophe nach der Textversion aus, die das Graduale Romanum übernommen hat. Im Eigenteil des Gotteslobes der Bistümer Freiburg und Rottenburg-Stuttgart ist unter Nummer 885 (GLalt 896) die Übertragung nach Bone vollständig abgedruckt, die Melodie entstammt der Sammlung Evangelium in Gesängen von 1656.

In der fünften Spalte findet sich eine aktuelle Übertragung von Othmar Fiedler<ref>Othmar Fiedler (geb. 15. Dezember 1935) ist pensionierter Studiendirektor. Er war viele Jahrzehnte in der Leitung einer Kirchengemeinde tätig. Zudem war er Kantor und Organist und hat mehrere Chöre geleitet.</ref> aus dem Jahr 2017, die sich auf die lateinische Originalversion bezieht und sich lediglich in der letzten Strophe nach dem Graduale Romanum richtet. Sie hält sich in Metrum und Reimschema genau an die lateinischen Vorlagen.

Lateinischer Originaltext

gedichtet um 1200–1300<ref name="AH" />

Gereimte Übertragung

Christoph Martin Wieland 1779<ref name="Wieland" />

Gereimte Übertragung

Heinrich Bone 1847<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Aktueller liturgischer Text

Graduale Romanum 1973/79

Moderne Übertragung

Othmar Fiedler 2017<ref>Othmar Fiedler, Duisburg 2017, alle Rechte beim Autor</ref>

<poem lang="la" style="font-style:italic;"> 1. Stabat mater dolorosa Iuxta crucem lacrimosa,

 Dum pendebat filius;

2. Cuius animam gementem, Contristantem et dolentem

  Pertransivit gladius.

3. O quam tristis et afflicta Fuit illa benedicta

  Mater unigeniti!

4. Quae maerebat et dolebat, Et tremebat, cum videbat

  Nati poenas incliti.

5. Quis est homo, qui non fleret, Matrem Christi si videret

  In tanto supplicio?

6. Quis non posset contristari, Piam matrem contemplari

  Dolentem cum filio?

7. Pro peccatis suae gentis Iesum vidit in tormentis

  Et flagellis subditum.

8. Vidit suum dulcem natum Morientem, desolatum,

  Cum emisit spiritum.

9. Eia, mater, fons amoris, Me sentire vim doloris

  Fac, ut tecum lugeam.

10. Fac, ut ardeat cor meum In amando Christum Deum,

  Ut sibi complaceam.

11. Sancta mater, illud agas, Crucifixi fige plagas

  Cordi meo valide.

12. Tui nati vulnerati, Iam dignati pro me pati,

  Poenas mecum divide.

13. Fac me vere tecum flere, Crucifixo condolere,

  Donec ego vixero.

14. Iuxta crucem tecum stare, Te libenter sociare

  In planctu desidero.

15. Virgo virginum praeclara, Mihi iam non sis amara,

  Fac me tecum plangere.

16. Fac, ut portem Christi mortem, Passionis eius sortem

  Et plagas recolere.

17. Fac me plagis vulnerari, Cruce hac inebriari

  Ob amorem filii.

18. Inflammatus et accensus, Per te, virgo, sim defensus

  In die iudicii.

19. Fac me cruce custodiri, Morte Christi praemuniri,

  Confoveri gratia.<ref name="alternative Strophe">In der „deutschen“ 

(so Herausgeber, S. 316) Gruppe der Handschriften (insgesamt 28) findet sich statt dieser Teilstrophe die folgende:
Christe, cum sit hinc exire,
Da per matrem me venire
Ad palmam victoriae.
</ref> 20. Quando corpus morietur, Fac ut anima donetur

  Paradisi gloriae.

</poem>

<poem> Schaut die Mutter voller Schmerzen, wie sie mit zerrißnem Herzen

   unterm Kreuz des Sohnes steht:

Ach! wie bangt ihr Herz, wie bricht es, da das Schwerdt des Weltgerichtes

   tief durch ihre Seele geht!

O wie bittrer Qualen Beute ward die Hochgebenedeite

   Mutter des Gekreuzigten!

Wie die bange Seele lechzet! Wie sie zittert, wie sie ächzet,

   des Geliebten Pein zu sehn!

Wessen Auge kann der Zähren bey dem Jammer sich erwehren,

   der die Mutter Christi drükt?

Wer nicht innig sich betrüben, der die Mutter mit dem lieben

   Sohn in solcher Noth erblikt?

Für die Sünden seiner Brüder, sieht sie, wie die zarten Glieder

   schwehrer Geisseln Wuth zerreißt:

Sieht den holden Sohn erblassen, Trostberaubt, von Gott verlassen,

   still verathmen seinen Geist.

Laß, o Mutter, Quell der Liebe, laß die Fluth der heil’gen Triebe

   strömen in mein Herz herab!

Laß in Liebe mich entbrennen, ganz für den in Liebe brennen,

   Der für mich sein Leben gab.

Drük, o Heilge, alle Wunden, die dein Sohn für mich empfunden,

   tief in meine Seele ein!

Laß in Reue mich zerfließen,

   mit Ihm leiden, mit Ihm büßen,

mit Ihm theilen jede Pein!

Laß mich herzlich mit dir weinen, mich durchs Kreuz mit Ihm vereinen,

   sterben all mein Lebenlang!

Unterm Kreuz mit dir zu stehen, unverwandt hinauf zu sehen,

   sehn’ ich mich aus Liebesdrang.

Gieb mir Theil an Christi Leiden, laß von aller Lust mich scheiden,

   die ihm diese Wunden schlug!

Auch ich will mir Wunden schlagen, will das Kreuz des Lammes tragen,

   welches meine Sünde trug.

Laß, wenn meine Wunden fließen, liebestrunken mich genießen

   dieses tröstenden Gesichts!

Flammend noch vom heilgen Feuer, deck’, o Jungfrau, mich dein Schleyer

   Einst am Tage des Gerichts!

Gegen aller Feinde stürmen laß mich Christi Kreuz beschirmen,

   sey die Gnade mein Panier!

Dekt des Grabes düstre Höle meinen Leib, so nimm die Seele

   auf ins Paradies zu dir!

</poem>

<poem> {{#invoke:Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint von Herzen, als ihr lieber Sohn da hing. Durch die Seele voller Trauer, schneidend unter Todesschauer, jetzt das Schwert des Leidens ging.

Welch ein Schmerz der Auserkornen, da sie sah den Eingebornen, wie er mit dem Tode rang. Angst und Jammer, Qual und Bangen, alles Leid hielt sie umfangen, das nur je ein Herz durchdrang.

Ist ein Mensch auf aller Erden, der nicht muss erweichet werden, wenn er Christi Mutter denkt, wie sie, ganz von Weh zerschlagen, bleich da steht, ohn alles Klagen, nur ins Leid des Sohns versenkt?

Ach, für seiner Brüder Schulden sah sie ihn die Marter dulden, Geißeln, Dornen, Spott und Hohn; sah ihn trostlos und verlassen an dem blutgen Kreuz erblassen, ihren lieben einzgen Sohn.

O du Mutter, Brunn der Liebe, mich erfüll mit gleichem Triebe, dass ich fühl die Schmerzen dein; dass mein Herz, im Leid entzündet, sich mit deiner Lieb verbindet, um zu lieben Gott allein.

Drücke deines Sohnes Wunden, so wie du sie selbst empfunden, heilge Mutter, in mein Herz! Dass ich weiß, was ich verschuldet, was dein Sohn für mich erduldet, gib mir Teil an seinem Schmerz!

Lass mich wahrhaft mit dir weinen, mich mit Christi Leid vereinen, so lang mir das Leben währt! An dem Kreuz mit dir zu stehen, unverwandt hinaufzusehen, ist’s, wonach mein Herz begehrt.

O du Jungfrau der Jungfrauen, woll auf mich in Liebe schauen, dass ich teile deinen Schmerz, dass ich Christi Tod und Leiden, Marter, Angst und bittres Scheiden fühle wie dein Mutterherz!

Alle Wunden, ihm geschlagen, Schmach und Kreuz mit ihm zu tragen, das sei fortan mein Gewinn! Dass mein Herz, von Lieb entzündet, Gnade im Gerichte findet, sei du meine Schützerin!

Mach, dass mich sein Kreuz bewache, dass sein Tod mich selig mache, mich erwärm sein Gnadenlicht, dass die Seel sich mög erheben frei zu Gott in ewgem Leben, wann mein sterbend Auge bricht! </poem>

<poem lang="la" style="font-style: italic;"> Stabat mater dolorosa Iuxta crucem lacrimosa, Dum pendebat filius. Cuius animam gementem, Contristatam et dolentem Pertransivit gladius.

O quam tristis et afflicta Fuit illa benedicta Mater unigeniti! Quae maerebat et dolebat, Pia Mater, dum videbat Nati poenas inclyti.

Quis est homo, qui non fleret, Matrem Christi si videret In tanto supplicio? Quis non posset contristari, Piam matrem contemplari Dolentem cum Filio?

Pro peccatis suae gentis Vidit Iesum in tormentis Et flagellis subditum. Vidit suum dulcem natum Morientem desolatum, Dum emisit spiritum.

Eia mater, fons amoris, Me sentire vim doloris Fac, ut tecum lugeam. Fac, ut ardeat cor meum In amando Christum Deum, Ut sibi complaceam.

Sancta mater, istud agas, Crucifixi fige plagas Cordi meo valide. Tui nati vulnerati, Tam dignati pro me pati, Poenas mecum divide.

Fac me vere tecum flere, Crucifixo condolere, Donec ego vixero. Iuxta crucem tecum stare Ac me tibi sociare In planctu desidero.

Virgo virginum praeclara, Mihi iam non sis amara: Fac me tecum plangere. Fac ut portem Christi mortem, Passionis fac me sortem, Et plagas recolere.

Fac me plagis vulnerari, Cruce hac inebriari Et cruore Filii, Flammis urar ne succensus, Per te Virgo, sim defensus In die iudicii.

Fac me cruce custodiri, Morte Christi praemuniri, Confoveri gratia. Quando corpus morietur, Fac ut animae donetur Paradisi gloria. </poem>

<poem> Unterm Kreuz stand, reich an Schmerzen, Jesu Mutter, Gram im Herzen, dort hing Jesus, schmerzverzehrt. Seine Seele voller Klagen, Leid und Schmerz, kaum zu ertragen, wie durchbohrt von einem Schwert.

Schwach und traurig ihm zur Seite stand die hochgebenedeite Mutter Gottes einzigen Sohns, wie sie hilflos musst’ zuschauen, wie ihr Sohn voll Pein und Grauen Qualen litt, voll bitteren Hohns.

Welcher Mensch würd’ nicht erschauern, säh’ er Christi Mutter trauern in solch großem Herzeleid? Wen auch würd’s nicht hart angehen, Christi Mutter zuzusehen leiden voller Traurigkeit?

Für die Sünden von uns allen sah sie Jesum qualvoll fallen, ausgepeitscht voll Spott und Hohn, sah ihr liebes Kind verlassen, hoffnungslos am Kreuz erblassen, sterben sah sie ihren Sohn.

Ach du Mutter, Quell der Liebe, dass des Schmerzes Kraft mich triebe, dass ich mit dir trauern kann. Lass mein Herz in Liebe brennen, Christum meinen Herren nennen, dass ich ihm gefalle dann.

Heilige Mutter, das bewege, meinem Herzen fest einpräge seine Wunden für und für. Deines Sohnes schlimme Qualen, um für meine Schuld zu zahlen, diese Qualen teil mit mir.

Lass mich wahrhaft mit dir weinen, Schmerz empfinden um den einen jetzt und immer, lebenslang. Zu dem Kreuze will ich gehen, um dir gerne beizustehen, wehzuklagen laut und bang.

Edle Jungfrau der Jungfrauen, lass auf deine Hilf’ mich bauen, in dein Klagen stimmen ein. Lass mich Christi Todesqualen immer mir vors Auge malen, Teil des Leidens Christi sein.

Lass die Wunden mich verletzen, an das Kreuz dort mich versetzen ob der Liebe zu dem Sohn. In des Jüngsten Tages Wehen bitt’ ich dich, mir beizustehen, wenn erschallt Posaunenton.

Dass dein Kreuz mich dann bewahre, durch den Tod ich Schutz erfahre. Beim Gericht er sei mir nah. Wenn der Leib dereinst wird sterben, lass die Seele dann ererben Paradieses Gloria. </poem>

Die auffälligste Abweichung zwischen den ältesten Fassungen betrifft die erste Hälfte der zehnten und letzten Strophe. Eine „deutsche“ Gruppe von Handschriften bringt hier eine alternative Strophe,<ref name="alternative Strophe" /> die auf den Schutz durch den Kreuzestod Christi lenkt. Während frühere Ausgaben des Graduale Romanum wie die Auflage von 1908<ref>Graduale sacrosanctae romanae ecclesiae de Tempore et de Sanctis (Graduale Romanum ed. typ.), Romae, Typis Vaticanis, MDCCCVIII.</ref> hier dem Text der „deutschen“ Gruppe folgten, entschieden die Herausgeber der Ausgabe von 1973 für den Text der ältesten Handschrift.

Analyse der Strophen

Das {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} besitzt zehn Strophen, die nochmals in zwei Teilstrophen à drei Zeilen unterteilt sind. Dies deutet darauf hin, dass das {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} als Sequenz von zwei Halbchören gesungen worden ist, wobei zuerst der erste Halbchor die erste Teilstrophe auf eine Melodie gesungen und dann der zweite Halbchor mit der zweiten Teilstrophe auf die gleiche Melodie geantwortet hat. Die Endreimfolge aller Strophen ist als Schweifreim angelegt (Reimschema Vorlage:Reim).

Vertonungen

Das {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ist oft vertont worden. Nicht immer wurde der gesamte Text verwendet; unterschiedliche Anlässe für die Kompositionen und persönliche Vorlieben der Komponisten führten zur Akzentsetzung etwa unter den Themen: Trost, Leid, Klage. Die alte gregorianische Choralmelodie wurde von Josquin und Palestrina schon im 15. bzw. 16. Jahrhundert polyphon vertont. Viele spätere Komponisten schufen Vertonungen des {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, die heute noch aufgeführt werden (nach dem Komponistennamen folgt die Besetzung):

Wahlspruch

Die Zeile Da per matrem me venire (frei übersetzt: „Lass über die Mutter [Maria] mich gelangen [in das Himmlische Reich]“) wurde vom US-amerikanischen Bischof Fulton John Sheen als Wahlspruch in sein Wappen aufgenommen.

Siehe auch

  • {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
  • {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
  • {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}

Literatur

  • Friedrich Gustav Lisco: Stabat Mater, Hymnus auf die Schmerzen der Maria: nebst einem Nachtrage zu den Uebersetzungen des Hymnus Dies irae: zweiter Beitrag zur Hymnologie. G. W. F. Müller, Berlin 1843 ({{#if: J9pWAAAAcAAJ

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  • Gottesdienst. Gebets- und Gesangbuch für das Erzbistum München und Freising. J. Pfeiffer, München 1958.
  • Graduale Triplex seu Graduale Romanum Pauli Pp.VI cura recognitum & rhythmicis signis a Solesmensibus Monachis ornatum neumis Laudunensibus (Cod. 239) et Sangallensibus (Codicum San Gallensis 359 et Einsidlensis 121) nunc auctum. Abbaye Saint Pierre de Solesmes / Desclée, Paris-Tournai 1979, ISBN 2-85274-044-3.
  • Andreas Kraß: Stabat mater dolorosa. In: VL², Bd. 9 (1995), Sp. 207–214.
  • Andreas Kraß: Stabat mater dolorosa. Lateinische Überlieferung und volkssprachliche Übertragungen im deutschen Mittelalter. Wilhelm Fink, München 1998.
  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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