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St. Walburga (Bachenau)

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Datei:Bachenau-walburgakirche1.JPG
Walburga-Kirche in Bachenau

Die St.-Walburga-Kirche in Bachenau, einem Stadtteil von Gundelsheim im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg, ist eine katholische Kirche, die 1901/02 unter Einbeziehung eines älteren Kirchturms errichtet wurde.

Geschichte und Architektur

Eine Frühmesskaplanei in Bachenau wurde erstmals 1453 erwähnt. Einer Bauinschrift zufolge wurde die Kapelle 1520 erneuert, eine weitere Renovierung ließ der Komtur von Horneck um die Mitte des 18. Jahrhunderts vornehmen.<ref>Bachenau - Altgemeinde~Teilort - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 29. Januar 2026.</ref>

Ab 1901 wurde nach Plänen von Ulrich Pohlhammer eine neue Kirche im neoromanischen Stil mit vierjochigem Langhaus mit eingezogenem Chor auf dem nördlich oberhalb des Friedhofs gelegenen Platz des kleineren Vorgängerbauwerks errichtet. Die Fassade ist durch steinsichtige Partien und Putzflächen mit eingetieften Fenstergewänden gegliedert. Der Turm aus dem Jahr 1593 des Vorgängerbaus wurde beibehalten.

Die Weihe der Kirche 1902 vollzog Bischof Paul Wilhelm von Keppler.

1947 wurde der Turm aufgestockt. 1975 wurde die Kirche grundlegend renoviert. Der Josefsaltar, dessen Relief den Tod Josefs zeigt, wurde von der Seite in den Altarraum verlegt. Bei der letzten Renovierung 1999 wurde die ursprüngliche Holzdecke wieder freigelegt.<ref>Kirche St. Walburga - Seelsorgeeinheit Krumme Ebene - Gundelsheim. Abgerufen am 29. Januar 2026.</ref>

Ausstattung

An der Südwand ist der Wappenstein des Hans Adam von Freyberg eingelassen, der 1593 Komtur des Deutschen Ordens auf Schloss Horneck war. An der rechten Seitenwand befindet sich ein Gemälde mit der Heiligen Walburga, ebenso findet sich eine Statue von ihr im Hochaltar. Die Farbfenster gestaltete Adolf Saile aus Stuttgart.

Orgel

1902 wurde durch die Orgelbaufirma Gebr. Späth als Opus 95 eine romantische Orgel mit pneumatischer Taschenlade errichtet, die nach dem Zweiten Weltkrieg neobarock umgebaut und verändert wurde.<ref>Bachenau - St. Walburga - Seelsorgeeinheit Krumme Ebene - Gundelsheim. Abgerufen am 29. Januar 2026.</ref> 2006 wurde sie durch die Orgelbaufirma Richard Rensch restauriert und wieder stärker an die Originaldisposition angenähert. Sie besitzt seitdem 10 Register auf zwei Manualen und Pedal.<ref>Orgelbau Rensch | Disposition Bachenau. Abgerufen am 29. Januar 2026.</ref> Eine erneute Restauration in das ursprüngliche romantische Klangbild ist geplant.<ref>Berthold Leibinger Stiftung GmbH | Historische Orgeln. Abgerufen am 29. Januar 2026.</ref>

Glocken

Im Kirchturm hängen vier Glocken. Die drei Glocken von 1948 sind aus Briloner Sonderbronze gegossen.<ref>74starrider: Glocken von St. Walburga Bachenau. 1. Mai 2011, abgerufen am 29. Januar 2026.</ref>

Name Gussjahr Glockengießer Inschrift
Aveglocke 1948 A. Junker, Brilon AVE MARIA PURISSIMA!
Wandelglocke 1948 A. Junker, Brilon SANCTA AGATHA
Dreikönigsglocke 1948 A. Junker, Brilon CASPAR MELCHIOR BALTHASAR
Totenglocke 1921 Gebr. Bachert, Kochendorf FUER DIE TOTEN BET ICH NOCH HEUTE, MORGEN SCHON FUER DICH IN LAEUTE - GEGOSSEN IM JAHR 1921 VON GEBR. BACHERT IN KOCHENDORF

Literatur

  • Friedrich Krapf (Hrsg.): Neckarsulmer Heimatbuch. Rau, Öhringen 1928, S. 148–149.
  • Joachim Hennze: „Stilgerecht aber einfach und würdig“. Katholische Kirchen im Raum Heilbronn vom Ende des Alten Reichs bis zum Ersten Weltkrieg. In: heilbronnica. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte. Band 4 (= Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Heilbronn 19, = Jahrbuch für schwäbisch-fränkische Geschichte 36). Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 2008, ISBN 978-3-940646-01-9, S. 351–382, hier S. 374 (Digitalisat).

Weblinks

Commons: St. Walburga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references /> Koordinaten: 49° 16′ 37,2″ N, 9° 11′ 39″ O

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