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Frühmesser

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{{#if: erläutert eine historische Funktion eines katholischen Priesters; zur österreichischen Politikerin der FPÖ siehe Lisa Frühmesser.

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}} Als Frühmesser, Frühmessherr oder Primissar ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}}) wurde ein katholischer Priester bezeichnet, der als Inhaber einer aus Stiftungserträgen finanzierten Pfründe zum regelmäßigen Zelebrieren der Heiligen Messe am frühen Morgen vor Arbeitsbeginn der Bevölkerung verpflichtet war. Die Bezeichnung ist heute nicht mehr üblich.

Mancherorts gehörte ein eigenes Wohnhaus für den Frühmesser zur Pfründe, das Frühmesshaus oder Primissariat, siehe z. B. das Frühmesshaus Bartholomäberg und das Primissariat Harsum.

Der Begriff des Frühmessers ist nicht zu verwechseln mit dem Mes(s)ner oder Mes(s)mer, der Bezeichnung für einen Küster im süddeutschen Raum und in Österreich.

Eine Entsprechung des Frühmessers im protestantischen Bereich ist der Frühprediger, der die Frühpredigt oder Frühlehre beim Frühgottesdienst hält.<ref>Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. Band 2. Leipzig 1796, S. 332.</ref><ref>Johann Thomas Wiser: Der Früh-Prediger oder leichtfaßliche Frühlehren auf alle Sonn- und Feiertage des ganzen Jahres. 2 Bde. München 1862.</ref> Auch diese Bezeichnung ist in der ursprünglichen Bedeutung heute nicht mehr üblich. Stellenweise existiert Frühprediger als traditionelle Amtsbezeichnung innerhalb einer Kirchengemeinde fort, zum Beispiel an der Stiftskirche Tübingen.<ref>Birgit Weyel: Die Predigt als Kunstwerk – Praktische Theologie in der Tradition Schleiermachers. Zum Tode von Professor Dr. Volker Drehsen. In: Newsletter Uni Tübingen aktuell Nr. 1/2013, abgerufen am 11. November 2025.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Rosi Fuhrmann: Kirche und Dorf. Religiöse Bedürfnisse und kirchliche Stiftung auf dem Land vor der Reformation. G. Fischer, Stuttgart/Jena/New York 1995, ISBN 3-437-50366-9.
  • Vorlage:DtRechtswörterbuch

Einzelnachweise

<references />