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St. Nikolaus (Düsseldorf)

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St. Nikolaus
Bild existiert nicht, nur Dateiname angeben!Vorlage:Infobox Sakralbau/Wartung/bildAnsicht von Nordosten
Baujahr: 11. Jahrhundert
Stilelemente: romanisch
Lage: 51° 9′ 58,2″ N, 6° 48′ 14,2″ OKoordinaten: 51° 9′ 58,2″ N, 6° 48′ 14,2″ O
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Anschrift: Nikolausstraße 20
Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Zweck: römisch-katholische Kirche
Gemeinde: St. Nikolaus, Himmelgeist
Pfarrei: St. Nikolaus Düsseldorf
Bistum: Köln
Webseite: www.meinegemein.de
Datei:1966 St. Nikolaus (Düsseldorf-Himmelgeist) IMG5124.jpg
Südwestansicht von 1966 mit provisorischem Turmhelm

Die katholische Kirche St. Nikolaus gehört zu den drei ältesten Kirchen in Düsseldorf und befindet sich im Stadtteil Himmelgeist.<ref>Hugo Weidenhaupt: Kleine Geschichte der Stadt Düsseldorf. 7. ergänzte Auflage. Triltsch-Verlag, Düsseldorf 1979.</ref> Bis 2025 war sie Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrei. Seit 2026 gehört sie zur neu gegründeten größeren Pfarrei St. Nikolaus Düsseldorf.

Geschichte

Die erste Kirche in Himmelgeist wurde urkundlich erwähnt im Jahre 904. Es handelte sich um eine Filialkirche des Stiftes Kaiserswerth und war ein Vorgängerbau der heutigen Kirche. Diese wurde im Kern im 11. Jahrhundert und Stil der Spätromanik erbaut, zunächst ohne Turm und ohne Chorhaus.<ref>Boisserée. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein. Unter: Miscellen. 1901, Köln, 27. Heft, S. [423]413. Onlinefassung</ref> Im 12. Jahrhundert erfuhr die Kirche eine Erweiterung um den Chorraum und die Hauptapsis. Der Turm wurde schließlich im 13. Jahrhundert zugefügt. Im 14. Jahrhundert wurde das kleinere und im 15. Jahrhundert das größere der beiden Sakramenthäuschen angebaut. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts waren drei alte Kirchenglocken vorhanden und in Gebrauch. Die älteste Glocke war mit dem Gießjahr 1454 versehen und die beiden anderen stammten von 1730.<ref>Boisserée. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein. Unter: Berichte und Notizen. 1874, Köln, 26. und 27. Heft, S. [142]132. Onlinefassung</ref> Nach einem Blitzeinschlag am 14. Juni 1741 musste der Turm restauriert werden.

Der Innenraum wurde 1867 von August Rincklake restauriert. Die Sakristei wurde im 19. Jahrhundert ausgebaut.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm wiederum schwer beschädigt, so dass ein Orkan am 28. Dezember 1945 zum Absturz des Turmhelms führte. Die vollständige Erneuerung dauerte bis 1967. 1974 erfolgte eine umfassende Renovierung der Kirche.

Architektur

St. Nikolaus ist eine romanische, dreischiffige Pfeilerbasilika aus dem 11. Jahrhundert mit drei Apsiden. Das Chorhaus aus dem 12. Jahrhundert ist ebenfalls romanisch und sein rippenloses Kreuzgewölbe ruht auf romanischen Dreiviertelsäulen. Der Turm wurde später in die Kirche hineingebaut. Seine Ostwand durchschneidet die Bögen der dritten Arkade. Die Öffnungen in der Glockenstube besitzen bereits Spitzbögen. Die Decke des Hauptschiffs ist ein frühgotisches Rippengewölbe, das gleichzeitig mit dem Turmbau errichtet wurde. Die romanischen Fenster im Obergaden sind zugemauert. Die Seitenschiffe haben ein Gratgewölbe. Im Chorraum sind zwei Sakramenthäuschen eingebaut.

Ausstattung

Die Kirchenfenster stammen aus den Jahren 1967/68 und sind das Werk von Franz Pauli. Im Hauptschiff lassen die rein ornamentalen Fenster fast ohne Farbe Licht herein. Die Vierpass-Fenster in den Seitenschiffen thematisieren die Seligpreisungen aus der Bergpredigt, die Taufe Jesu im Jordan und Werke der Barmherzigkeit. Die drei Fenster der Apsis stellen Das Lamm im Himmlischen Jerusalem aus der Apokalypse (Mitte) sowie Christus der Gute Hirte (links) und Christi Auferstehung (rechts) dar.<ref>Düsseldorf-Himmelgeist, Kath. Kirche St. Nikolaus. Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V., abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref>

Der Altar aus Aachener Blaustein wurde 1967 von Olaf Höhnen geschaffen und ersetzte einen überdimensionierten Altar im neu-romanischen Stil. Das 1974 geschaffene Portal, dessen Thema „Die Sendung der vom Hl. Geist erfüllten Kirche in die Welt“ ist, stammt ebenfalls von diesem Bildhauer. Dies trifft auch auf das Triumphkreuz über dem Altar, den Tabernakel und die Konsolen unter dem Tabernakel und für das Ewige Licht zu.

Zur Ausstattung gehören außerdem ein gotisches Taufbecken, eine Madonna und ein Kruzifix aus der Barockzeit und eine Pietà, ein Kreuzweg und eine Statue des Heiligen Nikolaus aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert.

Orgel

Die Orgel wurde 1938 von dem Orgelbauer Johannes Klais (Bonn) mit der Opusnummer 915 erbaut. Das Kegelladen-Instrument hat 17 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch. 1998 wurde die Orgel durch die Erbauerwerkstatt restauriert.<ref>Nähere Informationen zur Orgel auf der Website des ido-Orgelfestivals und Information zur Orgel. In: orgbase.nl. Orgel-Datenbank, abgerufen am 23. September 2025.</ref> 2022 erfolgte eine gründliche Sanierung des Instruments durch Orgelbau Seifert, Kevelaer.

I Hauptwerk C–g3
1. Principal 8′
2. Lieblich Gedackt 8′
3. Querflöte 4′
4. Quinte 223
5. Octave 2′
6. Oboe 8′ <ref group="Anm.">1998, ersetzt Krummhorn 8′</ref>
II Positiv C–g3
7. Flöte 8′
8. Salicional 8′
9. Principal 4′
10. Flöte 4′
11. Sesquialtera II
12. Mixtur III-IV
Pedal C–f1
13. Subbass 16′
14. Zartbass 16′
15. Principalbass 8′
16. Gedacktbass 8′
17. Choralbass 4′
Anmerkungen

<references group="Anm." /> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.

Neue Pfarrei

Zum Jahreswechsel 2025/26 wurden die katholischen Pfarreien

aufgelöst und an deren Stelle die Pfarrei St. Nikolaus Düsseldorf neu errichtet.

Eine Besonderheit ist, dass nicht St. Nikolaus, sondern St. Gertrud als größte Kirche dieser Pfarrei die Pfarrkirche ist. Das Pastoralbüro und der Wohnsitz des leitenden Pfarrers dagegen befinden sich neben der Kirche St. Maria Rosenkranz. Zur Pfarrei gehört auch die Franz-von-Sales-Kirche, welche vor der Fusion eine Filialkirche von St. Maria Rosenkranz war.

Weblinks

Commons: St. Nikolaus (Himmelgeist) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>


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