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St. Michael (Häg)

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Datei:Häg-Ehrsberg - St. Michael1.jpg
St. Michael

St. Michael in Häg, einem Ortsteil der Gemeinde Häg-Ehrsberg im baden-württembergischen Landkreis Lörrach, ist eine katholische Pfarrkirche, die in den 1890er Jahren im neuromanischen Stil entstand. Die Orgel aus dem Jahr 1888 steht unter Denkmalschutz. Häg hat rund 660 Katholiken, die sich auf die verschiedenen Teilorte verteilen. Die Pfarrei bildet zusammen mit Zell im Wiesental und seinem Teilort Atzenbach eine Anfang 2003 gebildete Seelsorgeeinheit als Teil des Dekanats Wiesental.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Geschichte

Die Gemeinde Häg wurde mehrere Jahrhunderte von der Pfarrei Zell im Wiesental aus betreut und wurde erst 1779 in den Stand einer eigenen Pfarrei erhoben. Die erste, am 31. Juli 1791 von Weihbischof Wilhelm Leopold von Baden geweihte, Kirche brannte bereits 1886 nieder.<ref>Th. Humpert: Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, 1922, S. 108–109</ref>

Zwei Jahre nach dem Brand folgte die Grundsteinlegung für eine neue Kirche am selben Platz, die 1895 geweiht wurde.<ref>Handbuch des Erzbistums Freiburg, I Band, 1939, S. 638</ref> In den Jahren 1977 bis 1978 erfolgte eine umfassende Renovierung.

Beschreibung

Kirchengebäude

Die Kirche St. Michael steht am südwestlichen Ortsrand von Häg an der Dorfstraße. In einem länglichen Streifen befindet sich der benachbarte Friedhof, der ebenso wie die Kirche durch eine rund zwei Meter hohe Mauer von der abfallenden Straße getrennt ist. Das Gebäude besteht aus einem rechteckigen Saalbau, an welche an der Westseite eine ganz kleine Eingangshalle angebaut ist, nach Osten schließt sich der etwas eingezogene, polygonale Chor und Sakristei an. Alle drei Baukörper sind über parallel zueinander verlaufende Satteldächer bedeckt; das Dach über dem Chor ist leicht abgewalmt. Das Langhaus hat an seinen Längsseiten je drei schmale, rundbogig abschließende, bleiverglaste Fenster. Im Westen befindet sich eine weitere Eingangshalle. An der Sakristeiaußenwand erinnert ein Epitaph an den ersten Pfarrer von Häg, Johann Georg Benkle († 1796).

Zur Westseite erhebt sich ein Dachreiter quadratischen Grundrisses, der zu jeder Seite rechteckige Klangarkaden besitzt. Darüber befinden sich in vier Giebeldreiecken je ein Zifferblatt der Turmuhr. Abgeschlossen wird der Turm über ein achtseitiges Pyramidendach mit Turmkugel und Kreuz.

Inneres und Ausstattung

Das Innere der Kirche ist mit einer flachen Decke eingezogen. Langhaus und der leicht erhöhte Chor werden von einem Triumphbogen voneinander getrennt. Beidseitig des Bogens stehen Seitenaltäre. Sowohl diese wie auch der Hauptaltar im Chor stammen aus einer Werkstatt im Grödner Tal.<ref>Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 117 (01.2)</ref> Der Zelebrationsaltar besteht aus Muschelkalkstein mit bronzenem Unterbau; der Ambo ist aus Bronze gefertigt.

Orgel

Die Orgel von Xaver Mönch wurde 1888 erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Das Instrument mit mechanischer Spiel- und Registertraktur arbeitet mit Kegellade und verfügt über zwei Manuale, ein Pedal und zwölf Register. Im Jahr 1978 wurde sie von der Orgelwerkstatt Späth restauriert.<ref>Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 118</ref>

Sie besitzt folgende Disposition:<ref>Disposition der Orgel von St. Michael, Häg</ref>

I Manual C–f3
Prinzipal 8′
Viola di Gamb. 8′
Gedekt 8′
Octav 4′
Flöt travers 4′
Mixtur III–IV 223
II Manual C–f3
Flöt 8′
Salicional 8′
Dolcissimo 4′
Pedalwerk C–c1
Violone 16′
Subbass 16′
Octavbass 8′

Glocken

Datei:Häg-Ehrsberg - St. Michael3.jpg
Glockenturm

Das vierstimmige Glockengeläut von St. Michael setzt sich wie folgt zusammen:<ref>Erzbistum Freiburg Glockeninspektion: Kath. Pfarrkirche St. Michael in Häg-Ehrsberg</ref>

Glocke Name Durchmesser Gewicht ≈ Schlagton Gussjahr Gießerei
1 Michaelsglocke 1034 mm 680 kg g′+2 1952 Kurtz, Stuttgart
2 Kreuzglocke 816 mm 325 kg h′±0 1952 Kurtz, Stuttgart
3 Marienglocke 685 mm 200 kg d″+3 1952 Kurtz, Stuttgart
4 Josefsglocke 140 kg e″+4 1920 Grüninger, Villingen

Die Glocken 1, 2 und 3 sind in den Uhrschlag der Turmuhr einbezogen. Glocke 1 schlägt den Stundenschlag, Glocken 2 und 3 den Viertelstundenschlag.

Literatur

  • Johannes Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, Müllheim/Baden 1989, ISBN 3-921709-16-4, S. 117–118.

Weblinks

Commons: St. Michael – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 47° 43′ 55,4″ N, 7° 54′ 51,5″ O

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