St. Maternus (Ürzig)
Die katholische Pfarrkirche St. Maternus in Ürzig, einer Ortsgemeinde an der Mittelmosel im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz, wurde 1866/67 errichtet. Die Kirche an der St. Maternusstraße 5 ist ein geschütztes Baudenkmal.
Ürzig war bis 1983 eine selbständige Pfarrei, gehörte danach sie zur Pfarreiengemeinschaft Wehlen, Graach und Ürzig und seit 2013 zur Pfarreiengemeinschaft Bernkastel-Kues. Bis weit ins 20. Jahrhundert gab es neben dem Pfarrer einen Frühmesser, der im an die Kirche angeschlossenem Frühmesserhaus wohnte.
Geschichte
Im 13. Jahrhundert ist eine Kapelle in Ürzig überliefert. 1475 wird in einem Visitationsbericht von einer Kirche berichtet, deren Schiff wegen Baufälligkeit nach 1712 erneuert wurde. Beim Neubau der Kirche, dem hl. Maternus geweiht, in den Jahren 1866/67 blieb der mittelalterliche Westturm erhalten.
Architektur
Der gotische Turm, wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert, ist in zwei Absätzen hochgeführt und durch vier Gesimse aus Haustein aufgeteilt. Die vier Schallöffnungen sind mit Maßwerk ausgeführt und alle Teile der Fenster sind profiliert. Der Turm wird von einem hohen, achtseitigen Schieferhelm bekrönt. Da die Kirche am Hang gebaut wurde, liegt die kreuzgewölbte Turmhalle unter dem Straßenniveau. An der Nord- und Südseite sind kleine neugotische Hallen mit Portalen vorgebaut.
In der neuen Kirche, erbaut nach den Plänen von Bauinspektor Dallmer, ist von der alten Kirche nur der Taufstein aus dem Jahre 1500 erhalten, der aus heimischem Sandstein gefertigt wurde.
Ausstattung
Bleiglasfenster (19. Jahrhundert)
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Heiliger Maternus
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Apostel Paulus
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Heiliger Benedikt
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Heiliger Bruno der Karthäuser
Orgel
Die Orgel wurde 1867 von dem Orgelbauer Heinrich Voltmann aus Klausen erbaut und zuletzt von dem Orgelbauer Hubert Fasen restauriert. Das Instrument hat 21 Register auf zwei Manualwerken und Pedal.<ref>Informationen zur Orgel auf der Website der Orgelbaufirma Fasen</ref>
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- Koppeln: II/I (Manualschiebekoppel), I/P
Literatur
- Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 12, Abteilung 4. L. Schwann, Düsseldorf 1934 (Die Kunstdenkmäler des Kreises Wittlich), S. 1120–1121.
Einzelnachweise
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Weblinks
Koordinaten: 49° 58′ 41,3″ N, 7° 0′ 17,9″ O
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