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Sollstedt (Unstruttal)

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Sollstedt
Gemeinde Unstruttal
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(130)&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 51° 19′ N, 10° 29′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(130) 51° 18′ 36″ N, 10° 29′ 13″ O
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Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1996
Eingemeindet nach: Menteroda
Postleitzahl: 99996
Vorwahl: 036029
Lage von Sollstedt in Thüringen
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Sollstedt ist ein Ortsteil der Gemeinde Unstruttal im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Für den Ortsteil gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 518 kB) § 4Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gemeinde Unstruttal; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

Geographische Lage

Die Gemarkung von Sollstedt liegt im Mittel 455 Meter über NN. Die Landesstraße 2093 verbindet das Dorf verkehrsmäßig. Das Dorf befindet sich westlich von Menteroda und südlich von Deuna auf Muschelkalkverwitterungsboden der Dünabdachung.

Geschichte

Datei:Tractus Eichsfeldiae.jpg
Das Eichsfeld und das Gebiet der Freien und Reichsstadt Mühlhausen mit Solstedt (Sollstedt) um 1759 (Die Karte enthält einige Fehler: siehe Kartenbeschreibung auf Commons)

Im September 1221 wurde Sollstedt erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 266.</ref> Die Gemeinde geht von 1229 aus.<ref>S. Darstellung auf der Webseite von Menteroda, Abruf am 13. Dezember 2022.</ref> Die Bauern des Ortes waren meist unfrei, weil sie Klosterland zu Lehen hatten und mussten Zins oder Lehensgelder zahlen. Ausgangspunkt war das Kloster Volkenroda. Später gab es nur einen Meierhof, der dem Kloster gehörte. Nach der Auflösung des Klosters 1540 zählte das Dorf über Jahrhunderte zum Einflussbereich der Reichsstadt Mühlhausen.

1802 fiel Sollstedt zusammen mit Mühlhausen an das Königreich Preußen, von 1807 bis 1813 an das von Napoleon geschaffene Königreich Westphalen (Kanton Dachrieden) und wurde nach dem Wiener Kongress 1816 dem Landkreis Mühlhausen in der preußischen Provinz Sachsen zugeordnet.

Von 1945 bis 1990 wurde im Ort die Landwirtschaft nach sozialistischer Planung durchgeführt. In letzter Zeit wurde ein Gemeindesaal und eine biologische Kläranlage errichtet.

Rittergut Sollstedt

Am östlichen Ortsrand liegen die Reste eines früheren Ritterguts. Hervorgegangen ist es vermutlich aus einer hochmittelalterlichen Burganlage im Wiesengelände des Gutshofes. Lediglich ein kleiner 1,5 m hoher Hügel von 9 m Durchmesser deutet den ursprünglichen Standort an. Erste Besitzer waren die Erzbischöfe von Mainz (1229), die Kämmerer von Mühlhausen (1270) und 1296 als Reichsgut das Kloster Volkenroda.<ref>Paul Grimm und Wolfgang Timpel: Die ur- und frühgeschichtlichen Befestigungen des Kreises Mühlhausen. In: Eichsfelder Heimathefte, Sonderausgabe, Mühlhausen 1972, S. 74.</ref><ref>Siehe auch Christian Kirchner: Register zu den Kirchenbüchern der evg.-luth. Kirchgemeinde Sollstedt 1642-1803. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2018. (Beschreibung des Inhalts/Verlag), Abruf am 13. Dezember 2022.</ref> Wann die Burg aufgegeben wurde und das Rittergut errichtet wurde, ist nicht genau bekannt.

Mitte des 15. Jahrhunderts erwarben die Herren von Knorr die Burg mit seinen Zubehörungen und Ländereien. Über mehrere Jahrhunderte werden die Herren von Knorr in Lehnsbriefen der Kurfürsten von Sachsen über Sollstedt und den Wald am Steinberg und in Lehnsbriefen der Grafen von Gleichen mit dem Gehölz unter der Hohen Warte genannt.<ref name="STArch">Findbuch mit Urkunden der Familie von Knorr. Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Standort Wernigerode. Stand 2011.</ref> Auf einer historischen Karte aus dem Jahr 1844 wurde der Wald am Steinberg als „Knorrsche Waldung“ bezeichnet.<ref>Albrecht Platt (Hrsg.): Karte: Regierungsbezirk Erfurt. Verlag Förstemann, Nordhausen 1844.</ref> 1847 erlosch das Geschlecht mit dem preußischen Oberstleutnant Christian Sittig Freiherr von Knorr auf Sollstedt und Breitenbich und ging dann auf den Schwiegersohn Levin von Wintzingeroda-Knorr über,<ref name="STArch"/> respektive im Verbund gemeinsam auch an die v. Knorr’sche Erbin, der Enkelin Sitta von Rosen, geb. von Hanstein-Knorr,<ref>Ad. M. Hildebrandt: Beiblatt des: Der Deutsche Herold. Zeitschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. 1881, No. 5, XII. Jg., Hrsg. Herold (Verein), Julius Sittenfeld, Carl Heymanns Verlag, Berlin Mai 1881, S. 67.</ref><ref>Vgl. Amtsblatt der Königlichen Regierung Erfurt. Stück 40. Verlag Ohlenroth, Erfurt, den 7. Oktober 1893, S. 246.</ref> Ehefrau des Landrats Jonas von Rosen.

Sehenswertes

  • Dorfkirche St. Marien mit erhaltener Orgel von 1827/28<ref>Peter Ernst: Leben und Wirken des Orgelbauers Christian Gottfried Dittus, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2020, ISBN 978-3-95966-488-2, S. 43 f.</ref>
  • ehemaliges Rittergut derer von Knorr
  • Mühlhäuser Landgraben mit Sollstedter Warte und historischen Grenzsteinen
  • ehemaliger 32 Meter Antennenturm AP/KA+Z Baujahr 1978 Typ Hoyerswerda des Architekten Karl Marusch

Politik

Am 26. Mai 2024 wurden in Sollstedt vier Mitglieder des Ortsteilrats gewählt, eine Frau und drei Männer. Bürgermeister des Ortsteils ist Tobias Schill.<ref name="GemWeb">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Wasser und Abwasser

Die Trinkwasserversorgung übernimmt der Wasserleitungsverband „Ost-Obereichsfeld“ Helmsdorf. Der Zweckverband Abwasserentsorgung Mühlhausen und Umland ist für die Abwasserbehandlung und -beseitigung für Sollstedt zuständig.

Literatur

  • Christian Kirchner: Register zu den Kirchenbüchern der evg.-luth. Kirchgemeinde Sollstedt 1642-1803. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2018, ISBN 978-3-95966-355-7.

Weblinks

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Einzelnachweise

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