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Sicherheitskoeffizient (Betriebswirtschaft)

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Als Sicherheitskoeffizient ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) werden zwei verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen bezeichnet, die sich entweder auf den Lagerbestand oder auf die Gewinnschwelle beziehen.

Lagerbestand

Der Sicherheitsbestand des Lagerbestands <math>SB</math> wird durch einen Sicherheitskoeffizienten <math>SK</math> festgelegt, wobei der durchschnittliche Lagerbestand <math>\varnothing LB</math> gegenübergestellt wird:<ref>Jörg Wöltje, Betriebswirtschaftliche Formelsammlung, 2007, S. 82</ref>

<math>SK = \frac{SB}{\varnothing LB}\cdot 100</math>.

Wird der Sicherheitsbestand beispielsweise mit 6400 Stück des durchschnittlichen Lagerbestands von 8000 Stück festgelegt, so beträgt der Sicherheitskoeffizient 80 %. Damit ist das Lagerrisiko, dass kurzfristig wegen verstärkten Vertriebs kein Lagerbestand mehr vorhanden ist, relativ gering.

Gewinnschwelle

Um zu erkennen, wie ein Unternehmen gegen einen Rückgang der Umsatzerlöse oder des Absatzvolumens abgesichert ist, wird ein Sicherheitsabstand (oder Sicherheitskoeffizient <math>SK</math>) ermittelt. Dieser gibt an, wie viel Prozent der aktuelle Umsatzerlös <math>U</math> zurückgehen darf, bevor die Gewinnschwelle (Break-even-Umsatz) <math>X_B</math> erreicht wird:<ref>Andreas Schmidt, Kostenrechnung, 2008, S. 172</ref>

<math>SK = \frac{U-X_B}{U}\cdot 100</math>.

Liegt der Umsatz beispielsweise bei 1500 Stück und der Break-even-Umsatz bei 500 Stück, so darf die Absatzmenge um 67 % zurückgehen, bevor die Gewinnschwelle erreicht wird.

Operating leverage

Mit dem Gewinnhebel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); <math>OL</math>) soll die Variabilität des Gewinns in Dependenz von einer Umsatzänderung unter starker Berücksichtigung der Fixkosten gemessen werden. Er stellt die relative Gewinnänderung <math>\Delta G</math> im Verhältnis zur relativen Umsatzänderung <math>\Delta U</math>dar:<ref>Ralf Ewert/Alfred Wagenhofer, Interne Unternehmensrechnung, 2014, S. 188 f.</ref>

<math>OL = \frac{\Delta G}{\Delta U}</math>,

wobei der operating leverage wirtschaftlich der Kehrwert des Sicherheitskoeffizienten (Gewinnschwelle) ist.

Wirtschaftliche Aspekte

Innerhalb der Materialwirtschaft und Logistik führt der Sicherheitsbestand beim Lager zu einem Zielkonflikt, weil einerseits die Lieferbereitschaft aufrechterhalten werden muss, andererseits aber zu hohe Lagerbestände über die Anschaffungs- und Lagerkosten die Kapitalbindung verschlechtern.<ref>Jörg Wöltje, Betriebswirtschaftliche Formelsammlung, 2007, S. 83</ref>

Je größer der Sicherheitskoeffizient im Zusammenhang mit der Gewinnschwelle ist, umso besser ist ein Unternehmen gegen eine Verlustgefahr gesichert.<ref>Adolf G. Coenenberg, Kostenrechnung und Kostenanalyse, 2003, S. 268; ISBN 978-3791028446</ref>

Einzelnachweise

<references />