Serge Ivanoff stammte aus einer Moskauer Kaufmannsfamilie und war schon in jungen Jahren für eine künstlerische Laufbahn prädestiniert. Nachdem seine Eltern ihr Unternehmen nach Sankt Petersburg verlegt hatten, besuchte er dort Kurse an der Russische Akademie der Wissenschaften, insbesondere die Vorlesungen und Laborarbeiten von Professor Victor Schmidt über die menschliche Anatomie. Dort knüpfte er durch Reisen in die Schweiz und nach Norwegen seine ersten Kontakte mit Europa. Dann kam der Krieg, in dem er als Kanonier eingezogen wurde.
Im Jahr 1917, während der Russischen Revolution, trat er in die Russische Kunstakademie in Sankt Petersburg ein und vervollkommnete seine Kunst unter der Leitung von Meister Braz, den er Jahre später in Paris wiedertraf. Anschließend ging er in die Klasse von Professor Kardovsky und beendete sein Studium an der Akademie mit einer Wettbewerbsarbeit im Jahr 1922.
Im Jahr 1920 floh seine Frau Thamara de Fresnoy vor den Bolschewiki und nahm ihre beiden Kinder mit nach Paris. Zwei Jahre später, nachdem er sein Studium abgeschlossen hatte, entschloss sich Ivanoff, ihr nach Frankreich zu folgen. Vor seiner Abreise reiste er unauffällig durch die russische Landschaft, um seine Visionen vom tiefen Russland, die ihn für immer prägen sollten, auf Papier zu bringen.<ref>gallica.bnf.fr</ref><ref>gallica.bnf.fr</ref> Auf seinem weiteren Weg wurde er von Ilja Repin in seiner Datscha in Kuokkala begrüßt, bevor er zu Fuß Finnland durchquerte. Er blieb sein ganzes Leben lang von den Schrecken der Revolution geprägt.
Innerhalb von zehn Jahren, in denen er wichtige Städte Europas bereiste, baute er sich einen soliden Ruf als Porträtmaler auf. Ab 1930 war er für etwa zwanzig Jahre Mitarbeiter der Zeitschrift L’Illustration<ref name="lillustration.com">lillustration.com</ref> und bereiste in dieser Funktion Italien, Dänemark, die Niederlande, Belgien, Brasilien und weitere Länder.
Im Jahr 1950 zog Ivanoff in die Vereinigten Staaten. Ein Jahr später wurde er dort zum Ehrenbürger.<ref name="lillustration.com" /> Bis Ende der 1960er Jahre bereiste er den amerikanischen Kontinent, wo er zahlreiche Porträts anfertigte.
Sein Enkel Alexandre Barbera-Ivanoff, der 1973 geboren wurde, ist ebenfalls ein bekannter Maler. Er ist der einzige Experte, der von der Familie Ivanoff ermächtigt wurde, die Werke von Serge Ivanoff zu authentifizieren.
Porträts
Ivanoff war ein begabter Porträtist und malte oder zeichnete das Porträt vieler bekannter Persönlichkeiten.
Osip Braz, Paris, 1933. Braz malte seinerseits ein Porträt von Serge Ivanoff.
Sinaida Jewgenjewna Serebrjakowa, Paris, 1940 (Sammlung K. Serebriakova). Serebrjakowa porträtierte im Gegenzug Serge Ivanoff. Ihr Sohn, Alexander Serebrjakow, malte ein Aquarell, das Serge Ivanoffs Atelier darstellte. (Paris, 1944)<ref>macdougallauction.com</ref>.
François Cogné<ref>artnet.fr</ref>, Bildbauer, Paris, 1945. Der Bildhauer stellte im selben Jahr die Bronzebüste von Serge Ivanoff her<ref>gallica.bnf.fr</ref>.
Er zeichnete Tanz- und Ballettszenen.<ref>lillustration.com</ref>
Er besuchte die Pariser Oper, wo er Gelegenheit hatte, zahlreiche ungestellte Skizzen zu zeichnen.<ref>medecine-des-arts.com</ref> Einige sind Teil der Sammlung der Bibliothek des Opernmuseums.<ref>catalogue.bnf.fr</ref>
Er schuf Bühnenbilder<ref>comedie-francaise.bibli.fr</ref> und Bühnenkostüme<ref>catalogue.bnf.fr</ref> und porträtierte die damaligen Étoile-Tänzer und -Tänzerinnen in ihren Bühnenkleidern.
Serge Peretti im Kostüm eines "Damoiseau" im Ballett "Le Chevalier et la Damoiselle", Paris, 1941<ref>catalogue.bnf.fr</ref>
José Torres, spanischer Tänzer, Paris, 1965
Marianne Ivanoff, Paris, 1932<ref>gallica.bnf.fr</ref>, Tochter von Serge Ivanoff und Ehefrau von José Torres, ausgestellt im Salon des artistes français 1932<ref>gallica.bnf.fr</ref>. (Sammlung Tatiana und Georges Khatsenkov)
Jean-Marc Torres, Sohn der beiden Vorgenannten, Paris, 1976
Dominique Khalfouni, Paris, 1946
Lycette Darsonval als Giselle, Paris, 1941. Werk ausgestellt 1986 in New York, Main Gallery: "Three Centuries of the Paris Opera Ballet".
Sacha Lyo, Paris, 1932, ausgestellt im Salon des Artistes Français 1932<ref>gallica.bnf.fr</ref> (Sammlung Tatiana und Georges Khatsenkov). Außerdem porträtierte er Sascha Lyo 1932 auf dem Sterbebett.
1937 wurde Serge Ivanoff von L’Illustration beauftragt, eine Gemäldereportage über die päpstlichen Gemächer im Vatikanstadt zu erstellen. Dies war der Beginn einer Karriere als Porträtmaler von Prälaten der katholischen Kirche.
Parallel zu seinen Aufträgen für Porträts, seinen Arbeiten als Illustrator oder Dekorateur verfolgt Serge Ivanoff unaufhörlich seine Forschungen in mehreren Dimensionen der Malerei.
Danach folgt die nordamerikanische Periode.
Nach und nach beginnt seine Palette diese spezifische Palette von graublauen Farbtönen anzunehmen, die er bis zu seinem Tod immer wieder variiert und vertieft<ref>https://macdougallauction.com/en/catalogue/view?id=2456</ref>.
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