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Steiner Aa

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(Weitergeleitet von Seeweren)

Vorlage:Infobox Fluss

Vorlage:Positionskarte+

Die Steiner Aa ist ein gut 21 Kilometer langer Bach im Schweizer Kanton Schwyz. Sie ist ein rechter Zufluss der Muota und somit ein indirekter Zufluss zur Reuss und zum Vierwaldstättersee.

Geographie

Verlauf

Steiner Aa

Die Steiner Aa entspringt im hoch gelegenen, bewaldeten Tal zwischen dem Hochstuckli (Vorlage:Höhe), der Nätschhöchi (Vorlage:Höhe) und dem Grossbrechenstock (Vorlage:Höhe) oberhalb der Hunds-Chotten im Gemeindegebiet von Rothenthurm SZ. Das Quellgebiet ist eine feuchte sumpfige Landschaft mit mehreren Moorgebieten von nationaler Bedeutung (Hochmoor und Flachmoor Hinter den Weiden, Flachmoore Bannegg und Hunds-Chotten). Die Steiner Aa fliesst in einem tief in das Gebirge eingeschnittenen Tal drei Kilometer weit gegen Norden und erreicht dann das offene Kulturland bei Biberegg mit dem Passübergang Sattel (Vorlage:Höhe). Der Fluss ändert seine Fliessrichtung knapp südlich der Wasserscheide von Biberegg gegen Westen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Wasserscheide entspringt bei Biberegg der Ziegelhüttenbach im Einzugsgebiet der Limmat.

Im engen Tal südwestlich von Biberegg, durch das die Steiner Aa als Wildbach mit grossem Sohlgefälle fliesst, liegen rechts vom Fluss die Hauptstrasse 8 und die Bahnstrecke Biberbrugg–Arth-Goldau der Schweizerischen Südostbahn. Die Steiner Aa durchquert das Gebiet der Gemeinde Sattel, wo sie von der Schlagenstrasse überquert wird, und das Tal bei Diezigen. Das Flussbett ist zum Schutz gegen Hochwasser und Erosion seit den 1930er Jahren mit vielen Sohlschwellen verbaut und mit hohen Mauern gesichert.

In Steinen erreicht die Steiner Aa auf der Höhe von Vorlage:Höhe, also etwa 1000 Meter tiefer als ihre Quelle, den Talboden nördlich von Schwyz. Im Dorf Steinen, das oft von schwerem Hochwasser der Steiner Aa bedroht war,<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> überquert die Hauptstrasse 369 den Fluss, der die Ortschaft in einer tiefen Rinne passiert und auch weiter unten durch einen Kanal fliesst. Ausserhalb von Steinen unterquert die Steiner Aa die Gotthardbahn, tangiert danach die Industriezone Frauholz und wird nach einem halben Kilometer von der Autobahn A4 überquert. Beim Aazopf, der Spitze des grossen Schwemmkegels bei Steinen, mündet die Steiner Aa in den Lauerzersee.

Die Ebene zwischen der Autobahn und dem See weist geschützte Moorgebiete auf, und der Mündungsbereich der Steiner Aa ist als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung «Aazopf» ausgewiesen.<ref>Objektblatt «Aazopf» im Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung.</ref> Der See mit der Uferzone ist zudem als geschützte Landschaft im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichnet und der Mündungsbereich und der westliche Seeabschnitt gehören zum Gebiet «Sägel/Lauerzersee» des Bundesinventars der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung.<ref>Objektblatt «Sägel/Lauerzersee» im Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung.</ref> Die Steiner Aa durchquert auf einer Strecke von drei Kilometern den Lauerzersee und verlässt diesen im Ortsteil Seewen der Gemeinde Schwyz als Seeweren.

Lauerzersee

Vorlage:Hauptartikel Der 3,1 km² grosse Lauerzersee gehört mit seiner maximalen Wassertiefe von 14 m zu den flachsten Seen der Schweiz.

Seeweren

Bei Seewen überqueren die Hauptstrasse 2, die dort Lauerzerstrasse heisst, eine Förderbandbrücke des Steinbruchs Zingel, der Zingelviadukt sowie 1,5 Kilometer weiter südlich der Sechzehniviadukt der Autobahn A4 den Fluss. Dieser erreicht bald darauf, am südlichen Hangfuss des Urmibergs und bei der Gemeindegrenze zwischen Schwyz und Ingenbohl, von rechts die Muota, ohne direkt in diese einzumünden. Vielmehr liegt die Seeweren rechts der Muota im künstlichen Oberwasserkanal zum ehemaligen Kraftwerk Brunnen des Elektrizitätswerks Schwyz und danach im 500 Meter langen Unterwasserkanal bis zur Mündung in die Muota oberhalb der Wylerbrücke. Das 2017 stillgelegte Kraftwerk Brunnen wird ab 2025 zurückgebaut und die Muota mit dem letzten Abschnitt der Seeweren revitalisiert.

Damit wird sich die Gesamtlänge der Steiner Aa durch die geplanten Bauarbeiten erheblich verändern.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Einzugsgebiet

Das 83,65 km² grosse Einzugsgebiet der Steiner Aa liegt in den Schwyzer Alpen und wird durch sie über die Muota, die Reuss, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 35,7 % aus bestockter Fläche, zu 48,6 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 8,5 % aus Siedlungsfläche und zu 7,2 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0

  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

Colors =

 id:Wald  value:teal          legend:35,7_%_Bestockte_Fläche
 id:Acker value:yelloworange  legend:48,6_%_Landwirtschaftsflächen
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PlotData =

from:00.0 till:35.7 color:Wald
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</timeline>

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe, die minimale Höhe liegt bei Vorlage:Höhe und die maximale Höhe bei Vorlage:Höhe<ref>Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Seeweren</ref>

Zuflüsse

Steiner Aa, 13,9 km, 27,68 km², 1,3 m³/s

  • Bärenbodenbach (links), 0,8 km
  • Grossmattbach (links), 0,8 km
  • Unteribach (links), 1,7 km
  • Lauitobelbach (links), 4,4 km, 3,69 km², 0,19 m³/s
  • Zällbach (links), 1,8 km
  • Änderenbach (Sagenbach) (rechts), 3,3 km, 3,75 km², 0,17 m³/s
  • Schäfbodenbach (rechts), 2,9 km, 2,25 km²
  • Erlibach<ref>Siegfriedkarte</ref> (links), 2,3 km
  • Höchweidgraben (links), 0,8 km
  • Schwarzenbach (links), 2,3 km
  • Churzenbodenbach (links), 1,2 km
  • Talacherbach (rechts), 3,5 km, 2,08 km²
  • Mühlacherbach (links), 1,1 km
  • Nageldbach (Stiglibach) (links), 1,6 km
Datei:Lauerzersee gesamt.jpg
Der Lauerzersee
Datei:Goldbach (Lauerzersee).jpg
Der Goldbach (oberhalb der A4) mündet von rechts in den Lauerzersee

Vorlage:AnkerLauerzersee (Seeachse), 3,5 km, 72,39 km²

  • Chäppelibach (rechts), 2,7 km, 2,04 km²
  • Wydenbach (rechts), 5,3 km, 3,73 km², 0,16 m³/s
  • Hasenbach (rechts), 3,4 km, 1,21 km²
  • Goldbach (rechts), 6,4 km, 8,60 km², 0,34 m³/s
  • Chlausenbach (rechts), 5,3 km, 5,95 km², 0,26 m³/s
  • Dorfbach (rechts), 2,8 km, 1,84 km²
  • Oberrütibach (Boolbach) (rechts), 0,5 km
  • Sagibächli (Mühlibächli) (rechts), 1,2 km, 2,22 km²
  • Schipfbach (rechts), 0,8 km
  • Chlostermattbach (rechts), 0,9 km
  • Schornenbach (links), 3,5 km, 3,53 km², 0,13 m³/s
  • Husmattbach (Ottentalbach) (rechts), 0,3 km, 0,74 km²
  • Gründelisbach (links), 4,2 km, 3,51 km², 0,14 m³/s
  • Siechenbach (links), 5,2 km, 2,90 km²

Seeweren, 3,9 km, 83,65 km², 3,43 m³/s

  • Nietenbach (links), 5,8 km, 3,80 km², 0,18 m³/s
  • Wintersriedkanal (links), 0,8 km

Hydrologie

Bei der Mündung der Seeweren in die Muota beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 3,43 m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist nival de transition<ref>Vorlage:Literatur Abrufbar unter Vorlage:Internetquelle</ref>, und ihre Abflussvariabilität<ref>Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.</ref> beträgt 19.<ref name="bafu">Mittlere Abflüsse und Abflussregimetyp für das Gewässernetz der Schweiz: Seeweren. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>

Vorlage:Hydrograph

Brücken

Vorlage:Hauptartikel

18 Übergänge überqueren den Bach von der Quelle oberhalb Rothenthurm bis zur Mündung in den Lauerzersee: Neun Strassen-, fünf Fussgänger-, eine Eisenbahn-, eine Feldweg- und eine Pistenbrücke, sowie eine Furt.

Siehe auch

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />