Schwedischer Gänsefuß
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| Schwedischer Gänsefuß | ||||||||||||
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| Datei:Chenopodium suecicum 1.JPG
Schwedischer Gänsefuß (Chenopodium suecicum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Chenopodium suecicum | ||||||||||||
| Murr |
Der Schwedische Gänsefuß (Chenopodium suecicum), auch Schweden-Gänsefuß<ref name = "BIB" /> oder Grüner Gänsefuß<ref name="Rothmaler" /><ref name="Oberdorfer" /> genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Sie ist in Mitteleuropa heimisch.
Beschreibung
Der Schwedische Gänsefuß ist eine einjährige krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 30 bis 100 cm. Die ganze Pflanze ähnelt dem Weißen Gänsefuß, ist aber grün oder hell graugrün und nur wenig bemehlt und später verkahlend. Der Stängel ist nicht rötlich, höchstens die Astwinkel können rot gefleckt sein. Der Stängel ist dünnwandig und im oberen Teil leicht zusammendrückbar.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> Die wechselständigen Laubblätter sind grün bis graugrün. Die Blattspreite ist bei einer Länge bis 10 cm und einer Breite bis 7 cm rhombisch-eiförmig bis elliptisch, oft basal breit dreilappig. Der Blattrand trägt scharfe, vorwärts gerichtete Zähne.
Die Blütenknäuel bilden lockere Blütenstände. Die Samenschale weist radiäre Rillen und rundliche bis längliche, narbige Wabengruben auf. Die Samen haben einen Durchmesser von mehr als einem Millimeter; sie sind undeutlich grubig punktiert.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Bestäubung erfolgt in der Regel durch den Wind.<ref name="BiolFlor" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n=18.<ref name="Tropicos" />
Vorkommen und Gefährdung
Der Schwedische Gänsefuß ist in Europa heimisch und von der südlichen gemäßigten Zone bis in die boreale Zone verbreitet.<ref name="FloraWeb" /> Auch in Asien besitzt er zerstreute Vorkommen. Er steigt von der Ebene bis in die Hügelstufe auf.<ref name="FloraWeb" /> In Europa hat er ursprüngliche Vorkommen in Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz, Österreich, Slowenien, Kroatien, Tschechien, Polen, Moldau, Norwegen, Schweden, Finnland, Litauen, Lettland, Estland, Belarus und Russland.<ref name="Uotila" />
In Mitteleuropa ist der Schwedische Gänsefuß selten in Ruderalvegetation an Schuttplätzen oder Wegrändern zu finden, wo er mäßig trockene bis frische, nährstoffreiche Böden besiedelt. Er kommt zusammen mit dem Gestreiften Gänsefuß im Chenopodietum ruderale vor.<ref name="Oberdorfer" />
In Deutschland gilt er als Archaeophyt, oder war eventuell auch ohne Zutun des Menschen bereits einheimisch. Hier findet man ihn vor allem im Norden und Nordosten, im Süden gibt es nur Einzelfunde. Bundesweit ist diese Art ungefährdet, in Sachsen gilt sie aber als stark gefährdet (Rote Liste gefährdeter Arten 2).<ref name="FloraWeb" />
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Chenopodium suecicum erfolgte 1902 durch Josef Murr in Magyar Botanikai Lapok, Band 1, S. 341.<ref name ="Tropicos" />
Synonyme von Chenopodium suecicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Murr sind Chenopodium pseudopulifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Scholz) Murr und Chenopodium album subsp. pseudopulifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Scholz) Murr.<ref name="Uotila" /> Irrtümlich wurde häufig auch der Name Chenopodium viride beziehungsweise Chenopodium album subsp. viride dafür verwendet.<ref name="Uotila" />
Nutzung
Die Blätter des Schwedischen Gänsefußes können roh oder gekocht wie Spinat zubereitet werden. Rohe Blätter sollten wegen ihres Gehalts an Saponinen allerdings nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Die Samen können gemahlen als Mehlzusatz dienen. Es wird empfohlen, sie über Nacht einzuweichen und danach gründlich abzuspülen, um die Saponine zu entfernen.<ref name="PFAF" />
Die ganze Pflanze kann als Färbepflanze für gold-grüne Farbtöne verwendet werden.<ref name="PFAF" />
Belege
- (Abschnitte Beschreibung, Vorkommen)
Einzelnachweise
<references> <ref name = "BIB">Eintrag bei Botanik im Bild / Flora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol</ref> <ref name="BiolFlor"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eintrag bei BiolFlor ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> <ref name="FloraWeb">Schwedischer Gänsefuß. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Oberdorfer"></ref> <ref name="PFAF">Eintrag bei Plants For A Future, abgerufen am 8. Februar 2012.</ref> <ref name="Rothmaler">Werner Rothmaler: Exkursionsflora, Band 4, Berlin, Volk und Wissen, 1982, S. 170</ref> <ref name="Tropicos">Eintrag bei Tropicos, abgerufen am 8. Februar 2012.</ref> <ref name="Uotila">Pertti Uotila, 2011: Chenopodiaceae (pro parte majore): Chenopodium suecicum – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity., abgerufen am 8. Februar 2012.</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Gerald Parolly: Chenopodiaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 601.</ref> </references>