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Zell am Andelsbach

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(Weitergeleitet von Schwäblishausen)
Zell am Andelsbach
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(254)&title=Zell+am+Andelsbach 47° 58′ N, 9° 16′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(254) 47° 58′ 9″ N, 9° 15′ 32″ O
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Höhe: 627 m
Einwohner: 254 (31. Dez. 2024)<ref>www.pfullendorf.de</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 88630
Vorwahl: 07552
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Zell am Andelsbach ist eine von sieben Ortschaften<ref>Ortsteile auf der Internetseite der Stadt Pfullendorf, abgerufen am 3. Juni 2015</ref> der Stadt Pfullendorf im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geographie

Geographische Lage

Datei:Aerial View of Zell am Andelsbach and Schwäblishausen 15.07.2008 17-17-12.JPG
Vorne Zell am Andelsbach, dahinter Schwäblishausen, dahinter Mottschieß

Zell am Andelsbach liegt rund sieben Kilometer nördlich von Pfullendorf am Rande des Altmoränengeländes, das vom Andelsbach durchzogen wird. Der Andelsbach trennt die zwei Dörfer Zell und Schwäblishausen. Das Dorf Zell liegt auf der westlichen Talhangseite (629 m ü. NN); Schwäblishausen gegenüber von Zell auf der östlichen flachaufsteigenden Talhangseite (615 m ü. NN). Das Flussbett des Andelsbachs liegt auf 603 m ü. NN. Landschaftlich gehört Zell am Andelsbach zum Oberen Linzgau.

Teilorte

Zur Ortschaft Zell am Andelsbach gehören die Dörfer Zell am Andelsbach und Schwäblishausen.<ref name="Amtliche Beschreibung">Vgl. Pfullendorf h) Zell am Andelsbach. In: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 834–841, hier S. 840 f.</ref>

Geschichte

Schwäblishausen wurde 1251 erstmals als „Sweberichhusin“ erwähnt. Von 1488 bis 1806 gehörte Schwäblishausen zur fürstenbergischen Reichsgrafschaft Heiligenberg. Heiligenberg stand das Niedergericht, die Steuer- und die Militärhoheit zu. Die Grafenrechte besaß jedoch die Grafschaft Sigmaringen.<ref>Östlich von Schwäblishausen lag die hohenzollerische Gemeinde Mottschieß</ref> Im Jahre 1806 wurde Schwäblishausen dann badisch.

Zell wurde im 13. Jahrhundert als Celle erwähnt. Der Name ist wahrscheinlich auf die Zeit der Christianisierung Schwabens durch Benediktiner zurückzuführen, als überall im Land Zellenkirchen gegründet wurden.<ref>Pfarrer Benvenut Stengele schrieb in einer Notiz „in der Zelle oberhalb dem Andelsbach mag wohl früher ein Einsiedler gewohnt haben“ und Pfarrer Lorenz Loeffler schreibt sogar von „eine Art Expositus“</ref> Im Laufe der Geschichte gab es eine nomenklatorische Differenzierung hin zu „Zell oberhalb dem Andelsbach“, woraus „Zell am Andelsbach“ wurde.<ref>Christian Weyers: Ortsnamendeterminierung. Der Typ Alhama de Aragón in der kastilischen Toponymie. Verlag Buske, 2006, S. 104.</ref>

Zell am Andelsbach und Schwäblishausen waren ab 1809 dem Bezirksamt Pfullendorf im badischen Seekreis als Gemeinde zugeordnet. Obwohl Schwäblishausen Gemeinde des Bezirksamts Pfullendorf war, wurde der mediatisierte Fürst zu Fürstenberg bis 1848 als Standesherr von Schwäblishausen genannt.

1934 wurden aus dem Kirchdorf Zell und dem Bauerndorf Schwäblishausen die Gemeinde Zell am Andelsbach gebildet, das vom 1. Januar 1939 bis zur Auflösung am 1. Januar 1973 selbstständige Gemeinde des Landkreises Überlingen war. Im Zuge der Kreisreform Baden-Württemberg wurde Zell am Andelsbach in die Stadt Pfullendorf eingemeindet.<ref></ref> Seitdem gehören Zell und Schwäblishausen dem Landkreis Sigmaringen an.

Politik

Ehemalige Bürgermeister

  • Joseph Rauch

Ortschaftsrat

Die Ortschaft Zell am Andelsbach hat einen eigenen Ortschaftsrat, der aus sieben ehrenamtlich tätigen Ortschaftsräten inklusive eines Ortsvorstehers als Vorsitzenden besteht. Der Ortschaftsrat wird direkt vom Volk gewählt. Die Wahlperiode dauert fünf Jahre.

Bei der Kommunalwahl 2019 wurde eine Mehrheitswahl durchgeführt.<ref name=":0">Wahlergebnis Ortschaftsratswahl Zell a. A. 2019. Abgerufen am 25. Mai 2021.</ref>

Parteien und Wählergemeinschaften %

2019

Sitze

2019

%
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands - - 58,2 4 35,6 2
FW Freie Wähler - - 41,8 3 64,4 5
GL Gemeinsame Liste 100 7 - - - -
Gesamt 100,0 7 100,0 7 100,0 7
Wahlbeteiligung in % 80,6<ref name=":0" /> 77,5 71,5

Ortsvorsteher

  • 1989–2014: Karl Fritz (Freie Wähler)
  • 2014–2019: Matthias Längle (CDU)
  • seit 2019: Stefan Hangarter

Wappen

Das Wappen von Zell am Andelsbach zeigt in geteiltem Schild oben in Gold ein wachsender, rot bewehrter, rot bezungter schwarzer Adler, unten in Silber ein blauer Wellenbalken.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

  • In Schwäblishausen befindet sich der Hauptsitz der Fischzucht Feldmann. Das Familienunternehmen wurde 1927 durch Heiner Feldmann sen. in Bad Waldsee gegründet und deren Hauptsitz 1992 in die Pfullendorfer Ortschaft verlegt. Nach der Gründerphase kamen weitere Teiche in Bergatreute und Bainders dazu. Auf rund fünf Hektar Fläche bewirtschaftet das Unternehmen am Hauptsitz 41 Produktionsbecken für Forellen, Lachsforellen und Saiblinge<ref>Ursula Mallkowsky/sky: 50 Tonnen tote Forellen in den Becken. In: Südkurier vom 14. Februar 2008</ref>, sowie weitere sieben Forellenzuchtanlagen in Deutschland und zwei in Frankreich. Eigenen Angaben zufolge produziert Feldmann im Jahr 2000 Tonnen Fisch, ist damit der größte Forellenzuchtbetrieb Deutschlands, und beliefert europaweit den Großhandel.<ref>Sabine Ziegler: Zwangsumzug: Fischzucht Feldmann muss weichen. Pachtvertrag zwischen der Stadt Bad Waldsee und dem Pfullendorfer Forellenzuchtbetrieb endet an Silvester. In: Schwäbische Zeitung vom 29. Dezember 2010</ref>

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

  • Wendelin Rauch (1885–1954), katholischer Theologe; war von 1948 bis 1954 Erzbischof von Freiburg; Ehrenbürger von Zell

Trivia

In der Geschichte von Zell sei es zu mehreren Wundern gekommen: So wurde im 18. Jahrhundert das Gebäude eines gewissen Anton Reiser mysteriöserweise von Flammen verschont und auch die verheerende Rinderseuche hatte um den Ort einen Bogen gemacht.<ref>Claudia Wagner: Begeisterte Besucher bei den Pfullendorfer Stadtgeschichten. In: Südkurier vom 8. März 2015</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Zell am Andelsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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