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Schneideramtshaus (Hannover)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Hannover Kreuzstrasse 11 und 10.jpg
Das Schneideramtshaus; 1939 neu errichtet nahe der ehemaligen Judenstraße

Das ursprünglich im 17. Jahrhundert errichtete Schneideramtshaus in Hannover wurde zur Zeit des Nationalsozialismus ersetzt durch das heutige Gebäude.<ref name="SLH">Helmut Knocke: Schneideramtshaus</ref> Standort des denkmalgeschützten Hauses<ref name="DTBD">Gerd Weiß, Marianne Zehnpfennig: Kreuzkirche und Kreuzkirchhof (siehe Literatur)</ref> ist die Kreuzstraße 11 im Kreuzkirchenviertel der Altstadt im Stadtteil Mitte.<ref name="SLH"/>

Geschichte

Ursprünglich diente der Gilde der hannoverschen Schneidermeister ein Gebäude in der Burgstraße als Versammlungsort,<ref name="Arnold Nöldeke">Schneider-Gildehaus (siehe Literatur)</ref> bevor dafür das Haus 1669 an die Kreuzstraße 10 verlegt wurde.<ref>Carl-Hans Hauptmeyer: 1669. In: Hannover Chronik, S. 57; online über Google-Bücher</ref> Eine der im Haus ehemals vorgefundenen Gerätschaften war ein „Gesellen-Willkommen des Schneideramtes aus dem Jahre 1655“ mit dem Meisterzeichen H.S (für Hinrich Sädeler). Das Gerät wurde später im Vaterländischen Museum aufbewahrt,<ref name="Arnold Nöldeke"/> dem heutigen Historischen Museum Hannover.<ref>Thomas Schwark, Waldemar R. Röhrbein: Historisches Museum. In: Stadtlexikon Hannover, S. 299</ref>

1936 wurde das Schneideramtshaus im Zuge der Sanierung der Altstadt demontiert<ref name="SLH"/> – rund um die ehemalige Judenstraße<ref name="DTBD"/> sollte beispielsweise die Hitlerjugend aufmarschieren<ref>Vergleiche dieses Fotodokument der Stadttafel 24</ref> – und anschließend durch den Architekten Wilhelm Fricke in der Kreuzstraße 10 (heute: Hausnummer 11) unter Verwendung einiger historischer Teile verändert wieder aufgebaut.<ref name="SLH"/>

Baubeschreibung

Das 1939 „wiedererrichtete“ Fachwerkhaus steht heute auf einen massiven Erdgeschoss. Wiederverwendet wurde etwa der Rest einer Wappentafel über dem Türsturz<ref name="DTBD"/> „vermutlich“ von dem Bildhauer Peter Köster. Die linke Inschrift lautet: „DAS AMPT DER SCHNEIDER GILDEHAUS“, während die rechte, ursprünglich „IST GEBAUWET ANNO DOMINI 1669“, ersetzt wurde durch „WIEDERERRICHTET IM JAHRE 1939“.<ref name="SLH"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Schneideramtshaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 22′ 22,1″ N, 9° 43′ 56,9″ O

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