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Schmerbach (Waltershausen)

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Schmerbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(710)&title=Schmerbach 50° 54′ N, 10° 27′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(710) 50° 54′ 0″ N, 10° 26′ 59″ O
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Höhe: 358 m
Fläche: 2 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Schmerbach, Stadt Waltershausen. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: ca. 710 (15. Mai 2022) HW<ref name="EZ2022">Schmerbach: Ortsteil von Waltershausen, Thüringen. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 356 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1996
Eingemeindet nach: Emsetal
Postleitzahl: 99880
Vorwahl: 036259
Datei:Emsetal Schmerbach.png
Karte
Lage von Schmerbach in Waltershausen
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Datei:Schmerbach 1.jpg
Gesamtansicht von Schmerbach
Blick vom Goldberg im NW
Datei:GTH Schmerb Kirche 01.jpg
Christuskirche

Schmerbach ist ein Ortsteil der Stadt Waltershausen im thüringischen Landkreis Gotha. Für den Ortsteil gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 339 kB) §  3 und 4. In: Webauftritt. Stadt Waltershausen, abgerufen im Februar 2026.</ref>

Geografie

Schmerbach liegt am Nordrand des Thüringer Waldes in einer Höhe von etwa 360 bis 385 Metern in Talkessellage am Fuße des Großen Inselsberges. Durch die Ortslage schlängelt sich der „Schmerbach“, der fälschlicherweise „Schmerlingsbach“ genannt wird und im Nachbarort Schwarzhausen in die Emse mündet. Im Osten der Ortschaft erhebt sich der „Galgenkopf“ mit 426 m ü. NN, im Westen liegt der 567,7 m ü. NN hohe „Große Wartberg“ und im Norden bildet der 481,8 m ü. NN hohe „Reitzenberg“ die nördliche Gemeindegrenze. Die B 88 verläuft durch den Ort und verbindet ihn mit Seebach und Wutha-Farnroda im Westen und mit Waltershausen im Osten. Über die Wintersteiner Straße und die Lerchenbergstraße ist der Ort auf direktem Weg über die Ostflanke des sich im Süden bis 450,1 m ü. NN erhebenden „Lerchenbergs“ mit Winterstein verbunden. Die Straße führt unmittelbar an einer etwa 5,3 ha großen Kleingartenanlage vorbei.

Geschichte

Schmerbach wurde urkundlich um 1350/60 erstmals erwähnt.<ref name=":0">Reißig, Dagmar; Ausführungen zur Ortsgeschichte anlässlich der 666-Jahrfeier 2016</ref> Der Ortsname rührt von dem durch den Ort führenden „Schmerbach“ (smer = fettig, schmierig; bezogen auf den Boden) her.<ref name=":0" /> Fälschlicherweise wird der Bachname „Schmerlingsbach“ verwendet, der eine Idee des Pfarrers Dr. Berbig war, jedoch weder historischen, noch etymologischen Hintergrund besitzt.<ref name=":0" /> Der Ort an der historischen Weinstraße durch den Thüringer Wald war im Besitz der Herren von Wangenheim und kam 1458 (bis 1837) mit anderen Orten in den Besitz der Herren von Uetterodt, die in Thal ein Schloss besaßen. Neben Forst- und Landwirtschaft sowie Leineweberei, hatte in früherer Zeit insbesondere das Fuhrwesen große wirtschaftliche Bedeutung am Ort. Darüber hinaus wurde in der Umgebung Kupferbergbau und Köhlerei betrieben. Weberei und Fuhrwesen erlebten zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen Niedergang, danach fanden viele Einwohner in der Knopfherstellung und mit dem Sammeln von Waldfrüchten nur noch ein ärmliches Auskommen. Um 1900 entstand eine Metallwarenfabrik. 1996 wurde Schmerbach durch Zusammenschluss mit drei umliegenden Gemeinden Ortsteil der Einheitsgemeinde Emsetal. Seit 31. Dezember 2013 gehört das Dorf der Stadt Waltershausen an, weil die Einheitsgemeinde Emsetal aufgrund ihrer zu geringen Einwohnerzahl in die Stadt eingemeindet werden musste.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bestätigung vom Landtag (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/plenumonline.fem.tu-ilmenau.de</ref>

Christus-Kirche

Kirchlich gehörte Schmerbach zu Schwarzhausen, hierhin gingen auch die Kinder zur Schule.<ref>A. Schreyer: Kirchengeschichte des Ortes Schwarzhausen. Hrsg.: Evang. Kirchgemeinde Schwarzhausen. Schwarzhausen 2005, S. 76.</ref> Nach 1740 bekam der Ort eine eigene Schule, an die 1756 der erste Lehrer berufen wurde. 1824 wurde ein Kirchenbau beschlossen. Die Christuskirche konnte am 6. Juli 1851 nach Geld- und Sachspenden der Einwohner, des Herzogtums und des evangelischen Gustav-Adolf-Werks fertiggestellt und eingeweiht werden. Vermutlich wenige Jahre später erhielt die Kirche eine Knauf-Orgel. Das neoromanische Gotteshaus hat die Größe von 10 mal 17 Metern und stellt einen verputzten Fachwerkbau dar. Der Turm ist an der kurzseitigen Westfassade eingezogen. Er ist komplett, einschließlich des Daches, verschiefert. Die Turmspitze ist oktogonal und trägt keine Kuppel, sondern nur eine Turmkugel mit aufgesetzter Wetterfahne. Durch jeweils fünf hohe Fenster zu beiden Seiten des Langschiffs wird der Innenraum beleuchtet. Der Innenraum mit einer flachen Decke, die einen stilisierten Sternenhimmel darstellt, zeigt Doppelemporen und einen Kanzelaltar von 1851. Nach einer Renovierung 1895 erfolgte die letzte Ausmalung Anfang der 1990er Jahre. Auch heute gehört die Gemeinde dem Kirchspiel Schwarzhausen an.

Kultur

Veranstaltungen

  • Brunnenfest an Pfingstsonntag: erinnert an den Austausch der Holztröge an den öffentlichen Brunnen gegen steinerne im Jahr 1861.
  • Köhlerfest in der ersten Juliwoche: erinnert an das einstmals für das Dorf wichtige Köhlerhandwerk

Sehenswertes

  • Christus-Kirche
  • Dorfstraße mit Laufbrunnen
  • Wintersteiner Straße mit Dorfteich und Platz unter den Linden (verkehrsberuhigter Bereich)

Partnergemeinden

Literatur

  • Horst H. Müller: Reisehandbuch Thüringer Wald und Randgebiete, (1977) S. 600 ff. (1989: ISBN 978-3-350-00263-4)
  • Ellrich/Heinke/Hoerenz: Zwischen Hörsel und Wilder Gera, Weimar 2005, ISBN 3-86160-167-2

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Schmerbach (Waltershausen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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