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Schmölau (Dähre)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schmölau
Gemeinde Dähre
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(63)&title=Schm%C3%B6lau 52° 49′ N, 10° 47′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(63) 52° 49′ 12″ N, 10° 46′ 30″ O
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Höhe: 60 m
Fläche: 14,76 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 63 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 4 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Eingemeindet nach: Holzhausen
Postleitzahl: 29413
Vorwahl: 039039
Lage von Schmölau in Sachsen-Anhalt
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Schmölau ist ein Ortsteil der Gemeinde Dähre im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

Das Sackgassendorf Schmölau liegt im nordwestlichen Teil der Altmark etwa 9 Kilometer westlich von Dähre und rund 30 Kilometer westlich der Kreisstadt Salzwedel. Die Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ist einen halben Kilometer entfernt.<ref name="HOB-12" /><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Im Jahre 1330 wurde Schmölau erstmals urkundlich als Zmoleue erwähnt, als Boldewin und Werner von Bodendyk das Dorf dem Kloster Diesdorf verkauften.<ref name="Riedel-16" /> 1341 hieß es, dass Heinrich von Boldensen, ein Geistlicher aus Diesdorf, in Smolene wohnt.<ref name="Riedel-22" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wurde Smȯlowe als ein wüster Ort bezeichnet.<ref name="Landbuch" /> Weitere Nennungen sind 1542 Smolow, 1608 Schmulow, 1687 Schmölow<ref name="HOB-12" /> und 1804 Schömlau, Dorf mit Rademacher und Schmiede.<ref name="Bratring-1" />

Durch seine Lage nahe der innerdeutschen Grenze befand sich das Dorf innerhalb der ab 1954 eingerichteten 5-km-Sperrzone und verfiel zunehmend. Im Zuge der Wende erhielten die rechtmäßigen Eigentümer ihre Liegenschaften nach 1990 zurück und im Jahre 2012 waren fast alle Häuser im Ort wieder bewohnt.

In Richtung Norden führte die Alte Zollstraße an der heutigen Landesgrenze entlang nach Flinten.

Landwirtschaft

Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: zwei Besitzungen über 100 Hektar hatten zusammen 286 Hektar, 40 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 619, eine Kirchenbesitzung hatte 1 Hektar Land, der Gemeinde gehörten 2 Hektar. Enteignet wurden im Jahre 1946 zusammen 419,5 Hektar und auf 73 Siedler aufgeteilt. Im Jahre 1948 gab es aus der Bodenreform aus der Besitzung Fricke mit 175 Hektar 43 Erwerber, davon waren 7 Neusiedler. Im Jahre 1953 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Ernst Thälmann“, die 1959 mit der LPG „Freundschaft“ Holzhausen-Markau vereinigt wurde. 1959 entstand auch einw zweite LPG, Typ III „Rotes Banner“ Markau-Schmölau, die 1960 mit der LPG „Voran“ Wiewohl zur Groß-LPG zusammengeschlossen wurde. 1968 gab es eine zwischengenossenschaftllche Einrichtung der Waldwirtschaft (ZEW), die 1970 an ZEW Dähre angeschlossen wurde. 1986 gab es die Revierförsterei Schmölau im Staatliche Forstwirtschaftsbetrieb Salzwedel.<ref name="HOB-12" />

Herkunft des Ortsnamens

Heinrich Sültmann leitet den Ortsnamen vom slawischen Wort „smüöla“ für „Harz, Teer“ ab und übersetzt den Namen zu „Harzreich“.<ref name="Sültmann 1931" />

Eingemeindungen

Schmölau gehörte ursprünglich zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1813 lag es im Kanton Diesdorf auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam es 1816 in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.<ref name="HOB-12" />

Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde Schmölau zum Kreis Salzwedel. Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde in die Gemeinde Holzhausen eingemeindet. Mit der Eingemeindung von Holzhausen in die Gemeinde Lagendorf am 1. Januar 1991 wurde der Ortsteil Schmölau ein Ortsteil von Lagendorf.<ref name="Metzler-Poeschel" />

Der Gemeinderat Lagendorf beschloss am 8. Mai 2008 die Auflösung der Gemeinde und die Vereinigung mit den Gemeinden Bonese und Dähre zur neuen Gemeinde mit dem Namen Dähre. Dieser Vertrag trat am 1. Januar 2009 in Kraft.<ref>StBA: Gebietsänderungen am 01.01.2009</ref>

So kam der Ortsteil Schmölau am 1. Januar 2009 zur Gemeinde Dähre.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 050
1772 090
1789 079
1798 104
1801 103
1818 082
Jahr Einwohner
1840 157
1864 177
1871 191
1885 202
1892 [00]216<ref name="Zahn-1928" />
1895 223
Jahr Einwohner
1900 [00]214<ref name="Zahn-1928" />
1905 238
1910 [00]234<ref name="Zahn-1928" />
1925 245
1939 209
1946 291
Jahr Einwohner
1964 162
1971 145
2015 [00]062<ref name="EW-2018" />
2018 [00]060<ref name="EW-2018" />
2020 [00]060<ref name="EW-2021" />
2021 [00]058<ref name="EW-2021" />
Jahr Einwohner
2022 [00]63<ref name="EW-2022" />
2023 [0]63<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1971:<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelischen Christen in Schmölau gehörten ursprünglich zur Pfarrei Dähre und gehören seit 1912 zur Kirchengemeinde Lagendorf,<ref name="HOB-12" /> die zur Pfarrei Lagendorf gehörte. Heute wird die Kirchengemeinde betreut vom Pfarrbereich Osterwohle-Dähre im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Schmölau steht eine denkmalgeschützte Scheune.


Wirtschaft und Infrastruktur

Dominierend ist die Landwirtschaft. Daneben gibt es wenige Kleingewerbe, wie das Café No. 3.

Verkehr

Durch das Dorf führen die Landsstraße L 7 und der Radwanderweg „Am Grünen Band“. Das Grüne Band beginnt westlich des Dorfes.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel.<ref>PVGS Altmarkkreis Salzwedel. In: pvgs-salzwedel.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 385 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000735~SZ%3D407~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 406 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de (Memento vom 22. März 2019 im Internet Archive)).</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Osterwohle-Dähre. In: ekmd.de. Abgerufen am 18. Mai 2023.</ref>

<ref name="Riedel-16">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Riedel-22">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Sültmann 1931">Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Salzwedel (= Wochenblatt-Schriften. Folge IX.). 1931, DNB 362852693, S. 25.</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Bonese | Dähre | Dahrendorf | Eickhorst | Fahrendorf | Hohendolsleben | Holzhausen | Kleistau | Kortenbeck | Lagendorf | Markau | Rustenbeck | Schmölau | Siedendolsleben | Wendischhorst | Wiewohl | Winkelstedt Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein