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Sankt Lorenzen bei Knittelfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sankt Lorenzen bei Knittelfeld (Ehemalige Gemeinde)
Historisches Wappen von Sankt Lorenzen bei Knittelfeld
Historisches Wappen von Sankt Lorenzen bei Knittelfeld
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Wappen
Sankt Lorenzen bei Knittelfeld (Österreich)
Sankt Lorenzen bei Knittelfeld (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Murtal (MT), Steiermark
Gerichtsbezirk Judenburg
f5
Koordinaten 47° 15′ 0″ N, 14° 53′ 48″ OKoordinaten: 47° 15′ 0″ N, 14° 53′ 48″ O
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Höhe 610 m ü. A.
Einwohner der stat. Einh. 776 (1. Jänner 2021)
Gebäudestand 269 (2001f1)
Fläche 3.592,15 ha (2021)dep1
Postleitzahl 8715 St. Lorenzen bei Knittelfeld
Vorwahl +43/3515 (Sankt Lorenzen bei Knittelfeld)
Statistische Kennzeichnung
Gemeindekennziffer 62046
Zählsprengel/ -bezirk St.Lorenzen b.Knittelfeld (62046 001)
Bild
Lage der ehemaligen Gemeinde im Bezirk Murtal
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Sankt Lorenzen bei Knittelfeld ist eine ehemalige Gemeinde mit 803 Einwohnern (Stand: VZ 2011) im Bezirk Murtal und Gerichtsbezirk Judenburg in der Steiermark. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist sie seit 1. Jänner 2015 mit den Gemeinden Rachau und Sankt Margarethen bei Knittelfeld zusammengeschlossen.<ref>Steiermärkische Gemeindestrukturreform</ref> Die neue Gemeinde führt den Namen Sankt Margarethen bei Knittelfeld weiter. Grundlage dafür war das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz (StGsrG).<ref>§ 3 Abs. 8 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014, Nr. 31, Jahrgang 2014, ZDB-ID 705127-x, S. 3.</ref>

Geografie

Die elf Ortschaften der ehemaligen Gemeinde
Ortschaft Einwohner
Fehler: Ungültige Zeitangabe<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref> 2001
Fötschach Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 47
Gottsbach Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 24
Leistach Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 4
Pichl Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 21
Preg Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 95
Preggraben Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 105
Ritzendorf Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 11
Sankt Benedikten Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 25
Sankt Lorenzen bei Knittelfeld Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 457
Schütt Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 8
Untermur Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 8

Geografische Lage

Sankt Lorenzen liegt im Murtal rund sechs Kilometer nordöstlich von Knittelfeld. Das Gemeindegebiet liegt rechts der Mur, die im Talboden über weite Strecken die Gemeindegrenze bildet, und zieht sich entlang des Preggrabens auf die Hänge der Gleinalpe.

Ehemalige Gemeindegliederung

Die Gemeinde bestand aus den drei Katastralgemeinden (Fläche Stand Vorlage:FLDVorlage:FLR):

Eingemeindungen

Im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform wurden 2015 die Gemeinden Rachau, Sankt Lorenzen und Sankt Margarethen fusioniert.<ref>Das Land Steiermark: Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Dezember 2013; abgerufen am 10. November 2013.</ref>

Nachbargemeinden bis Ende 2014

Nachbargemeinden waren, beginnend im Norden im Uhrzeigersinn:

Geschichte

Datei:Gottsbach bei Knittelfeld.jpg
Die Ortschaft Gottsbach von Westen
Datei:Gottsbach und Sankt Benedikten von Nordwesten.jpg
Gottsbach und Sankt Benedikten von Nordwesten
Datei:Ritzendorf von nordwesten Panorama.jpg
Ritzendorf von Nordwesten

Das Murtal war bereits zur Römerzeit eine wichtige Verkehrsroute. Daher wurden auch auf dem Gebiet von Sankt Lorenzen römerzeitliche Gegenstände gefunden. Hervorzuheben ist ein größerer Silbermünzenfund aus der Zeit der Soldatenkaiser (Münzen von 222 bis 268 n. Chr.), der 1837 bei Bauarbeiten im Preggraben gefunden wurde.

Die erste urkundliche Erwähnung betraf den Ort Listah (Leistach) in einer Urkunde aus dem Jahr 1047. Die Geschicke des Gebietes wurden über Jahrhunderte von den beiden Klöstern Admont und Seckau bestimmt. 1849/50 wurde die politische Gemeinde St. Lorenzen errichtet.<ref>Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378, S. 431 und Beilage („Kreis Gratz“).</ref>

Ab dem späten 19. Jahrhundert wurden Sauerbrunnquellen genutzt. Die Anlagen verfielen jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg.

Bevölkerung

Die Gemeinde hatte laut Volkszählung 2011 803 Einwohner, 97,0 % der Bevölkerung besaßen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 92,7 % der Einwohner, 1,1 % zur evangelischen Kirche, 5,1 % waren ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Kirche St. Benedikten bei Knittelfeld.jpg
Kirche von Sankt Benedikten
  • Pfarrkirche hl. Laurentius, urkundlich 1075: spätgotischer Bau (um 1500) in Sankt Lorenzen.
  • Kirche von Sankt Benedikten, urkundlich 1147: „Doppelkirche“ aus Zusammenbau von benachbarten romanischer und gotischer Kapelle entstanden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Verkehrserschließung erfolgt über die Pregerstraße L 553. Die Murtal Schnellstraße S 36 verläuft direkt nördlich des Gemeindegebietes. Im Gebiet liegt auch der Bahnhof Fentsch-St. Lorenzen an einer Teilstrecke der Rudolfsbahn.

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind die Hartsteinwerke in Preg und der Betrieb der Kies-Union. Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gab es 32 Arbeitsstätten mit 230 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 231 Auspendler und 153 Einpendler. Es gab 56 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 29 im Haupterwerb), die 1999 zusammen 4.869 ha bewirtschafteten.

In der ehemaligen Gemeinde gibt es zwei Kindergärten. Die Volksschule St. Lorenzen und Rachau wurden geschlossen.

Politik

Der mit 31. Dezember 2014 aufgelöste Gemeinderat bestand aus neun Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandataren der folgenden Parteien zusammen:

  • 5 Unabhängige Bürgerliste St. Lorenzen (UBS)
  • 3 ÖVP
  • 1 SPÖ

Letzter Bürgermeister war Hubert Wolfsberger (Unabhängige Bürgerliste).

Partnergemeinde

Sankt Lorenzen bei Knittelfeld unterhält gemeinsam mit Feistritz bei Knittelfeld eine Gemeindepartnerschaft mit der italienischen Stadt Grado. Jährlich gibt es Ausflüge dorthin und auch Vertreter aus Grado besuchen regelmäßig die beiden Gemeinden. Feistritz und Sankt Lorenzen bringen außerdem jedes Jahr einen Christbaum nach Grado, welcher dort in der Weihnachtszeit die Basilika Sant’Eufemia schmückt. Obwohl die Partnerschaftsurkunde erst am 29. November 2003 offiziell unterzeichnet wurde, reicht der Kontakt und die Freundschaft der Gemeinden bis ins Jahr 1989 zurück.

Datei:St. Lorenzen bei Knittelfeld von Süden Panorama.jpg
Sankt Lorenzen bei Knittelfeld von Süden

Wappen

Datei:AUT Sankt Lorenzen bei Knittelfeld COA.png

Das Gemeindewappen wurde mit Bescheid der steirischen Landesregierung vom 1. Juli 1965 verliehen.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„In einem von Gold und Grün schräglings geteilten Schild ein gleich gestellter roter Feuerrost mit Stiel und Ring im oberen, ein waagrechter silberner Wellenbalken in der Mitte des unteren Feldes“.

Literatur

  • Alex Leitgeb: Chronik „900 Jahre St. Lorenzen“

Weblinks

Commons: Sankt Lorenzen bei Knittelfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

<references />