Salzgittersee
Der Salzgittersee ist ein 2,1 km langer und 0,8 km breiter See im Westen des Salzgitteraner Stadtteils Lebenstedt, Niedersachsen. In dem 75 ha großen künstlich geschaffenen See befindet sich eine 25 ha große Insel, die über eine Brücke zu erreichen ist. Der See ist ein zentrales Freizeit- und Naherholungsgebiet der Stadt Salzgitter.
Geschichte
Vorgeschichte und Planung
Die ersten Überlegungen zur Schaffung eines Erholungsgebietes in der Niederung der kleinen Flüsse Fuhse und Flote (auch Flothe, ein Nebenfluss der Fuhse) stammen aus der Vorkriegszeit und reichen bis in die Mitte der 1930er-Jahre zurück. Erste wasserwirtschaftliche Planungen sahen westlich des damaligen Dorfes Lebenstedt die Anlage eines Sees vor, der sowohl der Hochwasserregulierung der Fuhse und Flote als auch der Nutzung als Badesee dienen sollte. Vorgesehen war eine Anbindung an die Fuhse durch Zu- und Abfluss. Diese Planungen wurden jedoch vor dem Zweiten Weltkrieg nicht umgesetzt.
Erst Ende der 1950er-Jahre rückte das Vorhaben im Zuge der städtebaulichen Entwicklung des Stadtteils Salzgitter-Lebenstedt erneut in den Fokus. Ab etwa 1958 zeichnete sich eine Erweiterung Lebenstedts nach Südwesten ab, wodurch die Flussniederung zunehmend in eine zentrale Lage des Stadtgebiets rückte. In diesem Zusammenhang begannen erst ab 1958 erste konkrete Planungen, 1959 folgten die Vermessungsarbeiten des Fuhsetales.
Eine wesentliche Grundlage für die Wiederaufnahme des Projekts bildeten die im Gebiet vorhandenen Kiesvorkommen. Bereits Bohrungen aus dem Jahr 1941 zur Erkundung von Trinkwasservorkommen hatten Hinweise auf die Mächtigkeit der Kieslager sowie auf einen ausreichend starken Grundwasserstrom geliefert. Weitere Untersuchungen in den Jahren 1958 und 1959 bestätigten die Eignung des Materials sowohl für eine wirtschaftliche Nutzung als auch für die Anlage eines Sees.<ref name=":87">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref name=":07">Vorlage:Literatur</ref>
Das Studium der geologischen und wasserrechtlichen Unterlagen führte 1959 zu der Erkenntnis, dass der Bau eines Sees nach dem Nassbaggerverfahren technisch durchführbar und wirtschaftlich vertretbar war. Ein Gutachten des Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung bestätigte zudem die Eignung des Gebiets zur Anlage eines reinen Grundwassersees.<ref name=":07" />
Die Entwicklung des Salzgittersees war dabei nicht ausschließlich wasserwirtschaftlich und rohstoffökonomisch motiviert, sondern auch Teil einer kommunalpolitischen Strategie zur Verbesserung der sozialen, freizeitbezogenen und gesundheitlichen Infrastruktur einer durch Krieg, Industrialisierung und Zuwanderung stark belasteten Stadt.<ref name=":87" />
Um die Finanzierung des Projektes zu ermöglichen, wurde der Steine und Erden GmbH (später FELS-Werke, ein damaliges Unternehmen der Salzgitter AG) die wirtschaftliche Ausbeutung des Kiesvorkommens im zukünftigen Gebiet des Sees übertragen. An der Westseite des Sees wurden ein Kies- und ein Betonwerk errichtet, in denen der ausgebaggerte Kies weiterverarbeitet wurde. Die Kiesgewinnung, die zum Ende nur noch am Nordufer betrieben wurde, wurde 1976 endgültig eingestellt.<ref name=":87" /><ref name=":07" /> Hierzu wurden zwischen Stadt und Unternehmen entsprechende Vereinbarungen zur Kiesgewinnung getroffen.<ref name=":87" />
Bau und Erweiterungen
Der erste Spatenstich zur Aufnahme der Nassbaggerarbeiten fand am 5. Oktober 1960 statt. Der erste Bauabschnitt umfasste eine Wasserfläche von rund zehn Hektar sowie einen etwa 700 bis 850 Meter langen Badestrand. Im Zuge der Bauarbeiten wurden Bodenbewegungen von rund 2,5 Millionen Kubikmetern vorgenommen. Bereits am 27. Mai 1963 konnte eine Teilfläche des bis dahin 34 Hektar großen Sees für den Bade- und Wassersportbetrieb freigegeben werden.<ref name=":87" /><ref name=":07" />
In den folgenden Jahren wurde die geplante Größe des Sees aufgrund der hohen Nachfrage stetig erweitert. Bereits am 25. Februar 1961 beschloss der Rat der Stadt Salzgitter eine erste Erweiterung der geplanten Wasserfläche auf 34 Hektar. In der Anfangsphase existierten mehrere inoffizielle Bezeichnungen für das Gewässer, darunter „Fuhsesee“, „Neuer See“ und „Lebenstedter See“. Um Missverständnisse zu vermeiden, beschloss der Rat der Stadt Salzgitter am 7. Februar 1962 offiziell die Bezeichnung „Salzgittersee“.<ref name=":87" />
1967 rechnete man schon mit einer Wasserfläche von 42 Hektar. Am 23. August 1967 beschloss der Rat eine Erweiterung auf 42 Hektar Wasserfläche, am 5. September 1968 folgte der Beschluss zur Erweiterung auf 50 Hektar. Als endgültiges Planungsziel wurde seit April 1972 eine Fläche von 75 Hektar angegeben. Die vorgesehene Endgröße wurde bis Mitte der 1970er-Jahre erreicht.<ref name=":87" /><ref name=":07" /> Die Fertigstellung der Wasserfläche erfolgte am 3. Februar 1975, die Kiesgewinnung endete am 26. September 1976.<ref name=":87" />
Da es sich beim Salzgittersee um einen reinen Grundwassersee handelt, wurde die Erweiterung der Wasserfläche begrenzt. Nach Berechnungen und Pegelbeobachtungen galt eine Größe von etwa 75 Hektar als Obergrenze, um ein Gleichgewicht zwischen Verdunstung, Grundwasserzufluss und Niederschlägen sicherzustellen.<ref name=":87" /><ref name=":07" />
Die Fuhse wurde zwischen 1964 und 1971 in zwei Schritten nach Westen verlegt, sodass sie den See nicht mehr durchfloss. Damit besitzt der Salzgittersee keinen oberirdischen Zufluss und wird lediglich von einem starken Grundwasserstrom mit einer Förderrate von etwa 16 Litern pro Sekunde gespeist, der parallel zur Flote im kiesigen Untergrund verläuft.
Parallel zur Erweiterung der Wasserfläche erfolgte der Ausbau des umliegenden Erholungsgebiets in mehreren Bauabschnitten. Dazu zählten unter anderem die Gestaltung der Insel, der Ausbau von Freizeit- und Sportanlagen sowie Maßnahmen zur Geländemodellierung und Bepflanzung. Das beim Nassbaggerverfahren anfallende Aufspülmaterial wurde zur Geländeformung genutzt; dabei entstanden Aufspülhöhen von bis zu fünf Metern.<ref name=":07" />
Die bei der Ausbaggerung des Sees aufgeschüttete 25 Hektar große Insel wurde 1974 durch eine Pylonbrücke mit dem westlichen Ufer verbunden. 1976/77 wurde in der Nähe zur Brücke eine Eissporthalle erbaut. Insgesamt wurden rund um den Salzgittersee 20 Hektar Fläche zum Spielen, zur Freizeitgestaltung und Erholung geschaffen.<ref>Festschrift der Stadt Salzgitter zum 50. Jahrestag des ersten Spatenstichs zum Salzgittersee. Auch Erinnerung zum 100. Geburtstag von Karl Nestvogel, der als Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Salzgitter die Planungen und den Bau des Salzgittersees maßgeblich vorangetrieben hatte. Herausgegeben durch die Stadt Salzgitter im Jahr 2010</ref><ref name="fakten">Vorlage:Internetquelle</ref>
Rekultivierung und Landschaftsgestaltung
Die Gestaltung des Geländes rund um den Salzgittersee steht in engem Zusammenhang mit der früheren Kiesgewinnung im Nassbaggerverfahren. Nicht verwertbare Abraummassen wurden auf angrenzende Flächen gespült und führten dort zu Geländeaufhöhungen von bis zu fünf Metern. Diese bildeten die Grundlage für die spätere landschaftliche Modellierung des Erholungsgebietes.<ref name=":82" /><ref name=":03" />
Die Rekultivierung der aufgespülten Flächen erfolgte durch gezielte Begrünung sowie die Verwendung standortgerechter Vegetationsformen. Bestehende Pflanzbestände, insbesondere auf der Ostseite des Sees, wurden in die Gestaltung einbezogen und ergänzt.<ref name=":03" />
Finanzierung und Kosten
Die bis zum 20. Oktober 1975 angefallenen Kosten für den Bau des Salzgittersees beliefen sich auf rund 13,37 Millionen Deutsche Mark. Davon entfielen etwa 6,9 Millionen DM auf die Herstellung der Wasserflächen einschließlich Nebenkosten sowie rund 0,24 Millionen DM auf die Anlage der Sandstrände. Für Grünflächen und Wege wurden rund 1,9 Millionen DM aufgewendet.
Weitere Kosten in Höhe von etwa 4,57 Millionen DM entfielen auf Brücken, Parkplätze, sanitäre Anlagen und sonstige Infrastruktureinrichtungen. Zusätzlich wurden rund 1,02 Millionen DM für weitere Maßnahmen berücksichtigt, darunter Aufwendungen im Zusammenhang mit der Umlegung der Fuhse sowie Abschreibungen und Leitungsinfrastruktur.
Für den vollständigen Ausbau des Erholungsgebiets wurden in späteren Planungsständen Gesamtkosten von rund 39 Millionen DM veranschlagt. Davon entfielen etwa 7 Millionen DM auf die Herstellung der Wasserfläche und rund 32 Millionen DM auf Sport-, Freizeit- und Grünanlagen.<ref name=":87" /><ref name=":07" />
Entwicklungen seit 2015
Neubauten und frühere Maßnahmen
Im Jahr 2015 wurde in der Reppnerschen Bucht am Nordufer ein Neubau mit Café eröffnet. Diese Maßnahme stellte eine der ersten baulichen Veränderungen im Rahmen der langfristigen Weiterentwicklung des Erholungsgebiets dar.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Hallo Wochenende: Café del Lago am Salzgittersee: Von Null auf Hundert</ref>
Promenadenplanung am Ostufer
Nach dem Beschluss des Rates der Stadt Salzgitter 2016 begann die Planung einer Promenade am Ostufer des Salzgittersees.<ref>Hallo Wochenende: Eine Promenade für den Salzgittersee</ref> Zudem fanden 2018 und 2019 Beteiligungsprozesse mit den Bürgern statt, um weitere Entwicklungsmöglichkeiten rund um den See zu sammeln und zu planen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Ziel- und Strukturkonzept 2024
Am 17. Dezember 2024 beschloss der Rat der Stadt Salzgitter ein Ziel- und Strukturkonzept für die zukünftige Entwicklung des gesamten Freizeit-, Sport- und Erholungsgebiets am See. Das Konzept wurde vom Büro Amsel Kollektiv aus Braunschweig erarbeitet. Ziel ist es, den Salzgittersee als frei zugängliches Erholungsgebiet weiterzuentwickeln, seine Sport-, Freizeit- und Erholungsfunktionen zu stärken und ihn als bedeutenden Baustein der Stadtentwicklungsplanung zu positionieren. Dabei werden auch die Anbindung angrenzender Quartiere sowie Aspekte der Erreichbarkeit und Mobilität berücksichtigt.<ref name=":122">Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Im Rahmen des Konzepts wird der See erstmals gesamträumlich betrachtet und in fünf Themenbereiche gegliedert, denen jeweils spezifische Nutzungen und Qualitäten zugeordnet sind. Diese umfassen die Bereiche Stadt und Sport, Fluss und Landschaft, Inselpark, Wasser und Wind sowie Sand und Sonne.<ref name=":122" />
Zur weiteren Konkretisierung der Planungen ist die Auslobung eines freiraum- und landschaftsplanerischen Wettbewerbs vorgesehen, der unter anderem den Bereich vom Parkplatz am Café del Lago bis zum Wassersportzentrum umfasst.<ref name=":122" />
Maßnahmen ab 2025
Im Jahr 2025 begannen unter anderem Bauarbeiten zur Erneuerung des Korrosionsschutzes der Pylonbrücke zur Insel. Zusätzlich wurden durch den Städtischen Regiebetrieb (SRB) Ausbesserungsarbeiten am westlichen Außenring des Fuß- und Radwegenetzes in Auftrag gegeben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref name=":132">Vorlage:Internetquelle</ref>
Weitere Maßnahmen sind auf Grundlage der vorliegenden Planungen auch für die Jahre 2026 und 2027 vorgesehen.<ref name=":132" />
Paläontologische Funde
Aus dem Gebiet rund um den Salzgittersee stammen mehrere paläontologische Funde, darunter Zähne und Knochen eiszeitlicher Großsäuger wie Mammut, Wollnashorn und Riesenhirsch. Diese Überreste deuten darauf hin, dass während der letzten Eiszeiten steppenartige Lebensräume in der Region vorherrschten. Hinweise auf die geologische Entwicklung des Gebietes lassen sich zudem bei Wanderungen durch Lichtenberg und den Salzgitter-Höhenzug nachvollziehen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Im Salzgittersee wurde 2025 zudem ein außergewöhnlich gut erhaltener Stoßzahn eines Wollhaarmammuts entdeckt. Das etwa 80 cm lange Fundstück stammt nach Einschätzung des Museums Schloss Salder vermutlich von einem sechs bis sieben Jahre alten Jungtier, das in der letzten Eiszeit (etwa 110.000–10.000 v. Chr.) in der Region lebte. Die wissenschaftliche Begutachtung erfolgt durch das Staatliche Naturhistorische Museum Braunschweig.<ref name=":0">Vorlage:Internetquelle</ref> Der Stoßzahn wurde nach dem Auffinden in einer Wasserwanne gelagert, um ein Austrocknen und damit verbundene Schäden zu vermeiden. Nach Abschluss der Konservierung, voraussichtlich 2026 oder 2027, soll der Fund in die Dauerausstellung des Museums Schloss Salder aufgenommen werden.<ref name=":0" />
Beschreibung
Lage und Größe
Der Salzgittersee ist ein künstlich angelegter Baggersee im südöstlichen Niedersachsen, der sich unmittelbar an den westlichen Rand der Bebauung von Salzgitter-Lebenstedt anschließt. Der nach der Stadt Salzgitter benannte See liegt im Niederungsbereich der Fuhse, die hier mit ihren Zuflüssen Flote und der am Ortsrand fließenden Schölke eine Auenlandschaft formte.<ref name=":03" />
Das Gesamtareal einschließlich der für die Naherholung nutzbaren Flächen umfasst rund 225 Hektar.<ref name=":82">Vorlage:Literatur</ref><ref name=":1">Vorlage:Internetquelle</ref> Der See besitzt eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 2.120 Metern und misst in Ost-West-Richtung rund 800 Meter.<ref name=":82" /><ref name=":32">Vorlage:Internetquelle</ref>
Die Wasserfläche beträgt etwa 75 ha. Die maximale Tiefe beträgt 17 Meter, während weite Bereiche flacher sind und Tiefen von bis zu 2,5 Metern aufweisen.<ref name=":82" /><ref name=":22">Vorlage:Internetquelle</ref> Das Wasservolumen beträgt rund 1.857.000 Kubikmeter. Die Wasseroberfläche liegt in Abhängigkeit vom Wasserstand zwischen etwa 81,3 und 82,3 Metern über Normalhöhennull.<ref name=":82" /><ref name=":03">Vorlage:Literatur</ref>
Wasserhaushalt
Der Wasserhaushalt des Salzgittersees wird durch durchschnittliche Niederschläge von rund 600 Millimetern pro Jahr sowie eine jährliche Verdunstung von etwa 1.000 Millimetern bestimmt. Zusätzlich wird der See kontinuierlich durch einen Grundwasserstrom mit einer Fördermenge von etwa 16 Litern pro Sekunde gespeist.<ref name=":82" /><ref name=":03" /><ref name=":32" /> Eine oberirdische Speisung, etwa durch Fuhse, Schölke oder Flote, ist ebenso wie ein oberirdischer Abfluss nicht vorhanden.
Insel
Im Salzgittersee befindet sich eine künstlich aufgeschüttete Insel mit einer Fläche von rund 25 Hektar. Sie erreicht eine Höhe von etwa 89 Metern über Normalnull und ist über eine seilverspannte Pylonbrücke mit dem Westufer verbunden.<ref name=":82" /><ref name=":03" /><ref name=":22" />
Strände
Die gesamte Strandfläche am Salzgittersee beträgt etwa 5 Hektar. Der Oststrand ist rund 1.200 Meter lang und etwa 35 Meter breit. Der Weststrand misst etwa 400 Meter in der Länge und rund 10 Meter in der Breite.<ref name=":82" /><ref name=":03" />
Uferbereiche
Der Nordwest- und Südostuferbereich ist überwiegend mit Holzfaschinen befestigt und weist stellenweise Röhrichtzonen sowie Bestände an Weiden auf; das Nordwestufer hat dabei die größeren Röhrichtflächen. Am südwestlichen Ufer sind ebenfalls Holzfaschinen vorhanden, begleitet von Weidenbeständen, die sich in Richtung der Fuhse ausbreiten. Der Nordostufer wird vollständig vom Oststrand gebildet.<ref name=":32" />
Nutzungskonzept und räumliche Gliederung
Die Nutzung des Salzgittersees folgt einem räumlich gegliederten Nutzungskonzept, bei dem unterschiedliche Nutzungsansprüche bewusst voneinander getrennt sind. Ziel dieser Gliederung ist es, Nutzungskonflikte zu minimieren und sowohl intensiv genutzte als auch ruhigere Erholungsbereiche dauerhaft zu sichern. Diese Struktur prägt die Nutzung des Erholungsgebiets bis heute.<ref name=":83">Vorlage:Literatur</ref><ref name=":04">Vorlage:Literatur</ref>
Die funktionale Gliederung des Erholungsgebiets wurde bereits in den 1970er-Jahren planerisch festgelegt und sah eine räumliche Trennung von Bade-, Wettkampf-, Wassersport- sowie ruhigen Erholungsbereichen vor.<ref name=":83" /><ref name=":04" />
Intensive Nutzungsbereiche
Die intensiv genutzten Bereiche des Salzgittersees sind räumlich gebündelt angeordnet und bilden funktionale Schwerpunkte innerhalb des Erholungsgebiets. Sie dienen vor allem der konzentrierten Freizeit- und Sportnutzung und tragen dazu bei, weniger stark beanspruchte Uferabschnitte zu entlasten.<ref name=":83" /><ref name=":04" />
Ruhige Erholungs- und Landschaftsbereiche
Zwischen den intensiv genutzten Bereichen liegen großflächige, ruhigere Landschafts- und Erholungszonen. Diese sind landschaftlich geprägt und dienen vor allem der stillen Erholung. Sie umfassen naturnahe Flächen, Grünräume sowie strukturierte Uferabschnitte. Ruhige Erholungsbereiche befinden sich insbesondere an den nördlichen und nordwestlichen Uferabschnitten sowie auf der Insel, die überwiegend zurückhaltend genutzt wird.<ref name=":83" /><ref name=":04" />
Ökologie
Ökologische Bedeutung
Mit der Entwicklung des Salzgittersees entstand ein ökologisch wirksamer Landschaftsraum. Extensive Grün- und Gehölzflächen, Röhrichtzonen sowie naturnahe Uferbereiche bieten Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten.<ref name=":02">Vorlage:Literatur</ref>
Die Insel sowie verschiedene Uferzonen dienen insbesondere als Brut- und Rückzugsräume für Wasservögel.<ref name=":02" />
Flora
Landpflanzen
Am Salzgittersee kommen verschiedene Landpflanzengesellschaften vor, darunter Weidengebüsche mit dichtem Unterwuchs aus Brennnesseln und weiteren Stauden. Im Verlauf der Gebietsentwicklung haben sich stellenweise Röhrichte und Weidenbestände ausgebildet, die aufgrund ihres ökologischen Wertes als gesetzlich geschützte Biotope gelten.<ref name=":2">Vorlage:Internetquelle</ref>
Daneben finden sich feuchte Grünlandbereiche, die nur extensiv gepflegt werden, sowie regelmäßig gemähte Rasenflächen in stärker genutzten Bereichen.<ref name=":2" />
Typische Pflanzengesellschaften am Salzgittersee sind unter anderem:<ref name=":2" />
- Schilfröhrichte
- Weidengebüsche mit dichtem Unterwuchs aus Brennnesseln
- verschiedene Staudenarten
- feuchte Grünlandbereiche
Wasserpflanzen und Kleintiere
Der Salzgittersee wird von zahlreichen Wasserpflanzen besiedelt, die Lebensräume und Eiablageplätze für verschiedene Insektenarten bieten. Aufgrund der geringen Wassertiefe erreichen einige typische Tauchblattpflanzen vom Gewässergrund aus die Wasseroberfläche. Diese ökologisch wertvollen Strukturen schränken zugleich die Nutzung einzelner Seebereiche ein, weshalb für Badebetrieb und Veranstaltungen Teilbereiche mithilfe eines Mähbootes freigehalten werden.<ref name=":2" />
Zur Reduzierung der Unterwasservegetation wurden in der Vergangenheit Grasfische eingesetzt, was lokal zu starkem Kahlfraß führte. Da sich die Tiere in den hiesigen Gewässern nicht fortpflanzen können, stellt ihr heutiger Bestand kein ökologisches Problem mehr dar.<ref name=":2" />
Nachgewiesene Wasserpflanzen und wirbellose Tiere (Auswahl):<ref name=":2" />
- Spreizender Wasserhahnenfuß
- Kamm-Laichkraut
- Nuttalls Wasserpest
- Ähriges Tausendblatt
- Armleuchteralgen
- Dreikantmuschel
- Weitere Muschel- und Schneckenarten
Untersuchungen zur Planktonzusammensetzung zeigten in den Jahren 1988/89 eine geringe Artenzahl von 31 nachgewiesenen Arten. Im Jahr 2003 wurden 59 Phytoplanktonarten erfasst, was einer mäßigen Artenvielfalt entspricht. Dominierende Taxa waren Dinobryon divergens, Kephyrion rubri-claustrii, Chrysochromulina parva, Chroomonas acuta sowie Arten der Gattung Cryptomonas. Diese Taxa sind weit verbreitet und eignen sich nur eingeschränkt zur trophischen Charakterisierung des Sees.<ref name=":3">Vorlage:Internetquelle</ref>
Fauna
Vögel
Singvögel
In den Röhrichtzonen und Weidengebüschen brüten nur wenige Singvogelarten. Häufig nachgewiesen ist die Nachtigall, deren Gesang insbesondere während der Brutzeit gut wahrnehmbar ist.<ref name=":2" /><ref name=":4">Vorlage:Internetquelle</ref>
Wasservögel
Während der Zugzeiten sowie im Winterhalbjahr nutzen zahlreiche Wasservögel den Salzgittersee als Rast- und Überwinterungsgebiet. Insbesondere nordische Arten und Meeresenten treten dabei regelmäßig auf. Für Tauchenten stellt die Dreikantmuschel eine wichtige Nahrungsquelle dar. Nachweise umfassen verschiedene Enten- und Taucherarten sowie vereinzelt seltenere Gastvögel.<ref name=":2" /><ref name=":4" />
Beispielhaft dokumentierte Vogelarten sind unter anderem:<ref name=":2" /><ref name=":4" />
- Rothalstaucher (Podiceps grisegena)
- Rohrdommel (Botaurus stellaris)
- Bergente (Aythya marila)
- Samtente (Melanitta fusca)
Fische
Der Salzgittersee weist einen artenreichen Fischbestand auf. Nach Angaben aus Veröffentlichungen der Stadt Salzgitter können Angler gute Fänge verzeichnen, da der See einen reichen Fischbestand aufweist.<ref name=":8">Vorlage:Literatur</ref> Zu den im Salzgittersee vorkommenden Fischarten zählen unter anderem:
- Aal (Anguilla anguilla)
- Äsche (Thymallus thymallus)
- Barsch (Perca fluviatilis)
- Brasse (Brasse, Abramis brama)
- Forelle (Salmo trutta)
- Gründling (Gobio gobio)
- Hecht (Esox lucius)
- Karausche (Carassius carassius)
- Karpfen (Cyprinus carpio)
- Rotauge (Rutilus rutilus)
- Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)
- Schleie (Tinca tinca)
- Wels (Silurus glanis)
- Zander (Sander lucioperca)
Darüber hinaus wird von einem guten Bestand an Krebsen sowie von Muscheln im See berichtet.<ref name=":8" />
Ergänzend zu diesen Angaben wurden auf Grundlage von Angler-Meldungen (Stand 2010) insgesamt 27 Fischarten im Salzgittersee beobachtet. Diese Nachweise beruhen überwiegend auf ehrenamtlichen Beobachtungen und stellen kein vollständiges oder amtliches Fischartenkataster dar.<ref name=":7">Vorlage:Internetquelle</ref>
Weitere Tierarten
Im Umfeld des Sees kommen verschiedene Säugetier- und Insektenarten vor. Auf den Grünflächen sind regelmäßig Maulwurfshügel zu beobachten. Das Insektenvorkommen ist vielfältig und umfasst unter anderem zahlreiche Libellen, die vor allem an den Uferzonen und in strukturreichen Bereichen des Sees auftreten. Auf der Insel sowie in den Uferbereichen sind zudem Wildkaninchen verbreitet.<ref name=":2" />
Jahreszeiten
Im Frühjahr lassen sich zahlreiche Singvögel beobachten. Im Sommer treten Wasserpflanzen, Insekten und insbesondere Libellen verstärkt in Erscheinung. Im Herbst und frühen Winter sind Zug- und Rastvögel sowie nordische Arten und Meeresenten häufig zu beobachten. Ganzjährig prägen verschiedene Vogelarten sowie Bäume und Sträucher das Landschaftsbild rund um den See und die Insel.<ref name=":2" />
Naturschutz und Schutzstatus
Der Salzgittersee selbst steht nicht unter einem besonderen Schutzstatus wie einem FFH-Gebiet oder EU-Vogelschutzgebiet. Einige der vorkommenden Biotope, insbesondere Röhrichte und Weidengebüsche, sind jedoch nach dem Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützte Biotope ausgewiesen.<ref name=":3" /><ref name=":2" />
Infrastruktur und Einrichtungen
Infrastruktur
Der Salzgittersee verfügt über eine umfassende touristische und sportbezogene Infrastruktur. Dazu zählen gastronomische Einrichtungen sowie zahlreiche Vereine, die Freizeit- und Sportangebote am und auf dem See bereitstellen. Ergänzt wird das Umfeld durch weitere städtische Einrichtungen in unmittelbarer Nähe, darunter ein Stadtbad, eine Eissporthalle, ein Stadion, ein Segelflugplatz, Tennisanlagen sowie Grill- und Freizeitflächen. Zudem bestehen Angebote wie ein Tretboot- und Kanuverleih. Direkt am See werden Kanus, Kajaks und alle dazugehörigen Ausrüstungen vermietet. Diese Angebote tragen zur vielfältigen Nutzung und Bedeutung des Sees als zentrales Naherholungsgebiet bei.<ref name=":06">Vorlage:Literatur</ref><ref name=":52">Vorlage:Internetquelle</ref><ref name=":92">Vorlage:Internetquelle</ref>
Im Sommer 2020 wurde im Bereich des Salzgittersees ein kostenfreies WLAN-Angebot („freeWIFISalzgitter“) eingerichtet.<ref name=":62">Vorlage:Internetquelle</ref>
Gastronomie
Am Salzgittersee befinden sich mehrere gastronomische Betriebe in unterschiedlichen Uferbereichen. Dazu zählen unter anderem die Café-Seeterrasse am Südostufer sowie ein Bistro am Westufer.<ref name=":10">Vorlage:Internetquelle</ref> In der Sommersaison wird das Angebot durch mobile Gastronomie, wie einen Eiswagen im Bereich des Piratenspielplatzes, ergänzt. Weitere gastronomische Einrichtungen befinden sich im Umfeld des Sees.<ref name=":13">Vorlage:Internetquelle</ref><ref name=":62" />
Vereine
Am Salzgittersee gibt es rund zehn Wassersport-Vereine, die ein breites Spektrum an Sport-, Freizeit- und Wassersportaktivitäten anbieten und die Nutzung des Sees maßgeblich prägen.<ref name=":86">Vorlage:Literatur</ref><ref name=":13" /><ref name=":10" />
Am See aktive Vereine sind unter anderem:
- Ruderclub am Salzgittersee
- Segelclub Salzgitter
- Surf-Klub Salzgitter
- Kanu-Club Salzgitter
- Wasserwanderer Salzgitter
- ASV Fuhsetal
- TG Jugenddorf Salzgitter - Tauchsportabteilung SEPIA
- Marinekameradschaft Salzgitter
- DLRG-Ortsgruppe Lebenstedt
- Schiffsmodellclub Salzgitter
- Sportgemeinschaft AERO
Kunst
Auf der Insel sowie an verschiedenen Uferabschnitten befinden sich Skulpturen des Kunstprojekts KUNSTüberall. Die dauerhaft installierten Arbeiten verschiedener Künstlerinnen und Künstler sind Teil des kulturellen Erscheinungsbildes des Salzgittersees und in die Gestaltung des Erholungsgebiets eingebunden.<ref name=":13" /><ref name=":92" />
Freizeit, Tourismus, Sport und Veranstaltungen
Freizeit
Der Salzgittersee ist ein Freizeit- und Naherholungsgebiet der Stadt Salzgitter und bietet vielfältige Möglichkeiten für Erholung, Naturerlebnis und sportliche Aktivitäten. Das Areal wird unter anderem für Spaziergänge, Badeaufenthalte, Naturbeobachtung sowie zum Radfahren, Laufen und Inline-Skaten genutzt.<ref name=":102">Vorlage:Internetquelle</ref> Mehrere Spiel- und Liegewiesen sowie Spielplätze ergänzen das Angebot. Ein Großteil der Freizeitanlagen ist kostenfrei nutzbar; Sport- und Wassersportgeräte können gegen Gebühr ausgeliehen werden.
Sport
Der Salzgittersee verfügt über eine ausgebaute Sportinfrastruktur mit Schwerpunkten im Wasser- und Freizeitsport. Der Hafenbereich am Ostufer bildet das Zentrum des organisierten Wassersports und beherbergt Anlagen für Ruder-, Segel- und Kanusport sowie eine DLRG-Station. Weitere Sport- und Spielflächen befinden sich vor allem im westlichen und südwestlichen Uferbereich und dienen der aktiven Erholung.<ref name=":08">Vorlage:Literatur</ref><ref name=":102" />
Wasseraktivitäten
Der Salzgittersee eignet sich für zahlreiche Wassersportarten, darunter Schwimmen, Tauchen, Surfen, Wasserwandern und Angeln. Zudem werden direkt am See Kanus, Kajaks und alle dazugehörigen Ausrüstungen vermietet.; auch der Betrieb von Modellbooten ist gestattet. Der Betrieb von Bootsmotoren ist untersagt.<ref name=":14">Vorlage:Internetquelle</ref><ref name=":63">Vorlage:Internetquelle</ref><ref name=":102" />
Der östliche Teil des Sees ist als Regattastrecke für den Ruder-, Segel- und Kanusport ausgebaut.<ref name=":88">Vorlage:Literatur</ref><ref name=":08" /> An der Westseite wird eine kommerzielle Wasserskianlage betrieben. Der Hafenbereich am Ostufer dient als zentraler Ausgangspunkt für den organisierten Wassersport und wird von mehreren Vereinen genutzt.<ref name=":14" />
Landaktivitäten
Die Wege rund um den Salzgittersee sind für Radfahrer, Inline-Skater sowie für Lauf- und Walkingaktivitäten ausgelegt. Ergänzend gibt es seit Oktober 2008 vier ausgewiesene und vom Niedersächsischen Leichtathletik-Verband zertifizierte Laufstrecken.<ref name=":14" /><ref name=":93">Vorlage:Internetquelle</ref>
Darüber hinaus stehen Asche- und Spielflächen für verschiedene Ballsportarten zur Verfügung. Sandflächen können für Beachsport genutzt werden. Auf der Insel sind Discgolf-Anlagen installiert. Spielscheiben können an der Wasserskianlage oder an der Eissporthalle ausgeliehen werden.<ref name=":14" /><ref name=":93" /><ref name=":63" />
Offene Freiflächen und Zuschauerbereiche ermöglichen die Durchführung von Sportveranstaltungen und Wettkämpfen.<ref name=":14" />
Luftsport
In unmittelbarer Nähe des Salzgittersees befindet sich ein Segelflugplatz, der für den Segelflugbetrieb genutzt wird.<ref name=":08" /><ref name=":14" /><ref name=":102" />
Winteraktivitäten
Wenn die Eisdicke des Sees im Winter mindestens 15 cm beträgt, gibt die Stadtverwaltung durch Hissen eines rot-weißen Wimpels in Höhe des Piratenspielplatzes den See innerhalb einer abgegrenzten und markierten Fläche zum Betreten frei. Zum Eislaufen kann alternativ die nahegelegene Eissporthalle genutzt werden.
Veranstaltungen
Am Salzgittersee finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen statt, von denen einige überregionale Bekanntheit erlangt haben. Über die Bäder, Sport und Freizeit Salzgitter GmbH (BSF) werden mehr als 70 seegebundene Veranstaltungs- und Aktionstage koordiniert. Dazu zählen Wassersport- und Laufveranstaltungen, Public-Viewing-Events, Musikdarbietungen, Wettbewerbe im Wasserski und Stand-Up-Paddling sowie Discgolf-Turniere.<ref name=":08" /><ref name=":14" /><ref name=":53">Vorlage:Internetquelle</ref>
Neben diesen Angeboten werden am See auch verschiedene Kurse und Mitmachangebote durchgeführt. Zu den regelmäßig stattfindenden Großveranstaltungen zählen unter anderem der Silvesterlauf mit über 1.000 Teilnehmenden, der Volkstriathlon, das Fackelschwimmen, die Flugtage, Drachenbootrennen, verschiedene Ruderwettbewerbe sowie das von lokalen Vereinen organisierte Bürger- und Familienfest „Seefest“.<ref name=":14" /><ref name=":53" />
Badebereiche und Wasserqualität
Der Salzgittersee verfügt über ausgewiesene Badebereiche an mehreren Uferabschnitten. Am Ostufer befindet sich ein rund 1.200 Meter langer Badestrand mit Liegewiesen, sanitären Anlagen und einer DLRG-Station. Ein weiterer, etwa 400 Meter langer Badestrand liegt am Westufer. Die Badebereiche sind räumlich von intensiveren Sportnutzungen getrennt und in großzügige Grünflächen eingebettet.<ref name=":08" /> Die Wasserqualität wird während der Badesaison vom städtischen Gesundheitsamt überprüft.<ref name="wasserquali">Vorlage:Internetquelle</ref>
Sicherheit
- Unfallgefahren
In der Vergangenheit kam es am Salzgittersee wiederholt zu schweren und tödlichen Unfällen. Diese ereigneten sich unter anderem im Zusammenhang mit Badeunfällen sowie durch das Betreten der Eisfläche in den Wintermonaten. In diesem Zusammenhang weisen Polizei und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) regelmäßig auf die bestehenden Gefahren hin und mahnen zu besonderer Vorsicht.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
- Wachstation der DLRG
Für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sorgen ehrenamtliche Einsatzkräfte, die jährlich mehrere tausend Wachstunden leisten. Die Wachstation verfügt über Rettungsboote und weitere rettungstechnische Ausstattung.<ref name=":85">Vorlage:Literatur</ref><ref name=":5">Vorlage:Internetquelle</ref>
- Öffentliche Verordnung
Für den Aufenthalt und die Nutzung des Salzgittersees gelten die Regelungen der städtischen Gefahrenabwehrverordnung.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Hunde
Für Hunde ist auf der Insel eine ausgewiesene Hundebadestelle vorhanden. Zusätzlich stehen mehrere ausgeschilderte Auslaufwiesen zur Verfügung.<ref name=":14" />
Grillplätze
Am Salzgittersee stehen ausgewiesene öffentliche Grillplätze zur Verfügung. Das Entzünden offener Feuer ist außerhalb dieser Bereiche untersagt.<ref name=":14" /><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref name=":112">Vorlage:Internetquelle</ref>
Piratenspielplatz
Am Ostufer des Salzgittersees befindet sich nicht weit vom Hallenfreibad ein 4500 Quadratmeter großer thematisch gestalteter „Piratenspielplatz“, der zu den prägenden Freizeitangeboten für Kinder im Erholungsgebiet zählt. Er ist mit Kletter- und Rutschmöglichkeiten ausgestattet.<ref name=":08" /><ref name=":53" /><ref name=":93" />
Mobilität und Verkehrsanbindung
Erschließung und Verkehrsanbindung
Das Naherholungsgebiet Salzgittersee ist von allen Seiten gut erreichbar. Zur Vermeidung von Nutzungskonflikten wurde eine Trennung der Verkehrsarten vorgesehen, sodass Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger überwiegend auf getrennten Wegen in das Gebiet geführt werden.<ref name=":84">Vorlage:Literatur</ref><ref name=":05">Vorlage:Literatur</ref>
Die Erschließung erfolgt über umliegende Haupt- und Erschließungsstraßen. Der öffentliche Personennahverkehr bindet den See über Buslinien an das städtische Verkehrsnetz an. Mit der schrittweisen Anbindung weiterer Uferbereiche wurde die Erreichbarkeit kontinuierlich verbessert. Der Salzgittersee ist dadurch auch ohne Pkw gut erreichbar.<ref name=":84" /><ref name=":6">Vorlage:Internetquelle</ref>
Wegeführung und Nutzung
Für Fußgänger und Radfahrer steht ein dichtes Netz aus Uferwegen, Nebenwegen und Promenaden zur Verfügung. Die Wegeführung ermöglicht kurze Verbindungen zwischen den einzelnen Freizeit- und Sporteinrichtungen und unterstützt eine verkehrsarme Nutzung des Seegebiets.
Der See ist von einem 15 km langen Wegenetz umgeben. Das Wegenetz umfasst etwa zehn Kilometer Uferwege sowie weitere rund fünf Kilometer Nebenwege. Es dient sowohl der Erschließung der einzelnen Nutzungsbereiche als auch der Erholung durch Spaziergänge, Radfahren und weitere nicht motorisierte Fortbewegungsarten.<ref name=":84" /><ref name=":9">Vorlage:Internetquelle</ref>
Brücke zur Insel
Die Insel im Salzgittersee ist über eine seilverspannte Pylonbrücke mit dem Westufer verbunden. Die rund 7,50 Meter breite Brücke dient der Überquerung durch Fußgänger und weitere nicht motorisierte Nutzer. Ein regulärer Kraftfahrzeugverkehr ist nicht vorgesehen und auf Rettungs- und Noteinsätze beschränkt. Die Brücke ist als prägendes bauliches Element in das Wegenetz integriert und mit Beleuchtungselementen ausgestattet.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
Parkflächen und Reisemobilstellplatz
Kostenfreie Parkplätze stehen auf mehreren Großparkplätzen rund um den Salzgittersee zur Verfügung. Die Parkflächen sind räumlich so verteilt, dass eine gleichmäßige Erschließung des Seegebiets gewährleistet ist.<ref name=":84" /><ref name=":6" />
Direkt am Hallenfreibad wurde Anfang 2010 ein Reisemobil-Stellplatz für 20 Reisemobile angelegt. Der Stellplatz ist asphaltiert und befindet sich in Seenähe. Die Zufahrt erfolgt über breite, gut entwässerte Wege. Ausgestattet ist er mit Strom- und Trinkwasserversorgung.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Außerdem ist eine Ladestation für vier Elektrofahrräder vorhanden.<ref name=":12">Vorlage:Internetquelle</ref><ref name=":9" /><ref name=":11">Vorlage:Internetquelle</ref>
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
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