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Saša Obradović

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Basketballspieler
Basketballspieler
Saša Obradović
Datei:Saša Obradović.jpg
Spielerinformationen
Geburtstag 29. Januar 1969 (57 Jahre und 118 Tage)
Geburtsort Belgrad, SFR Jugoslawien
Größe 196 cm
Position Point Guard /
Shooting Guard
Vereine als Aktiver
1987–1993 Serbien und MontenegroDatei:Flag of Serbia and Montenegro.svg Roter Stern Belgrad
000 0 1993 FrankreichFrankreich CSP Limoges
1993–1994 Serbien und MontenegroDatei:Flag of Serbia and Montenegro.svg Roter Stern Belgrad
1994–1997 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
1997–1999 ItalienItalien Virtus Roma
1999–2000 Serbien und MontenegroDatei:Flag of Serbia and Montenegro.svg Roter Stern Belgrad
2000–2001 MontenegroDatei:Flag of Montenegro.svg KK Budućnost Podgorica
2001–2005 DeutschlandDeutschland RheinEnergie Köln
Nationalmannschaft1
1993–2001 BR Jugoslawien
Vereine als Trainer
2005–2008 DeutschlandDeutschland Köln 99ers
2008–2009 UkraineUkraine BC Kiew
2009–2010 PolenDatei:Flag of Poland.svg Turów Zgorzelec
2010–2012 UkraineUkraine BK Donezk
2012–2016 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
2016–2018 RusslandRussland PBC Lokomotiv-Kuban
2019–2020 MonacoDatei:Flag of Monaco.svg AS Monaco
000 0 2020 SerbienDatei:Flag of Serbia.svg Roter Stern Belgrad
2021–2024 MonacoDatei:Flag of Monaco.svg AS Monaco
2025–0000 SerbienDatei:Flag of Serbia.svg Roter Stern Belgrad
1Stand: 19.11.2016
Saša Obradović
Medaillenspiegel

Basketball (Herren)

Jugoslawien Bundesrepublik 1992Datei:Flag of Yugoslavia (1992–2003).svg BR Jugoslawien
Olympische Spiele
Silber 1996 Atlanta
Weltmeisterschaften
Gold 1998 Athen
Europameisterschaft
Gold 1995 Athen
Gold 1997 Katalonien
Bronze 1999 Frankreich
Gold 2001 Türkei

Saša Obradović ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 29. Januar 1969 in Belgrad, SFR Jugoslawien) ist ein serbischer Basketballtrainer und ehemaliger -spieler.

Werdegang

Spieler

1993 wurde er mit KK Roter Stern Belgrad jugoslawischer Meister.<ref>Moja Crvena Zvezda: Ono što se mora znati o KK Crvena zvezda. In: Moja Crvena Zvezda. 19. März 2011, abgerufen am 14. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zur Saison 1993/94 wechselte er zum amtierenden Europapokalsieger der Landesmeister, Limoges CSP, nach Frankreich. Dort sollte er den Slowenen Jurij Zdovc ersetzen, der Limoges verlassen hatte. Obradović konnte sich nicht durchsetzen. Nach acht Ligaspielen (7,6 Punkte, 3,6 Korbvorlagen/Spiel) kehrte er zu Roter Stern Belgrad zurück und wurde 1994 mit der Mannschaft erneut Meister.<ref name=":3">10 choses à savoir sur Sasa Obradovic. In: LNB.fr. Abgerufen am 14. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1994 unternahm er einen weiteren Versuch, sich im Ausland einen Namen zu machen. Er wechselte in die deutsche Basketball-Bundesliga zu Alba Berlin. Er wurde dort gleich zum Leistungsträger, gewann mit den Berlinern in der Saison 1994/95 den Europapokal Korać-Cup und wurde deutscher Vizemeister. In beiden Wettbewerben war Obradović in seinem ersten Berliner Jahr zweitbester Korbschütze hinter Teoman Alibegović. In der Bundesliga erzielte Obradović 1994/95 19,1 Punkte/Spiel, zudem bereitete er im Mittel 3,8 Korberfolge seiner Nebenleute vor. Im Korać-Cup brachte er es auf 15,8 Punkte je Begegnung.<ref name=":1">25 Jahre Alba Berlin Basketball. Eine Chronik. Alba Berlin, abgerufen am 14. November 2020.</ref> Im Hinspiel des Korać-Cup-Finales überragte er mit 34 Punkten, im Rückspiel erzielte er zwölf Punkte.<ref>Korac Cup 1994-95. In: linguasport.com. Abgerufen am 14. November 2020.</ref> 1996 musste er sich mit Berlin in der Bundesliga wieder mit dem zweiten Platz hinter Leverkusen begnügen, 1997 gewann mit den Hauptstädtern dann den Meistertitel und wurde Pokalsieger.<ref name=":2">Alle Saisons im Überblick. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 205–209.</ref> Obradović war im Meisterspieljahr mit 15,0 Punkten je Begegnung zweitbester Berliner Korbschütze hinter Wendell Alexis und bester Vorlagengeber (4,1 pro Spiel).<ref name=":1" /> Bei Virtus Rom spielte er von 1997 bis 1999, erzielte dort 15,3 Punkte (1997/98) beziehungsweise 17,9 Punkte pro Ligaspiel.<ref>Obradovic Sasa - Statistiche Individuali. In: Legabasket Serie A. Abgerufen am 14. November 2020.</ref> 2001 wurde er mit KK Budućnost Podgorica jugoslawischer Meister.<ref name=":3" />

Zum Abschluss seiner Spielerlaufbahn stand er beim Bundesligisten RheinEnergie Köln (später Köln 99ers) unter Vertrag und wurde noch zweimal deutscher Pokalsieger. Er erzielte in der Bundesliga insgesamt 3269 Punkte.<ref>Die 200 besten Korbjäger der Bundesliga seit 1975. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 212.</ref> Er spielte auf der Position des Aufbauspielers, sein Markenzeichen in seinen letzten Jahren als Spieler war der kahlrasierte Schädel mit dem weißen Stirnband.

Von 1993 bis 2001 war Obradović Stammkraft der jugoslawischen Nationalmannschaft, wurde 1998 Weltmeister, 1995, 1997 und 2001 Europameister, 1996 gewann er Silber bei Olympia.<ref name=":3" /> Statistisch war die EM 1995 sein bestes Turnier, als er elf Punkte pro Spiel verbuchte.<ref>Sasa Obradovic profile, European Championship for Men 1995. In: FIBA. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. November 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.fiba.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> In der Nationalmannschaft spielte er unter den Trainergrößen Željko Obradović,<ref>World Championship 1998. In: linguasport.com. Abgerufen am 14. November 2020.</ref> Dušan Ivković<ref>European Championship 1995. In: linguasport.com. Abgerufen am 14. November 2020.</ref> und Svetislav Pešić,<ref>European Championship 2001. In: linguasport.com. Abgerufen am 14. November 2020.</ref> der auch sein Trainer in Berlin war.<ref>Dietmar Wenck: Alba-Trainer Obradovic tritt auf seinen Lehrmeister Pesic. In: Berliner Morgenpost. 2. Dezember 2012, abgerufen am 14. November 2020.</ref>

Trainer

Nach 17 Jahren als Spieler wechselte er 2005 auf den Posten des Cheftrainers bei den Köln 99ers. Als Trainerneuling (mit Draško Prodanović hatte er einen erfahrenen Assistenten an seiner Seite) führte er die Rheinländer in der Saison 2005/06 zum Gewinn des deutschen Meistertitels.<ref>Horst Schneider: Der Balkan in der Bundesliga. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 133.</ref> 2007 wurde er mit Köln Pokalsieger. In der Bundesliga ließ der Erfolg nach dem Meistertitel 2006 nach: In der Saison 2006/07 schied man im Halbfinale aus, 2007/08 wurde Köln unter Obradović Tabellenzwölfter.<ref name=":2" /> Das Amt in Köln hatte er bis 2008 inne. Nach verschiedenen Stationen in Polen und der Ukraine wurde Obradović zur Saison 2012/2013 neuer Cheftrainer von Alba Berlin. Nach dem Ende der Saison 2015/16 wurde sein Vertrag in Berlin nicht verlängert.<ref>Justus Strauven: Sasa Obradovic verlässt Alba Berlin. Alba Berlin, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Mai 2016; abgerufen am 24. Mai 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.albaberlin.de</ref> Dreimal (2013, 2014, 2016) hatte er den Verein zum deutschen Pokalsieg geführt, 2014 erreichte die Mannschaft unter seiner Leitung die deutsche Vizemeisterschaft. Obradovic wurde in der Spielzeit 2014/15 in der Basketball-Bundesliga als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Vom 14. November 2016 bis Anfang November 2018 war er Cheftrainer von Lokomotive Kuban Krasnodar und führte die Mannschaft 2017 bis ins Finale des Eurocups,<ref>Neuer Job für Ex-Trainer von Alba Berlin: Sasa Obradovic übernimmt Krasnodar. In: Der Tagesspiegel. 15. November 2016, abgerufen am 31. Dezember 2016.</ref> verlor dort aber gegen Darüşşafaka SK Istanbul. Vor der Endspielniederlage feierte er mit Krasnodar in dem Wettbewerb 20 Siege in Folge.<ref name=":0" />

Ende Februar 2019 übernahm er das Cheftraineramt bei AS Monaco (erste französische Liga).<ref>Sasa Obradovic est le nouvel entraîneur de Monaco ! In: Basket Europe. 25. Februar 2019, abgerufen am 25. Februar 2019.</ref> 2019 wurde er mit Monaco französischer Vizemeister.<ref>Basket - Elite. L’Asvel étouffe Monaco et décroche son 19e titre de champion de France. In: Le Progrès. Abgerufen am 17. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juni 2020 wurde er von Roter Stern Belgrad als Trainer verpflichtet.<ref name=":0">Zvezda tabs Obradovic as head coach. In: Euroleague. Abgerufen am 17. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ende Dezember 2020 kam es nach einer Serie von sechs Niederlagen aus sieben Spielen zur Trennung.<ref>Zvezda parts ways with Coach Obradovic. In: Euroleague. Abgerufen am 27. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mitte Dezember 2021 kehrte er als Trainer nach Monaco zurück.<ref>Sasa Obradovic revient sur le Rocher. In: AS Monaco. 13. Dezember 2021, abgerufen am 13. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Mannschaft führte er 2023 ins Euroleague-Halbfinale. Dort unterlag man Olympiakos Piräus, gewann aber anschließend das Spiel um den dritten Platz gegen den FC Barcelona.<ref>Sasa Obradovic (Monaco) : « Cette troisième place est le plus beau succès de ma carrière de coach ». In: Basket Europe. 21. Mai 2023, abgerufen am 22. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juni 2023 führte Obradović Monaco zum ersten französischen Meistertitel der Vereinsgeschichte.<ref>Monaco remporte son premier titre de champion de France. In: Ligue Nationale de Basket. 15. Juni 2023, abgerufen am 16. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2024 wiederholte er mit der Mannschaft den Gewinn der französischen Meisterschaft.<ref>Basket : Obradovic «stupéfait» par la large victoire et le sacre de Monaco. In: Le Figaro. 12. Juni 2024, abgerufen am 13. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mitte November 2024 wurde Obradović in Monaco entlassen. Zum Zeitpunkt der Trennung stand die Mannschaft in der französischen Liga auf dem fünften und in der Euroleague auf dem siebten Tabellenrang.<ref>Basket : Sasa Obradovic et Monaco, c’est terminé. In: Le Figaro. 18. November 2024, abgerufen am 18. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Oktober 2025 kehrte Obradović auf den Trainerstuhl vom KK Roter Stern Belgrad zurück.<ref>Geoff Gillingham: Sasa Obradovic returns to Crvena Zvezda. In: euroleaguebasketball.net. EuroLeague, 11. Oktober 2025, abgerufen am 11. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Obradovićs Trainerstil wurde als temperamentvoll,<ref name=":3" /> autoritär, fordernd und streng beschrieben.<ref>Martin Einsiedler: Alba Berlin: Die Rückkehr des Sasa Obradovic. In: tagesspiegel.de. Tagesspiegel, 5. Dezember 2017, abgerufen am 14. November 2020.</ref> Ihn zeichnen ein großes Arbeitspensum aus, während seiner Amtszeit in Krasnodar sagte Obradović, er habe abseits der Arbeit kein Sozialleben, er habe keine Zeit, sich zu entspannen und sei 24 Stunden am Tag Trainer. Er ist verheiratet und hat mit seiner Ehefrau zwei Kinder, die jedoch weitgehend von der Mutter erzogen werden.<ref name=":3" />

Erfolge

  • als Trainer:
    • Deutscher Meister 2006 mit RheinEnergie Köln
    • Deutscher Pokalsieger 2007 mit RheinEnergie Köln
    • Ukrainischer Meister 2012 mit BK Donezk
    • Deutscher Pokalsieger 2013, 2014 und 2016 mit Alba Berlin
    • Bundesliga-Trainer der Saison 2014/15
    • Russischer Pokalsieger 2017 mit Lokomotive Kuban Krasnodar
    • EuroLeague-Bronzemedaille mit AS Monaco 2023
    • Französischer Meister mit AS Monaco 2023, 2024

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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