Željko Obradović
Želimir „Željko“ Obradović ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 9. März 1960 in Čačak, SFR Jugoslawien) ist ein ehemaliger serbischer Basketballspieler. Als Spieler wurde er Weltmeister und ist einer der erfolgreichsten Trainer der europäischen Basketballgeschichte. 2008 wurde Obradović als einer der 50 bedeutendsten Akteure in der Geschichte der Europaliga ausgezeichnet.
Obradović als Spieler
Seine Karriere begann Obradović bei Borac Čačak, wo er sechs Jahre unter Vertrag stand. 1983 wechselte er zu Partizan Belgrad, wo er schließlich seine ersten Erfolge feierte. Neben einer Meisterschaft und einem Europapokalgewinn errang er eine Silbermedaille bei Olympischen Spielen sowie eine Basketballweltmeisterschaft. Während seiner Spielerlaufbahn spielte Obradović auf der Position des Point Guard.
Erfolge
- Jugoslawischer Meister: 1987
- Korać-Cup: 1989
- Silbermedaille bei Olympischen Spielen: 1988
- Weltmeister: 1990
Obradović als Trainer
Obradović begann seine Trainerkarriere 1991, als er im Alter von nur 31 Jahren seine Karriere als Spieler beendete und bei Partizan Belgrad, wo er noch wenige Wochen zuvor als Spieler auf Körbejagd ging, das Traineramt übernahm. Bereits in seiner ersten Saison gewann er neben der serbischen Meisterschaft auch den Pokal und sicherte Partizan somit das Double. Auch auf europäischer Ebene stellte sich gleich der Erfolg ein. Obradović führte Partizan in der Saison 1991/92 zum Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Angeführt von Predrag Danilović und Aleksandar Đorđević schlug Partizan im Endspiel Joventut Badalona mit 71:70.<ref>SuproLeague / Champions Cup (C1) (B). In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Juni 2019.</ref> Als Berater an seiner Seite hatte Obradović in seinem ersten Trainerjahr Professor Aleksandar Nikolić,<ref>Igrao za Zvezdu i Partizan i večito zadužio Srbiju. In: Crvena Zvezda Info. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. November 2025.</ref> den er als seinen Mentor bezeichnete.<ref name=":1">Zeljko Obradovic - More than a coach. In: Euroleague auf youtube.com. Abgerufen am 17. Juni 2020.</ref>
In den folgenden Jahren trainierte Obradović eine Reihe von europäischen Spitzenmannschaften. 1994 führte er Badalona an die europäische Spitze. Nach einem bis dahin durchwachsenen Saisonverlauf setzte man sich im Halbfinale gegen den FC Barcelona durch, im Endspiel setzte Obradović wieder darauf, das Geschehen punktearm zu halten, da er sich dadurch eine bessere Siegchance für seine Mannschaft ausrechnete. Diese Rechnung ging auf.<ref>Rewind to the 1994 FIBA European League final. In: Eurohoops.net. 13. Juli 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er führte Badalona zu einem 59:57-Finalsieg über Olympiakos Piräus.<ref>European League 1993-94. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Juni 2019.</ref>
Nach einem Jahr in Badalona wechselte er innerhalb Spaniens zu Real Madrid. In Madrid hatte er Größen wie Arvydas Sabonis und Joe Arlauckas in seinem Aufgebot,<ref>Real Madrid, Temporada 1994/95. In: Liga ACB. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die auf den „großen Positionen“ eines der besten Gespanne der europäischen Basketballgeschichte bildeten. Arlauckas sagte später, Obradović sei der Trainer gewesen, von dem er am meisten gelernt habe.<ref>Joe Arlauckas: The “recordman”. In: Kos Magazin. 29. Januar 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. November 2025.</ref> Obradović selbst sagte über seine Arbeitsweise, er beziehe immer seine Spieler ein, frage diese nach ihrer Meinung und lerne auf diese Weise auch viel von ihnen.<ref name=":1" /> In der spanischen Liga schaffte er mit Real in seiner Amtszeit nicht den Sprung in die Finalserie um die Meisterschaft,<ref>El palmarés de la Liga Endesa. In: ACB. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> im Europapokal der Landesmeister gelang ihm mit den Madrilenen aber 1995 der Triumph.<ref name=":0">31 Masterminds: Zeljko Obradovic. In: Kos Magazin. 2. Oktober 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. November 2025.</ref> 1997 gewann er mit Real einen zweiten europäischen Wettbewerb, den Europapokal der Pokalsieger.<ref>Eurocup 1996-97. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Mai 2019.</ref>
Auch seine zwei Jahre (1997 bis 1999) beim italienischen Spitzenklub Benetton Treviso blieben nicht ohne Titel. 1998 gewann er mit der Mannschaft den italienischen Supercup,<ref>Classifiche. In: Legabasket Serie A. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Oktober 2019.</ref> 1999 wurde er Vizemeister Italiens und Sieger im Europapokal der Pokalsieger.<ref>Saporta Cup 1998-99. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Mai 2019.</ref> Seine erfolgreichste Zeit als Vereinstrainer brach 1999 mit seinem Wechsel zu Panathinaikos Athen an. Die 13-jährige Amtszeit wurde anlässlich der Trennung im Juni 2012 als die „erfolgreichste Kombination eines Vereins und eines Cheftrainers in der europäischen Basketballgeschichte“ beschrieben. Obradović führte Panathinaikos zu fünf Euroleague-Titeln, elf griechischen Meistertiteln sowie sieben griechischen Pokalsiegen. Der Serbe sagte rückblickend, man sei in seiner Amtszeit in Athen eine „große und echte Familie“ gewesen.<ref>“Not farewell, but until we meet again”. In: Panathinaikos Athen. 12. Juni 2012, abgerufen am 27. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er arbeitete in Athen eng mit Dimitris Itoudis zusammen, der als sein Co-Trainer fungierte und später als Cheftrainer selbst die Euroleague gewann.<ref>Zeljko Obradovic recalls working with Dimitris Itoudis: “He had freedom”. In: Eurohoops.net. 23. Juni 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In seiner Athener Zeit gehörten europäische Spitzenspielern wie Dejan Bodiroga,<ref>Euroleague 2001-02. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Mai 2019.</ref> Dimitris Diamantidis,<ref>Euroleague 2006-07. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Mai 2019.</ref> Sarunas Jasikevicius und Nikola Pekovic<ref>Euroleague 2008-09. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Mai 2019.</ref> zu Obradovićs Schützlingen. Jahrelang war auch der US-Amerikaner Mike Batiste Leistungsträger seiner Mannschaft.<ref>Euroleague 2010-11. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Mai 2019.</ref> 2007 und 2009 schaffte Obradović mit Athen das Triple und wurde zum Trainer des Jahres in Griechenland und der Euroleague gewählt. 2012 verließ er nach 13 Jahren den Verein.
Im Sommer 2013 wurde er als neuer Trainer des türkischen Vereins Fenerbahçe Istanbul vorgestellt.<ref>Zeljko Obradovic named new Fenerbahçe Ülker coach. In: Hürriyet. 2. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach Erfolgen auf nationaler Ebene führte er Fenerbahçe 2017 zum Gewinn der Euroleague, das erster türkischer Sieger des Wettbewerbs wurde.<ref name=":0" /> 2016 hatte Obradović das Endspiel mit Istanbul gegen ZSKA Moskau noch in der Verlängerung verloren.<ref>Fenerbahce hand Zeljko Obradovic three-year extension on his contract. In: Talkbasket.net. 3. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Obradović ist bekannt für seine Wutausbrüche gegenüber Schiedsrichtern und seinen eigenen Spielern sowie sein angespanntes Verhältnis zu Pressevertretern.<ref>MegaTobins696: When Zeljko Obradovic Has No Chill (Best Basketball Coach In The World) auf YouTube, 4. Juli 2019, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 11:27 min).</ref> Die Berliner Morgenpost bezeichnete ihm im Januar 2020 als „Wüterich und Titelgarant“.<ref>Dietmar Wenck: Zeljko Obradovic: Ein Vulkan, der Basketball-Titel ausspuckt. In: Berliner Morgenpost. 29. Januar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. November 2025.</ref> Im Dezember 2019 sorgte er für Schlagzeilen, als er gegenüber dem Sportnachrichtenanbieter Sportando äußerte: „Es gibt keine europäischen Trainer (in der NBA), und wissen Sie warum? Weil die NBA eine Mafia ist. Sie lassen dort keine [europäischen] Trainer arbeiten. (…) Die NBA ist die beste Basketball-Liga, aber ich kann ohne jeden Zweifel sagen, dass es viele europäische Trainer gibt, die dort arbeiten können.“<ref>MegaTobins696: When Zeljko Obradovic Has No Chill (Best Basketball Coach In The World) auf YouTube, 4. Juli 2019, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 11:27 min).</ref>
Ende Juni 2020 gab er seinen Abschied von Fenerbahçe bekannt, um eine einjährige Auszeit vom Trainerberuf anzutreten.<ref>Zeljko Obradovic quitte le Fenerbahçe. In: Basket Europe. 24. Juni 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ende Juni 2021 wurde er als neuer Cheftrainer von KK Partizan Belgrad vorgestellt, kehrte auf diese Weise an eine alte Wirkungsstätte zurück.<ref>Željko Obradović: Vratio sam se zbog najdubljih emocija koje osećam. In: Anadolu Ajansı. 28. Juni 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. November 2025.</ref> 2023 und 2025 gewann er mit der Mannschaft den Meistertitel in der Adriatischen Liga.<ref>Zeljko Obradovic. In: Euroleague. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. November 2025.</ref> Ende November 2025 trat er von dem Amt zurück.<ref>Pismo Željka Obradovića. In: KK Partizan Belgrad. 26. November 2025, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. November 2025.</ref> Von den vorherigen acht Euroleague-Spielen hatte er mit Partizan sieben verloren.<ref>Željko Obradović officialise son départ du Partizan Belgrade : "Le moment est venu d'assumer ma responsabilité dans les difficultés rencontrées". In: Bebasket.fr. 26. November 2025, abgerufen am 26. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Neben seiner erfolgreichen Laufbahn als Vereinstrainer kann der Serbe auch auf Erfolge als Verbandstrainer vorweisen. So gewann er mit der Nationalmannschaft seines Heimatlandes u. a. eine Welt- sowie eine Europameisterschaft.
Erfolge
- Jugoslawischer Meister: 1992
- Jugoslawischer Pokalsieger: 1992
- Griechischer Meister: 2000, 2001, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
- Griechischer Pokalsieger: 2003, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2012
- Türkischer Meister: 2014, 2016, 2017, 2018
- Türkischer Präsidentenpokal: 2013, 2016, 2017
- Türkischer Pokalsieger: 2016, 2019, 2020
- Serbischer Meister: 2025
- Meister der Adriatischen Liga: 2023, 2025
- Europapokalsieger der Landesmeister: 1992, 1994, 1995, 2000
- Euroleague-Sieger: 2002, 2007, 2009, 2011, 2017
- Europapokalsieger der Pokalsieger: 1997
- Saporta-Cup-Sieger: 1999
- Silbermedaille bei Olympischen Spielen: 1996
- Europameisterschaft: 1997
- Weltmeisterschaft: 1998
- Bronzemedaille bei Europameisterschaften: 1999
Auszeichnungen
- Alexander-Gomelsky-Trainer des Jahres: 2007, 2011, 2017
- Eurobasket-Trainer des Jahres: 2007
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung der serbischen Regierung anlässlich der Ernennung als Trainer der serbisch-montenegrinischen Basketballnationalmannschaft 2004 ( vom 3. Januar 2006 im Internet Archive) (englisch)
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
2004/05: Gershon | 2005/06, 2007/08: Messina | 2006/07, 2010/11, 2016/17: Obradović | 2008/09: Vujošević | 2009/10: Pascual | 2011/12: Ivković | 2012/13, 2021/22, 2022/23: Bartzokas | 2013/14: David Blatt | 2014/15: Pablo Laso | 2015/16, 2018/19: Itoudis | 2017/18: Laso | 2019/20: Saisonabbruch | 2020/21: Ataman | 2023/24: Mateo | 2024/25: Jasikevičius
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1997 Dušan Ivković | 1998 Slobodan Subotić | 1999 Slobodan Subotić | 2000 Željko Obradović | 2001 Argyris Pedoulakis | 2002 Kostas Pilafidis | 2003 Argyris Pedoulakis | 2004 Panagiotis Giannakis | 2005 Željko Obradović | 2006 Panagiotis Giannakis | 2007 Georgios Bartzokas | 2008 Anastasios Markopoulos | 2009 Željko Obradović | 2010 Georgios Bartzokas | 2011 Željko Obradović | 2012 Georgios Bartzokas / Dušan Ivković | 2013 Argyris Pedoulakis | 2014 Anastasios Markopoulos | 2015 Giannis Sfairopoulos | 2016 Dimitris Priftis | 2017 Xavi Pascual | 2018 Xavi Pascual | 2019 Makis Giatris | 2020 Aufgrund von Covid-19 abgesagt | 2021 Christos Serelis | 2022 Fotis Takianos | 2023 Georgios Bartzokas | 2024 Ergin Ataman | 2025 Massimo Cancellieri
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Obradović, Željko |
| ALTERNATIVNAMEN | Obradović, Želimir; Обрадовић, Желимир (kyrillisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | serbischer Basketballspieler |
| GEBURTSDATUM | 9. März 1960 |
| GEBURTSORT | Čačak, SR Serbien |
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- Weltmeister (Basketball)
- Olympiateilnehmer (Jugoslawien)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1988
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1996
- Basketballtrainer (Panathinaikos Athen)
- Geboren 1960
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