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SC Freiburg (Frauenfußball)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
SC Freiburg
Frauen & Mädchen
Logo des SC Freiburg
Basisdaten
Sitz Freiburg im Breisgau,
Baden-Württemberg
Gründung 1975, 1991
Website scfreiburg.com
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Edmond Kapllani
Spielstätte Dreisamstadion
Plätze 24.000
Liga Bundesliga
2024/25 5. Platz

Die Frauenfußball-Abteilung des SC Freiburg besteht seit 1975 und umfasst vier Mannschaften. Die erste Mannschaft spielt seit dem Jahr 2011 wieder in der Bundesliga. Die zweite Mannschaft stieg in der Saison 2024/25 aus der 2. Frauen-Bundesliga ab. Darüber hinaus gibt es eine B-Juniorinnen-Mannschaft (U17) und eine C-Juniorinnen-Mannschaft (U15).

Geschichte

Eine Frauenfußball-Abteilung wurde erstmals im Jahr 1975 ins Leben gerufen. Vorausgegangen war der Vereinswechsel der Spielerinnen der SpVgg Wiehre 04, in der abgelaufenen Spielzeit noch Gewinner der Meisterschaft im Regionalverband Südbaden. Erste Abteilungsleiterin wurde Doris Klein, die als Spielführerin von Wiehre zuvor auch den möglichen Übertritt ihrer Mannschaft beim damaligen Freiburger Präsidenten Achim Stocker angefragt hatte. Zunächst spielte man auf Bezirksebene, ab 1978 gehörte man dann der neu gegründeten Südbadischen Damenliga an. Die Mannschaft wurde fünfmal südbadischer Meister, kam in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft allerdings nie über das Viertelfinale hinaus. Bedingt durch den Wechsel eines Großteils der Mannschaft zurück zur SpVgg Wiehre, die sich ihrerseits für die Damenliga qualifiziert hatte, wurde die Abteilung 1985 aufgelöst. Als der Vorstand der Spielvereinigung sechs Jahre später bereits vor Beginn der Aufstiegsrunde zur Bundesliga, für die man sich qualifiziert hatte, den Verzicht auf einen möglichen Aufstieg bekannt gab, wechselten die Spielerinnen von Wiehre abermals zum SC, der am 1. Juli 1991 seine Frauen- und Mädchenfußball-Abteilung neu gründete.

Nach mehreren vergeblichen Anläufen gelang 1998 der Sprung in die Bundesliga, doch konnte die Klasse dort nicht gehalten werden. Zwei Jahre später schaffte man den Wiederaufstieg. Seitdem konnten sich die SC-Frauen in der Bundesliga etablieren und belegten in der Regel sichere Mittelfeldplätze. 2002 wurde die deutsche U-19-Nationalmannschaft mit der Freiburgerin Alexandra Stegmann Europameister, 2004 mit der Freiburgerin Melanie Behringer Weltmeister, 2006 mit der Freiburgerin Juliane Maier und 2007 mit Susanne Hartel wieder Europameister. 2007 wurde Melanie Behringer mit der deutschen A-Nationalmannschaft Weltmeisterin. Am Ende der Saison 2009/10 stiegen die Sport-Club-Frauen mit nur vier Siegen aus 22 Partien und drei Punkten Rückstand in die Zweite Bundesliga ab. In der folgenden Spielzeit der 2. Bundesliga Süd war der direkte Wiederaufstieg bereits nach dem 19. Spieltag und dem 18. Saisonsieg sicher.

In der Folge gelang es den Freiburgerinnen erneut sich in der Bundesliga zu etablieren, wobei sie viermal nacheinander einen soliden Mittelfeldplatz erreichten. Nach zwei vierten Plätzen in den beiden vorangegangenen Spielzeiten wurde die Saison 2017/18 schließlich auf Rang drei beendet, was die bisher beste Platzierung in der Geschichte darstellt. In der Folgesaison gelang der Einzug ins Finale des DFB-Pokals, wo man dem VfL Wolfsburg mit 0:1 unterlag.

Nach mehreren Platzierungen im Mittelfeld der Tabelle erreichte das Team in der Saison 2022/23 unter der neuen Trainerin Theresa Merk erneut das Pokalfinale, wo man dem VfL Wolfsburg mit 1:4 unterlag. Im Eröffnungsspiel der Saison 2023/24 gegen den FC Bayern München setzte der Sport-Club mit 13.234 Zuschauern einen neuen vereinsinternen Rekord.<ref>Svenja Fölmli krönt den Freiburger Party-Abend, SWR, 15. September 2023</ref>

Ende März 2025 wurde bekannt, dass Theresa Merk den Trainerposten zum Ende der Saison 2024/25 abgibt.<ref>SC Freiburg und Trainerin Theresa Merk gehen ab Sommer getrennte Wege. 31. März 2025, abgerufen am 31. März 2025.</ref>

Stadien

Von der Saison 2000/01 an spielte die Mannschaft im Stadion am Bergmattenhof in Sexau und ab der Saison 2006/07 zwei Jahre im Freiburger Weststadion. Zur Saison 2008/09 zog man in das vereinseigene Möslestadion um, das das viertkleinste Stadion der Frauen-Bundesliga war. Als Trainingsstätte diente bis Februar 2022 das Schönbergstadion des SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg; die zweite Frauenmannschaft (U-20), die U-17-Juniorinnen und die U-15-Juniorinnen tragen hier ihre Heimspiele aus.<ref>Schönbergstadion. scfreiburg.com, abgerufen am 10. Juni 2016.</ref><ref>Schönbergstadion. In: SV Blau-Weiss Wiehre Freiburg. Abgerufen am 2. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die U-20 wich in den Zweitligasaisons 2022/23 und 2024/25 in das Möslestadion aus.

Seit der Saison 2021/22 spielt und trainiert die erste Mannschaft im Dreisamstadion.<ref>Zweite Mannschaft vom SC Freiburg testet das Dreisamstadion. In: baden.fm. 13. Juli 2021, abgerufen am 27. September 2021.</ref> Der Sport-Club plant langfristig, auch die Juniorinnenabteilungen in das Dreisamstadion zu verlagern.<ref>Dreisamstadion: SC steht vor langfristigem Pachtvertrag mit der Stadt, kicker.de, 13. September 2023</ref>

Personalien

Kader der Saison 2025/26

(Stand: 1. Februar 2026)<ref>Kader Frauen, scfreiburg.com, abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Laura Benkarth DeutschlandDeutschland
32 Sarah-Lisa Dübel DeutschlandDeutschland
33 Rebecca Adamczyk DeutschlandDeutschland
02 Lisa Karl (C)ein weißes C in blauem Kreis DeutschlandDeutschland
03 Alina Axtmann DeutschlandDeutschland
05 Julia Stierli SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg
12 Ally Gudorf DeutschlandDeutschland
16 Greta Stegemann DeutschlandDeutschland
18 Mia-Lena Maas DeutschlandDeutschland
19 Nia Szenk DeutschlandDeutschland
24 Ingibjörg Sigurðardóttir IslandDatei:Flag of Iceland.svg
04 Meret Felde DeutschlandDeutschland
06 Nicole Ojukwu OsterreichÖsterreich
07 Tessa Blumenberg DeutschlandDeutschland
08 Alena Bienz SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg
10 Selina Vobian DeutschlandDeutschland
15 Maj Schneider DeutschlandDeutschland
27 Sophie Nachtigall DeutschlandDeutschland
35 Zoe Schick DeutschlandDeutschland
09 Svenja Fölmli SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg
20 Leela Egli SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg
22 Lisa Kolb OsterreichÖsterreich
23 Luca Birkholz DeutschlandDeutschland
31 Nora Scherer DeutschlandDeutschland
Trainer Funktionsteam<ref>Funktionsteam. In: Teams › Frauen. SC Freiburg, 2026. Auf scfreiburg.com, abgerufen am 27. März 2026.</ref>

Cheftrainer

Edmond Kapllani

Co-Trainer

Sandrino Braun-Schumacher
Sebastian Grunert

Torwarttrainer

Dominik Bergdorf

Athletiktrainer

Tobias Galli

Mannschaftsärzte

Lisa Bode,
Markus Siegel

Physiotherapeut

Nils Afflerbach

Teambetreuerin

Silke Heckel

Datenanalyst

Daniel Streif

Teammanagerin

Annika Miller

Sportlicher Leiter

André Malinowski

Abteilungsleiterin

Birgit Bauer-Schick

Zu- und Abgänge zur Saison 2026/27

Stand: 30. April 2026

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Amira Arfaoui Werder Bremen<ref>Arfaoui wechselt von Bremen nach Freiburg, 17. April 2026</ref> Sommerpause 2026
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Lorena Barth Red Boots Aarau<ref>Sport-Club verpflichtet Lorena Barth, 8. April 2026</ref>
DeutschlandDeutschland Lina von Schrader RB Leipzig<ref>SC verpflichtet Lina von Schrader, 30. April 2026</ref>
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Rebecca Adamczyk 1. FC Nürnberg<ref>Rebecca Adamczyk wechselt nach Nürnberg, 30. März 2026</ref> Sommerpause 2026
DeutschlandDeutschland Greta Stegemann Vertragsende<ref>Greta Stegemann verlässt den Sport-Club, 15. April 2026</ref>

Ehemalige Spielerinnen (Auswahl)

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Trainer

Zeitraum Name
1. Juli 1999 – 30. Juni 2003 Michael Bellert
1. Juli 2003 – 30. Juni 2005 Thomas Reger
1. Juli 2005 – 31. Oktober 2007 Dietmar Sehrig
1. November 2007 – 31. Dezember 2007 Thomas Schweizer
1. Januar 2008 – 5. September 2008 Alexander Fischinger
6. September 2008 – 21. September 2008 Michael Haas
22. September 2008 – 17. November 2009 Günter Rommel
18. November 2009 – 30. Juni 2010 Edgar Beck
1. Juli 2010 – 30. Juni 2013 Milorad Pilipović
1. Juli 2013 – 30. Juni 2015 Dietmar Sehrig
1. Juli 2015 – 30. Juni 2019 Jens Scheuer
1. Juli 2019 – 30. Juni 2022 Daniel Kraus
1. Juli 2022 – 30. Juni 2025 Theresa Merk
Juli 2024 – Dezember 2024 Nico Schneck (interim)<ref>Nico Schneck vertritt Theresa Merk, scfreiburg.com, 23. April 2024</ref>
1. Juli 2025 – Edmond Kapllani

Statistik und Erfolge

Ligaplatzierungen

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal Erfolgreichste Torschützin Zuschauerschnitt
1990/91 Südbadische Damenliga 1. 39:13 29:7 nicht qualifiziert
1991/92 Bezirksliga 1. 20 0 0 151:1 40:0 nicht qualifiziert
1992/93 Südbadische Damenliga 1. 58:7 33:3 nicht qualifiziert
1993/94 Südbadische Damenliga 1. 17 1 0 95:7 35:1 nicht qualifiziert
1994/95 Verbandsliga Südbaden 1. 61:18 28:4 nicht qualifiziert
1995/96 Verbandsliga Südbaden 2. 63:34 37 1. Runde
1996/97 Oberliga Baden-Württemberg 1. 57:11 43 nicht qualifiziert
1997/98 Oberliga Baden-Württemberg 1. 20 3 1 84:25 63 2. Runde
1998/99 Bundesliga 11. 2 5 15 18:58 11 Achtelfinale Sylvie Klopfenstein,
Alexandra Kury (je 5)
190
1999/00 Oberliga Baden-Württemberg 1. 18 4 0 81:23 60 1. Runde
2000/01 Regionalliga Süd 1. 15 2 1 67:11 47 Achtelfinale
2001/02 Bundesliga 6. 11 2 9 30:34 35 Viertelfinale Christine Kaltenbach (6) 377
2002/03 Bundesliga 8. 6 6 10 33:43 24 Viertelfinale Katja Bornschein (7) 302
2003/04 Bundesliga 10. 5 5 12 34:51 20 Viertelfinale Karine Levy,
Valerie Maillard (je 9)
279
2004/05 Bundesliga 8. 7 2 13 30:56 23 Halbfinale Melanie Behringer,
Katja Bornschein (je 7)
290
2005/06 Bundesliga 7. 9 5 8 45:48 29 2. Runde Havva Kutal (7) 447
2006/07 Bundesliga 10. 8 1 13 36:57 25 Achtelfinale Juliane Maier,
Sandra Schmidt (je 7)
595
2007/08 Bundesliga 8. 6 3 13 30:63 21 Achtelfinale Melanie Behringer (7) 521
2008/09 Bundesliga 7. 9 2 11 36:56 29 Viertelfinale Susanne Hartel (12) 733
2009/10 Bundesliga 11. 4 1 17 14:53 13 Achtelfinale Juliane Maier (3) 714
2010/11 2. Bundesliga 1. 20 0 2 80:8 60 2. Runde Isabelle Meyer (17)
2011/12 Bundesliga 8. 6 5 11 22:43 23 Achtelfinale Essi Sainio (4) 625
2012/13 Bundesliga 5. 9 5 8 33:31 32 Halbfinale Juliane Maier (8) 465
2013/14 Bundesliga 8. 7 4 11 39:42 25 Halbfinale Fiona O’Sullivan (6) 680
2014/15 Bundesliga 7. 7 2 13 34:62 23 Halbfinale Sandra Starke (11) 526
2015/16 Bundesliga 4. 9 5 8 38:24 32 Halbfinale Hasret Kayikçi (8) 914
2016/17 Bundesliga 4. 14 5 3 45:20 47 Halbfinale Hasret Kayikçi (12) 792
2017/18 Bundesliga 3. 15 3 4 50:15 48 Viertelfinale Lina Magull (12) 1020
2018/19 Bundesliga 7. 7 5 10 41:33 26 Finale Giulia Gwinn (8) 1043
2019/20 Bundesliga 7. 9 4 9 43:47 31 Achtelfinale Klara Bühl (11) 774
2020/21 Bundesliga 7. 9 3 10 30:35 30 Halbfinale Hasret Kayikçi (5) 68
2021/22 Bundesliga 6. 9 5 8 40:31 32 Achtelfinale Hasret Kayikçi (11) 740
2022/23 Bundesliga 6. 7 3 12 36:47 24 Finale Janina Minge (9) 2357
2023/24 Bundesliga 9. 6 6 10 26:44 24 Achtelfinale Eileen Campbell
Svenja Fölmli
Hasret Kayikçi
Janina Minge
Cora Zicai (je 3)
3571
2024/25 Bundesliga 5. 11 5 6 34:31 38 Achtelfinale Cora Zicai (8) 2975<ref>Zuschauerzahlen</ref>
Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Erfolge

Weblinks

Commons: SC Freiburg (Frauenfußball) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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