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Ruthenium(V)-fluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Ruthenium(V)-fluorid
Vorlage:Farbe Ru5+ 0 Vorlage:Farbe F
Allgemeines
Name Ruthenium(V)-fluorid
Andere Namen

Rutheniumpentafluorid

Verhältnisformel RuF5
Kurzbeschreibung

smaragdgrüner Feststoff<ref name="Holloway"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 238-533-8
ECHA-InfoCard 100.035.015
PubChem 15797579
ChemSpider 45743266
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 196 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,9 g·cm−3<ref name="webelements">Ruthenium(V)-fluorid bei Webelements.com</ref>

Schmelzpunkt

86,5 °C<ref name="webelements" />

Siedepunkt

227 °C<ref name="webelements" />

Löslichkeit

in Wasser Hydrolyse<ref name="Sakurai"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Ruthenium(V)-fluorid ist eine chemische Verbindung des Rutheniums und zählt zu den Fluoriden. Es handelt sich um einen smaragdgrünen Feststoff.

Geschichte

Ruthenium(V)-fluorid wurde erstmals 1925 von Otto Ruff und Ernst Vidic synthetisiert. Sie suchten eigentlich ein dem Osmium(VI)-fluorid entsprechendes Rutheniumanalogon, konnten es bei den für sie erreichbaren Temperaturen jedoch nicht synthetisieren. Stattdessen war das Pentafluorid das einzige Reaktionsprodukt.<ref>Otto Ruff, Ernst Vidic: Das Rutheniumpentafluorid und ein Verfahren zur Trennung von Platin und Ruthenium. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 1925, 143, 1, S. 163–182, doi:10.1002/zaac.19251430112.</ref>

Gewinnung und Darstellung

Ruthenium(V)-fluorid lässt sich direkt aus den Elementen bei etwa 300 °C erhalten.<ref name="Holloway">J. H. Holloway, R. D. Peacock, R. W. H. Small: The crystal structure of ruthenium pentafluoride. In: Journal of the Chemical Society. 1964, S. 644–648, doi:10.1039/JR9640000644.</ref>

<math>\mathrm{2\ Ru + 5\ F_2 \longrightarrow 2\ RuF_5}</math>

Eigenschaften

Ruthenium(V)-fluorid kristallisiert im monoklinen Kristallsystem in der Raumgruppe P21/a (Raumgruppen-Nr. 14, Stellung 3)Vorlage:Raumgruppe/14.3 mit den Gitterparametern a = 12,47 Å, b = 10,01 Å, c = 5,42 Å und β = 99,5° sowie acht Formeleinheiten pro Elementarzelle. Es bildet Tetramere, in denen benachbarte Rutheniumatome über Fluorbrücken miteinander verbunden sind.<ref name="Holloway"/>

Mit Wasser erfolgt eine Hydrolyse, dabei bildet sich zunächst eine Mischung aus drei- und vierwertigen Rutheniumhydroxiden und Fluor. Dieses oxidiert das Ruthenium zu Ruthenium(VIII)-oxid.<ref name="Sakurai">Tsutomu Sakurai, Akira Takahashi: Behavior of ruthenium in fluoride-volatility processes—V conversions of RuOF4, RuF4, and RuF5 into RuO4. In: Journal of Inorganic and Nuclear Chemistry. 1979, 41, 5, S. 681–685, doi:10.1016/0022-1902(79)80354-1.</ref> Mit Xenondifluorid als Fluoriddonor werden in einer Fluoridtransferreaktion je nach Mischungsverhältnis verschiedene ionische Verbindungen gebildet.<ref name = "Steudel2014">Ralf Steudel: Chemie der Nichtmetalle, Synthesen - Strukturen - Bindung - Verwendung, 4. Auflage, 2014 Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston, ISBN 978-3-11-030439-8, S. 570, (abgerufen über De Gruyter Online).</ref>

<math>\mathrm{2\,XeF_2 + RuF_5 \rightarrow [Xe_2F_3][RuF_6]}</math>
<math>\mathrm{XeF_2 + RuF_5 \rightarrow [XeF][RuF_6]}</math>
<math>\mathrm{XeF_2 + 2\,RuF_5 \rightarrow [XeF][Ru_2F_{11}]}</math>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Oxidationsstufe (II): Ruthenium(II)-chlorid | Ruthenium(II)-bromid | Ruthenium(II)-iodid

Oxidationsstufe (III): Ruthenium(III)-fluorid | Ruthenium(III)-chlorid | Ruthenium(III)-bromid | Ruthenium(III)-iodid

Andere Oxidationsstufen: Ruthenium(IV)-chlorid | Ruthenium(IV)-fluorid | Ruthenium(V)-fluorid | Ruthenium(VI)-fluorid Vorlage:Klappleiste/Ende