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Rumäniendeutsche Literatur

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Die rumäniendeutsche Literatur bezieht sich auf das schriftstellerische Werk der Rumäniendeutschen nach dem Vertrag von Trianon (1920), durch den das Banat, Siebenbürgen, das Buchenland, Bessarabien und die Dobrudscha mit ihren deutschstämmigen Minderheiten größtenteils Rumänien zugesprochen wurden.

Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb den Rumäniendeutschen die Muttersprache erhalten. Es bildete sich in den Zentren Banat, Siebenbürgen und Bukarest eine deutschsprachige Literaturszene mit einer eigenen Literaturzeitschrift neben ebenfalls deutschsprachigen Tageszeitungen aus.

Die rumäniendeutsche Literatur hatte auch nach der Auswanderung der meisten Rumäniendeutschen nach Deutschland oder Österreich Bestand. Einige deutschsprachige Autoren verblieben in Rumänien. An einigen Gymnasien in Rumänien wird in deutscher Sprache unterrichtet, so hat sich im Banat in Timișoara ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) um das Nikolaus-Lenau-Lyzeum der von Annemarie Podlipny-Hehn gegründete Literaturkreis Die Stafette gebildet.

Wichtige Vertreter der rumäniendeutschen Literatur

Zu den bedeutenden Autoren der Nachkriegszeit gehören die Literatur-Nobelpreisträgerin des Jahres 2009, Herta Müller, die Mitglieder der Aktionsgruppe Banat, Oskar Pastior, sowie Franz Hodjak und andere. Viele rumäniendeutsche Schriftsteller wurden von dem rumänischen Geheimdienst Securitate unter Druck gesetzt und bespitzelt, andere wurden als Spitzel rekrutiert oder verhaftet und unter anderem zu jahrelanger Zwangsarbeit verurteilt (siehe auch: Kronstädter Schriftstellerprozess), auch kam es zu teils ungeklärten Todesfällen.

Im Banat tätige rumäniendeutsche Literaturschaffende

In Siebenbürgen tätige rumäniendeutsche Literaturschaffende

Andere wichtige Vertreter der rumäniendeutschen Literatur

  • Paul Celan – Lyriker aus Czernowitz, Sohn einer deutschsprachigen jüdischen Familie
  • Oskar Walter Cisek – schaffte in Bukarest und verfasste Erzählungen, Romane, Gedichte und Essays
  • Anton Potche – bietet mit seiner Internetplattform agonia.net<ref>agonia.net, abgerufen am 6. Juni 2013</ref> ein Publikationsforum für neue rumäniendeutsche Literatur
  • Else Kornis – Kinderbuchautorin, Übersetzerin

Literatur

  • Ingmar Brantsch: Das Weiterleben der rumäniendeutschen Literatur nach dem Umbruch, Geest Verlag, 2007, ISBN 3-866-85044-1, S. 249.
  • Anneli Ute Gabanyi: Partei und Literatur in Rumänien seit 1945, R. Oldenbourg Verlag, München, 1975, ISBN 3-486-49201-2, S. 209.
  • Michaela Nowotnick: Die Unentrinnbarkeit der Biographie. Der Roman „Rote Handschuhe“ von Eginald Schlattner als Fallstudie zur rumäniendeutschen Literatur. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2016, ISBN 978-3-412-50344-4.
  • Grazziella Predoiu: Rumäniendeutsche Literatur und die Diktatur: „Die Vergangenheit entlässt dich niemals“. Band 13 der Schriftenreihe Studien zur Germanistik, Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2004, ISBN 3-830-01712-X, S. 139.
  • Olivia Spiridon: Untersuchungen zur rumäniendeutschen Erzählliteratur der Nachkriegszeit, Igel Verlag, Oldenburg, 2002, ISBN 3-896-21150-1, S. 356.

Einzelnachweise

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