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Georg Maurer (Schriftsteller)

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Datei:Fotothek df roe-neg 0006453 029 Porträt des Schriftstellers Georg Maurer.jpg
Georg Maurer, 1953
Datei:Bundesarchiv Bild 183-14753-0002, Leipzig, Woche des Buches.jpg
Georg Maurer 1952 in Leipzig
Datei:GrabstätteGeorgMaurer.jpg
Grabstätte Georg Maurer und Angehörige auf dem Südfriedhof in Leipzig

Georg Maurer (* 11. März 1907 in Reghin (Sächsisch Regen), Siebenbürgen, Königreich Ungarn; † 4. August 1971 in Potsdam) war ein deutscher Lyriker, Essayist und Übersetzer. Er schrieb auch unter den Pseudonymen Juventus, murus und Johann Weilau.

Leben

Maurer war der Sohn eines Lehrers und Musikers. Er kam 1926 nach Deutschland und studierte bis 1932 in Leipzig und Berlin Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Maurer Mitglied der Reichsschrifttumskammer.<ref>Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 1939, Gerhard Lüdtke und Kurt Metzner, Verlag de Gruyter, Berlin, Leipzig, 1939. S. 574.</ref> Am Zweiten Weltkrieg nahm er als Soldat der Wehrmacht teil.

Nach der Kriegsgefangenschaft ging er nach Leipzig. Seit 1955 war er Dozent, ab 1961 Professor am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“, wo er u. a. maßgeblichen Einfluss auf die Autoren der Sächsischen Dichterschule – Lyriker wie Volker Braun, Sarah und Rainer Kirsch oder Karl Mickel – hatte.<ref>Maxi Leinkauf: „Sicher gab es bei uns auch was Unergründliches“. Gespräch mit Gerhard Wolf, Der Freitag vom 4. Januar 2018, Nr. 1, S. 22.</ref> Er erwarb sich auch als Übersetzer aus dem Rumänischen Verdienste.

Maurer war Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Er zählt zu den bedeutenden deutschsprachigen Lyrikern seiner Generation.

Ehrungen und Auszeichnungen

Rezeption

„Maurers bildreiche, mitunter komplizierte und metaphorisch überreiche Sprach- und Versführung ist an antiken und deutschen Klassikern (vor allem dem hymnischen Gestus Hölderlins) sowie an Shakespeares Sonettkunst geschult, aber auch Gedichte von volkstümlicher Frische gelangen ihm …“<ref>Maurer, Georg. In: Kurt Böttcher (Gesamtredaktion): Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1975; Band 2, S. 76</ref>

Werke

  • Ewige Stimmen. Gedichte. Haessel Verlag, Leipzig 1936.
  • Gesänge der Zeit. Hymnen und Sonette. Rupert-Verlag, Leipzig 1948.
  • Barfuß von Zaharia Stancu. Übersetzung. 1951.
  • Zweiundvierzig Sonette. Aufbau Verlag, Berlin 1953.
  • Die Elemente. Gedichte. Insel Verlag, Leipzig 1955.
  • Gedichte aus zehn Jahren. Verlag Volk und Welt, Berlin 1956.
  • Der Dichter und seine Zeit. Essays und Kritiken. Aufbau Verlag, Berlin 1956.
  • Eine stürmische Nacht von Ion Luca Caragiale. Übersetzung. Insel Verlag, 1956.
  • Lob der Venus. Sonette. Verlag der Nation, Berlin 1956.
  • Poetische Reise. Verlag der Nation, Berlin 1959.
  • Das Lächeln Hiroshimas von Eugen Jebeleanu, Übersetzung. Verlag der Nation, 1960.
  • Ein Glückspilz von I. L. Caragiale. Übersetzung. Aufbau Verlag, 1961.
  • Dreistrophenkalender. Gedichte., Mitteldeutscher Verlag, Halle/Leipzig 1961, ISBN 3-354003-67-7.
  • Das Unsere. In: neue deutsche literatur, Heft 8, 1962.
  • Gestalten der Liebe. Gedichte. Mitteldeutscher Verlag, Halle 1964.
  • Stromkreis. Gedichte. Insel Verlag, Leipzig 1964 (= Insel-Bücherei, Nr. 553).
  • Im Blick der Uralten. Gedichte. Insel Verlag, 1965.
  • Gespräche. Gedichte. Mitteldeutscher Verlag, Halle 1967.
  • Essay I. Mitteldeutscher Verlag, Halle 1969.
  • Kreise. Gedichte Mitteldeutscher Verlag, Halle 1970.
  • Erfahrene Welt. Gedichte. Mitteldeutscher Verlag, Halle 1972.
  • Essay II. Mitteldeutscher Verlag, Halle 1973.
  • Ich sitz im Weltall auf einer Bank im Rosental. Hg. von Eva Maurer. Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Leipzig 2007, ISBN 3-937799-22-2.

Hörbuch

  • In: Dichtung des 20. Jahrhunderts: Meine 24 sächsischen Dichter. Hrsg. Gerhard Pötzsch. 2 CDs. Militzke Verlag, Leipzig 2009, ISBN 9783-8-6189935-8.

Literatur

Weblinks

Commons: Georg Maurer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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