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Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

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Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH
Datei:Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen Logo.svg
Logo
Trägerschaft Stiftung Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen
Ort Bremen

Koordinaten 53° 4′ 11″ N, 8° 48′ 8″ OKoordinaten: 53° 4′ 11″ N, 8° 48′ 8″ O
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Kaufmännischer Geschäftsführer Walter Klingelhöfer
Betten 280
Mitarbeiter 944
Fachgebiete 11
Gründung 1876
Website www.roteskreuzkrankenhaus.de
Lage
Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (Bremen)
Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (Bremen)
Datei:Rotes-kreuz-krankenhaus.jpg
Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) ist ein Klinikum in der Bremer Neustadt, direkt an der Kleinen Weser. Es ist als einzige Bremer Klinik seit Oktober 2005 Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover. Das RKK deckt die Basis- und Notfallversorgung der gesamten Chirurgie und Inneren Medizin ab.

Geschichte

Das Krankenhaus wurde im Jahr 1876 als Vereinskrankenhaus vom Roten Kreuz, einer Vorläuferorganisation des Deutschen Roten Kreuzes als gemeinnützige Einrichtung gegründet und nahm am 3. Juli in einem Neubau an der Osterstraße seinen Betrieb auf. Von Anfang an war ihm eine staatlich anerkannte Krankenpflegeschule angegliedert, für welche sich der Verein zur Ausbildung von Krankenpflegerinnen von 1872 an eingesetzt hatte.<ref>Christoph Kühberger, Clemens Sedmak: Aktuelle Tendenzen der historischen Armutsforschung. LIT Verlag, Berlin/Hamburg/Münster 2005, ISBN 3-8258-7713-2 (Volltext in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Mittel für notwendige Bauvorhaben wurden zum großen Teil von Bremer Bürgern aufgebracht. Aus Anlass seiner goldenen Hochzeit stiftete der Bremer Kaufmann Carl Schütte, Bruder von Franz Ernst Schütte, die Bausumme für einen kleinen Erweiterungsbau.<ref>Sigrid Schmidt-Meinecke: Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz 1876–1976. Elfert Buch- und Kunstdruckerei, Speyer 1976.</ref> Enrique Sattler brachte die moderne Chirurgie nach Bremen. Auf sein Betreiben kam 1910, nur 15 Jahre nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen, das erste Röntgengerät nach Bremen. 1926 erhielt es den Namen Willehadhaus vom Roten Kreuz nach Willehad, dem ersten Bischof von Bremen.

Als Georg Strube die Leitung des Hauses übernahm, bestand es nur aus Mutterhaus, Privathaus und einer Baracke.<ref>Bremische Biographie 1912–1962. Herausgegeben von der Historischen Gesellschaft zu Bremen und dem Staatsarchiv Bremen. In Verbindung mit Fritz Peters und Karl H. Schwebel bearbeitet von Wilhelm Lührs. H. M. Hauschild GmbH, Bremen 1969.</ref> Unter seiner Leitung wurde das Haus stufenweise erweitert und ausgebaut. 1937 wurde das Krankenhaus dem Deutschen Roten Kreuz übereignet.

Nach Ende des Nationalsozialismus wurde 1945 das Vermögen auf die neu gegründete Stiftung Rotes-Kreuz-Krankenhaus Bremen übertragen und der Verein Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz e. V. gegründet.<ref name="geschichte" /> Im Jahr 1949 trennte sich das Krankenhaus von der Schwesternschaft und wurde zu einer Stiftung privaten Rechts.

Im Jahr 1969 wurde am RKK die erste Dialyse-Einrichtung Bremens geschaffen und 1980 eine Schmerztherapie-Abteilung eingerichtet, die heute mit zwölf stationären Betten in Norddeutschland einzigartig ist.<ref>Schmerzzentrum des RKK</ref><ref name="geschichte">Geschichte des Rotes Kreuz Krankenhauses Bremen</ref>

Die Stiftungssatzung wurde 2004 neuverfasst und die Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH gegründet, die nunmehr den Krankenhausbetrieb übernimmt.<ref>Rotes Kreuz Krankenhaus Stiftung Bremen ändert die Rechtsform: Ab Januar 2004 Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH</ref><ref name="geschichte" />

Arbeit

Das Rotes Kreuz Krankenhaus versorgt nach eigenen Angaben etwa 37.000 Patienten pro Jahr, davon ca. 11.000 stationär / teilstationär<ref>Daten+Fakten auf Homepage des RKK Bremen</ref>. Das Krankenhaus verfügt über 280 Betten auf 12 Stationen in elf Fachabteilungen und Zentren. Nach eigenen Angaben hat das RKK derzeit über 940 Mitarbeitende, davon 128 Ärztinnen und Ärzte sowie 472 Pflegefachkräfte.<ref>Homepage des RKK Bremen.</ref>

Das Rote Kreuz betreibt auch die nahe Altenwohnanlage St. Pauli Stift.<ref>Altenwohnanlage St. Pauli Stift. In: kliniken.de. Abgerufen am 16. Oktober 2025.</ref>

Zentren und Fachabteilungen

  • Gefäßzentrum mit Gefäßchirurgie / Radiologische Gefäßdiagnostik
  • Rheumazentrum mit Tagesklinik / Ambulanz / Rheumachirurgie
  • Orthopädie / zertifiziertes Endoprothetikzentrum (EPZ)
  • Unfallchirurgie / Traumazentrum / BG
  • Schmerzzentrum – Klinik für Schmerzmedizin mit stationären Betten
  • Bluthochdruck-, Herz- und Nierenerkrankungen / Dialyse
  • Kardiologie mit Herzkatheterlabor und 24-Stunden-Rufbereitschaft
  • Allgemein* und Viszeralchirurgie / Behandlung von Tumoren im Magen-Darm-Trakt / zertifiziertes Hernienzentrum
  • Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
  • Ambulantes OP-Zentrum
  • Physio K – gesund trainieren

Das Rheumazentrum für Bremen und das Schmerzzentrum mit 12 stationären Betten des RKK sind im Bremer Landeskrankenhausplan explizit ausgewiesen.<ref>Krankenhausplanung im Land Bremen - Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz.</ref>

Rettungswache

Eingemietet in Räumlichkeiten des RKK ist das Rettungszentrum 90 – Bremen Neustadt – mit zwei Rettungswagen (Ein Fahrzeug mit 24 Stunden Besetzung, ein Fahrzeug in 12 Stunden Besetzung Tagsüber von Sonntag bis Donnerstag sowie 24 Stunden Besetzung Freitag und Samstag).

Eingegliedert am Rettungszentrum sind die Desinfektoren des DRK Bremen, welche die Desinfektion und Reinigung der Stadtbremischen Rettungswagen der Leistungserbringer von ASB, JUH, DRK sowie Berufsfeuerwehr übernehmen.

Literatur

  • Horst Hinderlich, Dieter Leuthold, Petra Mevius, Gerhard Reuss: Das Rote Kreuz Krankenhaus Bremen schreibt Geschichte: 1876, 1999, 2001, vom Vereinskrankenhaus zur Qualitätsklinik. Hauschild, Bremen 1999, ISBN 3-89757-013-0.
  • Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz 1876–1976. Text und Gestaltung: Sigrid Schmidt-Meinecke, Speyer. Herstellung: Willy Elfert, Buch- und Kunstdruckerei K. G., Speyer.
  • Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. Edition Temmen, Bremen 2001, ISBN 3-86108-616-6, S. 613–614.
  • Peter Galperin: Bemerkungen zur 125-jährigen Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes in der freien Hansestadt Bremen 1866–1991, Bremen 1990, ISBN 3-88808-081-9.

Weblinks

Commons: Rotes Kreuz Krankenhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />