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Rosl und Paul Arnsberg-Preis

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Der Rosl und Paul Arnsberg-Preis ist ein Förderpreis, der herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Geschichte der jüdischen Bürger von Frankfurt am Main auszeichnet. Der 2008 aus Anlass des 100. Geburtstages von Rosa Arnsberg (Paul Arnsberg war ihr Mann) begründete Preis der Stiftung Polytechnische Gesellschaft ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wurde bis 2016 in einem zweijährlichen Turnus vergeben;<ref name="fr-online-3433002">Herausragende Rolle. In: fr-online.de. 15. August 2008, abgerufen am 20. Dezember 2014.</ref> seitdem erfolgt die Vergabe in dreijährlichem Turnus. Ebenfalls seit 2016 wird im Rahmen des Arnsberg-Preises zusätzlich auch der Arno Lustiger-Förderpreis für Dissertationsprojekte vergeben, benannt nach dem Historiker Arno Lustiger. Die beiden Preise sind die einzigen Wissenschaftspreise zur jüdischen Geschichte in Deutschland.

Zweck

Der Preis wird für herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Geschichte der Juden in Frankfurt verliehen und soll die Forschung zur Geschichte des jüdischen Lebens in der Stadt Frankfurt am Main fördern. Prämiert werden bedeutende Veröffentlichungen sowie die Erarbeitung und anschließende Veröffentlichung von neuen wissenschaftlichen Arbeiten mit Erkenntnissen zu diesem Thema.<ref>Rosl und Paul Arnsberg-Preis der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, 8. Februar 2012.</ref><ref>Rosl und Paul Arnsberg-Preis und Arno Lustiger-Förderpreis. Flyer der Stiftung Polytechnische Gesellschaft mit Angaben zum Vergabeverfahren, 2016.</ref>

Preisträger

2008

2010

2012

2014

  • Erster Hauptpreis in Höhe von 5000 Euro: Edward Fram (Ben-Gurion-Universität des Negev) für sein Buch A Window on their World: The Court Diaries of Rabbi Hayyim Gundersheim. Frankfurt am Main, 1773–1794.<ref name="sptg" />
  • Zweiter Hauptpreis in Höhe von 5000 Euro: Stefan Litt (Israelische Nationalbibliothek Jerusalem) für seine Arbeit Jüdische Gemeindestatuten aus dem aschkenasischen Kulturraum 1650–1850.<ref name="sptg" />

2016

  • Hauptpreis in Höhe von 10.000 Euro: Alexandra Klei für ihre Arbeit Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland: Der Architekt Hermann Zvi Guttmann.
  • Der erstmals vergebene Arno Lustiger-Förderpreis in Höhe von 3000 Euro: David Schnur mit seiner Arbeit Geschichte der Juden in Frankfurt am Main und der Wetterau von den Anfängen bis um 1400.<ref name="sptg" />

2019

  • Rosl und Paul Arnsberg-Preis: Tobias Freimüller: Frankfurt und die Juden. Neuanfänge und Fremdheitserfahrungen 1945–1990
  • Arno Lustiger-Förderpreis: Vera Kallenberg: Jüdinnen und Juden in der Frankfurter Strafjustiz 1780–1814: Die Nicht-Einheit der jüdischen Geschichte<ref name="sptg" />

2022

2025<ref>Thomas Stillbauer: Ausgezeichnete Erforschung jüdischen Lebens in Frankfurt. Frankfurter Rundschau, 19. November 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025.</ref>

  • Rosl und Paul Arnsberg-Preis: Philipp Lenhard für „Café Marx. Das Institut für Sozialforschung von den Anfängen bis zur Frankfurter Schule“ und Wolfgang Treue für „Judengasse und christliche Stadt: Religion, Politik und Gesellschaft im frühneuzeitlichen Frankfurt am Main“
  • Arno Lustiger-Förderpreis: Zarin Aschrafi für das Forschungsvorhaben „Jüdischer Widerstand: Arno Lustigers Historiographie als Erinnerungsarbeit“

Jury

  • Vorsitz: Mirjam Wenzel (Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt am Main)
  • Gad Arnsberg (Historiker)
  • Evelyn Brockhoff (Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte)
  • seit 2022: Frank E. P. Dievernich (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft)
  • bis 2022: Roland Kaehlbrandt (ehem. Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft)
  • Walther von Wietzlow † 18. Oktober 2017 (Präsident der Polytechnischen Gesellschaft e.V.)<ref name="sptg" />

Einzelnachweise

<references />

Weblinks