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Roßbach (Braunsbedra)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Roßbach
Gemeinde Braunsbedra
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1794)&title=Ro%C3%9Fbach 51° 16′ N, 11° 54′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1794) 51° 15′ 37″ N, 11° 53′ 40″ O
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Höhe: 123 m
Fläche: 14,16 km²
Einwohner: 1794 (Feb. 2022)<ref>Stadt Braunsbedra – zur Stadt. Abgerufen am 29. Dezember 2023.</ref>
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2004
Postleitzahl: 06242
Vorwahl: 034633

Roßbach ist ein Ortsteil von Braunsbedra im Saalekreis in Sachsen-Anhalt in Deutschland. Der Ort liegt rund 15 km südlich von Merseburg unweit der Ausfahrt 26 der A 38. Nördlich liegt der Geiseltalsee, der größte See in Sachsen-Anhalt.

Datei:RoßbachKirche1.JPG
Leipziger Straße mit Kirche St. Heinrich

Geschichte

Datei:RoßbachSchlachtgedenkstein.JPG
Gedenkstein an die Schlacht bei Roßbach

Der Ort wurde durch die Schlacht bei Roßbach am 5. November 1757 bekannt. Roßbach gehörte bis 1815 zum wettinischen, später kursächsischen Amt Freyburg.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 34 f.</ref> Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Querfurt im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte.<ref>Der Landkreis Querfurt im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Februar 2024; abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref>

1927 hatte Roßbach 1.516 Einwohner.<ref>Adreßbuch. Einwohnerverzeichnis, Wohnungs- und Geschäftsanzeiger Kreis Querfurt. Hrsg. v. Richard Jaeckel. Bd. 1. Verlagsanstalt Richard Jaeckel. Querfurt, 1927. S. 129.</ref>

Im Zuge des Braunkohleabbaus im Geiseltal wurde ein Teil von Roßbach im Jahr 1963 umgesiedelt und 1966 abgebaggert (devastiert).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Ort auf www.devastiert.de (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)</ref> In diesem Tagebaufeld wurde bis ca. 2019 hochwertiger Ton aus dem Liegenden abgebaut.<ref>Tagebau Roßbach-Süd. kuladig.de, abgerufen am 14. Oktober 2024.</ref> Ein weiteres, kleines Abbaufeld wurde in den 1970er Jahren erneut aufgeschlossen und ausgekohlt. An dieser Stelle befindet sich heute der Hassesee.

Auf dem Ortsfriedhof erinnern Grabstätten an drei namentlich bekannte Polen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden. Gleiches trifft auf den Friedhof des Ortsteiles Leiha zu, wo sich die Gräber von neun namentlich bekannten polnischen Zwangsarbeitern befinden.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1950 wurden Leiha und Lunstädt nach Roßbach eingemeindet.

Roßbach wurde am 1. Januar 2004 nach Braunsbedra eingemeindet.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004</ref>

Tourismus

Im Sommer bietet die in Roßbach gelegene Hasse mit Zeltplatz Gelegenheit zum Baden. Durch die Rekultivierung eines Braunkohlentagebau-Gebiets entstand ein Badesee mit Volleyballplätzen und FKK-Strand.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

<references />

Literatur

Weblinks

Commons: Roßbach (Saalekreis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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