Ritter Gluck
Ritter Gluck. Eine Erinnerung aus dem Jahre 1809 ist eine Erzählung von E. T. A. Hoffmann, die zunächst am 15. Februar 1809 in der Allgemeinen musikalischen Zeitung erschien<ref>No. 20 Spalte 305–319
{{#if: R98qAAAAYAAJ
| {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: R98qAAAAYAAJ ||1}}
| <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA305|&pg=305}}{{#if:|&q=}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:|&q=}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:Volltext|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Volltext}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: R98qAAAAYAAJ |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=R98qAAAAYAAJ |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}}
}}
| Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}
| Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check
|all=
|opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText=
|cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}}
|template= Vorlage:Google Buch
|format=
}}{{#if:Volltext|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|Volltext}}|}}}}; Safranski S. 200</ref> und in Band 1 der Fantasiestücke in Callot’s Manier, erschienen 1814 in Bamberg, aufgenommen wurde.
Der 1787 verstorbene Komponist Christoph Willibald Gluck gibt dem Ich-Erzähler im Herbst 1809 eine ganz private Vorstellung.
Inhalt
Der epische Ich-Erzähler begegnete in Berlin einst einer seltsamen Person. Während beide im Tiergarten einem Trio beim Spielen eines Walzers zuhören, kommen sie langsam ins Gespräch. Es stellt sich heraus, dass der Fremde ein begabter Komponist ist und voller Leidenschaft steckt. Beide Herren schätzen und kennen das Opernwerk von Mozart und Gluck, bedauern jedoch die Aufführungspraxis dieser Werke in Berlin. Als der Fremde verschwindet, bricht der Kontakt zwischen den beiden ab. Einige Monate später, während die Oper Armida aufgeführt wird, treffen die Herren sich zufällig wieder. Weil beide mit der Darbietung zutiefst unzufrieden sind, beschließt der Unbekannte, dem Ich-Erzähler das Stück richtig vorzuspielen: Der Fremde führt ihn in seine Behausung, setzt sich ans Klavier und spielt. Die Seiten des Notenheftes, die der verblüffte Erzähler als Handlanger des Virtuosen umblättern soll, sind jedoch leer. Dann singt der begnadete Musiker die Schlussszene der Oper. Das gesamte Erlebnis befremdet den Erzähler; er muss allerdings zugeben, dass Gluck von dem Fremden so interpretiert wurde, wie er interpretiert werden sollte. Als Höhepunkt der Kurzgeschichte erweist sich die Enthüllung der Identität des geheimnisvollen Fremden: Der skurrile Musiker stellt sich dem Erzähler vor: Ich bin der Ritter Gluck!
Rezeption
Gluck war bereits 1787 gestorben und somit 1809 seit über 20 Jahren tot. Infolgedessen gibt es Streit darüber, ob Hoffmann eine phantastische Erzählung intendierte oder dem Leser einen Wahnsinnigen in Gestalt des wunderlichen Fremden vorstellen wollte. Der Literaturwissenschaftlicher Gerhard Schulz ist der Ansicht, dass Hoffmann diese Frage offen lässt.<ref>Schulz S. 426</ref> Rüdiger Safranski, ebenfalls Literaturwissenschaftler, beschäftigte sich ausführlicher mit dem Thema und geht unter anderem auf Hoffmanns prekäre Situation in Bamberg ein. Als Resultat ergibt sich, dass beide Antworten möglich sind. Anhand von Zitaten ordnet er das dichte Nebeneinanderstellen von möglichst Konkretem, Wirklichem einerseits und Phantastischem andererseits als erklärte Autorenabsicht ein. Außerdem erzeugt nach Safranski der Autor mit allen möglichen Mitteln einen quasi phantastischen Erzählraum, indem er z. B. am Anfang der Erzählung vom Berliner Herbst 1809 berichtet, wo doch die Veröffentlichung bereits im Februar desselben Jahres erfolgte.<ref>Safranski S. 197–214</ref>
Detlev Kremer kommt anhand der Dimension des Phantastischen und der „zerstreute[n] Identität“ zu dem Schluss, dass Hoffmann den Text als Allegorie auf das eigene Schreiben angelegt habe. Demnach sei fast alles möglich: Sein Ritter Gluck sei Christoph Willibald Gluck und er sei es nicht. Dies heiße, dass in jenem wirklichkeitsfremden erzählerischen Raum, den Hoffmann aufspanne, chronologische Betrachtungen höchstens eine untergeordnete Rolle spielten.<ref>Kremer anno 1993, S. 227, 5. Z.v.o. bis S. 228 Mitte</ref> Arno Meteling bricht die Zeit-Perturbation darauf herunter, dass Ritter Gluck, „an der Zeit erkrankt“, „an seiner Ungleichzeitigkeit“ leide.<ref>Meteling, S. 86, 14. Z.v.o.</ref>
Herbert Heckmann setzt sich unter anderen mit solchen Themen wie dem „Künstler in der Gesellschaft zu Anfang des 19. Jahrhunderts“,<ref>Heckmann, S. 29, S. 43 unten</ref> dem Autor als Musiker sowie der psychiatrischen Komponente des Textes auseinander.<ref>Heckmann, S. 35</ref><ref>Heckmann, S. 20, S. 39, S. 45 unten</ref>
Weblinks
|1|= – Quellen und Volltexte |0|-= |X|x= |#default= –
}}{{#if: | ({{#invoke:Multilingual|format|{{{lang}}}|slang=!|shift=m}}) }}{{#invoke:TemplatePar|check
|opt= 1= 2= lang= suffix= |template=Vorlage:Wikisource |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt }}
- {{#if:|{{{3}}}: |}}[http://www.zeno.org/{{#ifeq:
{{#invoke:Str|left|{{#if:trim|nid/20005074231}}|1}}
|/
| {{#invoke:Str|cropleft|{{#if:trim|nid/20005074231}}|1}}
| {{#if:trim|nid/20005074231}}
}} {{#if: | {{{2}}} | Ritter Gluck }}] bei Zeno.org.
- {{#if:|{{{3}}}: |}}trim | etahoff/gluck/gluck }}.html {{#ifeq:X|kurz|Volltext online|Ritter Gluck{{#if:{{#invoke:Text|sentenceTerminated|Ritter Gluck}}||}}}} im {{#ifeq:X|kurz|Projekt Gutenberg|Projekt Gutenberg-DE}}
Literatur
- Sekundärliteratur
- Helmut de Boor, Richard Newald: Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Band 7: Gerhard Schulz: Die deutsche Literatur zwischen Französischer Revolution und Restauration. Teil 2: Das Zeitalter der Napoleonischen Kriege und der Restauration. 1806–1830. Beck, München 1989, ISBN 3-406-09399-X.
- Detlef Kremer: Romantische Metamorphosen. E. T. A. Hoffmanns Erzählungen. Metzler, Stuttgart 1993, ISBN 3-476-00906-8.
- {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}
- Detlef Kremer: E. T. A. Hoffmann zur Einführung. S. 41–48. Junius, Hamburg 1998, ISBN 3-88506-966-0. (Zur Einführung; 166)
- Rüdiger Safranski: E. T. A. Hoffmann. Das Leben eines skeptischen Phantasten. 2. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2001 (1. Aufl. 1984), ISBN 3-596-14301-2.
- Gero von Wilpert: Lexikon der Weltliteratur. Deutsche Autoren A – Z. 4. völlig neubearbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2004, ISBN 3-520-83704-8, S. 284.
- Arno Meteling: Ritter Gluck. Eine Erinnerung aus dem Jahre 1809. S. 81–86 in Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. Walter de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-018382-5
Einzelnachweise
<references />
{{safesubst:#ifeq:0|10| {{#switch: Ritter Gluck |Navigationsleiste|NaviBlock|0=|#default= Vorlage:Templatetransclusioncheck Vorlage:Dokumentation/ruler }}}}Vorlage:Klappleiste/Anfang {{#if:
|
Romane: Die Elixiere des Teufels | Lebens-Ansichten des Katers Murr
Prosazyklen:
Fantasiestücke in Callots Manier
Jaques Callot |
Ritter Gluck |
Kreisleriana |
Nachricht von einem gebildeten jungen Mann |
Don Juan |
Nachricht von den neuesten Schicksalen des Hundes Berganza |
Der Magnetiseur |
Der goldne Topf |
Die Abenteuer der Sylvester-Nacht
Nachtstücke: Der Sandmann | Das Gelübde | Ignaz Denner | Die Jesuiterkirche in G. | Das Majorat | Das öde Haus | Das Sanctus | Das steinerne Herz
Die Serapionsbrüder: Rat Krespel | Die Fermate | Der Dichter und der Komponist | Ein Fragment aus dem Leben dreier Freunde | Der Artushof | Die Bergwerke zu Falun | Nussknacker und Mausekönig | Der Kampf der Sänger | Die Königsbraut | Die Automate | Doge und Dogaresse | Meister Martin der Küfner und seine Gesellen | Das fremde Kind | Der unheimliche Gast | Das Fräulein von Scuderi | Spieler-Glück | Der Baron von B. | Signor Formica
Erzählungen: Seltsame Leiden eines Theater-Direktors | Haimatochare | Die Marquise de la Pivardiere | Prinzessin Brambilla | Die Irrungen | Die Geheimnisse | Die Räuber | Die Doppeltgänger | Der Elementargeist | Meister Floh | Des Vetters Eckfenster
Märchen: Klein Zaches genannt Zinnober
|
Romane: Die Elixiere des Teufels | Lebens-Ansichten des Katers Murr
Prosazyklen:
Fantasiestücke in Callots Manier
Jaques Callot |
Ritter Gluck |
Kreisleriana |
Nachricht von einem gebildeten jungen Mann |
Don Juan |
Nachricht von den neuesten Schicksalen des Hundes Berganza |
Der Magnetiseur |
Der goldne Topf |
Die Abenteuer der Sylvester-Nacht
Nachtstücke: Der Sandmann | Das Gelübde | Ignaz Denner | Die Jesuiterkirche in G. | Das Majorat | Das öde Haus | Das Sanctus | Das steinerne Herz
Die Serapionsbrüder: Rat Krespel | Die Fermate | Der Dichter und der Komponist | Ein Fragment aus dem Leben dreier Freunde | Der Artushof | Die Bergwerke zu Falun | Nussknacker und Mausekönig | Der Kampf der Sänger | Die Königsbraut | Die Automate | Doge und Dogaresse | Meister Martin der Küfner und seine Gesellen | Das fremde Kind | Der unheimliche Gast | Das Fräulein von Scuderi | Spieler-Glück | Der Baron von B. | Signor Formica
Erzählungen: Seltsame Leiden eines Theater-Direktors | Haimatochare | Die Marquise de la Pivardiere | Prinzessin Brambilla | Die Irrungen | Die Geheimnisse | Die Räuber | Die Doppeltgänger | Der Elementargeist | Meister Floh | Des Vetters Eckfenster
Märchen: Klein Zaches genannt Zinnober }} Vorlage:Klappleiste/Ende
{{#ifeq: w | p | | {{#if: 4378135-4209890221 | |
}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: w | p | {{#if: 4378135-4 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: w | p | {{#if: 4378135-4 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: w | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: w | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: w | p | {{#if: 209890221 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: w | p | {{#if: 209890221 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Linktext
- Wikipedia:GND fehlt
- Wikipedia:Normdaten-TYP falsch oder fehlend
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:GND in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Werk von E. T. A. Hoffmann
- Literarisches Werk
- Literatur (19. Jahrhundert)
- Literatur (Deutsch)
- Erzählung