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Rheinbrücke Leverkusen

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1 Rheinbrücke Leverkusen
1 Rheinbrücke Leverkusen
1 Rheinbrücke Leverkusen
Autoleere Rheinbrücke während der Brückenumlegung 2024, im Hintergrund das erste Teilbauwerk der neuen Rheinbrücke.
Offizieller Name Rheinbrücke Leverkusen<ref>Auftragsbekanntmachung Bauauftrag: 45-12-0047; BW „Rheinbrücke Leverkusen“ (Vorland u. Strom), Gesamtinstandsetzung von oben, km 406,739, BW-Nr. 4907 597. 16. Oktober 2012.</ref>
Überführt A 1
Querung von Rhein
Ort Köln-MerkenichLeverkusen-Wiesdorf
Konstruktion Schrägseilbrücke
Gesamtlänge 1065,65 m
Breite 34,1 m
Längste Stützweite 280 m
Fahrzeuge pro Tag 111.900 (2017)<ref>Manuelle Straßenverkehrszählung 2015 – Ergebnisse auf Bundesautobahnen –; bast.de, PDF-Dokument, vom 26. Januar 2017, abgerufen am 16. Oktober 2017.</ref>
Baubeginn 2017 (1. Teilbauwerk)
Fertigstellung 2023 (1. Teilbauwerk)
vsl. Ende 2027 Die Kategorie Kategorie:Wikipedia:Veraltet nach Jahr 2027 existiert noch nicht. Lege sie mit folgendem Text {{Zukunftskategorie|2027}} an. (2. Teilbauwerk)
Eröffnung 4. Februar 2024 (1. Teilbauwerk)
Lage
Koordinaten 51° 2′ 4″ N, 6° 57′ 41″ OKoordinaten: 51° 2′ 4″ N, 6° 57′ 41″ O
 {{#coordinates:51,034383333333|6,9613138888889|primary
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Datei:Rheinbrücke Leverkusen-0401.jpg
Luftaufnahme der alten Rheinbrücke Leverkusen von Kölner Seite aus aufgenommen, 2017. Links der Brücke wurde der erste Brückenneubau errichtet. Ganz links, am anderen Rheinufer, ist die Altablagerung Dhünnaue zu sehen, die geöffnet werden musste.
Datei:Spatenstich zum Neubau der Leverkusener Rheinbrücke-5832.jpg
Symbolischer 1. Spatenstich im Dezember 2017
Datei:Neubau Leverkusener Rheinbrücke - Baustelle Luftaufnahme-0323.jpg
Bau der linksrheinischen Vorlandbrücke (April 2020)
Datei:Rheinbrücke Leverkusen und Neubau im Baustopp Februar 2021-0452.jpg
Rheinbrücke Leverkusen und Neubau (links) während des Baustopps im Februar 2021, Blick in Richtung Leverkusen

Die Rheinbrücke Leverkusen ist die Überführung der A 1 und damit des nördlichen Kölner Autobahnrings über den Rhein.

Datei:Neue Rheinbrücke Leverkusen und Leverkusener Autobahnbrücke-48157.jpg
Baufortschritt der Rheinbrücke Leverkusen am 16. Juli 2023 (Sicht von der Kölner Rheinseite) mit den beiden Pylonen und auskragenden Fahrbahnplatten mit noch deutlicher Lücke
Datei:Lückenschluss Neubau Leverkusener Autobahnbrücke-41202.jpg
Am 5. September 2023 wurde durch Einheben des letzten Stahlbauteils der Lückenschluss des nordwestlichen Teilbauwerkes der Leverkusener Rheinbrücke vollzogen.
Eröffnung des 1. Teilstücks der neuen Rheinbrücke Leverkusen, 4. Februar 2024
Wiedereröffnung der neuen Rheinbrücke Leverkusen (erstes Teilstück) am 4. Februar 2024. Von links nach rechts im Bild: Oliver Krischer, Thomas Ganz (Leiter der Autobahn GmbH, Niederlassung Rheinland), Nicole Ritterbusch (Leiterin Rheinbrücken der Autobahn GmbH, Niederlassung Rheinland), Michael Güntner, Hendrik Wüst, Oliver Luksic und Karl Lauterbach

Die Brücke von 1965 musste rückgebaut werden, weil sich 2012 zeigte, dass sie dem auf das Dreifache angestiegenen Verkehr nicht mehr gewachsen war. Der Ersatzneubau der Rheinbrücke und die prognostizierten zukünftigen Verkehrsstärken erfordern außerdem den Ausbau des Streckenabschnitts der A1 zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen-West auf acht durchgängige Fahrstreifen.<ref>A-bei-LEV: Rheinbrücke Leverkusen auf autobahn.de</ref><ref>A-bei-LEV: Autobahnausbau bei Leverkusen auf a-bei-lev.de</ref> Die Baumaßnahme wurde von Grassl Beratende Ingenieure Bauwesen geplant, die bei der Gestaltung durch Firmhofer + Günther Architekten unterstützt wurden.<ref>Ausbau der A1, inklusive Rheinbrücke Leverkusen auf grassl-ing.de</ref><ref>Firmhofer + Günther Architekten auf firmhofer-guenther.de</ref>

Neubau

Konstruktion

Die Rheinquerung wird aus zwei spiegelbildlich gleichen Teilbauwerken bestehen, je eins pro Richtungsfahrbahn. Die Teilbauwerke bestehen jeweils aus einer 688,70 m langen zweihüftigen Schrägseilbrücke als Strombrücke und einer westlich anschließenden 376,95 m langen Vorlandbrücke, insgesamt also einem 1065,65 m langen Bauwerk. Im Endzustand werden sie jeweils vier durchgehende Fahrstreifen und zwei Fahrstreifen für die Ein- und Ausfahrten auf beiden Rheinseiten sowie einen Standstreifen und einen durch transparente Lärmschutzwände abgetrennten, 3,50 m breiten Geh- und Radweg haben.<ref name="DBS2020">Nicole Ritterbusch1, Hans Grassl, Dominic Reyer: Ersatzneubau der Rheinbrücke Leverkusen – Gesamtplanung des 8-streifigen Ausbaus der A1 zwischen Köln und Leverkusen. In: Tagungsband 30. Dresdner Brückenbausymposium, Dresden 9. und 10. März 2020, S. 123–136.</ref>

Die erste Brücke wurde am 4. Februar 2024 dem Verkehr übergeben.<ref>Die erste Hälfte der neuen Leverkusener Brücke ist eröffnet (faz.net vom 4. Februar 2024).</ref><ref>Verkehrsfreigabe A1 Leverkusen auf grassl-ing.de</ref> Über sie wird bis zur Fertigstellung der zweiten Brücke der gesamte Verkehr ohne Tonnagebeschränkung auf je drei verengten Spuren abgewickelt.

Die Brückenhälften der Strombrücke wurden von beiden Seiten im Freivorbau auf die Flussmitte hin gebaut, indem per Schiff angelieferte vorgefertigte Segmente mit Hebezeug zur Einbaustelle gehoben und dort verschweißt wurden. Am 5. September 2023 wurden die letzten beiden Teile der ersten Brückenhälfte eingesetzt. Am 4. Februar 2024 wurde das erste Teilbauwerk für den Verkehr freigegeben, der zweite Abschnitt soll 2027 in Betrieb genommen werden.<ref>Projekt: Baustelle A1 A-bei-LEV: Rheinbrücke Leverkusen. 5. September 2023, abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref><ref>A1-Brücke bei Leverkusen verbindet wieder beide Rheinufer. 5. September 2023, abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref><ref>A1-Rheinbrücke: Erstes Brückenteil wieder für Verkehr freigegeben. 4. Februar 2024, abgerufen am 4. Februar 2024.</ref>

Technische Einzelheiten

Die 34,10 m breite Strombrücke wurde als zweihüftige Schrägseilbrücke gebaut. Vom östlichen Ufer aus gesehen betragen die Stützweiten der Strombrücke 60 + 2×74 + 280 + 2×74 + 52,70 m und die der im Westen anschließenden Vorlandbrücke 51,45 + 4×68,00 + 53,50 m.<ref name="DBS2020" />

Ihre beiden A-förmigen Pylone stehen jeweils auf zwei Stahlbetonpfeilern, die auf 40 m tiefen Bohrpfählen und Pfahlkopfplatten gegründet und mit einem breiten Kolkschutz umgeben sind. Die Pylone selbst bestehen aus zwei stählernen Stielen mit einem Hohlquerschnitt aus einem ungleichseitigen Hexagon und einem geneigten Querriegel an den Pylonköpfen. Ihre Höhe über der Fahrbahn beträgt 57 m. Zu Inspektionszwecken befinden sich in ihren Inneren Treppen und ein Aufzug. In der oberen Hälfte der Pylonstiele sind an beiden Seiten jeweils acht Schrägseile verankert. Die oberen vier haben einen Durchmesser von 164 mm, die unteren von 120 mm. Am Fahrbahnträger sind sie außen in seitlichen Konsolen verankert.<ref name="Grasslentwurf">Thomas Müller, Hans Grassl, Markus Karpa, Dominic Reyer, Thomas Wrage: Ausbau der A1 zwischen AS Köln-Niehl und AK Leverkusen-West – Gesamtplanung des Autobahnabschnitts und Entwurf der Rheinbrücke Leverkusen. In: Stahlbau, 92. Jahrgang, Heft 9, September 20232, S. 544–559. (https://doi.org/10.1002/stab.202300035)</ref>

Der konstant 3,80 m hohe Fahrbahnträger ist im großen Stromfeld und in einem Bereich bis zu 14,60 m beidseits der beiden Pylone in Stahlbauweise erstellt, jenseits davon besteht er aus einer Verbundkonstruktion. Im Bereich des Stromfeldes besteht er aus einer orthotropen Platte mit zwei außenliegenden Hohlkästen und einem mittigen Längsträger sowie einer Reihe von Querträgern, die bei den Seilverankerungen gevoutet sind und deren Höhe von 2,50 m in Brückenmitte auf 3,80 m an den gleichhohen Hohlkästen zunimmt. Die Hohlkästen haben einen fünfeckigen Querschnitt mit einer maximalen Breite von 6,00 m. Im Bereich der Seilverankerungen sind sie durch Querschotte mit Durchstiegen versteift.

Die restlichen Bereiche der Strombrücke und die im Westen anschließende Vorlandbrücke sind eine Verbundkonstruktion aus einer Stahlplatte mit einer 35 cm starken Stahlbetonfahrbahnplatte sowie Spannbeton-Hohlkästen mit den gleichen Abmessungen wie im Stromfeld.

Planfeststellungsbeschluss 2016 und Baubeginn

Mit dem Sechsten Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßengesetzes wurden im Jahr 2015 zwecks Baubeschleunigung Klagen gegen die Planfeststellung auf das Bundesverwaltungsgericht beschränkt.<ref name="ingenieur" /> Der Bund stellt für die Brücke 740 Millionen Euro bereit.<ref name="spiegel-2016-41-27">Sven Böll, Alexander Neubacher: Ruine Deutschland. In: Der Spiegel. Nr. 41, 2016, S. 26–29.</ref>

Am 10. November 2016 erließ die Bezirksregierung Köln den Planfeststellungsbeschluss für die neue Leverkusener Rheinbrücke. Die Bestandsbrücke sollte an gleicher Stelle durch zwei parallele Brückenbauwerke mit je fünf Fahrstreifen, einem Standstreifen und gesonderten Rad/Fußwegen an den jeweiligen Außenseiten ersetzt werden.<ref>A-bei-LEV: Rheinbrücke Leverkusen – Übersicht. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. November 2021: „Der Ersatzneubau der Rheinbrücke besteht aus zwei einzelnen, parallelen Brückenüberbauten. Der erste Teil des Neubaus wird nördlich direkt neben der jetzigen Brücke entstehen. Nach Fertigstellung fließt der Verkehr dann über den Neubau. Im Anschluss wird die alte Rheinbrücke abgerissen, bevor es an den Bau der zweiten Brücke geht, die an derselben Stelle entsteht. Auf diese Weise wird der Verkehrsfluss während der gesamten Bauzeit sichergestellt.“</ref>

Am 24. November 2016 folgte die öffentliche Auslegung, die 14 Tage dauerte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />A1: Planfeststellungsbeschluss für neue Leverkusener Rheinbrücke liegt aus (Memento vom 26. November 2016 im Internet Archive), Pressemitteilung des Landesbetriebs Straßenbau NRW vom 24. November 2016.</ref> Gegen den Neubau hatte u. a. die Bürgerinitiative NGL – Netzwerk gegen Lärm, Feinstaub und andere schädliche Immissionen e. V. (NGL) geklagt. Die beiden anhängigen Klagen wurden durch das Bundesverwaltungsgericht am 11. Oktober 2017 abgewiesen.<ref>Klage abgewiesen. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 11. Oktober 2017, abgerufen am 11. Oktober 2017.</ref><ref>Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, der Bezirksregierung Köln und Straßen.NRW vom 11. Oktober 2017: A1-Rheinbrücke Leverkusen: Bundesverwaltungsgericht gibt grünes Licht für Neubau (Abruf: 12. Oktober 2017)</ref><ref>Pressemitteilung des BVerwG vom 11. Oktober 2017: Rheinbrücke Leverkusen: Bundesverwaltungsgericht weist Klagen ab (Abruf: 12. Oktober 2017).</ref><ref>Urteil des BVerwG vom 11. Oktober 2017, Az. 9 A 14/16 (Abrufmöglichkeit bei www.dejure.org; auch Verlinkung auf das zweite Urteil vom 11. Oktober 2017, Az. 9 A 17/16).</ref>

Am 14. Dezember 2017 erfolgte offiziell der erste Spatenstich für den Bau der Brücke.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.strassen.nrw.deInformationen zum Baufortschritt der Rheinbrücke Leverkusen, (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. Suche im Internet Archive ) Landesbetrieb Straßenbau NRW, Abruf: 10. Juni 2018.</ref> Mit dem Neubau der Rheinbrücke in zwei getrennten Teilbauwerken, Abbruch des Bestandsbauwerks, Abbruch und Neubau der Rampe K3 wurde der österreichische Baukonzern Porr für 362 Mio. Euro netto beauftragt.<ref>A1, Neubau Rheinbrücke Leverkusen und Rampe K35. Referenznummer der Bekanntmachung: 05_45-7039-B_45-16-0100.</ref><ref>A1, Neubau Rheinbrücke Leverkusen und Rampe K35. Abgerufen am 20. April 2020.</ref>

Mängel bei der Bauausführung und Neuausschreibung 2020

Im April 2020 wurden in der Öffentlichkeit Mängel an Stahlbauteilen der Brücke, die Porr in China hatte anfertigen lassen, bekannt, bevor diese verbaut wurden; auf Seiten des Landesbetriebs Straßenbau waren die Mängel bereits seit 2019 Gesprächsthema mit der Generalunternehmerin Porr.<ref>Bericht des nordrheinwestfälischen Ministeriums für Verkehr an den Landtag vom 10. Mai 2020: Sachstand Neubau der Rheinbrücke Leverkusen sowie Probleme beim Bau der neuen Leverkusener Rhein-Brücke als Teil der Autobahn 1 zwischen Köln und Leverkusen, Abruf: 13. Mai 2020.</ref> Es blieb zunächst unklar, ob die Mängel vor dem Einbau in Deutschland behoben werden können oder ob eine Neuanfertigung notwendig wäre, wodurch sich die Fertigstellung um mehr als ein Jahr verzögern könnte.<ref>Bernd Bussang, Ludmilla Hauser: Stahlbauteile beanstandet: Materialärger bei Bau der Rheinbrücke. Abgerufen am 19. April 2020.</ref>

Da über die festgestellten Mängel und deren Beseitigung keine Einigung erzielt werden konnte, kündigte Straßen.NRW den Auftrag mit Porr im April 2020 mit sofortiger Wirkung, es sollte schnell eine Neuausschreibung des Projektes erfolgen. Damit verzögerte sich die Fertigstellung der ersten (Teil-)Brücke bis ins Jahr 2024.<ref>Neustart für Leverkusener Brücke: Straßen.NRW kündigt Vertrag mit Bauunternehmen Porr. In: Kölnische Rundschau. 24. April 2020 (rundschau-online.de).</ref><ref>Pressemitteilung des Landesbetriebs Straßenbau NRW vom 24. April 2020: Rheinbrücke Leverkusen: Straßen.NRW kündigt Vertrag mit PORR – Neuausschreibung wird nächste Woche veröffentlicht. strassen.nrw.deVorlage:Abrufdatum</ref> Ob zudem beim nachfolgenden Abriss der Bestandsbrücke aufgrund von – nach Angaben von Porr – angeblich verbautem Asbest und PCB mit weiteren Verzögerungen des Gesamtprojektes zu rechnen sein wird, war damals nicht absehbar.<ref>Stahl soll fehlerhaft sein: Bei Leverkusener Brücke droht lange Verzögerung. 8. September 2020, abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref>

Im Januar 2021 meldete die seit Anfang 2021 zuständige Autobahn GmbH, dass der Bauauftrag an eine Bietergemeinschaft um die Unternehmen SEH Engineering, Hochtief und Max Bögl für 216 Millionen Euro brutto neu vergeben wurde.<ref>Rheinbrücke Leverkusen: Bauauftrag wird neu vergeben. Die Autobahn GmbH des Bundes, 28. Januar 2021, abgerufen am 29. Januar 2021: „Von der Autobahn GmbH ist die Entscheidung für den Weiterbau der Rheinbrücke Leverkusen getroffen worden. In Kürze wird eine Bietergemeinschaft um die Unternehmen SEH Engineering, Hochtief und Max Bögl den Zuschlag erhalten. Auftragswert: 216 Millionen Euro brutto.“</ref> Der Auftrag umfasste die Fertigstellung des begonnenen Brückenteils bis Ende 2023. Im März 2021 wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen.<ref>Ingo Hinz: Riesenlöcher gebohrt: So gehen die Bauarbeiten in Köln für die neue Rheinbrücke voran. Kölner Stadt-Anzeiger, 25. März 2021, abgerufen am 27. März 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im September 2023 trafen sich die von beiden Ufern aus vorgebauten Hälften des Fahrbahnträgers über dem Rhein und das letzte Stück wurde in der Lücke eingeschweißt.<ref>Aktuell: A1: Lückenschluss der neuen Rheinbrücke Leverkusen / Die letzten vier Stahlbauteile des ersten Brückenbauwerks wurden angeliefert. 5. September 2023, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Dezember 2023.@1@2Vorlage:Toter Link/www.autobahn.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Im Juli 2023 wurde der Auftrag zum Bau des zweiten Teilbauwerks an eine Bietergemeinschaft bestehend aus den Firmen SEH Engineering, Hochtief Infrastructure, Plauen Stahl Technologie, Max Bögl und ZSB Zwickauer Sonderstahlbau vergeben. Der Auftragswert beträgt rund 426 Millionen Euro.<ref>Aktuell: A1: Auftrag zum Bau des zweiten Teilbauwerks der neuen Rheinbrücke Leverkusen vergeben. 28. Juli 2023, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Dezember 2023.@1@2Vorlage:Toter Link/www.autobahn.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Wiedereröffnung für LKW-Verkehr

Am 19. Januar 2024 gegen 21 Uhr wurde die alte Brücke für den Verkehr gesperrt. In den folgenden rund zwei Wochen wurden die Schrankenanlagen abgebaut und die Verkehrsführung auf den ersten Teil des neuen Bauwerks umgelegt.<ref>https://www.adac.de/der-adac/regionalclubs/nrw/verkehr-sicherheit/a1-gesperrt-sperrung-leverkusen-bruecke/</ref>

Am Nachmittag des 4. Februar 2024 folgte die Freigabe für den Verkehr. Um 13 Uhr feierten Politiker auf der Brücke die Wiedereröffnung.<ref>WDR:<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Leverkusener Brücke für den Verkehr freigegeben (Memento vom 4. Februar 2024 im Internet Archive)</ref> Gegen 15:30 Uhr fuhren die ersten Autos über die Brücke. Mit Ablauf des Sonntagsfahrverbots um 22 Uhr querten auch die ersten LKW wieder bei Leverkusen den Rhein.<ref>Nach zehn Jahren queren Lkw auf der A1 wieder den Rhein Kölner Stadtanzeiger, veröffentlicht und abgerufen am 4. Februar 2024.</ref> Anschließend wurde die alte Brücke abgebrochen und der Bau des zweiten Teilbauwerks begonnen. Bis zur Fertigstellung wird der Verkehr auf schmaleren Fahrstreifen durch die Baustelle geführt.

Eisschlag bei Schneefall

Ab dem 9. Januar 2025 bildeten sich nach Schneefall Eisplatten auf den abgeschrägten Pylonen, die sich lösten und auf die Fahrbahn stürzten. Dies führte zu Beschädigung mehrerer Fahrzeuge und zu einer mehrstündigen Vollsperrung der Brücke am Folgetag.<ref>Daniel Taab und Tobias Carspecken: Leverkusener Brücke nach Vollsperrung wieder freigegeben. Kölnische Rundschau, abgerufen am 11. Januar 2025.</ref> Am 16. Februar 2026 fielen nach Schneefall wiederum Eisplatten von den Pylonen, was zu Unfällen und einer mehrstündigen Vollsperrung führte.<ref>Leverkusener Rheinbrücke nach Vollsperrung wieder frei. Abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

Die Brücke von 1965

1 Rheinbrücke Leverkusen (1965)
1 Rheinbrücke Leverkusen (1965)
1 Rheinbrücke Leverkusen (1965)
Ansicht der alten Autobahnbrücke aus Leverkusen-Wiesdorf
Offizieller Name Rheinbrücke Leverkusen<ref>Auftragsbekanntmachung Bauauftrag: 45-12-0047; BW „Rheinbrücke Leverkusen“ (Vorland u. Strom), Gesamtinstandsetzung von oben, km 406,739, BW-Nr. 4907 597. 16. Oktober 2012.</ref>
Überführt A 1
Querung von Rhein
Ort Köln-MerkenichLeverkusen-Wiesdorf
Konstruktion Schrägseilbrücke
Gesamtlänge 1061 m
Breite 37,1 m
Längste Stützweite 280 m
Fahrzeuge pro Tag 111.900 (2017)<ref>Manuelle Straßenverkehrszählung 2015 – Ergebnisse auf Bundesautobahnen –; bast.de, PDF-Dokument, vom 26. Januar 2017, abgerufen am 16. Oktober 2017.</ref>
Baubeginn 1962
Fertigstellung 1965
Eröffnung 5. Juli 1965
Planer Hellmut Homberg
Schliessung 19. Januar 2024
Lage
Koordinaten 51° 2′ 4″ N, 6° 57′ 41″ O
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Datei:Brücke vor Freigabe 1965 Leverkusen.jpg
Brücke vor Freigabe 1965

Im September 1959 erfolgte die erste Ausschreibung für eine vierstreifige Autobahnbrücke mit einer Hauptöffnung von 280 m und der am Rhein üblichen lichten Höhe von 9,10 m über HSW. Im März 1960 wurden Angebote für verschiedene Schrägseilbrücken, aber auch stählerne Balkenbrücken mit gevouteten Vollwandträgern eingereicht.<ref name="Daniel">H. Daniel: Die Bundesautobahnbrücke über den Rhein bei Leverkusen. In: Stahlbau, Februar 1965 Nr. 2, S. 33; März Nr. 3, S. 83; April Nr. 4, S. 115; Mai Nr. 5, S. 153; Dezember 1965 Nr. 12, S. 362.</ref>

Wegen geänderter Grundlagen musste eine zweite Ausschreibung durchgeführt werden, die eine geänderte Straßenverkehrsplanung berücksichtigte und im Hinblick auf Hochwasser und Eisgang vergrößerte Öffnungen der Vorlandbrücken vorsah. Erfolgreicher Bieter war eine ARGE der Firmen Aug. Klönne, MAN Werk Gustavsburg, Hein Lehmann AG, Krupp Maschinen- und Stahlbau Rheinhausen und Stahlbau Humboldt AG mit einem von den Bauingenieuren H. Schumann und Hellmut Homberg<ref>Karl-Eugen Kurrer, Eberhard Pelke und Klaus Stiglat: Einheit von Wissenschaft und Kunst im Brückenbau: Hellmut Homberg (1909–1990) – Das Werk (Teil III) in: Bautechnik 87 (2010), Heft 2, S. 86–115 (hier S. 103–104).</ref> erstellten Entwurf.<ref name="Daniel" /> Sie war nach der ebenfalls von Homberg geplanten und 1963 eröffneten Norderelbbrücke über die Norderelbe die zweite Schrägseilbrücke zur Überführung von Autobahnen.<ref>Holger Svensson: Schrägkabelbrücken. 40 Jahre Erfahrung weltweit. Ernst & Sohn, Weinheim 2011, ISBN 978-3-433-02977-0, S. 64.</ref>

Das ab 1962 errichtete und am 5. Juli 1965 eröffnete, rund 1061 m lange Brückenbauwerk war für eine vierstreifige Autobahn mit beidseitigen Standstreifen, einem Rad- und Mopedweg auf der nördlichen und einem etwas schmaleren Gehweg auf der südlichen Seite konzipiert. Die Brückenachse verlief gerade bis 147,08 m vor dem Leverkusener Widerlager, wo eine Klothoide eine Rechtskurve einleitete. In diesem Bereich war auch die Fahrbahn für die hier beginnenden Zu- und Abfahrten aufgeweitet.<ref name="Daniel" />

Das insgesamt rund 1061 m lange Bauwerk bestand aus der linksrheinischen, 372 m langen, sechsfeldrigen Vorlandbrücke aus Spannbeton und der stählernen Schrägseilbrücke über dem Rhein. Die Schrägseilbrücke war 687,32 m lang und hatte fünf Öffnungen mit Spannweiten von 97,40 + 106,26 + 280,00 + 106,26 + 97,40 m. Ihr über die fünf Felder durchlaufendes Tragsystem bestand aus einem zweizelligen, 14 m breiten Hohlkasten, über dem der 37,80 m breite Fahrbahnträger aus einer orthotropen Platte weit auskragte. Seitlich des Hohlkastens wurden je 8,05 m breite Streifen mit Schrägstreben gegen die untere Kante des Hohlkastens abgestützt. Der 4,10 m breite Rad- und Mopedweg sowie der 3,60 m breite Gehweg waren freitragend angebaut. Die Bauhöhe des Hohlkastens betrug durchgehend 4,20 m, verringerte sich aber im Bereich der äußersten rechtsrheinischen Öffnung linear auf 3,29 m, um die erst später gebaute Durchführung der heutigen A 59 zur Rheinallee zu ermöglichen. Im Bereich der Seilverankerungen waren die Hohlkästen durch Querscheiben versteift, sonst durch Fachwerkstreben.<ref name="Daniel" />

Datei:Autobahnbrücke Leverkusen A1 StauA (18498884459).jpg
Die Rheinbrücke in Leverkusen aus der Vogelperspektive

Die beiden Pylone der Brücke bestanden aus einzelnen stählernen rechteckigen Stielen mit Hohlquerschnitt, die in der Mittelachse der Brücke angeordnet waren und die Fahrbahn um 45,10 m überragten. In der Seitenansicht waren sie 3 m breit, in der Längsansicht entlang der Brückenachse verbreiterten sie sich keilförmig von 1,80 m in Höhe der Fahrbahn auf 2,50 m an der Spitze. Damit wurde erreicht, dass der Mittelstreifen nicht breiter als 3,00 m war, aber in den Spitzen die Seillager untergebracht werden konnten. Die Pylonfüße waren geschweißt, die Stiele jedoch genietet. Sie waren innen über Leitern begehbar, der Zugang erfolgte vom Inneren des Hohlkastenträgers aus.<ref name="Daniel" />

Die Pylone waren mit je zwei, insgesamt also acht Doppelkabeln mit der Mittelachse des Hohlkastens verbunden.<ref name="Daniel" /> Die Schrägseilbrücke wurde im Freivorbau erstellt.<ref>H. Schumann, A. Fahlbusch: Die Bundesautobahnbrücke über den Rhein bei Leverkusen. In: Stahlbau, April 1970 Nr. 4, S. 97.</ref>

Spätere Änderungen

Die Rheinbrücke Leverkusen war für 40.000 Kfz pro Tag konzipiert worden.<ref name="NRW">@1@2Vorlage:Toter Link/www.strassen.nrw.deDie Leverkusener Rheinbrücke (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. Suche im Internet Archive ) auf Strassen.NRW.de.</ref> Die Entwicklung des Verkehrs auf den Autobahnen und dass eine neue Verbindung Kraftfahrer anziehen würde, konnte offensichtlich niemand vorhersehen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Entwicklung der Fahrleistungen aller Kfz in Deutschland. (Memento vom 18. Juni 2016 im Internet Archive) auf ADAC.de.</ref><ref>Schematische Darstellung der Verkehrszunahme auf den Autobahnen</ref> Durch diesen Anstieg und den Ausbau des Kölner Autobahnrings und seiner Zubringer- und Verbindungsstrecken<ref name="Ring">@1@2Vorlage:Toter Link/www.strassen.nrw.deDie Entwicklung des Kölner Autobahnrings (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. Suche im Internet Archive ) auf Strassen.NRW.de.</ref> nahm der Verkehr auf der Brücke auf rund 120.000 Fahrzeuge täglich zu, darunter 14.000 Lkw.<ref name="NRW" /> In dem gleichen Zeitraum wurden die zulässigen Achslasten der Lkw von 8 t auf 10 t bzw. 11,5 t für angetriebene Einzelachsen angehoben.<ref>§ 34 StVZO</ref> Wegen der Zunahme des Verkehrs wurde in den Jahren 1990 bis 1995 der Kölner Ring auf sechs Fahrstreifen ausgebaut.<ref name="Ring" />

Bei der Rheinbrücke Leverkusen erreichte man den Ausbau auf sechs Fahrstreifen, indem die Stand- zu Fahrstreifen umgewandelt wurden, so dass die schweren Lkw nun am äußersten Rand der noch durch Schrägstreben unterstützten Fahrbahnplatte fuhren. Die damit verbundene größere Hebelwirkung vergrößerte die Auswirkungen auf die Brücke aus den größer gewordenen Lasten des zugenommenen und schwerer gewordenen Verkehrs. Um die Fußgänger und Radfahrer vor den nun direkt neben ihnen fahrenden Lkw zu schützen, wurde auf beiden Seiten eine durchsichtige Wind-, Lärm- und Gischtschutzwand angebracht. Außerdem wurden die Richtungsfahrbahnen mit Schutzplanken und Betonschutzwänden versehen.

Notsanierung

Da die Brücke nach über 50 Jahren durch den zunehmenden Verkehr und den Ausbau auf sechs Fahrstreifen stark überlastet war, wurde vom Land Nordrhein-Westfalen der Neubau bis zum Jahr 2025 angestrebt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Land will neue Rheinbrücke bis 2025.] Kölner Stadt-Anzeiger, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. April 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bis zum Ende der alten Brücke blieb die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt.<ref>leverkusen.com Neue Radarmessstellen auf der Leverkusener Rheinbrücke.</ref> Seit dem 30. November 2012 war die Brücke für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen aufgrund von Rissen in der Stahlkonstruktion gesperrt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Meldungen 2012 (Memento vom 7. Dezember 2012 im Internet Archive)</ref> Am 3. März 2013 wurde die Tonnagebeschränkung wieder aufgehoben, da eine akute Zwischensanierung erfolgreich verlaufen war.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.strassen.nrw.dePressemitteilung vom 22. Februar 2013 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. Suche im Internet Archive )</ref> Am 16. Juni 2014 wurde die Tonnagebeschränkung wieder eingeführt, da die vorherige Zwischensanierung keinen dauerhaften Erfolg zeigte.<ref>Pressemitteilung vom 16. Juni 2014: Rheinbrücke Leverkusen erneut für LKW gesperrt.</ref> Da weiterhin täglich unerlaubt Fahrzeuge über 3,5 Tonnen die Brücke befuhren und dies die Hauptquelle für die Schäden darstellte, wurde im Herbst 2016 für knapp 5 Mio. Euro<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Erste Sperranlage soll Leverkusener Rheinbrücke schützen (Memento vom 2. Januar 2017 im Internet Archive)</ref> eine Sperranlage eingerichtet. Diese verhinderte die Zufahrt auf die Brücke für Fahrzeuge über 3,5 t und breiter als 2,3 m.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />A1: Lkw-Sperranlage auf der Leverkusener Rheinbrücke (www.strassen.nrw.de) (Abruf: 8. September 2016) (Memento vom 29. Juni 2017 im Internet Archive)</ref> Dies führte zu Verkehrsproblemen vor der Brücke, da jeder falsch fahrende LKW zu einer zeitweiligen Sperrung der Autobahn führte. Durch die Verstärkung tragender Strukturen wurde die Masse der Brücke erheblich erhöht. Um dies auszugleichen, wurden die entbehrlichen Betonschutzwände entfernt.<ref name="ingenieur">Verkehrsminister Dobrindt beschleunigt Neubau der Leverkusener Brücke, Ingenieur.de (Abgerufen am 18. Dezember 2014).</ref>

Die Reparaturversuche zeigten, dass die alte Brücke nicht mehr zu retten war. Deshalb sollte ein Ersatzneubau errichtet werden. Dies sollte früher als ursprünglich geplant erfolgen, nämlich bis spätestens 2020.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen des Landesbetrieb Straßenbau NRW zur Sanierung der Rheinbrücke auf der A1 (Abruf: 23. Dezember 2012) (Memento vom 12. August 2014 im Internet Archive)</ref> Bis zur Fertigstellung wurden ersatzweise die beiden benachbarten Autobahnbrücken über den Rhein mit zusätzlichem und umwegigem Schwerverkehr belastet, nämlich die Fleher Brücke in Düsseldorf und die Rodenkirchener Brücke in Köln. Dies führte zu Schäden an der Fleher Brücke, die deswegen von drei auf zwei Fahrstreifen pro Richtung eingeschränkt wurde.

Schließung und Abbruch

Am 19. Januar 2024 um 22:00 Uhr wurde die Brücke endgültig aus dem Verkehr genommen, um den Verkehr von der alten zum ersten neuen Teilbauwerk der neuen Rheinbrücke umzulegen.<ref>A1: Vollsperrung zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und der Anschlussstelle Köln-Niehl vom 19. bis 29. Januar 2024 | A-bei-LEV. 19. September 2023, abgerufen am 20. Juni 2024.</ref><ref>UPDATE A1: Vollsperrung zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und der Anschlussstelle Köln-Niehl | A-bei-LEV. 11. Dezember 2023, abgerufen am 20. Juni 2024.</ref> Anfang 2024 begann der Abbruch der alten Rheinbrücke, der bis Anfang 2025 dauern sollte. Am 17. Juni 2024 wurde die Schrägseilbrücke in der Mitte getrennt.<ref>WDR: Alte Leverkusener Rheinbrücke durchgeschnitten. 17. Juni 2024, abgerufen am 19. Juni 2024.</ref> Nach der Rheinbrücke Neuenkamp in Duisburg war dies somit die zweite Schrägseilbrücke in Deutschland, die zurückgebaut wurde.<ref>WDR: Alte Leverkusener Rheinbrücke durchgeschnitten. 17. Juni 2024, abgerufen am 21. Juni 2024.</ref>

Beim Abriss des Pylons auf der Kölner Hälfte gab es am 29. August 2024 um 08:10 Uhr einen schweren Unfall, wobei eine Person vor Ort starb und mehrere weitere verletzt wurden.<ref>tagesschau.de: NRW: Toter nach schwerem Unfall bei Bauarbeiten auf A1-Brücke. Abgerufen am 29. August 2024.</ref> Der Abriss war in der ersten Hälfte 2025 beendet.<ref>https://www.radioerft.de/artikel/abriss-und-neubau-der-rheinbruecke-schreiten-voran-2289486.html</ref>

Alternative Tunnelbau?

Parallel zu den Bemühungen, einen Neubau der Brücke voranzutreiben, votierte die Bürgerinitiative LEV muss leben in Leverkusen und im angrenzenden Köln für eine Tunnellösung, da für die von Landesbetrieb Straßenbau NRW geplante Verbreiterung und örtliche Verlegung der neuen Brücke unter anderem die Öffnung der Altlast Dhünnaue nötig war.<ref>Seite der Stadt Leverkusen zum Autobahnausbau.</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rheintunnel als Alternative?] In: Kölner Stadt-Anzeiger. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. April 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Schlaue Lösungen für die Rheinbrücke.] In: Kölner Stadt-Anzeiger. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. April 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>LEV muss leben! – Bürgerinitiativen gemeinsam für eine GROßE KOMBI-TUNNELLÖSUNG. In: LEV muss leben! Abgerufen am 17. September 2016.</ref> Hierbei handelt es sich um eine der größten ungeordneten Deponien Europas, die von 1923 bis 1965 von der Bayer AG angelegt und genutzt wurde.

Die unter LEV muss leben organisierten Bürgerinitiativen aus Leverkusen und Köln warben für eine Kombilösung, die eine erneuerte Rheinbrücke für den regionalen Verkehr (statt einer 10-streifigen Doppelbrücke) mit einem langen Rheintunnel für den überregionalen Verkehr kombinieren sollte.<ref name="Kombi">Die Kombilösung. In: LEV muss leben! Abgerufen am 13. Oktober 2018.</ref> Die Bürgerinitiative wollte Verkehrsflächen in Grünflächen umwandeln und Leverkusen von Lärm und Feinstaub befreien.<ref name="Kombi" /> Die Frage wie mit Gefahrgut beladene LKWs, die nicht durch einen Tunnel<ref>Die Röhre wird zum Sperrgebiet – Tunnelregelung für ADR-Transporte .pdf-Datei, abgerufen am 4. Februar 2024.</ref> und auch nicht durch geschlossene Ortschaften fahren dürfen, den Rhein bei Leverkusen in Zukunft überquert hätten, hat die Bürgerinitiative LEV muss leben nicht beantwortet. Dadurch, dass sich mit dem Planfeststellungsbeschluss für eine Brücke entschieden wurde, wurden Pläne für einen Tunnelbau hinfällig.

Trivia

Weblinks

Commons: Rheinbrücke Leverkusen – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Rheinbrücke Leverkusen | Mülheimer Brücke | Zoobrücke | Hohenzollernbrücke | Deutzer Brücke | Severinsbrücke | Südbrücke | Rodenkirchener Brücke Vorlage:Klappleiste/Ende

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