René Binder
René Binder (* 1. Jänner 1992 in Innsbruck) ist ein österreichischer Automobilrennfahrer und der Neffe des ehemaligen Grand Prix Piloten Hans Binder.
Karriere
Binder begann seine Motorsportkarriere 2002 im Kartsport, in dem er bis 2008 aktiv war.<ref>„Rene Binder“ (formel3.de; abgerufen am 25. April 2011)</ref> Unter anderem wurde er 2007 Dritter der deutschen Junioren-Kartmeisterschaft und 2008 Zweiter der deutschen Challenger-Kartmeisterschaft. 2009 wechselte er in den Formelsport und trat für das Team Abt Sportsline in der ADAC-Formel-Masters an. Während sein Teamkollege Daniel Abt, der im Gegensatz zu Binder schon eine ADAC-Formel-Masters-Saison absolviert hatte, die Hälfte aller Rennen gewann und den Meistertitel für sich entschied, wurde Binder mit drei Podest-Platzierungen Siebter in der Meisterschaft.
2010 wechselte Binder in den deutschen Formel-3-Cup zu Motopark Academy. Mit einem dritten Platz als bestes Resultat beendete er die Saison auf dem zwölften Platz in der Meisterschaft, während seine Teamkollegen Kevin Magnussen und Jimmy Eriksson mehrere Rennen gewannen. 2011 wechselte Binder zu Jo Zeller Racing und bestritt seine zweite Saison in der deutschen Formel 3.<ref>„Wunschkandidat bei Zeller Racing“ (Motorsport-xl.de am 26. März 2011)</ref> Am Saisonende lag Binder, der zu einer Veranstaltung nicht antrat, mit einem dritten Platz als bestes Resultat auf dem achten Gesamtrang. Darüber hinaus nahm Binder an einem Rennwochenende der FIA-Formel-2-Meisterschaft teil.<ref>„Formel 2 in Spielberg mit österreichischem Fahrer“ (Motorsport-Total.com am 19. August 2011)</ref> 2012 absolvierte Binder für Van Amersfoort Racing seine dritte Saison in der deutschen Formel 3.<ref>„Formel 3 Cup - Rene Binder startet für Van Amersfoort“ (Motorsport-Total.com am 7. Dezember 2011)</ref> Unter anderem gewann er ein schwieriges Regenrennen in Spa-Francorchamps.<ref>„Formel-3-Cup: Binder schwimmt in Spa zum Sieg“. Motorsport-Total.com, 15. Juli 2012, abgerufen am 16. April 2013.</ref> Mit drei Siegen verbesserte er sich auf den sechsten Platz in der Fahrerwertung. Sein Teamkollege Lucas Auer wurde Vizemeister. Darüber hinaus nahm Binder für das Team Lazarus an drei Rennwochenenden der Saison 2012 der GP2-Serie teil. Er blieb ohne Punkte.
2013 wechselte Binder vollständig in die GP2-Serie, in der er weiterhin für das Team Lazarus an den Start ging.<ref>“Rene Binder keeps Lazarus GP2 seat for 2013”. autosport.com, 17. Januar 2013, abgerufen am 17. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beim Saisonauftakt in Sepang qualifizierte er sich als Achter erstmals für die Top 10. Im Sprintrennen erzielte Binder mit einem achten Platz seine erste Top-10-Platzierung und zugleich seinen ersten Punkt in der GP2-Serie. Bei der Veranstaltung auf dem Circuit de Monaco kam Binder in beiden Rennen in den Top 10 ins Ziel. Im Hauptrennen wurde er Siebter, im Sprintrennen Sechster. Diese drei Punkteplatzierungen blieben die einzigen in der Saison. Binder schloss die Saison auf dem 23. Gesamtrang ab. Er holte 11 der 12 Punkte seines Rennstalls in der Saison. Für die Saison 2014 erhielt Binder ein GP2-Cockpit bei Arden International.<ref>Norman Fischer: „Fix: Binder unterschreibt bei Arden“. Motorsport-Total.com, 19. Dezember 2013, abgerufen am 19. Dezember 2013.</ref> Er erzielte bei den ersten beiden Rennen Punkte. Im restlichen Saisonverlauf folgten keine weiteren Punkteplatzierungen. Er lag am Saisonende auf dem 25. Gesamtrang. Teamintern unterlag er André Negrão mit 3 zu 31 Punkten.
2015 wechselte Binder innerhalb der GP2-Serie zu Trident.<ref>Norman Fischer: Neue Chance: Trident verpflichtet Rene Binder. Motorsport-Total.com, 11. Februar 2015, abgerufen am 11. Februar 2015.</ref> Vor dem sechsten Rennwochenende zog sich Binder eine Streptokokken-Infektion zu. Obgleich er zu dem Rennwochenende startete, rieten ihm die Ärzte, dass darauf folgenden zum Zwecke der Erholung auszulassen.<ref>Gerald Dirnbeck: Rene Binder pausiert beim GP2-Rennen in Spa-Francorchamps. Motorsport-Total.com, 19. August 2015, abgerufen am 3. Oktober 2015.</ref> Binder verließ anschließend Trident, die Probleme mit den Pirelli-Reifen hatten, ohne Punkte geholt zu haben. Er wechselte als Vertretung für den verletzten Daniël de Jong zu MP Motorsport,<ref>Robert Seiwert: GP2 - Binder zu MP Motorsport: Neues Kapitel. Freundschaftliche Trennung. Motorsport-Magazin.com, 3. September 2015, abgerufen am 3. Oktober 2015.</ref> mit denen er auf Anhieb Punkte erzielte. Er beendete die Saison auf dem 22. Gesamtrang. Darüber hinaus bestritt Binder für Pons Racing ein Rennwochenende der Formel Renault 3.5.<ref>Peter Allen: Merhi halts FR3.5 programme, Binder joins new Pons line-up. paddockscout.com, 10. September 2015, abgerufen am 10. Oktober 2015.</ref>
2016 wechselte Binder in die Formel V8 3.5, der ehemaligen Formel Renault 3.5 und erhielt ein Cockpit beim von Charouz Racing System betreuten Team Lotus.<ref>Peter Allen: Lotus team to run Binder and Nissany in Formula V8 3.5. paddockscout.com, 21. März 2016, abgerufen am 5. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er stand fünfmal auf dem Podium mit zwei zweiten Plätzen als beste Ergebnisse. Er wurde Siebter in der Fahrerwertung. Mit 161 zu 189 Punkten unterlag er intern seinem Teamkollegen Roy Nissany. Ferner bestritt er für ART Grand Prix und Carlin je eine Veranstaltung der GP2-Serie 2016.
2017 blieb Binder seinem Team, Charouz Racing, treu und erzielte insgesamt 4 Saisonsiege. In der Meisterschaft belegte der Österreicher, nachdem er lange Zeit geführt hatte, am Ende Rang 4. Am 24. Oktober 2017 absolvierte er in Le Castellet seinen ersten Formel 1 Test für Renault F1 Racing.
2018 bestritt Binder sechs Rennen in der amerikanischen Indycar Series mit einem 16. Platz in Birmingham und Platz 17 in Toronto als beste Ergebnisse. Für sein Team, Juncos Racing, fuhr der Zillertaler 2019 noch die vier großen Rennen der IMSA und ist nunmehr ausschließlich im Langstreckensport im Einsatz.
Für G-Drive Racing gewann Rene Binder zusammen mit seinem Landsmann Ferdinand Zvonimir Habsburg-Lothringen und mit dem Chinesen Ye Yifei die Asian Le Mans Series 2021.
Persönliches
In René Binders Familie waren einige Mitglieder im Motorsport aktiv. Sein Vater Franz Binder gewann 1987 die österreichische Formel-3-Meisterschaft und sein Onkel Hans Binder startete unter anderem in der Formel 1.<ref>„About“. rene-binder.com, abgerufen am 6. Dezember 2012.</ref>
Statistik
Karrierestationen
|
Einzelergebnisse in der GP2-Serie / FIA-Formel-2-Meisterschaft
Einzelergebnisse in der Formel Renault 3.5 / Formel V8 3.5 / World Series Formula V8 3.5
| Jahr | Team | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | Pons Racing | Datei:Flag of Spain.svg ALC | Datei:Flag of Monaco.svg MON | Datei:Flag of Belgium (civil).svg SPA | Datei:Flag of Hungary.svg HUN | Datei:Flag of Austria.svg SPI | Datei:Flag of the United Kingdom.svg SIL | Datei:Flag of Germany.svg NÜR | Datei:Flag of France.svg LMS | Datei:Flag of Spain.svg JRZ | 4 | 22. | |||||||||
| 13 | 8 | ||||||||||||||||||||
| 2016 | Lotus | Datei:Flag of Spain.svg ALC | Datei:Flag of Hungary.svg HUN | Datei:Flag of Belgium (civil).svg SPA | Datei:Flag of France.svg LEC | Datei:Flag of the United Kingdom.svg SIL | Datei:Flag of Austria.svg SPI | Datei:Flag of Italy.svg MNZ | Datei:Flag of Spain.svg JER | Datei:Flag of Spain.svg CAT | 161 | 7. | |||||||||
| 4 | 3 | 11 | 7 | 5 | 6 | 3 | 5 | 3 | 2 | DNF | 12 | 5 | 2 | 5 | 7 | DNF | 6 | ||||
| 2017 | Lotus | 201 | 4. | ||||||||||||||||||
| 5 | 4 | 6 | 2 | 1 | 1 | 4 | 5 | 5 | DNF | 6 | 9 | 6 | DNF | 1 | 10 | 9 | 1 | ||||
Einzelergebnisse in der IndyCar Series
| Jahr | Team | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | Juncos Racing | 61 | 28. | |||||||||||||||||
| 22 | 16 | 21 | 22 | 17 | 21 |
(Legende)
Le-Mans-Ergebnisse
| Jahr | Team | Fahrzeug | Teamkollege | Teamkollege | Platzierung | Ausfallgrund |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | Frankreich Panis-Barthez Competition | Ligier JS P217 | Vereinigtes Königreich Will Stevens | Frankreich Julien Canal | Rang 13 | |
| 2020 | Datei:Flag of Poland.svg Inter Europol Competition | Ligier JS P217 | Datei:Flag of Poland.svg Jakub Śmiechowski | Russland Matewos Issaakjan | Rang 42 | |
| 2021 | Frankreich Duqueine Team | Oreca 07 | Datei:Flag of Mexico.svg Memo Rojas | Frankreich Tristan Gommendy | Rang 14 | |
| 2022 | Portugal Algarve Pro Racing | Oreca 07 | Australien James Allen | Vereinigte Staaten Steven Thomas | Rang 19 | |
| 2023 | Frankreich Duqueine Team | Oreca 07 | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Neel Jani | Datei:Flag of Chile.svg Nico Pino | Rang 11 | |
| 2024 | Datei:Flag of Luxembourg.svg DKR Engineering | Oreca 07 | Deutschland Laurents Hörr | Deutschland Alexander Mattschull | Rang 21 | |
| 2025 | Datei:Flag of Luxembourg.svg Proton Competition | Oreca 07 | Italien Giorgio Roda | Niederlande Bent Viscaal | Rang 23 |
Sebring-Ergebnisse
| Jahr | Team | Fahrzeug | Teamkollege | Teamkollege | Platzierung | Ausfallgrund |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | Vereinigte Staaten Juncos Racing | Cadillac DPi-V.R | Vereinigte Staaten Will Owen | Datei:Flag of Argentina.svg Agustín Canapino | Rang 32 |
Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Binder, René |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Automobilrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 1. Januar 1992 |
| GEBURTSORT | Innsbruck, Österreich |