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Stiftskirche St. Servatius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Die Stiftskirche St. Servatii zu Quedlinburg, kurz der Quedlinburger Dom, früher auch Schlosskirche St. Servatii zu Quedlinburg, ist ein den Heiligen Dionysius und Servatius geweihtes Denkmal hochromanischer Baukunst. Die im Wesentlichen zwischen 1070 und 1129 errichtete, flachgedeckte dreischiffige Basilika war die Kirche des Quedlinburger Damenstiftes. Die auf dem Schlossberg erbaute Kirche gehört seit 1994 zusammen mit der Quedlinburger Altstadt und dem Schloss zum Welterbe der UNESCO,<ref>Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO.</ref> des Weiteren ist sie ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention und ist im Quedlinburger Denkmalverzeichnis eingetragen.

Baugeschichte

Datei:Quedlinburg A-Harz. Schlosskirche LOC ppmsca.52623.jpg
Quedlinburger Dom mit neoromanischen Turmhelmen, um 1900

Mit dem erhaltenen Bau wurde bald nach einem Brand 1070 begonnen, und die Kirche Pfingsten 1129 in Anwesenheit König Lothars III. erneut geweiht. Zuvor hatten an dieser Stelle drei Vorgängerbauten gestanden:

Bau I wurde vor 936 als Kapelle einer Burganlage errichtet, vor deren Hauptaltar König Heinrich I. beigesetzt wurde. Bei der Umwandlung der Burganlage in das 936 gegründete Damenstift wurde der Kirchenbau durch den größeren Bau II ersetzt. In diesen wurde die sogenannte Confessio des Heiligen Servatius eingebaut, jedoch bald wieder zugeschüttet. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie in der Form freigelegt, wie sie heute in der Krypta zu sehen ist. Unter der Regierung der Äbtissin Mathilde entstand ein weiterer Neubau (Bau III) und konnte in einem ersten Bauabschnitt 997 fertiggestellt werden. Vom südlichen Seitenschiff der Krypta führt heute eine Treppe zur sogenannten Wegekapelle St. Nicolai in vinculis. Sie entstand vermutlich vor 997. Bei den beiden Säulen mit ihren stark vereinfachten und reduzierten ionischen Kapitellen sind die stark abgeschrägten Kämpferblöcke größer als die Kapitelle. Im Jahr 1021 wurde die dritte Kirche am 24. September in Anwesenheit Kaiser Heinrichs II. geweiht. Diesen Bau zerstörte das Feuer 1070.

Der Hohe Chor wurde unter der Äbtissin Jutta von Kranichfeld bis 1320 im gotischen Stil umgebaut. Bei der umfassenden Restaurierung unter Ferdinand von Quast 1863 bis 1882 erhielt die Kirche zwei neuromanische Türme mit spitzen Turmspitzen, sogenannten rheinischen Helmen.<ref>Vorlage:ZentralblBauverw</ref>

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übergaben amerikanische Streitkräfte die Kirche wieder an ihre Gemeinde. Ab Juni 1945 konnten hier wieder christliche Gottesdienste stattfinden.<ref>Steinhäuser 2016, S. 11.</ref> Die Turmhelme, die durch Artilleriebeschuss am 17. April 1945 beschädigt worden waren, wurden zwischen 1946 und 1948 wiederhergestellt, jedoch mit niedrigen Pyramidendächern. Pfarrer an der Kirche war in dieser Zeit Franz-Reinhold Hildebrandt.

Die Stiftskirche wird auch als Quedlinburger Dom bezeichnet, um den Rang der Äbtissin Mathilde als metropolitana auf der Stufe eines (Erz-)Bischofs anzuzeigen. Als „Dom“ werden umgangssprachlich zumeist Kirchen von hoher Bedeutung bezeichnet, was auf St. Servatii zweifelsohne zutrifft.

Innenraum

Datei:Blick zum Altar St. Servatius.JPG
Mittelschiff mit Apsis
Datei:Dehio 47 Quedlinburg.jpg
Grundriss

Das Mittelschiff wird abwechselnd von je zwei Säulen und einem Pfeiler (niedersächsischer Stützenwechsel) von den Seitenschiffen getrennt. Die Kapitelle und Kämpfer der Säulen und Pfeiler sind mit reichhaltigem Skulpturenschmuck versehen (Pflanzen- und Tiermotive, besonders Adler). Tiere sind auch das dominierende Motiv in den Friesen an den Obergaden. Sowohl an den Außenwänden als auch in der Ornamentik des Innenraumes sind starke lombardische Einflüsse zu erkennen.

Anlässlich des tausendjährigen Todestags Heinrichs I. begannen nationalsozialistische Funktionäre 1936 mit der Umgestaltung der Kirche. Ihr Ziel war es, das Gebäude unter Beseitigung seines christlichen Charakters in eine NS-Kultstätte umzuwandeln. Dazu wurde im Rahmen eines Staatsakts am 2. Juli 1936 gegen den vergeblichen Widerstand der Gemeinde zunächst Kruzifixe in der Kirche abgehängt und die Bibel vom Altar entfernt.<ref>Ekkehard Steinhäuser: Die entweihte Kirche. Wie die Nationalsozialisten sich der Stiftskirche St. Servatii zu Quedlinburg bemächtigten. 2. Auflage. Wettin-Löbejün 2016, S. 5–6.</ref> 1938 wurde die Kirche von der SS übernommen, die sie als „Weihestätte“ nutzen wollte.<ref>Steinhäuser 2016, S. 8.</ref> Vor diesem Hintergrund erfolgte in den Jahren 1938 bis 1940 die Wiederherstellung des romanischen Chors im Inneren; von außen blieb das gotische Erscheinungsbild des Chorraums unverändert. Im Inneren wurden Altar, Kanzel und Gestühl entfernt und das gotische Chorgewölbe zerstört, um eine neue, pseudo-romanische Apsis zu errichten.<ref>Leo Schmidt: Einführung in die Denkmalpflege. Darmstadt 2008, S. 57.</ref> Zudem wurden in der Kirche NS-Symbole angebracht, etwa Hakenkreuz- und SS-Fahnen sowie ein steinerner Reichsadler (ebenfalls mit Hakenkreuz) im Chor. Auf der Kirche wurde eine SS-Fahne gehisst. Der später als Pfarrer der Kirche tätige Ekkehard Steinhäuser bewertete diese Maßnahmen als „Kirchenschändung“.<ref>Steinhäuser 2016, S. 17, passim.</ref> SS-Führer Heinrich Himmler, der den Schlüssel zur Schatzkammer der Kirche an sich nahm<ref>Steinhäuser 2016, S. 37.</ref>, soll im Gebäude zudem „Zwiesprache“ mit Heinrich I. gehalten haben (siehe Bild Heinrichs im Nationalsozialismus) und wurde in seinem Umfeld, nicht nur in Quedlinburg, wegen seiner Fixierung auf den Namensvorgänger „König Heinrich“ genannt.<ref>Heinz Höhne: Der Orden unter dem Totenkopf. Die Geschichte der SS, Augsburg 1995, S. 145.</ref>

Grablege

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Die Kirche diente den Stiftern Heinrich I. und seiner Gemahlin Mathilde sowie den Quedlinburger Äbtissinnen als Grablege. Von den Äbtissinnen künden ihre bis heute erhaltenen und in der Forschung immer wieder untersuchten Grabplatten.

Krypta

Datei:Quedlinburg Krypta der Stiftskirche St.Servatii.jpg
Krypta
Datei:Bundesarchiv Bild 183-H08447, Quedlinburg, Heinrichs-Feier, Heinrich Himmler.jpg
Heinrich Himmler bei der Heinrichsfeier 1938 in der Stiftskirche St. Servatii

Die Grabanlage der Stifter befindet sich in der Krypta. Die Gebeine der Königin Mathilde liegen bis zum heutigen Tag tatsächlich dort. An der Decke der Krypta befinden sich Reste von Seccomalerei, biblische Motive darstellend. Eine umfangreiche Sanierung in den Jahren 2002–2009 sicherte die kostbare Deckenmalerei, im gleichen Zuge wurde erstmals eine umfangreiche Beleuchtung integriert.

Auch die Krypta blieb vom NS-Regime nicht verschont. Himmler hielt die bei Grabungen von SS-Obersturmführer Rolf Höhne am Schlossberg aufgefundenen Knochenreste für die Gebeine Heinrichs I. und ließ sie in der Nacht vom 1. zum 2. Juli 1937 feierlich in der leeren Grabstelle neben Königin Mathilde beisetzen. Im benachbarten Schlossmuseum werden heute die Überreste des Sarkophages und eine Dokumentation zur NS-Zeit ausgestellt.

In der Krypta finden sich als romanische und gotische Bildhauerarbeiten die Grabplatten der Quedlinburger Äbtissinnen:<ref>Wäß 2006, S. 511 ff. mit ausführlicher Beschreibung der einzelnen Werke.</ref>

Ferner findet sich die Grabplatte eines Ritters mit Schild und Schwert:

Fürstengruft

Eine Treppe führt von der Krypta in die so genannte Fürstengruft, deren Raumklima dazu beiträgt, Leichen zu mumifizieren. Dort befinden sich unter anderem die Särge von Aurora von Königsmarck, der Äbtissinnen Anna II. zu Stolberg, Anna III. zu Stolberg-Wernigerode und Marie Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf.

Ausstattung

Quedlinburger Knüpfteppich

Der hohe Chor war von einem fast 5,60 × 7,40 m großen Knüpfteppich geschmückt, der von Agnes II. von Meißen in Auftrag gegeben und dem hl. Servatius gestiftet über 20 Jahre in Handarbeit auf dem Schlossberg angefertigt wurde. Dieser ist in Fragmenten erhalten geblieben und seit Ende 2006 in einem Teppichsaal zu besichtigen.

Altarkreuze

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf Drängen des Instituts für Denkmalpflege zunächst ein Holzkreuz hinter dem Altar aufgestellt, welches durch einen gotischen Corpus ergänzt wurde. Diese Leihgabe aus der Marienkirche in Freyburg (Unstrut) musste jedoch 2001 wieder zurückgegeben werden. Mit Unterstützung der Kunstreferentin Bettina Seyderhelm wurden verschiedene Vorschläge einer neuen Kreuzesdarstellung dem Gemeindekirchenrat unterbreitet. Für den letztendlichen Wettbewerb wurden schließlich sechs Künstler zugelassen, von denen fünf später Entwürfe einreichten. Seitens der Gemeinde wurde folgende Bedingung formuliert: {{

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}}. In der zweiten Jurysitzung des Jahres 2004 wurde Thomas Leus Entwurf als Sieger festgestellt.

Zum Osterfest 2006 kam ein modernes Kreuz in die Stiftskirche. Es wurde vom halleschen Künstler Thomas Leu aus Aluminium geschaffen. Gegenüber dem Entwurf wurde die Figur verkleinert. Dieses Triumphkreuz soll die Verbindung des Jesus am Kreuz mit der sich auflösenden Gestalt des aufstrebenden und auferstandenen Christus darstellen.<ref>Quedlinburger Gemeinde wählt „Lichtgestalt“ zum neuen Triumphkreuz. Evangelische Kirche in Mitteldeutschland. 19. Mai 2005, abgerufen am 27. Juli 2025.</ref> Neue Altarleuchter ergänzen das Kreuz.<ref>Kreuz für die Stiftskirche Quedlinburg. In: thomas-leu.de. Abgerufen am 27. Juli 2025.</ref>

Orgel

Datei:Orgel Stiftskirche St. Servatii Quedlinburg@20161203.jpg
Die Orgel

Die heutige Orgel wurde, nachdem die Vorgängerorgel aufgrund von Feuchtigkeitsschäden nicht mehr zu erhalten war, auf der Südseite im hohen Chor eingebaut. 1971 fand die feierliche Übergabe des von der Firma Alexander Schuke (Potsdam) unter Hans-Joachim Schuke mit der Opusnummer 420 gebauten Instrumentes statt.<ref>Orgelbau Schuke</ref> Sie verfügt über 1994 Pfeifen und folgt dem neobarocken Klangideal.

Disposition der Orgel mit der Registeranordnung laut Spieltisch:<ref>{{#if:2010-05-23|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:Gottfried Biller|Gottfried Biller: }}{{#if:https://web.archive.org/web/20100523061922/http://www.quedlinburger-musiksommer.de/live/spielstaetten/st_servatiius/index.php%7C{{#if:Spielstätte St. Servatii Quedlinburg|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://web.archive.org/web/20100523061922/http://www.quedlinburger-musiksommer.de/live/spielstaetten/st_servatiius/index.php}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Spielstätte St. Servatii Quedlinburg}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:http://www.quedlinburger-musiksommer.de/live/spielstaetten/st_servatiius/index.php%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Spielstätte St. Servatii Quedlinburg}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=http://www.quedlinburger-musiksommer.de/live/spielstaetten/st_servatiius/index.php}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Spielstätte St. Servatii Quedlinburg}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:Quedlinburger Musiksommerhttps://web.archive.org/web/20100523061922/http://www.quedlinburger-musiksommer.de/live/spielstaetten/st_servatiius/index.php{{#if: 2009-03-15 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}

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I Hauptwerk
Pommer 16′
Prinzipal 8′
Rohrflöte 8′
Oktave 4′
Spitzflöte 4′
Nassat 223|{{#if:2|22|{{#if:2|12|⁄}}}}}}′
Oktave 2′
Mixtur VI
Zymbel III
Trompete 8′
II Unterwerk
Gedackt 8′
Spillpfeife 4′
Prinzipal 2′
Waldflöte 2′
Terz 135|{{#if:3|13|{{#if:1|11|⁄}}}}}}′
Quinte 113|{{#if:1|11|{{#if:1|11|⁄}}}}}}′
Oktave 1′
Scharff IV
Vox Humana 8′
Tremulant
Pedal
Subbass 16′
Oktave 8′
Bassflöte 8′
Nachthorn 4′
Mixtur V
Posaune 16′
Trompete 8′
Feldtrompete 4′

Glocken und Turmuhr

Im Nordturm hängt das Geläut aus fünf Kirchenglocken.

  • Die größte Glocke – Aurora genannt – wurde 1705 gegossen und hat den Schlagton c1. Sie hängt separat im obersten Stockwerk und wird an hohen Festtagen per Seilzug geläutet.
  • Die zweitgrößte und zugleich älteste Glocke des Geläuts ist die 1504 gegossene Sonntagsglocke im Schlagton es1.

Diesen Geläutetorso ergänzte im Jahre 2002 die Glockengießerei Perner aus Passau um drei Glocken:

  • Sterbeglocke – Schlagton as1:
    „In Deine Hände befehle ich meinen Geist / Du hast mich erlöst / Herr / Du treuer Gott.“ (Zier: Ranken und Blattwerk)
  • Gebetsglocke – Schlagton b1:
    „Ich rufe zu Dir / denn Du / Gott / wirst mich erhören.“ (Zier: Hände)
  • Sakramentsglocke – Schlagton c2:
    „Es warten alle auf Dich / Das Du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit.“ (Zier: Menschenkette).<ref>I. Wiepschek: Glocken der Stiftskirche. Mit Bildern. quedlinburgweb.de</ref>

Der Südturm hatte einst eine Turmuhr. Die drei Zifferblätter und die dazugehörigen Zeigerpaare waren in den Giebeln des ehemaligen Helms angebracht und zwar nach Westen, Süden und Osten. Das Schlagwerk, zwei Schalen, befand sich im obersten Geschoss nach Norden gerichtet. Die beiden Schlagschalen und das mechanische Uhrwerk sind noch heute im obersten Geschoss des Südturms zu finden. Aus statischen Gründen gab es im Südturm nie Läute-Glocken.

Domschatz

Der Domschatz befindet sich in einem Zither genannten Raum.

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Nutzung seit dem Ende des 20. Jahrhunderts

Datei:Schweinehund als Tuerklinke.JPG
Türklinke der Stiftskirche in Form eines „Schweine­hundes“

Die Kirche wird von der evangelischen Kirchengemeinde Quedlinburg genutzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20140203013436

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       }}
  }} Evangelisches Kirchspiel Quedlinburg.</ref> In ihr finden im Sommer evangelische Gottesdienste statt. Die katholische Gemeinde St. Mathilde begeht am 14. März ihr Patronatsfest mit einem Gottesdienst.

Des Weiteren wird die Kirche touristisch genutzt. Sie ist eine Station an der Straße der Romanik. Führungen durch die Kirche und die Domschatzkammern werden angeboten. Seit dem Mathildentag (14. März) 2009 ist die von Herbst 2001 an geschlossene Krypta wieder geöffnet. Im Sommer ist die Kirche Veranstaltungsort des Quedlinburger Musiksommers. In Zusammenarbeit mit dem Nordharzer Städtebundtheater wurde im Mai und Juni 2007 erstmals ein Theaterprojekt „Der Name der Rose“ umgesetzt und aufgrund der großen Resonanz in den Jahren 2008, 2013, 2014 und bis 2019 wiederholt.

Oberpfarrer und Hofprediger St. Servatii (und St. Wiperti)

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Siehe auch

Literatur

  • Karl Ferdinand Ranke, Franz Kugler: Beschreibung und Geschichte der Schloßkirche zu Quedlinburg und der in ihr vorhandenen Alterthümer. Berlin 1838 (books.google.at).
  • Historische Beschreibung der Quedlinburger Fürstengruft. In: Karl Ferdinand Ranke, Franz Kugler: Beschreibung und Geschichte der Schloßkirche zu Quedlinburg und der in ihr vorhandenen Alterthümer. Berlin 1838 (books.google.at).
  • Klaus Voigtländer: Die Stiftskirche St. Servatii zu Quedlinburg. Geschichte ihrer Restaurierung und Ausstattung. Mit einem Beitrag von Helmut Berger. Akademie-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-05-000580-7.
  • Hans-Joachim Mrusek: Drei deutsche Dome: Quedlinburg, Magdeburg, Halberstadt (überarb. Auflage von 1963). München 1983, ISBN 3-7774-3510-4 – zeitgleich auch bei einem Verlag in Dresden neu aufgelegt; {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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  • Kerstin Hengevoss-Dürkop: Äbtissinnengrabmäler als Repräsentationsbilder. Die romanischen Grabplatten in Quedlinburg. In: Otto Gerhard Oexle, Andrea von Hülsen-Esch (Hrsg.): Die Repräsentation der Gruppen. Texte, Bilder, Objekte (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte. Band 141). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 3-525-35456-8, S. 45–87.
  • Friedemann Goßlau, Rosemarie Radecke: Die Stiftskirche zu Quedlinburg. Eine Führung durch den romanischen Kirchenbau und den Domschatz. Convent-Verlag, Quedlinburg 1999, ISBN 3-9806120-7-4.
  • Antje Middeldorf Kosegarten: Die häßlichen Äbtissinnen. Versuch über die frühen Grabmäler in Quedlinburg. In: Zeitschrift des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft, 2002/03, 56/57, S. 9–47; {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0044-2135|0}}{{#ifeq:1|0|[!]

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}}.

  • Tim Lorentzen: Ideologische Usurpation. Die nationalsozialistische Umgestaltung der Stiftskirchen zu Braunschweig und Quedlinburg als Zeichenhandlung (= Quellen und Beiträge zur Geschichte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Band 15). Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig, Wolfenbüttel 2005, ISBN 3-9807756-9-0.
  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}
  • Helga Wäß: Form und Wahrnehmung mitteldeutscher Gedächtnisskulptur im 14. Jahrhundert. 2 Bände. TENEA Wissenschaft, Bristol 2006, ISBN 3-86504-159-0 (zugleich: Göttingen, Univ., Diss., 2001).
  • Christiane Maierhofer, Jens Wöstmann, Boris Milmann, Christiane Hennen: Structural Assessment of Stone Walls of St. Servatius Church in Quedlinburg (PDF). In: Karl-Eugen Kurrer, Werner Lorenz, Volker Wetzk (Hrsg.): Proceedings of the Third International Congress on Construction History. Neunplus, Berlin 2009, ISBN 978-3-936033-31-1, S. 983–990.{{#switch:
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  • Gerhard Leopold: Die ottonischen Kirchen St. Servatii, St. Wiperti und St. Marien in Quedlinburg. Zusammenfassende Darstellung der archäologischen und baugeschichtlichen Forschung von 1936 bis 2001. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010. ISBN 978-3-86568-235-2 (= Arbeitsberichte des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Band 10).
  • Thomas Labusiak: Stiftskirche St. Servatii Quedlinburg. Verlag Janos Stekovics, Dößel 2013, ISBN 978-3-89923-317-9.
  • Klaus Gereon Beuckers (Hrsg.): St. Servatius zu Quedlinburg. Untersuchungen anlässlich einer Bauaufnahme der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Februar 2013. Verlag Ludwig, Kiel 2014, ISBN 978-3-86935-221-3.
  • Klaus Gereon Beuckers (Hrsg.): St. Servatius zu Quedlinburg. Studien zum gotischen Retabel und zum Hochaltar der Stiftskirche (= Kieler Quedlinburg-Forschungen. Band 2). Verlag Ludwig, Kiel 2015.
  • Klaus Gereon Beuckers (Hrsg.): St. Servatius zu Quedlinburg. Studien zum gotischen Chorbau, zum Münzenbergportal und zum Stötterlingenburger Evangeliar (= Kieler Quedlinburg-Forschungen. Band 3). Verlag Ludwig, Kiel 2018.

Weblinks

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Einzelnachweise

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Kulturerbe:
Aachener Dom (1978) | Speyerer Dom (1981) | Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz (1981) | Wallfahrtskirche auf der Wies (1983) | Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl (1984) | Dom und Michaeliskirche in Hildesheim (1985) | Römische Denkmale, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier (1986) | Hansestadt Lübeck (1987) | Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin (1990) | Kloster Lorsch (1991) | Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft (1992) | Klosteranlage Maulbronn (1993) | Altstadt von Bamberg (1993) | Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg (1994) | Völklinger Hütte (1994) | Kölner Dom (1996) | Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau (1996, 2017) | Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg (1996) | Klassisches Weimar (1998) | Museumsinsel Berlin (1999) | Wartburg (1999) | Dessau-Wörlitzer Gartenreich (2000) | Klosterinsel Reichenau (2000) | Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein (2001) | Oberes Mittelrheintal (2002) | Altstädte von Stralsund und Wismar (2002) | Bremer Rathaus und Bremer Roland (2004) | Fürst-Pückler-Park Bad Muskau (2004) | Grenzen des Römischen Reiches: Obergermanisch-Raetischer Limes (2005) | Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof (2006) | Siedlungen der Berliner Moderne (2008) | Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen (2011) | Fagus-Werk in Alfeld (2011) | Markgräfliches Opernhaus Bayreuth (2012) | Bergpark Wilhelmshöhe (2013) | Karolingisches Westwerk und Civitas Corvey (2014) | Hamburger Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus (2015) | Das architektonische Werk von Le Corbusier: zwei Häuser der Weißenhofsiedlung (2016) | Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb (2017) | Archäologischer Grenzkomplex Haithabu und Danewerk (2018) | Naumburger Dom (2018) | Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří (2019) | Augsburger Wassermanagement-System (2019) | Donaulimes (2021) | Bedeutende Kurstädte Europas: Baden-Baden, Bad Ems, Bad Kissingen (2021) | Mathildenhöhe Darmstadt (2021) | Niedergermanischer Limes (2021) | SchUM-Stätten von Speyer, Worms und Mainz (2021) | Jüdisch-Mittelalterliches Erbe in Erfurt (2023) | Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine: Herrnhut (2024) | Residenzensemble Schwerin (2024) | Die Schlösser König Ludwigs II. von Bayern: Neuschwanstein, Linderhof, Schachen und Herrenchiemsee (2025)

Naturerbe:
Grube Messel (1995) | Wattenmeer der Nordsee (2009) | Alte Buchenwälder (2011)

Ehemaliges Welterbe:
Kulturlandschaft Dresdner Elbtal (2004–2009)

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