Lago di Poschiavo
Vorlage:Infobox See Der Lago di Poschiavo (dt. Puschlaversee) ist ein See in der Südbündner Talschaft Puschlav. Er wird im Wesentlichen durch den Poschiavino gespeist.
Lage
Unmittelbar am See liegen die kleinen Ortschaften Le Prese<ref>Bad Le Prese auf ETHorama.</ref> und Miralago; die Zentren der Gemeinden Poschiavo und Brusio sind 5 bzw. 3 km entfernt.
Man erreicht den See von Norden über den Berninapass oder die Forcola di Livigno, von Süden via Tirano (Italien). Die Berninabahn führt auf 2 km Länge am westlichen Ufer entlang. Zu Fuss kann der See in zwei Stunden auf einem ebenen Wanderweg umrundet werden.
Entstehung
Durch einen postglazialen vorhistorischen Bergsturz mit Trümmerstrom<ref name="details" details="S. 3" />, der vom heute als Giümelin (Vorlage:Höhe) bezeichneten Berg der rechten Talflanke niederging (bei Albert Heim noch Corno del Ciumellino), bildete sich auf der Höhe der heute Miralago genannten Ortschaft eine Barriere, die das Tal absperrte.<ref name="details" details="S. 13">Vorlage:Literatur</ref>
Wirtschaftliche Nutzung
Eine künstliche Talsperre zur Energiegewinnung gibt es nicht, lediglich eine Wasserfassung am Südende, um den Abfluss aus dem See zu regulieren. Der grösste Teil des Wassers fliesst in einem etwa 5,3 Kilometer langen Stollen von Miralago zum etwa 750 Meter westlich Campocolognos gelegenen Wasserschloss Monte Scala (Vorlage:Höhe). Von dort wird es in einer offen verlegten Druckleitung über 420 Meter Höhenunterschied hinunter zum Kraftwerk Campocologno geführt.<ref name="repower">Unsere Kraftwerke. Repower.</ref> Im Lago di Poschiavo steht eine Speicherkapazität von 15,1 Millionen Kubikmeter für die Wasserkraftproduktion zur Verfügung.<ref name="repower" /> Überschüssiges Wasser nimmt den natürlichen Weg durch den Fluss Poschiavino in die Adda.
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Der Lago di Poschiavo von der Ostseite des Sees gesehen
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Lago die Poschiavo mit Piz Palü von Miralago. Historisches Bild von Leo Wehrli (1947).
Siehe auch
Literatur
Weblinks
- Vorlage:Ethorama
- Lago di Poschiavo auf schweizersee.ch
Einzelnachweise
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