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Pseudocumol

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Pseudocumol (1,2,4-Trimethylbenzol) ist ein mit drei Methylgruppen substituiertes Benzol und damit ein Alkylbenzol und ein aromatischer Kohlenwasserstoff. Es gehört mit seinen Isomeren Hemellitol (1,2,3-Trimethylbenzol) und Mesitylen (1,3,5-Trimethylbenzol) zur Stoffgruppe der Trimethylbenzole und auch zur Gruppe der C3-Benzole.

Vorkommen

Datei:Batar kinur.jpg
1,2,4-Trimethylbenzol kommt natürlich in Mais vor

Pseudocumol kommt im Öl der Schwarznuss,<ref name="Dr. Duke" /> in den Blättern des Currybaums,<ref name="Dr. Duke" /> in Mais<ref name="Dr. Duke" /> und im Steinkohlenteer<ref name="HSDB">Vorlage:HSDB </ref> vor. Es wurde außerdem als Aromastoff in Kaffee nachgewiesen.<ref name="DOI10.1002/hlca.19670500229">Vorlage:Literatur</ref> Vorlage:Absatz

Gewinnung und Darstellung

Pseudocumol kann durch Disproportionierung von Xylol in Gegenwart von Aluminiumchlorid gewonnen werden.<ref name="HSDB" />

Eigenschaften

Pseudocumol ist eine ölige, wenig flüchtige, farblose Flüssigkeit mit aromatischem Geruch, die praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" />

Die Verbindung bildet entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt bei 50 °C.<ref name="GESTIS" /><ref name="Brandes">E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen. Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase. Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft, Bremerhaven 2003.</ref> Der Explosionsbereich liegt zwischen 0,8 Vol.‑% (42 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 7,0 Vol.‑% (350 g/m3) als obere Explosionsgrenze (OEG).)<ref name="GESTIS" /> Die Zündtemperatur beträgt 485 °C.<ref name="GESTIS" /><ref name="Brandes" /> Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T1.

Verwendung

Pseudocumol ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Arzneimitteln und Farbstoffen.<ref name="GESTIS" /> Das in der Petrochemie anfallende Pseudocumol wird durch katalytische Oxidation der Methylgruppen in Trimellitsäure überführt.<ref>Luftoxidation von Pseudocumol: Vorlage:Patent</ref>

Es wird als Szintillator für den Nachweis von geladenen Teilchen benutzt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Sicherheitshinweise

Pseudocumol kann akute oder chronische Gesundheitsgefahren auslösen. Akut besteht eine schwache Reizwirkung auf Schleimhäute und die Haut. Es kann eine depressive Wirkung auf das Zentralnervensystem auftreten, die zu chronischen Störungen dessen führen kann.<ref name="GESTIS" />

Weblinks

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Einzelnachweise

<references> <ref name="Dr. Duke">Vorlage:DrDukesDB</ref> </references>