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Priesterkönig Johannes

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Wappen des Priesterkönigs Johannes aus dem Libro del conoscimiento de todos reynos (14. Jahrhundert)

Der Priesterkönig Johannes (lateinischer Titel: Rex et sacerdos oder Indorum rex, auch Priester Johannes, Presbyter Johannes, englisch: Prester John) ist ein mythischer Regent des Mittelalters, der angeblich ein großes und mächtiges christliches Reich im östlichen Asien beherrscht haben soll.

Entstehung der Legende

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Darstellung des Priesters Johannes in der Schedelschen Weltchronik (1493)

Der syrische Bischof Hugo von Jabala überbrachte 1145 Papst Eugen III., der sich im Palazzo dei Papi in Viterbo aufhielt, die Kunde von der Rückeroberung der Stadt Edessa durch die Muslime und wollte ihn zu einem weiteren Kreuzzug gegen die „Sarazenen“ veranlassen. Er berichtete ihm auch von einem mächtigen, christlichen König namens Johannes. Dieser sei Herrscher eines großen Reiches östlich von Persien und Armenien und habe bereits die persische Stadt Echatane, das heutige Hamadan, in einer großen Schlacht von den Muslimen erobert. Er beabsichtige, nach Jerusalem weiterzuziehen, scheiterte jedoch, weil sein Heer den Tigris nicht überqueren konnte. Johannes sei ein Nachfahre der Weisen aus dem Morgenland.<ref name="Britannica">Encyclopædia Britannica: Prester John</ref>

Historisch kommt nur eine Schlacht jener Epoche infrage, bei der ein muslimisches Heer vernichtend geschlagen wurde. Am 9. September 1141 wurden die Seldschuken in der Schlacht von Qatwan von den Kara Kitai unter dem Gur-Khan Yelü Dashi besiegt. Den Ort der Schlacht, die Qatwan-Steppe nordwestlich der Stadt Samarqand im heutigen Usbekistan, kann man, die lückenhaften geografischen Kenntnisse jener Zeit zugrunde gelegt, durchaus im weitesten Sinne mit „Persien“ identifizieren.<ref name="Lippert" details="Page 81 f.">Helga Lippert, Claudia Moroni: ZDF Terra X – Große Mythen. Im Bann des Priesterkönigs – Die Suche nach den »drei Indien«. DTV, München 2008, ISBN 978-3-423-24647-7</ref> Gur-khan oder Kor-khan ist der Titel der Karakitai-Herrscher, der sich möglicherweise im Hebräischen phonetisch zu Jochanan (Yoḥanan) wandelte und so zum lateinischen Johannes (Iohannis) führte.<ref name="Britannica" />

In einer anderen Interpretation der Legende wird neben Yelü Dashi der Ende des 12. Jahrhunderts lebende Toghrul Khan (auch: Wang Khan oder Ong Khan), letzter Herrscher der mongolischen Keraiten, mit der Gestalt des Priesterkönigs in Verbindung gebracht.<ref>Igor de Rachewiltz: Papal Envoys to the Great Khans, Stanford University Press, Stanford CA 1971, S. 114, ISBN 978-0-8047-0770-1</ref>

Der Chronist und Bischof Otto von Freising befand sich im Gefolge des Papstes und erwähnte die Episode in Buch 7 seiner umfassenden, 1143 bis 1146 entstandenen Weltchronik Chronica sive Historia de duabus civitatibus (Geschichte der beiden Reiche<ref group="Anm.">Gemeint sind der Gottesstaat (civitas dei) im Gegensatz zum irdischen Reich (civitas mundi)</ref>). Er hegte die Hoffnung, Johannes könne die Christenheit im Kampf gegen die „Mohammedaner“ unterstützen.

Ein angeblich von Johannes persönlich an den byzantinischen Kaiser Manuel I. Komnenos geschriebener Brief (Joannis presbiteri Epistola) tauchte 1165 auf. Es handelte sich, wie man heute weiß, um eine Fälschung, deren tatsächlicher Autor unbekannt ist. Der Brief erregte ein solches Aufsehen, dass sich Papst Alexander III. zu einer umfassenden Gegendarstellung genötigt sah. Die Reaktion des Papstes war ambivalent: Während er einerseits seinen Alleinvertretungsanspruch bedroht sah, erwartete er andererseits die aktive Unterstützung des legendären Königs im Kampf gegen die Muslime. In den folgenden Jahrhunderten, insbesondere nach Erfindung des Buchdruckes, wurde der Brief so oft kopiert, dass heute noch zahlreiche Exemplare erhalten sind.

Mythos

Der Brief beschreibt das sagenhafte Land des Priesterkönigs und dessen vielfältige Wunder detailliert:

Johannes schreibt, dass ihm 72 Könige tributpflichtig seien. Sein Reich mit der Hauptstadt Bibrich (oder Bribrich) erstrecke sich vom jenseitigen Indien<ref group="Anm.">In einigen mittelalterlichen Texten, in der frühchristlichen Literatur und der Spätantike wurde zwischen dem diesseitigen Indien, lateinisch: India citerior, und dem jenseitigen, weiter entfernten Indien, lateinisch: India ulterior, unterschieden. Durch die Vermischung von realer und imaginärer Geografie bezeichnen diese Begriffe, je nach Autor, unterschiedliche Regionen. Der unbekannte Verfasser des Johannes-Briefes könnte mit dem „jenseitigen Indien“ den indischen Subkontinent gemeint haben.</ref> durch die Wüste bis zum Aufgang der Sonne. Dort gebe es neben Elefanten, Kamelen und Dromedaren auch Vampire, gehörnte Menschen, Faune, Satyrn, Pygmäen, Hundsköpfige, Giganten, Zyklopen, Einäugige und den Vogel Phönix.

Durch das Reich fließe der Fluss Ydonus, der im Garten Eden entspringe. Die Flusskiesel seien Edelsteine. Am Fuß des Berges Olymp entspringe eine Quelle, die demjenigen Unsterblichkeit verleihe, der dreimal aus ihr getrunken habe. In einem Meer aus Sand finde man Steine, die Krankheiten heilen könnten. Dort gebe es auch einen wie eine Muschel geformten, ausgehöhlten Stein mit heilkräftigem Wasser, das von Lepra und jeder anderen Krankheit heile, wenn man darin bade. In der Wüste lebten Würmer im Feuer, die sich mit einem Häutchen von feinsten Seidenfäden umgäben, aus denen man Kleider und Tücher für den König fertige, die im Feuer gewaschen würden. Der Heerzug gegen die Feinde werde von dreizehn Wagen mit riesigen goldenen Kreuzen angeführt, denen jeweils 10.000 Reiter und 100.000 Fußsoldaten folgten.

Der Palast des Priesterkönigs Johannes wird als prächtig ausgestattet beschrieben. Die Türen seien mit dem Horn der Hornschlange (Cerastes) bedeckt, so dass angeblich niemand Gift in den Palast bringen könne. Die Wände und Fußböden bestünden aus Onyx, die Esstische aus Gold und Amethyst. Die Schlafkammer des Königs sei mit wunderbaren Goldarbeiten und Edelsteinen geschmückt, das Bett aus einem einzigen Saphir gefertigt. In der Nähe des Palastes stehe ein Turm mit einem gigantischen Spiegel, zu dem man über 125 Stufen hinaufsteigen müsse. In diesem Spiegel könne der König die Geschehnisse in allen Provinzen seines Reiches verfolgen und jegliche Verschwörung gegen den Thron erkennen.

Es gebe außerdem einen weiteren Palast, dessen Bauplan Gott dem Vater des Johannes in einer Vision gezeigt habe. Zu dem Bau habe man die wertvollsten Edelsteine und Gold als Mörtel verwendet. Wer dort eintrete, verliere jegliches Hungergefühl und sei, wenn er ihn wieder verlasse, wundersam gesättigt, gestärkt und von Krankheiten geheilt. In einer Ecke des Thronsaales entspringe eine Quelle. Wer von ihr koste, schmecke das, was er gerade zu essen oder zu trinken wünsche. Wer mehrmals von der Quelle trinke, werde dreihundert Jahre alt und sich dabei immer im besten Jugendalter befinden. Die Eingangspforte sei 130 Ellen hoch, aus funkelndem Kristall, umgeben mit reinstem Gold, und sie öffne und schließe sich ohne Berührung von selbst.

Der Brief endet mit einer Erklärung, dass Johannes sich den Titel „Presbyter“ aus Bescheidenheit gegeben habe, da seine Untergebenen alle von solch hohem kirchlichen und weltlichen Rang seien, dass kein noch so wohlklingender Titel seiner Macht und Größe gerecht werde.<ref>Zusammengefasst nach der deutschen Übersetzung des Otto von Diemeringen. In: Friedrich Zarncke: Der Priester Johannes. Abhandlungen der philologisch-historischen Classe der Königl. Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften, Bd. 8, Nr. 1, Hirzel, Leipzig 1876, S. 148–154</ref>

Die Beschreibung des Landes und der prächtig ausgestatteten Paläste des Priesterkönigs Johannes erinnert an die Schilderungen von Dschanna, wie sie dem Koran und den Hadithen zu entnehmen ist. Die islamischen Visionen vom Paradies waren im Westen aus Berichten von Reisenden sehr wohl bekannt und kulminierten 1264 in dem mittelalterlichen Buch Liber Scalae Machometi, der lateinischen Fassung der Kitab al-Miraj.<ref>Deutsche Übersetzung: Edeltraud Werner: Die Jenseitsreise Mohammeds: Liber Scale Machometi. Kitab al-mi'raj. Religionswissenschaftliche Texte und Studien, Georg Olms, Hildesheim 2007, ISBN 978-3-487-13424-6</ref> Die Erzählungen dürften auch dem unbekannten Verfasser des Briefes geläufig gewesen sein, der zweifelsohne einem gelehrten, geistlichen Umfeld angehörte.<ref>Edward Brooke-Hitching: Der Atlas des Teufels – Eine Erkundung des Himmels, der Hölle und des Jenseits. Knesebeck, München 2002, ISBN 978-3-95728-610-9, S. 189</ref>

Rezeption

Hinter dem Pseudonym Jean de Mandeville verbirgt sich ein unbekannter Autor, der zwischen 1357 und 1371 aus unterschiedlichen Quellen eine französischsprachige Erzählung über eine abenteuerliche Reise ins „Heilige Land“, den Nahen und Mittleren Osten und das geheimnisvolle Reich des Priesterkönigs Johannes zusammenfügte. In dem Werk tauchen die verschiedenen Narrative aus dem Johannes-Brief auf, so zum Beispiel die wasserlose Wüste, der Fluss mit Edelsteinen, der Heerzug mit den vorangetragenen, goldenen Kreuzen, die gehörnten Menschen und andere Fabelwesen. Den Palast des Priesterkönigs, ausgestattet mit den bereits im Johannes-Brief erwähnten kostbaren Gegenständen, verortet Mandeville in Susa.<ref>P. Hamelius: Mandeville’s travels. Translated from the French of Jean d’Outremeuse. Publiziert für: Early English text society, K. Paul, Trench, Trübner & Co., London 1919, Kapitel XXXI: Of the Ryall Estate of the Prestre John / of a riche man that made a mercureylous castell and clepted it Paradys / of his sotyltee. (übersetzt aus dem Mittelenglischen: Von den tatsächlich existierenden Ländereien des Priesters Johannes / eines reichen Mannes, der eine wundersame Burg errichten ließ und sie Paradies nannte / von seiner Klugheit.)</ref> Die Bedeutung des Mandeville-Textes liegt nicht in seinem Wahrheitsgehalt, sondern vielmehr in seinem weitreichenden Einfluss. Mandevilles „Reisen“ ist eines der populärsten Werke der europäischen Literatur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Einige der führenden Kartographen jener Zeit betrachteten es als Quelle verlässlicher Informationen. Der Text wurde in zehn Sprachen übersetzt, und es sind heute noch zahlreiche Ausgaben erhalten.

Zu den Autoren, die sich im Laufe der Zeit von der legendären Figur des Priesterkönigs Johannes inspirieren ließen, gehört der Florentiner Theologe und Dichter Giuliano Dati. In dem um 1493 erschienenen Gedicht La gran magnificentia del Prete Gianni o Primo cantare dell’India beschreibt er die Provinzen, Städte, Reichtümer, Gebräuche, Taten und Triumphe des „Prete Ianni“ von Indien anhand des Johannes-Briefes. Die bald darauf folgende Fortsetzung Secondo cantare dell’India befasst sich mit den seltsamen Fabelwesen, die angeblich im fernen „Indien“ beheimatet sind, so zum Beispiel: Einäugige (Monoculi), Hundsköpfige (Cynocephali), Schattenfüßler (Sciopedi) und kopflose Menschen (Blemmyae).

Suche in Asien

Papst Alexander III. sah sich genötigt, direkt auf den Brief des Priesterkönigs zu antworten und entsandte im Jahr 1177 seinen Leibarzt Magister Philipp mit einer persönlichen Botschaft an „den überaus lieben Johannes, den berühmten und großartigen König der Indien“<ref group="Anm.">Gemeint sind die beiden Indien: India citerior und India ulterior</ref> (“the very dear John, illustrious and magnificent king of the indies”) in „das unbekannte Gebiet jenseits des Turms zu Babel“ (“the unknown territory beyond the Tower of Babel”).<ref>Zitate aus: Igor de Rachewiltz: Papal envoys to the great khans. Stanford University Press 1971, ISBN 978-0-8047-0770-1</ref> Er ersuchte um Unterstützung für einen weiteren Kreuzzug gegen die Muslime, doch Philipps Reise endete ohne Ergebnis, er blieb verschollen.<ref>Johannes Fried: In den Netzen der Wissensgesellschaft. Das Beispiel des mittelalterlichen Königs- und Fürstenhofes. In: Johannes Fried und Thomas Kailer (Hrsg.): Wissenskulturen: Beiträge zu einem forschungsstrategischen Konzept. De Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-05-003777-6, S. 167</ref>

Der Priesterkönig Johannes wurde über die folgenden Jahrhunderte hinweg immer wieder in Quellen erwähnt. Er schürte die Hoffnung auf Vereinigung des eurasischen Kontinents unter christlicher Herrschaft. Mehrere Expeditionen wurden nach Asien ausgesandt, um mit Johannes Verbindung aufzunehmen. Den Reisen lag eine Fehlinformation zugrunde. Der Bischof von Akkon (dem heutigen Akko in Israel) hatte 1221 einen Brief an Papst Honorius III. geschickt, in dem er von der Ankunft des neuen und mächtigen Verbündeten König David von Indien berichtete, der den Kampf gegen das muslimische Perserreich aufgenommen habe und nun kurz vor der Eroberung von Bagdad stehe. Der Bischof hatte Kunde von den Eroberungszügen Dschingis Khans erhalten und identifizierte ihn fälschlicherweise mit dem sagenhaften Priesterkönig Johannes. Allerdings gab es in Asien, in Teilen des heutigen Syrien, Iran, Indien und China entlang der Seidenstraße, tatsächlich eine christliche Glaubensgemeinschaft, die Nestorianer. Sie war in Zentralasien dank konsequenter Missionierung stark vertreten und unterhielt sogar zehn Bischofssitze. An der Residenz des Großkhans Möngke Khan in Karakorum gab es Mitte des 13. Jahrhunderts neben Schamanen, Buddhisten und Muslimen auch eine nestorianische Gemeinde mit eigener Kirche.<ref name="Lippert" details="Page 81 f." />

Papst Innozenz IV. entsandte 1245/1246 den italienischen Franziskaner Johannes de Plano Carpini in einer diplomatischen Mission zum Großkhan der Mongolen. Gleichzeitig hatte er den Auftrag, Informationen über den Priesterkönig Johannes zu erlangen und ihn als Verbündeten gegen den Islam zu gewinnen. Er konnte jedoch von seiner Reise keine konkreten Informationen über Johannes zurückbringen. Das Reich des Priesterkönigs aber vermutete er in „Indien“. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Begriff „Indien“ im Mittelalter sehr unbestimmt war und weit über den Subkontinent Indien hinausreichte.

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Den gleichen Auftrag wie Carpini erhielt Wilhelm von Rubruk von König Ludwig IX. von Frankreich; er reiste 1253/55 mit einer königlichen Gesandtschaft in die Mongolei. Beide kehrten zwar mit Informationen über das Mongolenreich zurück, konnten jedoch den Mythos des Johannes nicht aufhellen.

Marco Polo siedelt das Reich des Priesterkönigs Johannes im heutigen Nordost-China an. Er schreibt dazu in seinem Reisebericht:

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Der indische Erzdiakon George of the Cross († 1640)
Datei:St. Thomas Cross.jpg
St. Thomaskreuz

Marco Polo berichtet auch von einer großen Schlacht, die zwischen den Armeen des Dschingis Khan und des „Un-Khan“ (Toghrul Khan?) stattgefunden haben soll.<ref group="Anm.">Wahrscheinlich ist die Schlacht von Khalakhaljid oder Qalaqaljid 1203 n. Chr. gemeint, in der die Keraiten unter Toghrul gegen die Mongolen unter Dschingis Khan kämpften.</ref> Nach Marco Polo endete sie mit dem Tod von Un-Khan und der Unterwerfung seines Reiches.

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Mit dem Ende der Kreuzzüge war die Suche nach einem Verbündeten im Osten nicht mehr von Bedeutung. Die Legende verebbte mit der Zeit, blieb jedoch latent noch lange im Bewusstsein erhalten. Hartmann Schedel erwähnt in seiner umfangreichen Weltchronik von 1493 Johannes nur noch in einem kurzen Absatz:

{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@- | {{#if:trim|In Indier land nennt man iren patriarche briesterjohann. […] Nun wirdt derselb briesterjohann nit allain als ein bischoff, sunder auch als ein kaiser geachtet. Von dem sagt man das zahlreich könig underworffen und ierlich zynsper seyen und in denselbe königreichen seyen hundert ertzbistumb. Un der öberst bischöflich und kaiserlich stuhl sey in einer großen mechtigen statt Bibrith genät und hat Johannes der patriarch einer auß den großen der indier (der im jar des herrn tawsent hundert gein rom komme) hat dem babst calisto, den cardineln und anderen prelaten offenlich gesagt.}} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@ | {{#ifeq: de | de | „{{#if:trim|In Indier land nennt man iren patriarche briesterjohann. […] Nun wirdt derselb briesterjohann nit allain als ein bischoff, sunder auch als ein kaiser geachtet. Von dem sagt man das zahlreich könig underworffen und ierlich zynsper seyen und in denselbe königreichen seyen hundert ertzbistumb. Un der öberst bischöflich und kaiserlich stuhl sey in einer großen mechtigen statt Bibrith genät und hat Johannes der patriarch einer auß den großen der indier (der im jar des herrn tawsent hundert gein rom komme) hat dem babst calisto, den cardineln und anderen prelaten offenlich gesagt.}}“ | {{#invoke:Text|quoteUnquoted| In Indier land nennt man iren patriarche briesterjohann. […] Nun wirdt derselb briesterjohann nit allain als ein bischoff, sunder auch als ein kaiser geachtet. Von dem sagt man das zahlreich könig underworffen und ierlich zynsper seyen und in denselbe königreichen seyen hundert ertzbistumb. Un der öberst bischöflich und kaiserlich stuhl sey in einer großen mechtigen statt Bibrith genät und hat Johannes der patriarch einer auß den großen der indier (der im jar des herrn tawsent hundert gein rom komme) hat dem babst calisto, den cardineln und anderen prelaten offenlich gesagt. | {{{lang}}} }} }} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|-}} | - | | {{{vor}}} }}{{#if:trim|In Indier land nennt man iren patriarche briesterjohann. […] Nun wirdt derselb briesterjohann nit allain als ein bischoff, sunder auch als ein kaiser geachtet. Von dem sagt man das zahlreich könig underworffen und ierlich zynsper seyen und in denselbe königreichen seyen hundert ertzbistumb. Un der öberst bischöflich und kaiserlich stuhl sey in einer großen mechtigen statt Bibrith genät und hat Johannes der patriarch einer auß den großen der indier (der im jar des herrn tawsent hundert gein rom komme) hat dem babst calisto, den cardineln und anderen prelaten offenlich gesagt.}}{{ #ifeq: {{#if:|{{{nach}}}|-}} | - | | {{{nach}}} }} }} }}{{ #if: || <ref>Zitat aus: Hartmann Schedel: Weltchronik. Nürnberg 1493, Blatt CXCVII.</ref> }}

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König Heinrich III. von Kastilien und León war bestrebt, Gesandtschaften zu den Fürsten der Christenheit sowie den Mauren zu entsenden, um Informationen über deren Reiche, Streitkräfte, kulturelle Gebräuche und die Absichten ihrer Herrscher zu gewinnen und zugleich diplomatische Beziehungen mit ihnen aufzubauen. Er entsandte den kastilischen Adligen Ruy González de Clavijo zu einer Erkundungsreise nach Zentralasien. Clavijo erreichte den Hof von Timur Lenk in Samarkand im Jahr 1403, wurde freundlich aufgenommen und verbrachte dort 14 Monate als diplomatischer Vertreter. Bei seiner Rückkehr nach Spanien berichtete er von Gerüchten über einen christlichen Herrscher in „Großindien“. Dieser ungenannte König sei so mächtig, dass selbst Timur Lenk mit seinem großen Heer ihn nicht besiegen konnte.

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Den größten Teil jenes Indiens (das Großindien ist) hält der König noch immer in seinem Besitz und ging auch in der Schlacht nicht verloren, von der wir sprachen [und] die vor etwa zwölf Jahren stattfand.<ref group="Anm.">Es ist nicht bekannt, welche Schlacht Clavijo meint.</ref> Seitdem haben weder Timur noch der Prinz, sein Enkel, jemals wieder versucht, dieses Land zu erobern. Die Bevölkerung Großindiens ist größtenteils christlich, ebenso wie ihr König, jedoch gehören sie dem griechischen Ritus an [. . .].}} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@ | {{#ifeq: de | de | „{{#if:trim|The major part of that India (which is Greater India) the king thereof still keeps in possession, and did not lose when defeated at that battle, which we have spoken of, and this took place some twelve years ago. Since then neither Timur nor the Prince his grandson has ever sought again to invade that country. The people of Greater India are Christians for the most part as is also their king, but they are of the Greek rite [. . .].

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Obwohl Clavijo selbst diesen Herrscher expressis verbis nicht mit dem Namen Priesterkönig Johannes bezeichnete, wurde er mit ihm in Verbindung gebracht und schürte die Hoffnung, dass ein christlicher Verbündeter im Osten sich mit den Europäern gegen die Ausbreitung des Islam verbünden würde.

Ursprung der Figur des Priesterkönigs Johannes könnte das historische Amt des Archidiakons der Thomaschristen in der Syro-malabarischen Kirche sein. Er hatte den Status eines Oberhauptes seines Volkes, belegt durch seinen Ehrentitel: „Jathikku Karthavyan“ (übersetzt: Verwalter oder Verantwortlicher für die Gemeinschaft), und vereinigte in seiner Person spirituelle und administrative Macht, u. a. kirchliche und judikative.<ref>Pauly Maniyattu: Synodal Structures in the Syro-Malabar Church with Special Focus on Palliyogam. In: Asian Horizon, Bd. 17, Nr. 1, März 2023, S. 141–154</ref> Das Kreuzwappen des Priesterkönigs Johannes, mit seinen beiden stilisierten Krummstäben, enthält möglicherweise eine abgewandelte Form des traditionellen, indischen Sankt-Thomas-Kreuzes (Mar Thoma Sleeva).

Suche in Afrika

Datei:Prester John map.jpg
Karte des Reiches des Priesterkönigs Johannes in Ostafrika (Abraham Ortelius, 1598)
Datei:Bet Giyorgis church Lalibela 01.jpg
Christliche Felsenkirche in Lalibela, Äthiopien

Im Frühjahr 1291 brachen der Genueser Kaufmann Ugolino de Vivaldo (auch: Ugolino Vivaldi) und sein Bruder Vandino mit zwei Galeeren zu einer Fahrt nach Indien auf, passierten die Straße von Gibraltar, segelten entlang der marokkanischen Küste, und es wird angenommen, dass sie die Kanarischen Inseln und die Region um das Kap Nun erreichten. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt, wahrscheinlich erlitten sie an der afrikanischen Küste Schiffbruch.<ref>Jose-Juan Lopez-Portillo: Spain, Portugal and the Atlantic Frontier of Medieval Europe, Teil 1, Kapitel 1: The Expedition of the Brothers Vivaldi – New Archival Evidence. Ashgate Publishing 2013, ISBN 978-1-4094-5495-3</ref> Im frühen 14. Jahrhundert unternahm Ugolinos Sohn Sorleone de Vivaldo (ca. 1291 – 1315<ref>Encyclopædia Britannica, Volume 28, 1911</ref>) mehrere Fernreisen auf der Suche nach seinem Vater. Dabei soll er das Kap der Guten Hoffnung umrundet haben und bis an die somalische Küste nach Mogadischu vorgedrungen sein. Diese Geschichte greift der Dominikaner Jourdain de Séverac in Briefen aus den Jahren 1321–1324 auf und berichtet, dass zwei Genuesen am Hof des Priesterkönigs Johannes im heutigen Äthiopien um Hilfe baten. Damit löste er neue Spekulationen zur Lage des Reiches des Priesterkönigs in Afrika aus.

Der Mythos wurde im 15. Jahrhundert in abgewandelter Form von den Portugiesen bereitwillig aufgegriffen, um eine Rechtfertigung für ihre Entdeckungsfahrten und die Umsegelung von Afrika zu liefern. König Manuel I. beabsichtigte, den Einfluss des Islams in Afrika zurückzudrängen und den Kontinent für das Christentum zu gewinnen. Hierzu suchte er die Allianz mit dem legendären Priesterkönig.<ref>Oliveira Martins: História de Portugal, Lissabon 1894, Livro V, S. 4–8</ref>

Über die Araber war die Kunde von einem christlichen Reich in Ostafrika nach Europa gelangt, und man erinnerte sich sogleich an die Legende vom Priesterkönig Johannes. Tatsächlich gab es in Ostafrika, im heutigen Äthiopien, eine mächtige und einflussreiche christliche Gemeinschaft, die Reiche von Aksum und Lalibela. Die Entstehung des Christentums in Äthiopien ging auf Händler zurück, die die noch junge Religion aus Syrien mitbrachten, mit dem umfangreiche Handelsbeziehungen bestanden. In der Blüte des Reiches von Aksum nahm König Ezana im 3. Jahrhundert das Christentum in Form des Monophysitismus als Staatsreligion an. Es bestanden enge Verbindungen zur koptischen Kirche in Ägypten. Das Reich existierte bis zum 10. Jahrhundert, als es durch die islamischen Eroberungen in Syrien und Ägypten vom Mittelmeer und damit von wichtigen Handelsbeziehungen abgeschnitten wurde. Im späten 12. bzw. frühen 13. Jahrhundert errichtete Kaiser Lalibela wieder ein starkes, christliches Äthiopien in der Tradition von Aksum. Er ließ in Roha, dem heutigen Lalibela, zwölf Kirchen aus dem massiven Felsgestein meißeln, die heute noch ein beeindruckendes Zeugnis von der Macht und Größe des Reiches ablegen.

Da sich der Höhepunkt der frühen Expansion Äthiopiens in den Nordosten (das heutige Somalia) und die Rückgewinnung islamischer Gebiete im 15. Jahrhundert mit dem Höhepunkt der europäischen Entdeckungsfahrten unter Führung Portugals zeitlich überlagerte, wird es verständlich, dass das mittelalterliche Äthiopien mit dem Reich des Priesterkönigs Johannes identifiziert wurde. Im späten Mittelalter gab es mehrere Entdeckungsfahrten europäischer Abenteurer in diese Region. Besucher, die das äthiopische Reich tatsächlich erreichten, wurden jedoch nicht mehr herausgelassen, so dass die Informationen weiterhin unbestimmt blieben.

Im Auftrag des portugiesischen Königs Johann II. sollte Pêro da Covilhã (1450–1530) über Land nach Indien reisen, um Handelswege zwischen Europa und Indien zu erkunden und Kontakt mit dem Priesterkönig Johannes aufzunehmen, den man in Ostafrika vermutete. Sein Reisebegleiter war Afonso de Payva, der über arabische Sprachkenntnisse verfügte. Ihr Weg führte sie 1487 von Lissabon per Schiff nach Neapel und auf der traditionellen levantinischen Route über Rhodos nach Alexandria und weiter über Kairo und Suez nach Aden.<ref>Francisco Manuel de Melo, Conde de Ficalho: Viagens de Pedro da Covilhan. A. M. Pereira, Lissabon 1898, S. 80 f.</ref> Dort trennten sie sich. Afonso de Payva wollte nach Äthiopien weiterreisen, Covilhã hingegen nach Indien. Covilhã erreichte tatsächlich die indische Westküste, er kam bis Calicut (heute: Kozhikode) und Goa. Um 1490 kehrte er nach Kairo zurück, um sich mit Payva zu treffen, konnte ihn aber nicht antreffen. Kundschafter, die König Johann ausgesandt hatte, übermittelten Covilhã die Anweisung des Königs, zunächst nach Hormuz am Persischen Golf und anschließend weiter nach Äthiopien zu reisen.<ref>Walther L. Bernecker, Klaus Herbers: Geschichte Portugals. Kohlhammer, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-17-020662-5, S. 123–124</ref> Er erreichte Äthiopien und wurde angesehenes und geehrtes Mitglied am Hof von Negus Eskandar, aber auch de facto Gefangener und durfte das Land nicht mehr verlassen.<ref>C. F. Beckingham and G. W. B. Huntingford: The Prester John of the Indies: a true relation of the lands of the Prester John, being the narrative of the Portuguese embassy to Ethiopia in 1520 written by Father Francisco Alvares. Bd. 1, Cambridge University Press 1961, Nachdruck: Taylor & Francis 2010, ISBN 978-1-4094-2492-5</ref> Afonso de Payva blieb verschollen. Offensichtlich hat er Äthiopien nicht erreicht, sein Schicksal ist ungeklärt.

Etwa zeitgleich beauftragte König Johann II. Bartolomeu Dias mit der Umsegelung des afrikanischen Kontinents, um eine alternative Handelsroute nach Indien zu erschließen. Ein weiteres Ziel der Expedition war die Suche nach dem Reich des Priesterkönigs Johannes. Dias fuhr mit drei Karavellen im August 1487 von Lissabon ab, segelte entlang der Westküste Afrikas und erreichte am 12. März 1488 die Algoa Bay im heutigen Südafrika. Dort kehrte er um und fuhr nach Portugal zurück. Er gelangte nicht an die Ostküste Afrikas, wo das Reich des Priesterkönigs vermutet wurde.<ref>Emmanuel Kwaku Akyeampong, Henry Louis Gates: Dictionary of African Biography. Bd. 2, Oxford University Press, New York 2012, ISBN 978-0-19-538207-5, S. 194</ref>

Erst 1520 erreichte wieder eine von Rodrigo da Lima geführte Expedition Äthiopien, der es auch gelang, mit Berichten nach Portugal zurückzukehren. Der die Gruppe begleitende Kaplan Francisco Álvares verfasste als erster Europäer eine ausführliche Beschreibung des Reiches des Priesterkönigs<ref>Francisco Álvares: Verdadeira Informação das Terras do Preste João das Índias (Wahre Informationen über das Land des Priesterkönigs Johannes von Indien), Lissabon 1540, Nachdruck: Imprensa Nacional, Lissabon 1883</ref>. Darin sind Berichte von Pêro da Covilhã, den er in Äthiopien getroffen hatte, veröffentlicht. Aber auch er konnte das Rätsel um Johannes nicht aufklären.

Erst zum Ende des 17. Jahrhunderts wies der Diplomat und Begründer der Äthiopistik Hiob Ludolf in seiner Geschichte Äthiopiens (Historia Aethiopica) nach, dass es keine Verbindung zwischen dem äthiopischen Herrscherhaus und dem Priesterkönig Johannes gab.<ref>Hiob Ludolf: Historia Aethiopica, sive brevis et succincta descriptio regni Habessinorum. David Zunner, Frankfurt a. M. 1681</ref> So verebbte die Suche nach dem sagenhaften Reich des Johannes in Afrika.

Suche in Amerika

Mit der Entdeckung des amerikanischen Kontinents wurden bislang ungeklärte Mythen auf die noch unerforschte „Neue Welt“ projiziert, zum Beispiel die Überlieferung vom Goldland Ophir, das Christoph Kolumbus auf Hispaniola vermutete<ref>Peter McNutt (Hrsg.): De orbe novo, the eight Decades of Peter Martyr d’Anghera. Übersetzung von Peter McNutt, G.P. Putnam’s Sons, New York 1912, S. 86–87</ref>, ebenso wie den Priesterkönig Johannes.<ref>Samuel Eliot Morison: The European Discovery of America, Bd. 2: The Southern Voyages 1492-1616. Oxford University Press, New York 1974, ISBN 978-0-195-01823-3 S. 5</ref>

Als Peter Martyr D’Anghiera in seiner Weltberschreibung De Orbe Novo vom Volk der „Chicorani“<ref group="Anm.">Die Chicorani (auch Chicoranos oder Chicora) sind ein indigenes Volk, das in der von den Spaniern „Chicora“ genannten Region an der Atlantikküste im heutigen South Carolina/Georgia (USA) lebte.</ref> berichtete, die „einen König von riesenhafter Statur namens Datha“ (Regem habent hi gigantea proceritatis huic nomen est Datha)<ref>Richard Hakluyt (Hrsg.): De orbe novo. Petri Martyris Anglerii Mediolanensis, protonotarij, & Caroli Quinti senatoris decades octo, diligenti temporum obseruatione & vtilissimis annotationibus illustratæ suóque nitori restitutæ [. . .]. London 1587, Decas Septima, Caput secundum, S. 472</ref> hatten, stellte man eine Verbindung zum Johannesmythos her und vermutete sein Reich in Amerika.<ref>Luis Weckmann: The medieval heritage of Mexico. Fordham University Press, New York 1992, ISBN 978-0-823-21324-5, S. 25</ref><ref>Paul Quattlebaum: Land Called Chicora: The Carolinas Under Spanish Rule With French Intrusion 1520-1670. University of Florida Press, Gainesville 1956, S. 18, 129</ref> Doch mit zunehmender Erforschung und Erkundung des Kontinents erwiesen sich solche Spekulationen als obsolet.

Kartendarstellung

Datei:Prester John.jpg
Priester Johannes in einer Kartendarstellung (Atlas de Diego Homen, 1561 Portugal)
Datei:Mercator 1569 world map detail Prester John of Africa.jpg
Johannes auf der Mercator-Weltkarte von 1569

In den Landkarten war das Reich des Priesterkönigs Johannes noch bis weit in das 16. Jahrhundert verzeichnet. Einige Beispiele dafür:

  • In der Weltkarte des Andreas Walsperger, 1448 im Kloster Reichenau entstanden, ist die Stadt Bibrich als prächtige, großformatige Silhouette nördlich von Tabrobana (Sri Lanka) besonders hervorgehoben.
  • Eine 1475 in Lübeck entstandene Radkarte Jerusalems und des Heiligen Landes zeigt das Reich des Priesterkönigs Johannes südlich von Indien und westlich von Babylon.
  • Auf Martin Behaims Erdapfel, entstanden 1492–1493 in Nürnberg, ist das Reich des Priesterkönigs Johannes in Ostasien angesiedelt. In einer großen Bucht, die wohl den Golf von Bengalen darstellen soll, befindet sich die Inschrift: „Diſs Mer land und ſtett gehert als dem groſzen kaiser prister Johan aus Jndia.“
  • Die Weltkarte des Juan de la Cosa von 1500 zeigt das Reich des Priesterkönigs Johannes nördlich von Ethiopia (Äthiopien), direkt westlich des Nils.
  • Sebastian Münsters Cosmographia (deutsche Ausgabe von 1550) enthält eine Karte von Afrika, die den von zwei Flüssen eingerahmten Herrschaftssitz des Priesterkönigs Johannes (Sedes Preste Iohann) zeigt.
  • Die Weltkarte des Gerhard Mercator von 1569 zeigt den Priesterkönig Johannes mit einem Kreuzszepter in der Hand.
  • In dem 1649 in Amsterdam erschienenen Atlas: Novus Atlas, Das ist Welt-beschreibung: mit schönen newen außführlichen Taffeln; Inhaltende Die Königreiche vnd Länder des gantzen Erdtreichs; Abgetheilt In vier Theile, von Johannes Janssonius befindet sich eine Kupferstichkarte mit dem Titel: Aethiopia Superior vel Interior vulgo Abissinorum sive Presbiteri Ioannis Imperium (deutsch: Ober- oder Inneres Äthiopien, allgemein bekannt als das Abessinische Reich oder das Reich des Presbyters Johannes). Der zugehöre Text siedelt das Reich des Priesterkönigs im heutigen Äthiopien an:
„Der König beherrschet diese Länder / den sie Priester / oder Pretiosum Iohannem, das ist / den werten Priester Johan / und in gemeyn Prete Gianni heissen / un zwar solches auß einem grossen nunmehr angenommenen Jrtumb / weil selbiger vor Zeiten in dem Königreich Asien Tenduc genant / regiert hatte. Von den Völckern Abasenis, meldet Stephanus in beschreibung Arabien: daher glaubwürdig ist / daß selbige / nach dem sie uber den Arabischen Meerschoß geschiffet / in Africam sich begeben haben; oder diese sind albereits in Africa an der lincken seiten des jetztgemelten Meerschosses gewesen / alwo dreyfaltig Arabien gelegen / oder viel mehr gesetzt wird / diese aber ist nun unterm Reich der Abissinier.“

Überlieferung

Die lateinische Epistola presbiteri Johannis („Brief des Presbyters Johannes“) ist in mehr als 200 Handschriften des 12. bis 17. Jahrhunderts und 14 Druckausgaben von ca. 1483 bis 1565 überliefert. Die Fassungen des Textes variieren sehr stark. Neben dem bei Zarncke edierten Text der Tradition I, die sich in fünf Redaktionen sowie mehrere Kurz- und Langfassungen aufgliedert, sind fünf lateinische Sonderfassungen (Tradition II) erhalten, die zum Teil erhebliche Umarbeitungen aufweisen und mit den romanischen Übersetzungen in engem Zusammenhang stehen.

Deutsche Übersetzungen finden sich in folgenden Handschriften:

sowie in Albrechts Jüngerem Titurel.

Literarische Verarbeitungen des Themas

  • Wolfram von Eschenbach griff bereits im 13. Jahrhundert in seinem Versroman Parzival Elemente des Johannes-Mythos auf.
  • Umberto Eco hat Teile des Mythos vom Priesterkönig Johannes in seinem Roman Baudolino verarbeitet.
  • Tad Williams verwendet Johannes Presbyter bzw. Johannes den Priester im Roman Der Drachenbeinthron als Hochkönig des fiktiven Landes Osten-Ard
  • Michael Peinkofer schrieb den historischen Roman Das verschollene Reich über die Suche nach dem Reich des Johannes
  • Philipp Schmidt schrieb eine zweibändige Fantasyroman-Reihe, die sich auf den Mythos um den Priesterkönig bezieht.

Literatur

Werkausgaben

  • Friedrich Zarncke: Der Priester Johannes. In: Abhandlungen der philologisch-historischen Classe der Königl. Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften. 7, 1879, S. 827–1030, und 8, 1883, S. 1–186 (Ausgaben des lateinischen und der deutschen Textes) (Digitalisat bei der SLUB Dresden)
  • Bettina Wagner: Die „Epistola presbiteri Johannis“: lateinisch und deutsch. Überlieferung, Textgeschichte, Rezeption und Übertragungen im Mittelalter; mit bisher unedierten Texten (= Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters, Band 115). Tübingen 2000, ISBN 3-484-89115-7 (insbesondere zur Überlieferung).

Deutschsprachige Sekundärliteratur

  • Wilhelm Baum: Die Verwandlungen des Mythos vom Reich des Priesterkönigs Johannes – Rom, Byzanz und die Christen des Orients im Mittelalter. Kitab, Klagenfurt 1999, ISBN 3-902005-02-5
  • Gerd-Klaus Kaltenbrunner: Johannes ist sein Name – Priesterkönig, Gralshüter, Traumgestalt (= Die graue Reihe 12), Graue Edition, Zug 1993, ISBN 3-906336-12-3
  • Ulrich Knefelkamp: Die Suche nach dem Reich des Priesterkönigs Johannes. Dargestellt anhand von Reiseberichten und anderen ethnographischen Quellen des 12.-17. Jahrhunderts, Müller, Gelsenkirchen 1986, ISBN 3-89049-006-9 (Zugleich: Freiburg (Breisgau), Univ., Diss. 1985)
  • Ulrich Knefelkamp: Der Priesterkönig Johannes und sein Reich – Legende oder Realität In: Journal of Medieval History 14, 1988, {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0304-4181|0}}{{#ifeq:1|0|[!]

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}}, S. 337–355

  • Udo Friedrich: Zwischen Utopie und Mythos – der Brief des Priesters Johannes In: Zeitschrift für deutsche Philologie 122, 1, 2003, {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0949-1678|0}}{{#ifeq:1|0|[!]

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}}, S. 73–92

  • Björn Opfer-Klinger: Der Mythos vom Priesterkönig Johannes. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (GWU), Jg. 65, Heft 2014/1–2, {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0016-9056|0}}{{#ifeq:1|0|[!]

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}}, S. 83–91.

  • Wolbert Smidt: Der Priesterkönig Johannes: eine Sehnsuchtsfigur In: Kerstin Volker-Saad, Anna Greve (Hrsg.): Äthiopien und Deutschland, Sehnsucht nach der Ferne Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2006, ISBN 3-422-06603-9, S. 35–39

Weblinks

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Einzelnachweise

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Anmerkungen

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