Präsidentschaftswahl in Frankreich 1981
Vorlage:Infobox Wahl Die Präsidentschaftswahl in Frankreich 1981 fand am 26. April und 10. Mai 1981 statt<ref>Décret n° 81-261, 19. März 1981. In: Journal officiel de la République française. Abgerufen am 17. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Sie führte zur ersten Amtszeit von François Mitterrand, der im zweiten Wahlgang 3,6 Prozentpunkte mehr erhalten hatte als der amtierende Präsident Valéry Giscard d’Estaing. Er wurde für sieben Jahre ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) gewählt. Mitterrand war damals 64 Jahre alt und fast zehn Jahre älter als Giscard, der 1974 im Alter von 48 Jahren ins Amt gekommen war. Mitterrand ernannte zehn Tage nach der Wahl das Kabinett Mauroy unter Premierminister Pierre Mauroy.
Kandidaten
Neben den Kandidaten der Parteien äußerte der Humorist Coluche in einem Interview am 27. März 1980 in der Zeitung Le Monde, er werde wahrscheinlich bei der Präsidentschaftswahl kandidieren. Als ungültiger Kandidat, um Nichtwähler zum Wählen zu bewegen. Sein Hauptargument werde sein, nicht gewählt zu werden.<ref>Le Monde: La politique me fait rire vom 27. März 1980</ref> Am 20. Oktober 1980 gab er seine Kandidatur in einer Pressemitteilung bekannt und am 30. Oktober 1980 lud er zu einer Pressekonferenz ins Théâtre du Gymnase Marie Bell, in der nochmals seine Kandidatur bekannt gab, um gegen die politischen Zustände im Land zu protestieren. Sein Wahlkampfslogan war: „Bisher war Frankreich zweigeteilt, bei mir wird es viergeteilt!“ In Umfragen erhielt er bis zu 16 % der Befragtenstimmen und wurde von zahlreichen Intellektuellen unterstützt. Nachdem François Mitterrand Coluche als potenzielle Bedrohung bezeichnete, Coluche laut eigener Aussage unter anderem von zwei führenden Köpfen der Sozialistischen Partei davon abgehalten wurde, weiterhin an seiner Kandidatur festzuhalten, sowie einem Drohbrief an Coluche mit der Überschrift „Dernier Avertissement“ („Letzte Warnung“), beendete er am 16. März 1981 seine Kandidatur. „Ich bevorzuge, dass meine Kandidatur aufhört, weil sie anfängt, mich zu irritieren.“<ref>Coluche, un candidat à abattre?, Reportage des TV-Investigativformats Secrets d'actualité</ref> Als sein Manager René Gorlin tot aufgefunden wurde, interpretierte Coluche dies als Drohgeste gegen sich. Später stellte sich heraus, dass Gorlins Frau ihren Mann erschossen hatte.<ref>S. 44/45</ref>
Ergebnis
Nach der Wahl
Am 14. und 21. Juni 1981 fand eine Wahl der Nationalversammlung statt. Die Partei PS erlebte einen Erdrutschsieg (269 Sitze nach 103 Sitzen bei der Wahl 1978); die Partei RPR erhielt 148 Sitze (nach 211 bei der Wahl 1978). Spitzenkandidat Pierre Mauroy (PS) war vom 21. Mai 1981 bis zu seinem Rücktritt am 17. Juli 1984 Premierminister. Ihm folgte Laurent Fabius. Bei der Wahl der Nationalversammlung am 16. März 1986 gewannen die Parteien RPR und UDF; Jacques Chirac (RPR) bildete das Kabinett Chirac II. Damit endete die fast fünfjährige Phase, in der die PS alleine regieren konnte; eine zweijährige Phase der Cohabitation begann.
Siehe auch
Einzelnachweise
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| Präsidentschaft |
1958§ • 1965 • 1969 • 1974 • 1981 • 1988 • 1995 • 2002 • 2007 • 2012 • 2017 • 2022 • 2027 |
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| Nationalversammlung |
1958 • 1962 • 1967 • 1968 • 1973 • 1978 • 1981 • 1986 • 1988 • 1993 • 1997 • 2002 • 2007 • 2012 • 2017 • 2022 • 2024 • 2029 | ||||
| Senat§ |
1959 • 1962 • 1965 • 1968 • 1971 • 1974 • 1977 • 1980 • 1983 • 1986 • 1989 • 1992 • 1995 • 1998 • 2001 • 2004 • 2008 • 2011 • 2014 • 2017 • 2020 • 2023 | ||||
| Europa |
1979 • 1984 • 1989 • 1994 • 1999 • 2004 • 2009 • 2014 • 2019 • 2024 | ||||
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