Zum Inhalt springen

Popasna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Ort in der Ukraine Popasna (

  1. WEITERLEITUNG Vorlage:ukS-Cyrl

Die ukrainische Sprache wird in kyrillischer Schrift geschrieben und so auch in der deutschsprachigen Wikipedia dargestellt.

Romanisierung, also lateinische Umschrift, kommt nur sehr selten vor, insbesondere kaum im Zusammenhang mit der Nutzung dieser Vorlage.

In den Artikeln soll deshalb die Form {{ukS}} für kyrillische Schrift benutzt werden und die Weiterleitung nicht aufgelöst werden.

Diese Weiterleitung ist grundsätzlich kein Gegenstand von SLA.; {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}) ist eine Stadt in der Oblast Luhansk im Osten der Ukraine mit etwa 200 Einwohnern (2024).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Datei:Popasna012.jpg
Gebäude im Ort

Geographische Lage

Die im Donezbecken gelegene Stadt war bis Juli 2020 das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons (seitdem gehört sie zum Rajon Sjewjerodonezk) wenige Kilometer westlich von Perwomajsk und 85 km westlich vom Oblastzentrum Luhansk.

Datei:2015-09-19-1238 (21608813331).jpg
Schild am Ortseingang

Geschichte

Gegründet wurde Popasna an der Eisenbahnstrecke nach Debalzewe und Kramatorsk als Eisenbahnstation im Jahre 1878. Seit 1910 ist der Ort ein großer Eisenbahnknotenpunkt, der am 24. Oktober 1938 den Status einer Stadt erhielt. Mit Erhebung zur Stadt bekam der Ort den Namen L. M. Kahanowytscha zu Ehren des sowjetischen Politikers L. M. Kaganowitsch. Seit 1944 trägt die Stadt wieder den Namen Popasna.<ref>Vorlage:Webarchiv (russisch)</ref>

Im Verlauf des Ukrainekrieges kam es zu Kampfhandlungen im Ort, er wurde am 8. Juli 2014 durch die Separatistentruppen der Volksrepublik Lugansk erobert, konnte aber am 22. Juli 2014 durch das Bataillon Donbas wieder unter ukrainische Kontrolle gebracht werden. Der Ort lag fortan nahe der Front zu den Separatistengebieten und wurde immer wieder das Ziel von Raketen- und Artillerieangriffen.

Als am 24. Februar der russische Überfall auf die Ukraine begann, passierte in Popasna vorerst nichts, auch die täglich fahrenden Züge wurden kaum zur Flucht benutzt. Erst am 2. März, also nachdem die rasche Einnahme Kiews nicht erfolgt war, wurde Popasna erstmals beschossen, dabei starb ein russischsprachiger Vater von zwei minderjährigen Kindern. Von Tag zu Tag wurde der Beschuss intensiver, und als die Russen Mitte März immer noch keinen Meter hatten vorrücken können, begann der Einsatz der Russischen Luftwaffe auf große fünf- und neunstöckige Gebäude. Die Stadt wurde ab diesem Moment evakuiert. Viele Bewohner hatten auf eine Entwicklung wie 2015 gehofft und hatten es nicht eilig, die Stadt zu verlassen. Eine Mitte März Geflüchtete berichtete, sie habe auf dem Weg nach Deutschland kein einziges Mal Geld bezahlt, überall hätten Freiwillige geholfen.<ref name="DerTod">„Der Tod kommt einfach“. Nowaja gaseta. Europa, 20. August 2022.</ref>

Nach zweimonatigem Beschuss wurde das Zentrum der Stadt im April 2022 von russischen Truppen erobert.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Am 8. Mai meldete der Gouverneur der Oblast Luhansk, Serhij Hajdaj, dass sich ukrainische Truppen aus Popasna zurückgezogen hätten. Popasna war nach Hajdajs Angaben „bis auf die Grundmauern zerstört“.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die verbliebene Bevölkerung wurde nach Angaben der ukrainischen Militärverwaltung von den Invasoren gefangen genommen und deportiert.<ref>Roman Petrenko: Residents of Popasna deported at gunpoint, Yahoo News vom 13. Mai 2021, abgerufen am 14. Mai 2021 (englisch).</ref>

Vermutlich hielten sich im August noch höchstens 500 Bewohner in der Stadt auf.<ref name="DerTod" /> Die Besatzer erwogen, die zerstörte Stadt nicht wieder aufzubauen.<ref>Die Behörden der selbsternannten LPR gaben zu, dass sie Popasnaya nicht wiederherstellen würden. Vor dem Krieg lebten in dieser Stadt 19.000 Menschen., Meduza, 9. August 2022</ref> In Moskau wurden derweil im Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges in laut britischer Sanktionsbegründung desinformierenden<ref>На Поклонной горе открылась выставка «Обыкновенный нацизм». В программе — рассказы о зверствах бандеровцев, свастики и сравнение гитлеровской Германии с современной Украиной Мы ознакомились с этой (очень странной) экспозицией, Meduza, 25. Mai 2022</ref> Ausstellungen „echte Exponate“ aus Popasna gezeigt, die den Beschuss von Wohngebieten der Stadt durch die Ukraine „bezeugten“.<ref>Обыкновенный NATOцизм Internetauftritt des Museums, abgerufen am 14. November 2022</ref>

Verwaltungsgliederung

Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Popasna (Попаснянська міська громада/Popasnjanska miska hromada). Zu dieser zählen auch die 2 Siedlungen städtischen Typs Komyschuwacha und Wrubiwka, die 7 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer sowie die 4 Ansiedlungen Druschba, Hlynokarjer, Mykolajiwka und Nyrkowe<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 717-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Луганської області"</ref>, bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Popasna (Попаснянська міська рада/Popasnjanska miska rada) im Südwesten des Rajons Popasna.

Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Sjewjerodonezk<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"</ref>.

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Popasna Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch
Druschba Дружба Дружба
Hlynokarjer Глинокар'єр Глинокарьер (Glinokarjer)
Komyschuwacha Комишуваха Камышеваха (Kamyschewacha)
Mykolajiwka Миколаївка Николаевка (Nikolajewka)
Nowoiwaniwka Новоіванівка Новоивановка (Nowoiwanowka)
Nowooleksandriwka Новоолександрівка Новоалександровка (Nowoalexandrowka)
Nowoswaniwka Новозванівка Новозвановка (Nowoswanowka)
Nyrkowe Ниркове Нырково (Nyrkowo)
Oleksandropillja Олександропілля Александрополье (Aleksandropolje)
Trojizke Троїцьке Троицкое (Troizkoje)
Wiktoriwka Вікторівка Викторовка (Wiktorowka)
Wrubiwka Врубівка Врубовка (Wrubowka)
Wyskrywa Вискрива Выскрива (Wyskriwa)

Bevölkerung

Demographie
1923 1926 1939 1959 1970 1979 1989 2001 2005 2016
5.585 7.745 26.350 31.027 31.012 30.209 30.257 25.951 24.112 21.241

Quelle: Demographie ukrainischer Städte – pop-stat.mashke.org<ref name="Demographische Entwicklung">Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Luhansk