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Kramatorsk

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Vorlage:Infobox Ort in der Ukraine Kramatorsk (

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Diese Weiterleitung ist grundsätzlich kein Gegenstand von SLA.'; {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}) ist eine Großstadt mit etwa 140.000 Einwohnern (2025)<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> in der Oblast Donezk im Osten der Ukraine. Sie ist der Verwaltungssitz der ukrainisch kontrollierten Teile der Oblast Donezk und wurde bis 2020 vollständig vom Rajon Slowjansk umschlossen (seitdem ist beides Teil des Rajon Kramatorsk).

Kramatorsk ist ein Zentrum der Maschinenbau-<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> und Schmuckindustrie.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Geographie

Kramatorsk liegt am Ufer des Kasennyj Torez, eines Nebenflusses des Siwerskyj Donez, im Norden der Oblast Donezk.

Durch die Stadt verläuft in Nord-Süd-Richtung die Fernstraße N 20.

Geschichte

Datei:Палац культури та техніки, Краматорськ DJI 0031.jpg
Kulturpalast
Datei:Палац культури та техніки, Краматорськ DJI 0002.jpg
Kulturpalast bei Nacht

Vom 19. bis ins frühe 21. Jahrhundert

Kramatorsk wurde 1868 als eine Eisenbahnstation gegründet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Kramatorsk zu einem wichtigen Industriezentrum, vor allem der Maschinenbauindustrie. 1914 war die Einwohnerzahl auf rund 4.000 gestiegen.

1937 wurde die bis zum 1. August 2017 bestehende Straßenbahn Kramatorsk eröffnet.

Im Zweiten Weltkrieg war Kramatorsk vom 27. Oktober 1941 bis zum 6. September 1943 von der Wehrmacht besetzt. Die Friedrich Krupp AG betrieb dort die „Neue Maschinenfabrik Kramatorsk“.<ref>Heinz Bergschicker: Stalingrad. Verlag der Nation, Berlin 1960.</ref> Nach der Befreiung der Stadt wurde bei Kramatorsk das Kriegsgefangenenlager 217 für deutsche Kriegsgefangene eingerichtet.<ref>Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.</ref>

Während des Kalten Krieges befanden sich bis 1991 auf dem 6 km südöstlich von Kramatorsk gelegenen Militärflugplatz mit einer Start- und Landebahn von 2500 m mehrere sowjetische Abfangjäger vom Typ MiG-23P und 39 Su-15TM.

Wegen der hohen Anzahl von Auftragsmorden wurde die Stadt zeitweise als „Chicago der Ukraine“ bezeichnet.<ref>Vorlage:Der Spiegel</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Seit dem 13. Oktober 2014 ist Kramatorsk das Verwaltungszentrum für die ukrainisch kontrollierten Teile der Oblast Donezk.

Russisch-Ukrainischer Krieg

Am 10. Februar 2015, während des Kriegs im Donbas, wurden durch eine russische Raketensalve auf Kramatorsk 17 Menschen getötet und 60 weitere teils schwer verletzt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Im Rahmen des russischen Überfalls auf die Ukraine war Kramatorsk im März 2022 Raketenangriffen des russischen Militärs ausgesetzt.<ref>Missile strike in Kramatorsk leaves two dead, six injured. CNN, März 2022.</ref> Im April 2022 wurden nach dem Scheitern des russischen Angriffes auf Kiew und dem Umschwenken der russischen Einsatzschwerpunkte auf den Osten der Ukraine die Evakuierungen in der Region verstärkt.<ref>Der letzte Zug aus Kramatorsk. Focus.de, 6. April 2022.</ref>

Am 8. April 2022 wurden bei einer Evakuierungsaktion mindestens 58 Zivilisten, darunter mehrere Kinder, durch eine ballistische Rakete, mutmaßlich vom Typ Totschka-U (SS-21 Scarab),<ref>Another angle of the Tochka-U missile used in today railway station attack. Eliot Higgins, 8. April 2022.</ref> getötet und über 100 weitere verletzt, darunter mehrere Kinder. Zum Zeitpunkt der Detonation sollen vor dem Bahnhof und in der Bahnhofshalle mehrere hundert Zivilisten auf ihre Abreise gewartet haben. Einer Untersuchung von Human Rights Watch (HRW) zufolge war es ein Angriff durch russische Truppen und wird von HRW als mutmaßliches Kriegsverbrechen bewertet.<ref>HRW: Kramatorsk-Angriff war Kriegsverbrechen. In: ZDF.de, 21. Februar 2023.; Ukraine: Neue Erkenntnisse zu Russlands Angriff auf Bahnhof. In: Human Rights Watch, 21. Februar 2023.; Death at the Station. Russian Cluster Munition Attack in Kramatorsk. A Human Rights Watch and SITU Research Investigation. In: Human Rights Watch, 21. Februar 2023 (ganzer Bericht, engl.).</ref> Der Vorfall ist Teil einer Reihe möglicher Kriegsverbrechen Russlands in der Ukraine. Vorlage:HauptartikelAm 27. Juni 2023 tötete ein russischer Raketenangriff auf eine Pizzeria im Zentrum der Stadt mindestens 11 Menschen, darunter Zivilisten und verletzte über 60 weitere.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Seit Frühjahr/Sommer 2025, als die Kriegsfront näher an Kramatorsk rückte, kommt es in der Stadt regelmäßig, beinahe täglich, zu Raketeneinschlägen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im September 2025 ordneten Behörden schließlich die Evakuierung von Kindern und ihren Eltern bzw. Erziehungsberechtigten aus Kramatorsk und Umgebung an.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im Herbst 2025 stand Kramatorsk unter täglichem Beschuss von russischen Drohnen und mitunter auch Gleitbomben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Verwaltungsgliederung

Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Kramatorsk (Краматорська міська громада/Kramatorska miska hromada). Zu dieser zählen auch die 9 Siedlungen städtischen Typs Bilenke, Jasna Poljana, Jasnohirka, Komyschuwacha, Krasnotorka, Malotaraniwka, Oleksandriwka, Schabelkiwka und Sofijiwka, die 3 Dörfer Dmytriwka, Prywillja und Semeniwka sowie die Ansiedlungen Aschurkowe und Wassyliwska Pustosch<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 710-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Донецької області"</ref>, bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Kramatorsk (Краматорська міська рада/Kramatorska miska rada) welche direkt unter Oblastverwaltung stand und im Süden des ihn umschließenden Rajons Slowjansk lag.

Die Stadtratsgemeinde gliederte sich neben der eigentlichen Stadt wie folgend:

  • Aschurkowe (Ansiedlung)
  • Semeniwka (Dorf)
  • Bilenke (Siedlung städtischen Typs) mit:
    • Wassyliwska Pustosch (Ansiedlung)
  • Krasnotorka (Siedlung städtischen Typs) mit:
    • Komyschuwacha (Siedlung städtischen Typs)
    • Malotaraniwka (Siedlung städtischen Typs)
    • Prywillja (Dorf)
  • Schabelkiwka (Siedlung städtischen Typs) mit:
    • Oleksandriwka (Siedlung städtischen Typs)
    • Sofijiwka (Siedlung städtischen Typs)
    • Jasna Poljana (Siedlung städtischen Typs)
  • Jasnohirka (Siedlung städtischen Typs)

Am 17. Juli 2020 wurde der Ort ein Teil des Rajons Kramatorsk<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"</ref>.

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Kramatorsk Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch
Aschurkowe Ашуркове Ашурково (Aschurkowo)
Bilenke Біленьке Беленькое (Belenkoje)
Dmytriwka Дмитрівка Дмитровка (Dmitrowka)
Jasna Poljana Ясна Поляна Ясная Поляна (Jasnaja Poljana)
Jasnohirka Ясногірка Ясногорка (Jasnogorka)
Komyschuwacha Комишуваха Камышеваха (Kamyschewacha)
Krasnotorka Красноторка Красноторка
Malotaraniwka Малотаранівка Малотарановка (Malotaranowka)
Oleksandriwka Олександрівка Александровка (Alexandrowka)
Prywillja Привілля Приволье (Priwolje)
Schabelkiwka Шабельківка Шабельковка (Schabelkowka)
Semeniwka Семенівка Семёновка (Semjonowka)
Sofijiwka Софіївка Софиевка (Sofijewka)
Wassyliwska Pustosch Василівська Пустош Василевская Пустошь (Wassilewskaja Pustosch)

Persönlichkeiten

Bevölkerung

1923 1926 1939 1959 1970 1979 1989 2001 2005 2016
6.476 12.305 94.114 115.385 149.832 178.163 198.094 181.025 174.892 159.445

Quellen:<ref name="Demographische Entwicklung">Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org</ref>

Volksgruppe Einwohner 2001 (%)<ref>http://history.org.ua/LiberUA/NatsSklRMDonObl/NatsSklRMDonObl.pdf</ref>
Ukrainer 151.389 70,2
Russen Vorlage:058.002 26,9
Belarussen Vorlage:01.439 Vorlage:00,7
Armenier Vorlage:01.386 Vorlage:00,6
Aserbaidschaner Vorlage:0370 Vorlage:00,2
Juden Vorlage:0262 Vorlage:00,1

Siehe auch

Weblinks

Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Donezk

Vorlage:Normdaten