Polypropylenglycol
Polypropylenglycole (Abk. PPG) sind flüssige Polyglycole mit hoher Viskosität. Das zugehörige Monomer ist Propylenglycol, heute meist 1,2-Propandiol genannt.
Die kurzkettigen Vertreter der Stoffgruppe sind Dipropylenglycol, Tripropylenglycol und Tetrapropylenglycol.<ref name="Falbe" />
Darstellung und Gewinnung
Die Herstellung der Polypropylenglycole erfolgt durch eine Ringöffnungspolymerisation von Propylenoxid.<ref name="Falbe" /> Weiterhin kann es durch eine Polykondensation von 1,2-Propandiol synthetisiert werden.<ref name="Falbe" />
Eigenschaften
Der Flammpunkt beträgt 150–225 °C.<ref name="GESTIS" />
Verwendung
Polypropylenglycole finden Verwendung in nicht-ionogenen Wasch- und Reinigungsmitteln, Kunstharzen, Gefrierschutzmitteln und Flotationsmitteln. Polypropylenglycole werden auch als Antischaummittel, Weichmacher und Schmiermittel eingesetzt.<ref name="GESTIS" /><ref name="Falbe" /> Sie dienen u. a. zur Herstellung von Polyurethanen, z. B. in Zweikomponenten-Klebstoffen, wo sie der Polyol-Komponente (Harz-Komponente) zugemischt sein können.<ref name="sika comfort A">Sika, Sicherheitsdatenblatt, Sikafloor-Comfort Adhesive Komp. A.</ref> Aus ihnen werden durch Veretherung mit Fettalkoholen oder Veresterung mit Fettsäuren ein weites Spektrum an Emulgatoren mit der Bezeichnung "PPG-..." hergestellt.<ref>handelsübliche Emulgatoren</ref>
Einzelnachweise
<references />