Zum Inhalt springen

Piozzo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Piozzo ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Cuneo (CN), Region Piemont.

Lage und Einwohner

Piozzo liegt 40 km nordöstlich von der Provinzhauptstadt Cuneo entfernt in der Weinregion Langhe, am Tanaro. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 14,3 km² und hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD). Zur Gemeinde gehören auch die drei Fraktionen (Frazioni) San Grato, Verne und Pià.

Die Nachbargemeinden sind Bene Vagienna, Carrù, Farigliano und Lequio Tanaro.

Datei:Piozzo tanaro inverno.jpg
Panorama mit dem Tanaro

Bevölkerungsentwicklung

<timeline> Colors=

 id:lightgrey value:gray(0.9)
 id:darkgrey  value:gray(0.8)
 id:sfondo value:rgb(1,1,1)
 id:barra value:rgb(0.6,0.7,0.8)

ImageSize = width:555 height:300 PlotArea = left:50 bottom:50 top:30 right:30 DateFormat = x.y Period = from:0 till:2100 TimeAxis = orientation:vertical AlignBars = justify ScaleMajor = gridcolor:darkgrey increment:200 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:50 start:0 BackgroundColors = canvas:sfondo

BarData=

 bar:1861 text:1861
 bar:1871 text:1871
 bar:1881 text:1881
 bar:1901 text:1901
 bar:1911 text:1911
 bar:1921 text:1921
 bar:1931 text:1931
 bar:1936 text:1936
 bar:1951 text:1951
 bar:1961 text:1961
 bar:1971 text:1971
 bar:1981 text:1981
 bar:1991 text:1991
 bar:2001 text:2001
 bar:2011 text:2011
 bar:2022 text:2022

PlotData=

 color:barra width:20 align:left
 bar:1861 from: 0 till:1581
 bar:1871 from: 0 till:1740
 bar:1881 from: 0 till:1860
 bar:1901 from: 0 till:1913
 bar:1911 from: 0 till:1913
 bar:1921 from: 0 till:1698
 bar:1931 from: 0 till:1782
 bar:1936 from: 0 till:1685
 bar:1951 from: 0 till:1490
 bar:1961 from: 0 till:1251
 bar:1971 from: 0 till:992
 bar:1981 from: 0 till:997
 bar:1991 from: 0 till:956
 bar:2001 from: 0 till:997
 bar:2011 from: 0 till:1007
 bar:2022 from: 0 till:984

PlotData=

 bar:1861 at:1581  fontsize:S text: 1.581  shift:(-8,5)
 bar:1871 at:1740  fontsize:S text: 1.740  shift:(-8,5)
 bar:1881 at:1860  fontsize:S text: 1.860  shift:(-8,5)
 bar:1901 at:1913  fontsize:S text: 1.913 shift:(-8,5)
 bar:1911 at:1913  fontsize:S text: 1.913  shift:(-8,5)
 bar:1921 at:1698  fontsize:S text: 1.698  shift:(-8,5)
 bar:1931 at:1782  fontsize:S text: 1.782  shift:(-8,5)
 bar:1936 at:1685  fontsize:S text: 1.685  shift:(-8,5)
 bar:1951 at:1490  fontsize:S text: 1.490  shift:(-8,5)
 bar:1961 at:1251  fontsize:S text: 1.251  shift:(-8,5)
 bar:1971 at:992  fontsize:S text: 992  shift:(-8,5)
 bar:1981 at:997  fontsize:S text: 997  shift:(-8,5)
 bar:1991 at:956  fontsize:S text: 956  shift:(-8,5)
 bar:2001 at:997  fontsize:S text: 997  shift:(-8,5)
 bar:2011 at:1007  fontsize:S text: 1.007  shift:(-8,5)
 bar:2022 at:984  fontsize:S text: 984  shift:(-8,5)

TextData=

 fontsize:S pos:(30,30)
 text:Quelle = ISTAT

</timeline>

Geschichte

Datei:Piozzo municipio.jpg
Gemeindeverwaltung
Datei:Piozzo chiesa santo stefano.jpg
Kirche Santo Stefano

Der Ortsname erscheint in der mittelalterlichen Dokumentation von 1041 mit „Plaucium“, „Plocium“ und „Plocius“, abwechselnd mit Formen („Plotius“ und „Plozius“), die leicht „Plotius“ zuzuordnen sind, und in Norditalien weit verbreitet sind und auch im Piemont vorkommen. Das lokale Ergebnis „pios“ macht diese Hypothese der von einigen Gelehrten vorgeschlagenen vorzuziehen, die stattdessen das lateinische PLUTEUM darin widergespiegelt sahen, d. h. „Brüstung, Schutz“.

Die Ursprünge des Dorfes sind sehr alt, wie die zahlreichen vor Ort gefundenen Funde belegen. Es wurde von den Ligurer-Bagienni kolonisiert, denen sich später die Sarmaten anschlossen, die dort viele Jahrhunderte lang eine stabile Präsenz bildeten. Offiziell in die Geschichte eingegangen ist es erst im Jahr 1041, als Kaiser Heinrich III. dem Bischof von Asti mit einem Diplom den Hof bestätigte. Im Mittelalter versammelten sich die Bewohner der verschiedenen Ortschaften in der Villa, einem natürlich geschützteren Ort, um sich vor barbarischen und sarazenischen Übergriffen zu schützen. Letzterer unterzeichnete 1425 zusammen mit dem Feudalherrn Giovanni Galeazzo, Markgraf von Saluzzo, die Statuten, die die Rechte und Pflichten der Gemeinde festlegten. Die Saluzzos hielten die Herrschaft bis 1493, dem Jahr, in dem sie sie an Bernardino Govone, Gutsherr des Prinzen Philipp von Savoyen, abtraten. Das Lehen ging dann an die Familie Saluzzo zurück und ging 1638 an einen ihrer Vasallen, Goffredo Amedeo Vacca, über.

Im letzten Weltkrieg wurde es als Vergeltung von deutschen Truppen am 5. Juli 1944 in Brand gesteckt.

Aus historisch-künstlerischer Sicht interessant sind die Grabeskirche aus dem 11. Jahrhundert, die Pfarrkirche Santo Stefano und die Kapelle San Bernardino da Siena aus dem 13. Jahrhundert. Das Heiligtum Unserer Lieben Frau von den Gnaden und die Bruderschaftskirche der Battuti neri aus dem 11.–12. Jahrhundert sind ebenso wertvolle Bauten zu der die Bruderschaftskirche der Weißen Battuti, erbaut im 15. Jahrhundert und auch das Heiligtum-Kloster der Madonna della Mirra dazuzählen. Der Stadtpalast aus dem 18. Jahrhundert und das Kapitänshaus aus dem 14. Jahrhundert sind auch Erwähnenswert. Schließlich das Schloss, das Ende des 14. Jahrhunderts von der Familie Saluzzo erbaut und anschließend in ein Herrenhaus umgewandelt wurde.<ref>Geschichte auf www.italiapedia.it</ref>

Kulinarische Spezialitäten

In der Umgebung von Piozzo wird Weinbau betrieben. Die Beeren der Rebsorten Spätburgunder und/oder Chardonnay dürfen zum Schaumwein Alta Langa verarbeitet werden.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Provinz Cuneo

Vorlage:Normdaten