Barolo (Piemont)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien
Barolo ist eine italienische Gemeinde (comune) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD) in der Provinz Cuneo, Region Piemont. Hier wird der gleichnamige Rotwein angebaut. Barolo ist Träger der Bandiera Arancione des Touring Club Italiano (TCI).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Geographie
Der Ort liegt in der Landschaft der Langhe etwa 51 km nordöstlich von der Provinzhauptstadt Cuneo entfernt auf einer Höhe von Vorlage:Höhe Zum 5,69 km² großen Gemeindegebiet gehört auch die Fraktion Vergne.
Im Gegensatz zu den anderen Dörfern in der Umgebung, die alle auf Hügeln oder Kämmen entstanden sind, liegt Barolo in einem kleinen geschützten Tal, umgeben von den Hügeln der Langhe. Der Ort befindet sich dabei etwas oberhalb des eigentlichen Talgrundes auf einer Art Plateau.<ref name="comune">Vorlage:Internetquelle</ref>
Die Nachbargemeinden sind Castiglione Falletto, La Morra, Monforte d’Alba, Narzole und Novello.
Etymologie
Es gibt verschiedene Hypothesen zur Etymologie des Toponyms, einige stellen es in Zusammenhang mit dem gallischen Personennamen „Baro“, andere sagen, es leite sich vom vorlateinischen „barros“, „Stiel“, ab. In Anbetracht der Lage des Dorfes erscheint der Zusammenhang mit dem gallischen Begriff „barro“, „Spitze“, wahrscheinlicher.
In Urkunden des 13. Jahrhunderts ist der Ort als „Barriolus“, „Barolius“ und „Baroglius“ erwähnt. 1383 taucht erstmals das Toponym „Barolus“ auf.<ref>Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. S. 64.</ref>
Geschichte
Die Gegend wurde bereits in der Jungsteinzeit begangen, wie zahlreiche Fundstücke in der Umgebung belegen. Belegt ist später auch die Anwesenheit keltisch-ligurischer Stämme, die dann von den Römern unterworfen wurden. Eine erste dauerhafte Ansiedlung entstand vermutlich erst im Frühmittelalter während der Völkerwanderung. Unter den Langobarden war Barolo Teil der Gastalde von Diano d’Alba und fiel unter Karl dem Großen der Grafschaft Alba und später der Markgrafschaft Turin zu.<ref name="comune" />
Unter Berengar I. wurde die Burg errichtet, die für fast einhundert Jahre Schutz vor den Einfällen der Sarazenen bot. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts wechselte Barolo mehrmals den Besitzer. 1250 erwarb die einflussreiche Bankiersfamilie Falletti die Siedlung von der Gemeinde Alba. Die Falletti bestimmten das Schicksal des Ortes bis 1486, als Barolo an die Markgrafschaft Montferrat angeschlossen wurde. 1631 fiel Barolo an den Herzog von Savoyen Viktor Amadeus I. Während des Spanischen Erbfolgekrieges wurde der Ort mehrmals von französischen Truppen geplündert.<ref name="comune" />
Die jüngste Geschichte ist die Geschichte Italiens mit der Vorbereitung und Schaffung des Einheitsstaates, den Unabhängigkeitskriegen und den beiden tragischen Weltkonflikten, verbunden mit der traurigen Erfahrung des Faschismus. Das wichtigste Denkmal ist das im 19. Jahrhundert wiederaufgebaute Schloss der Markgrafen Falletti, in dem man prächtige Räume bewundern kann, darunter den, in dem Silvio Pellico wohnte, und einige Gemälde von Massimo d’Azeglio. Dort gibt es unter anderem die regionale Vinothek des berühmten lokalen Weins. Interessant sind auch die Pfarrkirche und die alten Keller der Barolo-Marquise mit den seit Mitte des 19. Jahrhunderts genutzten großen Fässern.
Bevölkerungsentwicklung
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Weinwirtschaft
Der Ort ist in erster Linie durch den nach ihm benannten, weltweit geschätzten Rotwein Barolo bekannt. Innerhalb der Gemeinde ist der Cannubi-Hügel eines der bekanntesten Weinanbaugebiete. Hier werden seit der Römerzeit mit Nebbiolo-Trauben kultiviert. Das WiMu (Weinmuseum), ethnografisches und önologisches Museum für Barolo-Wein, eröffnete im Jahr 2010 im Schloss Falletti. Es umfasst 25 Ausstellungsräume verteilt auf fünf Etagen.<ref>WiMu Weinmuseum. Offizielle Homepage des Weinmuseums</ref> Der sogenannte „moderne“ Barolo wurde um 1830 geboren, dank der Markgrafen Falletti, dem großen französischen Önologen Louis Oudart und Camillo Benso Conte di Cavour.<ref>Barolo in der Geschichte deutsch</ref>
Literatur
- Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. Garzanti, Mailand 1996, ISBN 88-11-30500-4.
Weblinks
- Informationen bei piemonteweb.it (italienisch)
- Informationen bei comuni-italiani.it (italienisch)
Einzelnachweise
<references />
- Wikipedia:Maximale Gesamtgröße der Vorlagenparameter überschritten
- Wikipedia:Maximale Seitengröße durch Vorlageneinbindungen überschritten
- Seiten mit nicht-numerischen formatnum-Argumenten
- Ort im Piemont
- Weinbauort in Italien
- Weinbau im Piemont
- Weinbaugebiete im Piemont: Langhe, Roero und Monferrat
- Ort als Namensgeber für einen Asteroiden