Philipp Müller (Politiker, 1952)
Philipp Johannes Müller<ref>Philipp Johannes Müller. In: SHAB. Moneyhouse Handelsregister- und Firmendaten. 20. April 2021.</ref> (* 5. September 1952 in Mogelsberg; heimatberechtigt in Neckertal, ehemals Mogelsberg) ist ein Schweizer Bauunternehmer und Politiker (FDP.Die Liberalen). Von 2003 bis 2015 war er Mitglied im Nationalrat, von 2015 bis 2019 im Ständerat. Er war vom April 2012 bis April 2016 auch Parteipräsident der FDP.Die Liberalen.
Leben
Müller ist Generalbau- und Immobilienunternehmer und seit Dezember 1991 Inhaber der Philipp Müller Generalunternehmung, Immobilien<ref>Philipp Müller Generalunternehmung, Immobilien. In: SHAB. Moneyhouse Handelsregister- und Firmendaten, abgerufen am 18. Juli 2020.</ref> und Vorstandsmitglied im Automobil Club der Schweiz (ACS), Sektion Mittelland. Nach seiner Schulausbildung absolvierte er eine Lehre als Gipser/Stuckateur, um im Anschluss daran das elterliche Gipsergeschäft übernehmen zu können, das er schliesslich in eine Generalbauunternehmung umbaute.
Philipp Müller lebt in Reinach AG, ist in zweiter Ehe verheiratet und hat drei Töchter aus erster Ehe.<ref>Marcel Odermatt: Philipp Müller (64) hat heimlich geheiratet. In: Blick.ch. 22. Oktober 2017.</ref>
Politik
Partei
Müller war von 1996 bis 2004 Präsident der FDP Reinach (AG). Ab 2004 war er Geschäftsleitungsmitglied der FDP Schweiz. Dort war er Fachbereichsleiter für Migrationsfragen sowie Experte des Kernthemas «Schlanker und bürgerfreundlicher Staat». Er war Präsident der FDP.Die Liberalen Schweiz von April 2012 bis April 2016.
Legislative
Philipp Müller war als Vertreter der FDP Kulm von 1997 bis 2003 Mitglied des Grossen Rates des Kantons Aargau. Er war Initiant der Eidgenössischen Volksinitiative «Für eine Regelung der Zuwanderung» («18-Prozent-Initiative»), die den Anteil an Ausländern an der Schweizer Gesamtbevölkerung auf 18 Prozent begrenzen wollte. Die Volksinitiative wurde im Jahr 2000 mit über 63 Prozent vom Schweizer Stimmvolk abgelehnt.<ref>18-Prozent-Initiative deutlich abgelehnt. In: SWI swissinfo.ch. 24. September 2000.</ref> Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2003 wurde er in den Nationalrat gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wahlreferat bei der FDP Lengnau ( vom 22. Juni 2010 im Internet Archive) anlässlich der Schweizer Parlamentswahlen 2003.</ref> Dort war er Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben sowie der Staatspolitischen Kommission. Im Frühjahr 2012 wurde er zum Präsidenten der FDP.Die Liberalen Schweiz gewählt, er wollte diese vermehrt als liberale Volkspartei stärken. Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 wurde er für den Kanton Aargau in den Ständerat gewählt. Dort war er Mitglied der Aussenpolitischen Kommission, der Finanzkommission, der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen sowie der Staatspolitischen Kommission. Zu den Wahlen 2019 trat er nicht erneut an.<ref>Philipp Müller hört auf – er tritt als FDP-Ständerat nicht mehr an. In: Aargauer Zeitung. 5. September 2018, abgerufen am 18. Juli 2020.</ref><ref>Matthias Bärlocher: Philipp Müller hört auf: «Mich nerven diese Apéros!». In: Nau. 7. Oktober 2019 (Interview).</ref>
Müller war Vorstandsmitglied der FDP-Liberalen Fraktion der Bundesversammlung.
Standpunkte
Müller war ab Gründung 2002 bis 2008<ref>«Auch Freisinnige dürfen einmal fluchen». In: Aargauer Zeitung. 14. April 2008.</ref> Präsident des «Parteiunabhängigen Informationskomitees PIKOM», eines bürgerlichen Vereins zum Thema Ausländerpolitik.
Müller setzt sich für seine Branche ein und will bessere steuerliche Rahmenbedingungen für Eigentümer und Investoren von Wohnbauten erwirken, zum Beispiel bei der Steigerung der Energieeffizienz.<ref>Philipp Müller: Energiesparmassnahmen bei Altbauten: Jetzt handeln! In: Schweizer Bauwirtschaft. Nr. 7, 2007.</ref> Er ist Befürworter einer Mehrwertsteuerreform.
Motorsport
Müller war auch im Motorsport aktiv. 1977, 1978 und 1980 war er in der europäischen Formel 3 am Start. Ausserdem fuhr er 1980 in der deutschen Formel 3. 1981 wechselte er in die Schweizer Formel 3, in der er Platz 4 in der Gesamtwertung belegte. 1986 konnte er für das Toyota-Team den Europameistertitel einfahren. 1987 war er in der Tourenwagen-Europameisterschaft und in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft unterwegs. Auch 1989 fuhr er in der Tourenwagen-EM und belegte am Saisonende Gesamtrang 23. 1989 und 1990 startete er überdies in einer Toyota Supra des Teams Bemani-Motorenbau in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft und wurde 1989 23. in der Gesamtwertung. 1990 fuhr er ausserdem im Deutschen Porsche Carrera Cup und wurde Sechster am Saisonende. Auch 1991 (Platz 6) und 1992 (Platz 7) blieb er dieser Serie treu. 1994 startete er im Deutschen Super-Tourenwagen-Cup. 1995 fuhr er in der Schweizer Tourenwagen-Meisterschaft und wurde am Saisonende Dritter.<ref>Philipp Müller in der Datenbank bei driverdb.com.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />[Philipp] Müller ( vom 11. Februar 2017 im Internet Archive) in der Datenbank bei Motorsport Total.</ref>
Literatur
- Philipp Müller im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Weblinks
- Philipp Müller auf der Website der Bundesversammlung
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ehemalige Website ( vom 13. August 2018 im Internet Archive) von Philipp Müller
- Martin Senti: Vom Outlaw zum Spitzenkandidaten. In: Neue Zürcher Zeitung. 8. März 2012
- Stefan Barmettler: Machtnetz von Philipp Müller: Der rasende Philipp. In: Handelszeitung. Nr. 7, 2012, 8. April 2012
- Roger Schawinski im Gespräch mit Philipp Müller. In: Sendung «Schawinski», SRF 1. 9. Februar 2015 (Video; 27:07 min), 15. Februar 2016 (mit Yvette Estermann; Video; 28:11 min), 23. Mai 2016 (mit Alfred Heer; Video; 32:32 min)
Einzelnachweise
<references />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Fulvio Pelli | Präsident der FDP.Die Liberalen 2012–2016 | Petra Gössi |
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Nationalräte: Pascale Bruderer | Max Chopard-Acklin | Esther Egger-Wyss | Corina Eichenberger-Walther | Sylvia Flückiger-Bäni | Lieni Füglistaller | Ulrich Giezendanner | Walter Glur | Ruth Humbel Näf | Hans Killer | Geri Müller | Philipp Müller | Luzi Stamm | Doris Stump | Markus Zemp
Ständeräte: Christine Egerszegi-Obrist | Maximilian Reimann
Liste der Mitglieder des Schweizer Nationalrats in der 48. Legislaturperiode | Liste der Mitglieder des Schweizer Ständerats in der 48. Legislaturperiode
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Nationalräte: Max Chopard-Acklin | Corina Eichenberger-Walther | Yvonne Feri | Beat Flach | Sylvia Flückiger-Bäni | Bernhard Guhl | Ulrich Giezendanner | Ruth Humbel Näf | Hans Killer | Hansjörg Knecht | Geri Müller | Philipp Müller | Maximilian Reimann | Luzi Stamm | Cédric Wermuth
Ständeräte: Pascale Bruderer | Christine Egerszegi-Obrist
Liste der Mitglieder des Schweizer Nationalrats in der 49. Legislaturperiode | Liste der Mitglieder des Schweizer Ständerats in der 49. Legislaturperiode
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Nationalräte: Thomas Burgherr | Thierry Burkart | Corina Eichenberger-Walther | Yvonne Feri | Beat Flach | Sylvia Flückiger-Bäni | Jonas Fricker (bis November 2017) | Ulrich Giezendanner | Andreas Glarner | Bernhard Guhl | Irène Kälin (ab November 2017) | Ruth Humbel Näf | Matthias Jauslin | Hansjörg Knecht | Maximilian Reimann | Luzi Stamm | Cédric Wermuth
Ständeräte: Pascale Bruderer | Philipp Müller
Liste der Mitglieder des Schweizer Nationalrats in der 50. Legislaturperiode | Liste der Mitglieder des Schweizer Ständerats in der 50. Legislaturperiode
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müller, Philipp |
| ALTERNATIVNAMEN | Müller, Philipp Johannes (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker (FDP) |
| GEBURTSDATUM | 5. September 1952 |
| GEBURTSORT | Mogelsberg |
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