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Phenylthiophosphonyldichlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur von Phenylthiophosphonyldichlorid
Allgemeines
Name Phenylthiophosphonyldichlorid
Andere Namen
  • Dichlorphenylphosphinsulfid
  • DCPPS
Summenformel C6H5Cl2PS
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 222-494-9
ECHA-InfoCard 100.020.451
PubChem 19016
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 211 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,4 g·cm−3<ref name="Sigma" />

Schmelzpunkt

76–77 °C<ref name="Sigma" />

Siedepunkt

95–110 °C bei 2,66–3,99 hPa<ref name="Sigma" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref>Vorlage:CL Inventory/nicht harmonisiertFür diesen Stoff liegt noch keine harmonisierte Einstufung vor. Wiedergegeben ist eine von einer Selbsteinstufung durch Inverkehrbringer abgeleitete Kennzeichnung von Vorlage:Linktext-Check im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290​‐​302+312+332​‐​314
P: 234​‐​280​‐​301+312​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Phenylthiophosphonyldichlorid ist eine aromatische chemische Verbindung aus den Gruppen der Organophosphorverbindungen und der Thiophosphorsäureester.

Gewinnung und Darstellung

Für die Herstellung von Phenylthiophosphonyldichlorid wird zunächst Benzol mit Phosphortrichlorid in Gegenwart von Aluminiumchlorid umgesetzt. Durch die Reaktion mit elementarem Schwefel bildet sich anschließend Phenylthiophosphonyldichlorid.<ref>Patent US2961405: Lubricating compositions containing phosphorus compounds for lubrication of silver bearings. Angemeldet am 17. Februar 1956, veröffentlicht am 22. November 1960, Anmelder: Shell Oil, Erfinder: Richard G. Cunningham.</ref>

<math>\mathrm{PCl_3\ +\ C_6H_6\ \xrightarrow {[AlCl_3]}\ \ PhCl_2P + HCl \uparrow}</math>
<math>\mathrm{PhPCl_2\ + S\ \xrightarrow\ \ PhCl_2PS}</math>
Reaktion von Phosphortrichlorid mit Benzol zu Dichlorphenylphosphan, anschließend mit Schwefel zu Phenylthiophosphonyldichlorid (Ph=Phenyl).

Verwendung

Phenylthiophosphonyldichlorid ist ein Zwischenprodukt bei der Synthese des Insektizids EPN.<ref name="unger">Thomas A. Unger: Pesticide synthesis handbook. 1996, ISBN 978-0-8155-1401-5, S. 284 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Die Verbindung kann als Ausgangsstoff für die Gewinnung von Bis(4-carboxyphenyl)phenylphosphinoxid genutzt werden, das als Comonomer für Nylon mit höherem Flammschutz untersucht wurde.<ref>I-Yuan Wan, J. E. McGrath, Takashi Kashiwagi: Triarylphosphine Oxide Containing Nylon 6,6 Copolymers. In: Fire and Polymers II. Kapitel 2, S. 29–40, doi:10.1021/bk-1995-0599.ch002 (online; PDF; 562 kB).</ref>

Einzelnachweise

<references />