Phenylthiophosphonyldichlorid
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von Phenylthiophosphonyldichlorid | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Phenylthiophosphonyldichlorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C6H5Cl2PS | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 211 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | |||||||||||||||
| Dichte |
1,4 g·cm−3<ref name="Sigma" /> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
76–77 °C<ref name="Sigma" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
95–110 °C bei 2,66–3,99 hPa<ref name="Sigma" /> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Phenylthiophosphonyldichlorid ist eine aromatische chemische Verbindung aus den Gruppen der Organophosphorverbindungen und der Thiophosphorsäureester.
Gewinnung und Darstellung
Für die Herstellung von Phenylthiophosphonyldichlorid wird zunächst Benzol mit Phosphortrichlorid in Gegenwart von Aluminiumchlorid umgesetzt. Durch die Reaktion mit elementarem Schwefel bildet sich anschließend Phenylthiophosphonyldichlorid.<ref>Patent US2961405: Lubricating compositions containing phosphorus compounds for lubrication of silver bearings. Angemeldet am 17. Februar 1956, veröffentlicht am 22. November 1960, Anmelder: Shell Oil, Erfinder: Richard G. Cunningham.</ref>
- <math>\mathrm{PCl_3\ +\ C_6H_6\ \xrightarrow {[AlCl_3]}\ \ PhCl_2P + HCl \uparrow}</math>
- <math>\mathrm{PhPCl_2\ + S\ \xrightarrow\ \ PhCl_2PS}</math>
- Reaktion von Phosphortrichlorid mit Benzol zu Dichlorphenylphosphan, anschließend mit Schwefel zu Phenylthiophosphonyldichlorid (Ph=Phenyl).
Verwendung
Phenylthiophosphonyldichlorid ist ein Zwischenprodukt bei der Synthese des Insektizids EPN.<ref name="unger">Thomas A. Unger: Pesticide synthesis handbook. 1996, ISBN 978-0-8155-1401-5, S. 284 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Die Verbindung kann als Ausgangsstoff für die Gewinnung von Bis(4-carboxyphenyl)phenylphosphinoxid genutzt werden, das als Comonomer für Nylon mit höherem Flammschutz untersucht wurde.<ref>I-Yuan Wan, J. E. McGrath, Takashi Kashiwagi: Triarylphosphine Oxide Containing Nylon 6,6 Copolymers. In: Fire and Polymers II. Kapitel 2, S. 29–40, doi:10.1021/bk-1995-0599.ch002 (online; PDF; 562 kB).</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Ätzender Stoff (metallkorrosiv)
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Hautkontakt
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Einatmen
- Ätzender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Phenylphosphorverbindung
- Säurechlorid
- Phosphor-Schwefel-Verbindung
- Phosphor-Halogen-Verbindung