Pfaffstätt
Pfaffstätt
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| Wappen | Österreichkarte | |||||
[[Datei:{{#property:p94}}|100px|Wappen von Pfaffstätt]]
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Austria.svg Österreich | |||||
| Land: | Vorlage:AT-OÖ | |||||
| Politischer Bezirk: | Braunau | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | BR | |||||
| Fläche: | 9,20 km² | |||||
| Koordinaten: | 48° 5′ N, 13° 9′ O
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|
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| Höhe: | 471 m ü. A. | |||||
| Einwohner: | 1.293 (1. Jän. 2025) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 141 Einw. pro km² | |||||
| Postleitzahl: | 5223 | |||||
| Vorwahl: | 07742 | |||||
| Gemeindekennziffer: | 4 04 31 | |||||
| NUTS-Region | AT311 | |||||
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Kirchenplatz 1 5223 Pfaffstätt | |||||
| Website: | ||||||
| Politik | ||||||
| Bürgermeister | Wolfgang Gerner (ÖVP) | |||||
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (13 Mitglieder) |
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| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Pfaffstätt ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel mit 1293 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.
Geografie
Pfaffstätt liegt südlich von Mattighofen an der Straße Richtung Mattsee auf 471 Meter Höhe an der Mattig und steigt nach Westen bewaldet zum 541 Meter hohen Siedelberg an. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,8 km, von West nach Ost 3,3 km.<ref>Land Oberösterreich – Geografische Daten der Gemeinde Pfaffstätt.</ref> Die Gemeinde ist rund neun Quadratkilometer groß, davon wird beinahe die Hälfte landwirtschaftlich genutzt, mehr als ein Drittel ist bewaldet.<ref>Ein Blick auf die Gemeinde Pfaffstätt, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>
Gemeindegliederung
Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>):
- Erlach (Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft)
- Fludau (Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft)
- Kitzing (Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft)
- Kuglberg (Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft)
- Pfaffstätt (Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft)
- Sollern (Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft)
Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Pfaffstätt.
Nachbargemeinden
| Pischelsdorf am Engelbach | Mattighofen | |
| Auerbach | Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | Munderfing |
| Kirchberg bei Mattighofen | Jeging |
Geschichte
In unmittelbarer Nähe des heutigen Orts wurden auf dem Siedelberg 14 Keltengräber als Zeugnisse einer vorchristlichen Besiedlung aufgedeckt.<ref>R. Weidl: Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer in Pfaffstätt (= Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 286). Verlag St. Peter, Salzburg 1996, S. 2.</ref>
Im 8. Jahrhundert wurde das Gebiet von Pfaffstätt von Salzburg aus christianisiert, die erste vorliegende Erwähnung des Orts erfolge 796.<ref>R. Weidl: Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer in Pfaffstätt (= Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 286). Verlag St. Peter, Salzburg 1996, S. 2.</ref>
Die erste Kirche stand nahe der Mattig neben dem Schloss und war dem hl. Vitus geweiht.<ref>R. Weidl: Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer in Pfaffstätt (= Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 286). Verlag St. Peter, Salzburg 1996, S. 5.</ref>
Die Geschichte des Orts ist verbunden mit dem Schloss Pfaffstätt und den Herren von Pfaffstätt. Diese wurden erstmals urkundlich 1150 erwähnt als „Herrant de Phafstete“. Ihm folgten ein „Gerhart de Pfaffenstetin“ (1147–1167), „Heinrich von Pfaffstetten“ (1154), Amelrich und Otto (1170–1180), Albert (1188f.) und Albero (1222) nach.<ref>R. Weidl: Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer in Pfaffstätt (= Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 286). Verlag St. Peter, Salzburg 1996, S. 4.</ref> Die Herren von Pfaffstätt lebten in einem Schloss auf dem Siedelberg. Sie waren Ritter und hatten die patrimoniale Gerichtsbarkeit inne. Die Spuren dieses Schlosses verlieren sich. Zwar wird 1843 noch beschrieben, dass Ruinen und Reste von Gräben zu sehen sind, heute kann man nur noch Spuren von Gräben erkennen.
In der Zeit um 1500 wurde vom Geschlecht der Reuter das Schloss im Ort Pfaffstätt gebaut. Zur gleichen Zeit dürfte auch die heutige Kirche errichtet worden sein. Der erste bekannte Besitzer des Schlosses ist Georg Reuter zu Pfaffstätt, dessen Grabstein mit Wappen in der Propsteikirche zu sehen ist. Das Schloss war damals von einem Weiher umgeben, was man auf einem Stich von 1721 erkennen kann. Als bald darauf Gräfin Maria von Wartenberg das Wasserschloss kaufte, ließ sie es nach Plänen, die angeblich von Fischer von Erlach stammten, umbauen. Dabei wurde der Wassergraben zugeschüttet.
Die älteste Kirche des Ortes, die Veitskapelle, wurde 1787 abgetragen.<ref name=":0">Schloss Pfaffstätt. Gemeinde Pfaffstätt, abgerufen am 11. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1">Allgemeine Information. Gemeinde Pfaffstätt, abgerufen am 11. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Seit Gründung des Herzogtums Bayern war Pfaffstätt bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.
Bis 1904 war Pfaffstätt ein Teil der Pfarre Kirchberg. Bei der Erlangung der Selbständigkeit wurde ein neuer Pfarrhof gebaut. Das Schloss wurde nach mehreren Besitzerwechseln von Adolf Graf von Peckenzell 1909 bis 1910 grundlegend renoviert, wobei es sein heutiges Aussehen erhielt.<ref name=":0" /><ref name=":1" />
Einwohnerentwicklung
Vorlage:Einwohner B Diagramm 1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 893 Einwohner, 2001 dann 948 Einwohner. Da sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv waren, stieg die Einwohnerzahl weiter auf 1.000 im Jahr 2011 und auf einen neuen Höchststand von 1.293 im Jahr 2025.<ref>Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Pfaffstätt, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Schloss Pfaffstätt
- Katholische Pfarrkirche Pfaffstätt hl. Johannes der Täufer
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaftssektoren, Arbeitsplätze
Im Jahr 2010 gab es in Pfaffstätt siebzehn landwirtschaftliche Betriebe. Davon wurden elf im Haupt- und sechs im Nebenerwerb geführt. Im Produktionssektor beschäftigten vier Betriebe des Bereiches Warenherstellung fast 600 Erwerbstätige. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor war der Handel (Stand 2011).<ref>Ein Blick auf die Gemeinde Pfaffstätt, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 11. Februar 2021.</ref><ref>Ein Blick auf die Gemeinde Pfaffstätt, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 11. Februar 2021.</ref><ref>Ein Blick auf die Gemeinde Pfaffstätt, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 17 | 24 | 16 | 340 |
| Produktion | 8 | 6 | 593 | 24 |
| Dienstleistung | 39 | 18 | 102 | 76 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln
Im Jahr 2011 lebten 501 Erwerbstätige in Pfaffstätt. Davon arbeiteten 116 in der Gemeinde, 385 pendelten aus. Von den umliegenden Gemeinden kamen 616 Menschen zur Arbeit nach Pfaffstätt.<ref>Ein Blick auf die Gemeinde Pfaffstätt, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>
Verkehr
- Bahnhof: Der nächste Bahnhof liegt vier Kilometer nördlich in Mattighofen.<ref>Entfernungsrechner – Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 11. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Straße: Knapp östlich des Gemeindegebietes verläuft die Braunauer Straße B147.
- Rad: Durch Pfaffstätt führt der Mattigtalradweg R24.<ref>Mattigtalradweg R24 – BERGFEX – Fernradweg – Tour Oberösterreich. Abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>
Politik
Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:
- 1997: 7 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ.
- 2003: 6 ÖVP, 6 SPÖ und 1 FPÖ.
- 2009: 7 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ.
- 2015: 9 ÖVP und 4 SPÖ.
- 2021: 10 ÖVP und 3 SPÖ.<ref>Wahlen Oberösterreich 2021. In: orf.at. Abgerufen am 15. März 2024.</ref>Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref
| Partei | 2015Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref | 2009Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref | 2003Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref | 1997Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Prozent | Mandate | % | Mandate | % | Mandate | % | Mandate | |
| ÖVP | 69,35 | 9 | 53,73 | 7 | 47,10 | 6 | 52,56 | 7 |
| SPÖ | 30,65 | 4 | 33,67 | 5 | 45,69 | 6 | 30,12 | 4 |
| FPÖ | 8,93 | 1 | 7,21 | 1 | 17,32 | 2 | ||
Bürgermeister
- bis 2009 Susanne Lanzer (SPÖ)
- seit 2009 Wolfgang Gerner (ÖVP)<ref>Gemeinde Pfaffstätt, Politik, Bürgermeister. Abgerufen am 6. April 2019.</ref>
Wappen
Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:
- Zwischen zwei grünen, von silbernen Wellenstäben gesäumten Wellenflanken in Blau ein goldener Taufstein, bestehend aus Säulenbasis, Säule, siebeneckigem Becken und Deckel in Form eines oben mit einem lateinischen Kreuz besteckten, siebenseitigen Pyramidenstumpfes.
Die Gemeindefarben sind Gelb-Grün-Gelb.Vorlage:Gemeindeinfo Land OÖ Ref
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Albert Ritzberger (1853–1915), Zeichner und Maler
- Ludwig Weinberger (1911–1966), Quartärforscher
Weblinks
- 40431 – Pfaffstätt. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Webpräsenz der Gemeinde Pfaffstätt
- Weitere Infos über die Gemeinde Pfaffstätt auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich.
Einzelnachweise
<references />
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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Pfaffstätt
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:österreichbezogen
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Imagemap fehlt
- Gemeinde in Oberösterreich
- Ort im Bezirk Braunau
- Pfaffstätt
- Wikipedia:Bilderwunsch an bestimmtem Ort
- Mattigtal
- Südinnviertler Seengebiet
- Ort im Einzugsgebiet Mattig