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Peter Brock (Schriftsteller)

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Peter Brock (* 6. August 1916 in Bismarckhütte als Rudolf Brock; † 28. September 1982 in Teltow) war ein deutscher Kinder- und Jugend-Schriftsteller, der auch das Pseudonym Peter Korb verwendete.

Leben

Brock war der Sohn eines Kranführers. Er arbeitete nach dem Schulabschluss zunächst als Postbote, holte dann das Abitur nach und begann ein Studium an der Hochschule für Theater in Mannheim. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Er nahm am Krieg teil, wurde aber 1942 als wehruntauglich entlassen. Nach dem Untergang des NS-Staats war er von 1946/1947 bis 1949 in Halle/Saale künstlerischer Leiter beim Landessender Halle (Saale) des Mitteldeutschen Rundfunks. Dann arbeitete er in Halle beim Mitteldeutschen Verlag als Lektor. Schon ab 1955 dramatisierte er literarische Vorlagen, so 1955 unter dem Pseudonym P. Korb für das Märchenspiel Der Schweinehirt nach Hans Christian Andersen und 1956 für das Laienspiel Paddy Glück, das 1965 als Fernsehspiel gesendet wurde.

Ab 1955 war er einer der ersten Studenten des Leipziger Instituts für Literatur. Ab 1960 arbeitete er im Teltower Ortsteil Seehof freischaffend als Schriftsteller. Gelegentlich wirkte er als Nebendarsteller in DEFA-Filmen mit, so 1965 in Lots Weib als Schöffe.

Brock schrieb mehrere Kinderbücher, von denen Gestatten – Oskar (Erzählungen über einen besonders frechen Schüler) das bekannteste war, aber auch Der kleine Kuno (kleiner Junge reißt von zu Hause aus, um herauszufinden, was die Erwachsenen nachts machen, und landet in einem Paul-Robeson-Konzert) und Die Wunderbrille (schlechter Schüler bekommt eine Brille, mit der er um die Ecke sehen kann) waren sehr beliebt. Der kleine Kuno kam zuerst 1959 als DEFA-Film von Kurt Jung-Alsen heraus. In vielen Texten Brocks geht es um das Verhältnis junger Menschen zur Technik und den Einfluss der technischen Revolution auf ihr Denken und Handeln.

Brock war mit Rut Brock verheiratet, der er auch sein Kinderbuch Ich bin die Nele widmete. Es wurde 1978 unter dem Titel Ein Sonntagskind, das manchmal spinnt verfilmt.

Publikationen (Auswahl)

Filmografie

Hörspiele

  • 1968: Der verwettete Hund – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
  • 1969: Die Verlobung – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
  • 1970: Der eigene Herd – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln Nr. 27 – Rundfunk der DDR)

Als Herausgeber (Auswahl)

  • Fröhlicher Dorfabend, 1954
  • Wunderweiße Nacht (zusammen mit Rut Brock), Berlin 1955
  • Wenn das Eis bricht, 1955

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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