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Kurt Jung-Alsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Kurt Paul Dietrich Jung-Alsen (* 18. Juni 1915 in Tutzing<ref>Geburtsregister Standesamt Tutzing, Nr. 18/1915</ref>; † 17. Dezember 1976 in Berlin-Mitte<ref>Sterberegister Standesamt Berlin-Mitte, Nr. 2121/1976</ref>) war ein Schauspieler, Theaterregisseur und Intendant. Seit den 1950er-Jahren arbeitete er als Regisseur für die DEFA, seit Anfang der 1960er-Jahre vor allem als Regisseur für den DFF.

Leben und Werk

Kurt Jung-Alsen war der Sohn des Theatermachers Paul Eger und der Sängerin Herta Alsen. Nach dem Abitur am Berliner Bismarck-Gymnasium (1934) und einer Ausbildung als Schauspieler am Scala-Seminar in Wien unter Rudolf Beer spielte Jung-Alsen ab 1935 unter anderem in Salzburg und Wien, Tilsit, Neustrelitz, Brandenburg und Zwickau. Seit 1943 leistete er Kriegsdienst, geriet 1945 in Gefangenschaft und leitete in dieser Zeit das deutsche Theater in Rimini. 1946 wurde er entlassen.

Im Frühjahr 1947 arbeitete Jung-Alsen als Sprecher und Spielleiter beim Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig. Im Anschluss wirkte er an den Bühnen der Stadt Gera und der Deutschen Volksbühne in Erfurt. Von 1948 bis 1951 war er Intendant am Landestheater Altenburg und von 1952 bis 1954 Intendant am Landestheater Sachsen-Anhalt in Halle.

Ab 1954 arbeitete Kurt Jung-Alsen für die DEFA. Sein bekanntester Kinofilm ist Betrogen bis zum jüngsten Tag (1957) nach Franz Fühmanns Novelle Kameraden (1955). Im Mittelpunkt des Films steht die innere Verfassung von Wehrmachtsoldaten. Interessant ist der Film auch deshalb, weil er auf den Filmfestspielen von Cannes 1957 gezeigt wurde, auf Betreiben der Bundesrepublik, die auf ihrem Alleinvertretungsanspruch für Deutschland bestand, jedoch nicht im Wettbewerb laufen durfte. 1962 beendete Jung-Alsen seine Tätigkeit für die DEFA und arbeitete in den folgenden Jahren maßgeblich als Regisseur für den Deutschen Fernsehfunk.

Darüber hinaus trat er hin und wieder auch als Filmschauspieler in Erscheinung, so in Konrad Wolfs Professor Mamlock, in Meine Stunde Null an der Seite von Manfred Krug oder in der Polizeiruf-Folge Verbrannte Spur. 1973 wurde ihm der Heinrich-Greif-Preis verliehen.

Kurt Jung-Alsen starb während der Dreharbeiten zu dem Film der Reihe „Polizeiruf 110“ Des Alleinseins müde, die dann von Helmut Krätzig abgeschlossen wurden.

Bereits 1975 erwarb die Deutsche Akademie der Künste in Ost-Berlin Kurt Jung-Alsens rund 3500 Bände umfassende Bibliothek. Mit ihren Erstausgaben und Zeitschriften aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts (Expressionismus, Dada, Bauhaus) gehört sie auch heute zu den herausragenden Beständen der Akademiebibliothek. Jung-Alsens Kunstsammlung wurde in den 1990er Jahren versteigert.

Filmografie (Auswahl)

Als Regisseur

Als Darsteller

Theater

Hörspiele

Literatur

  • Irina Gradinari: Kinematografie der Erinnerung. Band 2: Den Zweiten Weltkrieg erzählen, Neue Perspektiven der Medienästhetik, Wiesbaden 2021.
  • Michael Grisko: „Verfilmtes Sündenbabel. Heinrich Manns Roman Im Schlaraffenland im Fernsehen“, Heinrich Mann-Jahrbuch 16 (1998), S. 39–60.
  • Hartmut Pätzke: „Der Bibliophile, Kunstsammler und Regisseur Kurt Jung-Alsen. Gedanken zu seiner Bibliothek (NB kja 1–3536+23) in der Stiftung Archiv der Akademie der Künste“, Imprimatur. Ein Jahrbuch für Bücherfreunde N. F. 22 (2011), S. 317–336.
  • Elke Schieber (Hrsg.): Recherche zu einem Fernsehfilm. Die Bilder des Zeugen Schattmann, Potsdam 2007.
  • Ursula Schoop: „Jung-Alsen, Kurt“, in: Gabriele Baumgartner und Dieter Hebig (Hrsg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990, Bd. 1, München u. a. 1996, S. 365.
  • „Kurt Jung-Alsen“, in: Raimund Fritz (Hrsg.): Der geteilte Himmel. Höhepunkte des DEFA-Kinos 1946–1992. Band 2. Essays zur Geschichte der DEFA und Filmografien von 61 DEFA-RegisseurInnen, Wien 2001, S. 227.

Weblinks

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Einzelnachweise

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