Pentadecansäure
Vorlage:Infobox Chemikalie Die Pentadecansäure gehört zur Stoffgruppe der Alkansäuren. Sie ist eine gesättigte Fettsäure mit einer ungeraden Anzahl von Kohlenstoffatomen, nämlich 15. Ihre Salze und Ester heißen Pentadecanoate.
Vorkommen
Wie die meisten langkettigen Fettsäuren mit ungerader Kohlenstoffzahl kommt Pentadecansäure in der Natur nur selten und in geringerer Konzentration vor als Fettsäuren mit gerader Kohlenstoffzahl. Sie lässt sich im Lebertran des Kabeljaus zu 0,1 %, im Fett des Aals zu 1,6 %, in Rind- und Lammfleisch zu ca. 0,6 % der Gesamtfettsäuren nachweisen.<ref name="ciba geigy">C. Lentner (Hrsg.): Geigy Scientific Tables Volume 1 – Units of Measurement, Body Fluids, Composition of the Body, Nutrition, CIBA-GEIGY, Basel, 8. Aufl., 1981; ISBN 0-914168-50-9.</ref>
Daneben findet man sie im Milchfett zu 1,05 % und im Körperfett von Wiederkäuern zu ca. 0,43 %.<ref>Vorlage:HMDB</ref>
In Pflanzen ist sie selten, ein relativ hoher Anteil dieser Fettsäure an den Blattfettsäuren der Milchigen Mangrove (Blind-Your-Eye Mangrove; Excoecaria agallocha) wurde mit 2,65 % festgestellt.<ref>G. Agoramoorthy, M. Chandrasekaran, V. Venkatesalu, M. J. Hsu: Antibacterial and antifungal activities of fatty acid methyl esters of the blind-your-eye mangrove from India. In: Brazilian Journal of Microbiology, 38, 2007, S. 739–742; Vorlage:DOI.</ref>
Pentadecansäure kommt in den Lipiden von Micrococcus sedentarius vor.<ref name="PMID7547287">E. Stackebrandt, C. Koch, O. Gvozdiak, P. Schumann: Taxonomic dissection of the genus Micrococcus: Kocuria gen. nov., Nesterenkonia gen. nov., Kytococcus gen. nov., Dermacoccus gen. nov., and Micrococcus Cohn 1872 gen. emend. In: International journal of systematic bacteriology. Band 45, Nummer 4, Oktober 1995, S. 682–692, PMID 7547287.</ref>
Eigenschaften
Pentadecansäure kristallisiert in unterschiedlichen Formen, abhängig vom für die Kristallisation verwendeten Lösungsmittel.<ref name="sydow" />
Verwendung
Industriell wird Pentadecansäure als Lösungsmittel bei der Herstellung von Lackfarben verwendet.<ref>Scorecard – The pollution information site; 8. Juni 2008.</ref>
Pharmakologie
Da der menschliche Körper diese Fettsäure nicht selbst herstellen kann, lassen sich aus dem Anteil der Pentadecansäure an Blutfetten Schlüsse auf die Aufnahme von Milch und/oder Milchprodukten ziehen.<ref>A. Smedman, I.-B. Gustafsson, L. Berglund, B. Vessby: Pentadecanoic acid in serum as a marker for intake of milk fat: relations between intake of milk fat and metabolic risk factors. In: American Journal of Clinical Nutrition, 69, 1999, S. 22–29; PMID 9925119.</ref>
Pentadecansäure enthaltende Fette sind wie auch Margarinsäure-haltige mit einem schützenden Effekt gegen Diabetes mellitus Typ 2 assoziiert.<ref>NZ Herald News: Slice of good news for cheese lovers, 7. August 2014.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>