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Päpstliches Ukrainisches Kolleg

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Ikone des Heiligen Josaphat Kunzewitsch

Das Päpstliche Ukrainische Kolleg St. Josaphat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) in Rom ist ein Päpstliches Kolleg für Seminaristen und Priester der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. Als Schutzpatron wurde der Heilige Josaphat (1580–1623), Erzbischof von Polozk, erwählt.

Geschichte

Ein Vorläufer des ukrainischen Kollegs war das 1576 gegründete Päpstliche Griechische Kolleg St. Athanasius. „Griechisch“ bezog sich dabei nicht auf die Nationalität, sondern auf die Kirchen im östlichen Mittelmeerraum und Osteuropa, die von Byzanz aus christianisiert worden waren und dem byzantinischen Ritus folgten. Dazu gehörte auch die durch die Union von Brest 1596 entstandene griechisch-katholische Kirche im Osten des damaligen Polen-Litauen bzw. nach den Polnischen Teilungen im von Österreich beherrschten Galizien. Dieser gehörten vorwiegend Ostslawen an, die historisch als Ruthenen bezeichnet wurden.

Die Römische Kurie übertrug 1638 die Kirche Santi Sergio e Bacco an der Piazza della Madonna dei Monti den „Ruthenen“. Dort hatten fortan die Prokuratoren der unierten Metropoliten von Kiew und Halytsch ihren Sitz. Obwohl es laut päpstlichen Dokumenten bereits Pläne gab, dort auch ein „Kolleg der ruthenischen Nation“ einzurichten, residierten die ukrainischen Studenten in Rom bis 1897 weiterhin im Griechischen Kolleg.<ref>La storia della Parrocchia ucraina a Roma</ref>

Am 18. Dezember 1897 approbierte Papst Leo XIII. (1878–1903) das Päpstliche Ruthenische Kolleg (lateinisch Collegium Ruthenorum, italienisch Collegio Ruteno). Dieses hatte seinen Sitz zunächst an der Kirche SS. Sergio e Bacco, der Nationalkirche der „Ruthenen“ bzw. Ukrainer. Die Leitung wurde im Jahre 1904 den Basilianern des Heiligen Josaphat übertragen, die auch ihr Generalhaus in Rom haben. Nach einem Entwurf des Architekten Giuseppe Momo wurde von 1929 bis 1932 ein neues Gebäude des Ukrainischen Kollegs auf dem römischen Hügel Gianicolo errichtet. Am 13. November 1932 eröffnete Papst Pius XI. das neue Gebäude und widmete es dem Heiligen Josaphat Kunzewitsch, nationaler Schutzpatron der Ukrainer. In der unmittelbaren Nachbarschaft wurde 1937 das Päpstliche Rumänische Kolleg eröffnet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die ukrainische griechisch-katholische Kirche in der Sowjetunion unterdrückt und verfolgt. In dieser Zeit bildete das Kolleg vorwiegend Priester für die ukrainischen Exilkirchen in Westeuropa und Nordamerika aus. Papst Johannes Paul II. besuchte das Kolleg Anfang 1983 anlässlich des 85. Jubiläums seiner Gründung und des 50-jährigen Bestehens am aktuellen Standort und bezeichnete es als Ort, an dem „die Hoffnung der ukrainischen Kirche“ blühte. Nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft und der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 konnte das Kolleg auch wieder Studenten aus dem ukrainischen Mutterland aufnehmen. Nach zweijähriger Schließung zur Restaurierung des Gebäudes wurde es im Januar 2016 wiedereröffnet.<ref>Ripresa l'attività del Pontificio collegio ucraino di San Giosafat, Zenit, 24. Januar 2016.</ref>

Heute sind am ukrainischen Kolleg zwischen 20 und 50 Studenten beheimatet. Rektor ist seit 2025 der Basilianerpater Bernard Pidhirnyy.<ref>Il Dicastero per le Chiese Orientali ha nominato il nuovo rettorato del Pontificio Collegio Ucraino di San Giosafat, Chiesa Greco-Cattolica Ucraina, 8. Oktober 2025.</ref>

Ehemalige

Literatur

  • Ulyana Uska: Das Collegium Ruthenorum dei SS. Sergio e Bacco in Rom unter dem Protektorat der Habsburger. In: Römisches Quartalsheft, Band 116 (2021), Nr. 1, S. 99–120.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Koordinaten: 41° 53′ 41,2″ N, 12° 27′ 34,8″ O

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