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Otto Meyer (Radsportler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Otto Meyer Radsportler.jpg
Otto Meyer (1903)
Datei:Otto Meyer 1910.jpg
Meyer im Jahre 1910

Friedrich Otto Meyer (* 4. November 1882 in Ludwigshafen am Rhein<ref>Geburtsregister StA Ludwigshafen am Rhein, Nr. 655/1882</ref>; † im 20. Jahrhundert) war ein deutscher Radrennfahrer.

Meyer war der Sohn des Fabrikarbeiters und späteren Eisenbahnbediensteten Heinrich Meyer. Gegen den Willen seines Vaters brach Otto Meyer die Schule ab und begann eine Ausbildung als Mechaniker. Zunächst fuhr er Rennen als Amateur, seit 1899 als Profi. 1908 belegte er den zweiten Platz bei der deutschen Meisterschaft im Sprint hinter Richard Scheuermann, im Jahr darauf errang er den Titel. 1909 und 1913 gewann er den Großen Preis von Berlin. 1911 wurde er in Dresden inoffizieller Weltmeister im Sprint (aufgrund von Konflikten mit dem Weltradsportverband Union Cycliste Internationale (UCI) führte der Bund Deutscher Radfahrer in jenem Jahr eigene Weltmeisterschaften durch). 1910 sowie 1914 wurde Meyer, der sich auch als Ringer betätigte und der „dicke Otto“ genannt wurde, jeweils Dritter der deutschen Sprint-Meisterschaft. Auch im Ausland war er erfolgreich, so gewann er 1960 den Grand Prix du Conseil municipal de la ville de Paris.

Über sein weiteres Schicksal gibt es widersprüchliche Versionen: Zum einen soll Otto Meyer im Ersten Weltkrieg in französische Kriegsgefangenschaft gekommen und seitdem vermisst sein. Zum anderen wird berichtet, Meyer sei nach dem Krieg in die Vereinigten Staaten ausgewandert. Nach neueren Erkenntnissen soll sich Meyer 1923 in Schifferstadt politisch engagiert und für eine Unabhängigkeit der Pfalz eingesetzt haben.<ref>Wolfgang Kauer/Asmus Kaufmann: Otto Meyer aus Ludwigshafen: Weltmeister auf dem Rennrad und Separatist. In: sportgeschichte(n). Mitteilungen des Vereins Pfälzische Sportgeschichte. Ausgabe 1/2010</ref> Das Rennrad Meyers, auf dem er 1911 „Weltmeister“ wurde, befindet sich noch heute im Besitz seines Vereins RC Friesenheim.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.wormser-zeitung.deGeschichte auf 250 Quadratmetern auf wormser-zeitung.de v. 11. Januar 2011 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Von 1902 bis zur Scheidung 1917 war er mit Elisabeth Rossmann verheiratet,<ref>Heiratsregister StA Ludwigshafen am Rhein, Nr. 540/1902</ref> ein Sohn des Paares war bereits 1901 geboren worden.<ref>Geburtsregister StA Ludwigshafen am Rhein, Nr. 1822/1901</ref>

Weblinks

Commons: Otto Meyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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1895 August Lehr | 1896, 1897, 1921 Willy Arend | 1898 Franz Verheyen | 1908 Richard Scheuermann | 1909 Otto Meyer | 1910, 1919, 1920, 1923 Walter Rütt | 1914 Eugen Stabe | 1922, 1924, 1926 Willy Lorenz | 1925 Willy Gottfried | 1927 Alex Fricke | 1928, 1929, 1932 Mathias Engel | 1930, 1931 Peter Steffes | 1932–1939 Albert Richter | 1940, 1941 Jean Schorn | 1942 Toni Merkens | 1946–1947, 1949–1954 Georg Voggenreiter | 1948 Werner Bunzel | 1955–1960, 1962–1965 Werner Potzernheim | 1961 Günther Ziegler | 1966, 1967 Hans-Peter Kanters | 1969 Peter Glemser | 1975 Udo Hempel | 1976 Horst Schütz | 1992–1996, 1998–1999, 2002 Jens Fiedler | 1997 Eyk Pokorny | 2000, 2004 Jan van Eijden | 2001, 2005 Stefan Nimke | 2003 René Wolff | 2006, 2007 Matthias John | 2008, 2013 Robert Förstemann | 2009 Carsten Bergemann | 2010 Tobias Wächter | 2011, 2012, 2014, 2022 Stefan Bötticher | 2015, 2016, 2017 Maximilian Levy | 2018, 2019, 2023, 2025 Maximilian Dörnbach | 2024 Luca Spiegel

Der Sprint wurde nicht durchgängig bei Deutschen Bahn-Meisterschaften ausgetragen.

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