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Oos (Fluss)

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Vorlage:Infobox Fluss

Die Oos, auch Oosbach genannt, ist ein Fluss im Nordschwarzwald und in der Oberrheinischen Tiefebene. Sie fließt durch Baden-Baden und mündet nach 25 Kilometern bei Rastatt in die Murg.

Name

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Fluss im 9. Jahrhundert als Osa fluvio. Als Gauname tritt der Name schon 712 zum ersten Mal in Erscheinung („trans Rhenum in pago Auciacinse“).

Der vorgermanische Flussname dürfte *Ausa gelautet haben und ist wahrscheinlich keltischen Ursprungs. Möglicherweise ist er mit dem bretonischen Wort aoz für „Flussbett“ verwandt.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie

Quelle

Das Quellgebiet der Oos befindet sich am Nordhang des Eierkuchenbergs im Nordschwarzwald, in der Nähe des fast 700 Meter hoch gelegenen Waldgasthauses Scherrhof. Mehrere kleine, meist namenlose Bäche vereinigen sich in diesem Gebiet zur Oos. Die beiden größten Bäche tragen die Namen Scherrbach und Kälberwasser. Das Quellgebiet ist ein wichtiger Spender von Trinkwasser, das in Wasserhochbehältern gespeichert wird.

Verlauf

Gut 400 Meter Höhenunterschied hat sie vom Quellgebiet in nördlicher Richtung zu passieren, bis die Oos bei Gaisbach mit dem Rubach zusammenfließt und dessen Talrichtung westwärts folgt.

Datei:Blick auf die Oos von der Reinhard Fieser Brücke in Baden-Baden.JPG
Blick auf die Oos in Baden-Baden von der Reinhard-Fieser-Brücke an der Lichtentaler Allee

Sie fließt am Forellenhof vorbei, durch Oberbeuern sowie an der Südseite des Klosters Lichtenthal entlang und wird danach der Lichtentaler Allee in Baden-Baden von etlichen kunstvoll gefertigten Stegen überquert.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts floss die Oos dort geteilt in verschiedenen Armen. Am 1. August 1851 schwoll das meist harmlose Gewässer nach einem Wolkenbruch massiv an und schwemmte Baumstämme und Hausteile mit, welche die Brücken der Stadt zerstörten. Über eine beim Hôtel d'Angleterre geschlagene Notbrücke konnten die Kurgäste das Conversationshaus und das Casino erreichen. Nach dieser Katastrophe korrigierte man die Oos und dämmte sie ein. Im damals dort geschaffenen Bett läuft sie auch heute noch.

In Baden-Baden fließt die Oos nach der Lichtentaler Allee und dem Brenners Park-Hotel & Spa durch die Kaiserallee am Kurhaus, an der Trinkhalle und dem Hotel Europäischer Hof vorbei, unterquert den Hindenburgplatz und verschwindet auf der Höhe des Festspielhauses bis zur Kreuzung von Waldseestraße und Eisenbahnstraße wieder im Untergrund.

Ab dem Ooswinkel flankiert die Oos die Schwarzwaldstraße bis zum Stadtteil Oos. Auch dort ist sie im 19. Jahrhundert reguliert worden. Um ein jahrhundertealtes Sumpfgebiet zu beseitigen, wurde die Oos nach 1851 geteilt. Gegenüber der heutigen Friedenskirche wurde ein Arm nach Westen zum aus dem Bühler Gebiet kommenden Sandbach geführt. Der zweite Arm nimmt seinen Weg nach Norden in Richtung Sandweier.

Mündungen

Der westwärts führende Ooskanal wird bald zwischen Sinzheim und Iffezheim vom Sandbach aufgenommen; dieser entwässert über die Acher zum Oberrhein.

Der nordwärts führende Arm verläuft dagegen östlich an Sandweier vorbei nach Rastatt-Niederbühl; er wird ab Sandweier als Ooser Landgraben bezeichnet. Er mündet in Rastatt oberhalb der Murgbrücke der Rheintalbahn in die Murg, die Murg dann ihrerseits bei Steinmauern in den Oberrhein.

Zuflüsse

Quellbäche, Zuflüsse 1. Ordnung sowie Teilungsarme, soweit sie auf dem Geodatenviewer des Landes Baden-WürttembergVorlage:GeoQuelle benannt sind, vom Ursprung abwärts. Mit Längen<ref name="LUBW-GeNe-Laenge" /> und teilweise Einzugsgebieten.<ref name="LUBW-BEZG-EZG" /> Mit auch etlichen größeren Zuflüssen 2. Ordnung, besonders des Grobbachs, ebenfalls in flussabwärtiger Ordnung unter dem Vorfluter eingerückt.

Zusammenfluss des Oosbachs auf etwa Vorlage:Höhe am Südende der Tallichtung im Zwiesel. Der Oosbach läuft von hier an nordwärts.

Mündung des Ooskanals von rechts auf rund Vorlage:Höhe am Rand des Oberwaldes in den Sandbach.
Mündung des Ooser Landgrabens von links auf Vorlage:Höhe in die Murg bei der Murgbrücke der Rheintalbahn in Rastatt.

Literatur

  • Eugen Reinhard: Oberflächenformen und Gewässernetz. In: Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stadt Baden-Baden (Hrsg.): Der Stadtkreis Baden-Baden. (Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg.) Thorbecke, Sigmaringen 1995, ISBN 3-7995-1356-6, S. 37–51.
  • Franz von Kettner: Beschreibung des badischen Murg- und Oosthals, Frankfurt am Main 1843 (Digitalisat).

Weblinks

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Einzelnachweise

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