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Olympische Winterspiele 1948/Bob

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bobsport bei den
Olympischen Winterspielen 1948
colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122; text-align: center;" | Datei:StMoritz1948.jpg
Datei:Bobsleigh pictogram.svg
Information
Austragungsort SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg St. Moritz
Wettkampfstätte Olympia Bobrun
Nationen 9
Athleten 71 (71 Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg)
Datum 30. Januar bis 7. Februar 1948
Entscheidungen 2
Garmisch 1936

Bei den V. Olympischen Winterspielen 1948 in St. Moritz fanden zwei Wettbewerbe im Bobfahren statt. Austragungsort war der Olympia Bobrun, eine Naturbahn mit einer Länge von 1576 m und einem Höhenunterschied von 130 m. Die Teams hatten jeweils vier Läufe zu absolvieren, deren Laufzeiten zu einem Gesamtresultat addiert wurden.

Bilanz

Medaillenspiegel

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz 1 1 2
2 Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Vereinigte Staaten 1 2 3
3 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien 1 1

Medaillengewinner

Konkurrenz Gold Silber Bronze
Zweierbob SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Felix Endrich, Fritz Waller SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Fritz Feierabend, Paul Eberhard Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Frederick Fortune, Schuyler Carron
Viererbob Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Francis Tyler, Patrick Martin, Edward Rimkus, William D’Amico BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Max Houben, Alfred Mansveld, Louis-Georges Niels, Jacques Mouvet Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg James Bickford, Thomas Hicks, Donald Dupree, William Dupree

Ergebnisse

(alle Zeiten in min)

Zweierbob

Platz Land Sportler 1. Lauf 2. Lauf 3. Lauf 4. Lauf Gesamt
1 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Schweiz II: Felix Endrich, Fritz Waller 1:22,4 1:22,7 1:21,7 1:22,4 5:29,2
2 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Schweiz I: Fritz Feierabend, Paul Eberhard 1:23,7 1:24,0 1:21,4 1:21,3 5:30,4
3 Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA USA II: Frederick Fortune, Schuyler Carron 1:25,5 1:24,1 1:22,5 1:23,2 5:35,3
4 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg BEL Belgien I: Max Houben, Jacques Mouvet 1:24,4 1:24,4 1:24,5 1:24,2 5:37,5
5 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR Großbritannien I: William Coles, Pennington Collings 1:25,2 1:24,4 1:24,2 1:24,1 5:37,9
6 Vorlage:ITA-1946 Italien II: Mario Vitali, Dario Poggi 1:25,0 1:25,0 1:23,8 1:24,2 5:38,0
7 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Norwegen II: Arne Holst, Ivar Johansen 1:25,6 1:25,0 1:23,7 1:23,9 5:38,2
8 Vorlage:ITA-1946 Italien I: Nino Bibbia, Edilberto Campadese 1:25,1 1:25,1 1:24,0 1:24,4 5:38,6
9 Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA USA I: Tuffield Latour, Leo Martin 1:24,9 1:24,8 1:24,1 1:25,4 5:39,2
10 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg BEL Belgien II: Marcel Leclef, Louis-Georges Niels 1:26,8 1:24,9 1:23,6 1:24,5 5:39,8

1. und 2. Lauf: 30. Januar 1948
3. und 4. Lauf: 31. Januar 1948

16 Bobs am Start, davon 15 in der Wertung.

Der Beginn der Läufe war jeweils mit 13 Uhr angesetzt.<ref>«Am Vorabend der Olympiade»; Untertitel: «Der Stundenplan in St. Moritz». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 30. Jänner 1948, S. 4.</ref> Es nahmen insgesamt 16 Teams teil. Großbritannien II stürzte im dritten Lauf und schied aus. Somit kamen 15 Bobs in die Wertung. Von diesen war Argentinien in 5:52,8 der Letzte. Die beiden Schweizer Mannschaften erzielten in den vier Läufen jeweils zwei beste Laufzeiten, wobei Feierabend mit 1:21,30 im letzten Lauf die absolut schnellste Zeit aller Zweier-Piloten erzielte. Im vierten Lauf gingen Endrich/Waller als erste an den Start – ihre 1:22,40 stellten eine langsamere Zeit als in allen anderen Läufern dar, doch Fortune/Carron blieben deutlich dahinter, womit die Goldmedaille für die Schweiz bereits gesichert war.<ref>«Gold- und Silbermedaille für die Schweiz im Zweierbob». In: Sport-Zürich, 2. Februar 1948, S. 10.</ref>

Viererbob

Platz Land Sportler 1. Lauf 2. Lauf 3. Lauf 4. Lauf Gesamt
1 Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA USA II: Francis Tyler, Patrick Martin,
Edward Rimkus, William D’Amico
1:17,1 1:19,6 1:21,4 1:22,0 5:20,1
2 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg BEL Belgien I: Max Houben, Alfred Mansveld,
Louis-Georges Niels, Jacques Mouvet
1:17,3 1:20,9 1:22,0 1:21,1 5:21,3
3 Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA USA I: James Bickford, Thomas Hicks,
Donald Dupree, William Dupree
1:17,4 1:20,7 1:21,8 1:21,6 5:21,5
4 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Schweiz I: Fritz Feierabend, Fritz Waller,
Felix Endrich, Heinrich Angst
1:16,9 1:21,2 1:22,3 1:21,7 5:22,1
5 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Norwegen I: Arne Holst, Ivar Johansen,
Reidar Berg, Alf Large
1:17,3 1:20,8 1:21,4 1:23,0 5:22,5
6 Vorlage:ITA-1946 Italien I: Nino Bibbia, Giancarlo Ronchetti,
Edilberto Campadese, Luigi Cavalieri
1:18,2 1:20,8 1:22,1 1:21,9 5:23,0
7 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR Großbritannien I: William Coles, William McLean,
Pennington Collings, George Holliday
1:18,5 1:20,9 1:22,5 1:23,0 5:24,9
8 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Schweiz II: Franz Kapus, Werner Spring,
Bernhard Schilter, Paul Eberhard
1:17,6 1:20,8 1:22,3 1:24,7 5:25,5
9 Frankreich 1946Datei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg FRA Frankreich I: René Charlet, Jean Morin,
Jacques Descatoire, Amédée Ronzel
1:18,9 1:22,2 1:23,8 1:24,5 5:29,4
10 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Norwegen II: Bjarne Schrøen, Gunnar Thoresen,
Arnold Dyrdahl, Benn John Valsø
1:20,0 1:22,6 1:23,6 1:23,5 5:29,7

1. Lauf: 6. Februar 1948
2., 3. und 4. Lauf: 7. Februar 1948

15 Bobs am Start, alle in der Wertung.

Nach dem ersten Lauf führte Schweiz I. Der zweite Lauf musste nach acht von fünfzehn Teams abgebrochen werden, weil die Bahn durch einen Wasserleitungsbruch am „Sunny Corner“ beschädigt wurde. Die bisherigen Zeiten mussten annulliert und der Wettbewerb am folgenden Tag fortgesetzt werden. Auf dem zweiten Platz war USA II vor den zeitgleich drittplatzierten Belgien I und Norweger I zu finden, USA I war Vierter. Für die drei Läufe am 7. Februar gab es bei Schweiz II eine Umstellung, denn Zweier-Silbermedaillist Paul Eberhard hatte einen Steißbeinbruch erlitten; für ihn kam Rolf Spring zum Einsatz.<ref>«Die Viererbobs im Kampf». In: Sport Zürich, 6. Februar 1948, S. 6.</ref>

Wegen des heftigen Schneefalls wurde der Start des zweiten Laufs um vier Stunden verschoben, doch es schneite weiter. Zwar räumte man immer wieder die Bahn, was während des Rennens aber nicht mehr möglich war. Zusätzlich gab es für die Piloten auch teilweise schlechte Sicht. Es stellte sich heraus, dass die Schlitten gegenüber dem Vortag um rund drei Sekunden pro Lauf langsamer waren. Um 13 Uhr wurden vorerst einige Spurbobs abgelassen. USA II hatte einen Vorteil, denn die Piste war noch nicht stark mit Schnee besetzt. Ihre 1:19.6 waren dann auch die Tagesbestzeit. Überraschend gut kam Norwegen I herunter, während Schweiz I um 1,6 Sekunden hinter der Bestzeit blieb. Im vierten Lauf Heat holte Belgien zum allgemeinen Erstaunen mit 0,5 Sekunden Vorsprung die beste Zeit, was noch den Vorstoß auf Silber ermöglichte. USA II fuhr bei seiner „Goldfahrt“ zwar nur die fünftbeste Zeit, doch der Vorsprung war noch groß. Ein Grund für den Rückfall der Schweizer lag in deren geringeren Gewicht. Die beiden amerikanischen und der belgische Schlitten hatten mit ihren 400-kg-Crews die Schneedecke durchgedrückt und das darunter liegende Eis als Fahrfläche benutzen können.<ref>«Großerfolg der Amerikaner im Viererbob». In: Sport Zürich, 9. Februar 1948, S. 6.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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